Der 9. November

Inhaltsverzeichnis

1 | Der 9. November –

Kein Tag wie andere


2 | «Es lebe die deutsche Republik» –

Die Novemberrevolution 1918


3 | Von der «größten aller Revolutionen» zum «Dolchstoß» –

Der 9 . November wird nicht Nationalfeiertag


4 | Nur die Spitze des Eisbergs –
Der «Hitler-Putsch» 1923


5 | «Geburtsstunde der Republik» oder «Landesverrat» –
Der 9 . November und der Kampf um die Weimarer Demokratie

6 | Opferkult und Propaganda –

Die Usurpation des 9 . November durch das NS-Regime


7 | Rückfall in die Barbarei –
Der Novemberpogrom 1938


8 | Was ein Einzelner vermag –

Das Attentat des Georg Elser 1939


9 | Hitlers Trauma –

Der 9 . November in den Kriegsjahren


10 | Trennendes Gedenken –

Die Nachkriegsjahre


11 | Am Ende bleibt die Schuld –
Der 9 . November in der Geschichtskultur der Bundesrepublik


12 | «Vollstreckerin der historischen Lehren» –

Der 9 . November in der Geschichtskultur der DDR


13 | «Wahnsinn!» –

Der Mauersturz 1989


14 | Angst und Sorge dominieren –

Der 9 . November wird (wieder) nicht Nationalfeiertag


15 | Der Blick wird freier –

Der 9 . November in der Geschichtskultur des vereinten Deutschland


16 | Etwas mehr Mut, bitte ... –

Der 9 . November und die Stärkung der Demokratie


Anmerkungen

Literatur

Dank

Bildnachweis

Personenregister

Der 9. November

Die Deutschen und ihr Schicksalstag

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Der 9. November

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ab 19,99 €

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.09.2021

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

318

Maße (L/B/H)

22/14,7/2,6 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.09.2021

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

318

Maße (L/B/H)

22/14,7/2,6 cm

Gewicht

527 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-77731-8

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Der deutsche Schicksalstag

S.A.W aus Salzburg am 13.10.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der deutsche Schicksalstag Niess zeigt auf, dass sich in verschiedenen Jahrzehnten am 9. November das Schicksal der deutschen Demokratie entschied. Am 9. November 1918 waren die Deutschen kriegsmüde. Gerüchte drangen nach Berlin, dass die Matrosen der Kriegsmarine rebelliert hatten. Die Marineadmiräle wollten, um die Themse hinaufzufahren und damit die Waffenstillstandsverhandlungen zu torpedieren. Als sie auf hoher See die Fruchtlosigkeit ihres Plans einsahen kehrten sie um und schickten die Matrosen auf Landurlaub. Diese rotteten sich zusammen, um ihre inhaftierten Kameraden zu befreien und bald waren Kiel, Wilhelmshafen und Hamburg von Soldatenräten besetzt, alle deutschen Großstädte folgten. Am 9. November demonstrierten die Arbeiter in Berlin und bildeten auch hier Räte. Die SPD riefen die Republik aus, Friedrich Eberth wurde als Präsident ausgerufen. Die Militärverbände strömten zurück nach Berlin, die Generäle wollten die Revolution im Kein ersticken. Die Kommunisten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wurden verhaftet und von Militärs ermordet. Um den Unruhen zu entgehen, ließen sich die Parlamentarier in Weimar nieder und proklamierten große Veränderungen: Allgemeines Wahlrecht für Männer und Frauen, Betriebsräte, die mit den Unternehmern verhandelten, das war der Beginn der deutschen Sozialpartnerschaft. Es mag an den fallenden Blättern liegen und daran, dass im November die Natur stirbt, dass immer im Herbst um den 9. Nov. von 1918 bis 1989 die großen Veränderungen in Deutschland abliefen. Der Hitlerputsch 1923, die Reichskristallnacht 1938, die DDR-Revolution 1989, immer war es im November, dass das Volk genug hatte von Unterdrückung und Ohnmacht. Doch der 9. November wurde nicht zum Nationalfeiertag, weil die Rechte die Republik bekämpfte, sobald sie sich vom Novemberschock 1918 erholt hatte. Monarchisten und Militaristen pflegten die Dolchstoßlegende von der siegreichen Armee. 1920 putschten Militärverbände in Berlin. Jahrelang tobten Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten rechten Milizen und den Organen der Republik. Am 9. November 1923 riefen Hitler und Ludendorff die nationale Republik in München aus, die die Novemberverbrecher stürzten würden. Reichspräsident Eberth übergab an General Seeckt diktatorische Vollmachten und dieser beendete den Hitler-Putsch. Lange kam die NSDAP nicht über 2% der Wähler hinaus. Am 14.9.1930 erhielt sie aber 18% der Stimmen, im Juli 1932 37% und am 6. Nov. 32 nur mehr 33%. Hindenburg ernannte Hitler zum Reichskanzler und die Nazis usurpierten den 9. November als Gedenktag für ihre Zwecke. Der 9. Nov 1923 wurde zum Opfergang stilisiert, das Blut der gefallenen Nazis zur Voraussetzung des Sieges von 1933. Am 9. Nov 1938 zeigte sich die volle Brutalität der Nazis in der Zerstörung jüdischer Geschäfte und Einrichtungen. Er bereitete die totale Machtübernahme und den 2. Weltkrieg mit seinem Totalitarismus vor. Am 9. Nov. 1989 erließ das ZK der DDR eine neue Reiseverordnung, um den Druck aus den Massenprotesten zu nehmen. Günter Schabowski sollte dies den Journalisten erklären und wurde gefragt, ab wann die neue Freiheit gelte. Überrumpelt stotterte er: sofort, unverzüglich. Der Rest ist Geschichte: Die Mauer wurde gestürmt und fiel. Ein einziger Tag bildet den roten Faden der deutschen Republik. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „1918. So hätte Deutschland den Krieg gewonnen und die Welt gerettet“

Der deutsche Schicksalstag

S.A.W aus Salzburg am 13.10.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der deutsche Schicksalstag Niess zeigt auf, dass sich in verschiedenen Jahrzehnten am 9. November das Schicksal der deutschen Demokratie entschied. Am 9. November 1918 waren die Deutschen kriegsmüde. Gerüchte drangen nach Berlin, dass die Matrosen der Kriegsmarine rebelliert hatten. Die Marineadmiräle wollten, um die Themse hinaufzufahren und damit die Waffenstillstandsverhandlungen zu torpedieren. Als sie auf hoher See die Fruchtlosigkeit ihres Plans einsahen kehrten sie um und schickten die Matrosen auf Landurlaub. Diese rotteten sich zusammen, um ihre inhaftierten Kameraden zu befreien und bald waren Kiel, Wilhelmshafen und Hamburg von Soldatenräten besetzt, alle deutschen Großstädte folgten. Am 9. November demonstrierten die Arbeiter in Berlin und bildeten auch hier Räte. Die SPD riefen die Republik aus, Friedrich Eberth wurde als Präsident ausgerufen. Die Militärverbände strömten zurück nach Berlin, die Generäle wollten die Revolution im Kein ersticken. Die Kommunisten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wurden verhaftet und von Militärs ermordet. Um den Unruhen zu entgehen, ließen sich die Parlamentarier in Weimar nieder und proklamierten große Veränderungen: Allgemeines Wahlrecht für Männer und Frauen, Betriebsräte, die mit den Unternehmern verhandelten, das war der Beginn der deutschen Sozialpartnerschaft. Es mag an den fallenden Blättern liegen und daran, dass im November die Natur stirbt, dass immer im Herbst um den 9. Nov. von 1918 bis 1989 die großen Veränderungen in Deutschland abliefen. Der Hitlerputsch 1923, die Reichskristallnacht 1938, die DDR-Revolution 1989, immer war es im November, dass das Volk genug hatte von Unterdrückung und Ohnmacht. Doch der 9. November wurde nicht zum Nationalfeiertag, weil die Rechte die Republik bekämpfte, sobald sie sich vom Novemberschock 1918 erholt hatte. Monarchisten und Militaristen pflegten die Dolchstoßlegende von der siegreichen Armee. 1920 putschten Militärverbände in Berlin. Jahrelang tobten Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten rechten Milizen und den Organen der Republik. Am 9. November 1923 riefen Hitler und Ludendorff die nationale Republik in München aus, die die Novemberverbrecher stürzten würden. Reichspräsident Eberth übergab an General Seeckt diktatorische Vollmachten und dieser beendete den Hitler-Putsch. Lange kam die NSDAP nicht über 2% der Wähler hinaus. Am 14.9.1930 erhielt sie aber 18% der Stimmen, im Juli 1932 37% und am 6. Nov. 32 nur mehr 33%. Hindenburg ernannte Hitler zum Reichskanzler und die Nazis usurpierten den 9. November als Gedenktag für ihre Zwecke. Der 9. Nov 1923 wurde zum Opfergang stilisiert, das Blut der gefallenen Nazis zur Voraussetzung des Sieges von 1933. Am 9. Nov 1938 zeigte sich die volle Brutalität der Nazis in der Zerstörung jüdischer Geschäfte und Einrichtungen. Er bereitete die totale Machtübernahme und den 2. Weltkrieg mit seinem Totalitarismus vor. Am 9. Nov. 1989 erließ das ZK der DDR eine neue Reiseverordnung, um den Druck aus den Massenprotesten zu nehmen. Günter Schabowski sollte dies den Journalisten erklären und wurde gefragt, ab wann die neue Freiheit gelte. Überrumpelt stotterte er: sofort, unverzüglich. Der Rest ist Geschichte: Die Mauer wurde gestürmt und fiel. Ein einziger Tag bildet den roten Faden der deutschen Republik. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „1918. So hätte Deutschland den Krieg gewonnen und die Welt gerettet“

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von Wolfgang Niess

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    3 | Von der «größten aller Revolutionen» zum «Dolchstoß» –

    Der 9 . November wird nicht Nationalfeiertag


    4 | Nur die Spitze des Eisbergs –
    Der «Hitler-Putsch» 1923


    5 | «Geburtsstunde der Republik» oder «Landesverrat» –
    Der 9 . November und der Kampf um die Weimarer Demokratie

    6 | Opferkult und Propaganda –

    Die Usurpation des 9 . November durch das NS-Regime


    7 | Rückfall in die Barbarei –
    Der Novemberpogrom 1938


    8 | Was ein Einzelner vermag –

    Das Attentat des Georg Elser 1939


    9 | Hitlers Trauma –

    Der 9 . November in den Kriegsjahren


    10 | Trennendes Gedenken –

    Die Nachkriegsjahre


    11 | Am Ende bleibt die Schuld –
    Der 9 . November in der Geschichtskultur der Bundesrepublik


    12 | «Vollstreckerin der historischen Lehren» –

    Der 9 . November in der Geschichtskultur der DDR


    13 | «Wahnsinn!» –

    Der Mauersturz 1989


    14 | Angst und Sorge dominieren –

    Der 9 . November wird (wieder) nicht Nationalfeiertag


    15 | Der Blick wird freier –

    Der 9 . November in der Geschichtskultur des vereinten Deutschland


    16 | Etwas mehr Mut, bitte ... –

    Der 9 . November und die Stärkung der Demokratie


    Anmerkungen

    Literatur

    Dank

    Bildnachweis

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