Meraner Atmosphäre, Humor und skurrile Figuren . . . eine tödlich-unterhaltsame Mischung.
Ispettore Emmenegger hat als neuer Chef der Meraner Mordkommission alle Hände voll zu tun. Seine Nachbarin Lisa Granelli wird bei einer frühmorgendlichen Gassirunde erschlagen. Vom Täter fehlt jede Spur, und Feinde hatte Granelli viele. Als Leiterin der Kreditabteilung einer Meraner Bank stürzte sie so manchen in den finanziellen Ruin. Doch Emmeneggers erster Fall wird zur echten Bewährungsprobe, denn die Indizien sprechen eine klare Sprache: Der Hauptverdächtige ist er selbst.
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Meran im Frühling. Ilspettore Emmenegger, kommissarischer Leiter der Mordinspektion Meran, wird zu einer Leiche gerufen. Es ist Lisa Granelli, die Leiterin der Kreditabteilung der örtlichen Sparkasse… und seine Nachbarin. Es stellt sich heraus, dass sie mit dubiosen Machenschaften sich einige Feinde geschaffen hatte, aber auch im privaten Umfeld war sie nicht beliebt. Mit seiner jungen Kollegin Eva, zu der er sich hingezogen fühlt, beginnt er die Ermittlungen, bis er selbst als Täter in Verdacht gerät…
Ein ungewöhnlich warmer Frühling in Meran, unausgesprochene Gefühle, Kummer mit Freunden und finstere Machenschaften, im Roman der Autorin Elisabeth Florin steckt sehr viel Leben. Der Krimi hat teils skurrile, aber für mich durchaus sympathische Nebenfiguren, die gut in die Geschichte integriert sind. Die Suche nach dem Täter blieb bis zum Schluss offen, die Wendung in einer Nebensache war für mich auch sehr überraschend und für den Fall nicht unbedingt relevant. Der Schreibstil der Autorin war für mich neu, aber durchaus gut zu lesen und auch passend für einen Plot, der auch menschliche Gefühle zeigt.
Ich bin auf alle Fälle gespannt auf den nächsten Band.
Bewertung
aus Düsseldorf
5/5
20.09.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein gelungener Krimi mit Meraner Atmosphäre
Meine Meinung:
In Südtirol, genauer gesagt, in Meran ist einiges los. Zumindest bekommt Ispettore Emmenegger diesen Eindruck. Als neuer Chef der Meraner Mordkommission muss er sich um einen Mordfall kümmern, in dem er selbst auf einmal der Hauptverdächtige ist.
Bisher kannte ich weder die Autorin noch Ispettore Emmenegger, aber ich freute mich, dass ich beide mit diesem Krimi kennen lernen konnte. Denn Elisabeth Florin startete mit einem vielversprechenden Prolog. Außerdem hat sie vielen Beteiligten interessante Charaktere zugeordnet.
Sie hat sehr spannend und auch dramatisch geschrieben. „Emmi“ wurde als Verdächtiger aufgebaut und mich hat das alles an das Buch gefesselt. Insgesamt gab es reichlich Situationen, die mir gefielen und ich hatte mal wieder ein Buch, das ich kaum zur Seite legen konnte.
Fazit:
Ein gelungener Krimi mit Meraner Atmosphäre, Humor, Spannung und skurrile Figuren. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und ich würde mich freuen, wenn ich noch mehr von Emmi und Eva lesen kann.
Mundolibris
aus Frankfurt am Main
5/5
08.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Tipp
Der erste Fall für Ispettore Emmenegger als Nachfolger von Commissario Pavarotti.
Wie bereits die Reihe um den Commissario Pavarotti hat mir dieses Buch wieder sehr gut gefallen, auch wenn mir stellenweise der Commissario gefehlt hat.
Tolle, fein ausgearbeitete Charaktere haben dazu beigetragen, dass die Story zu einer Runden lebendigen Sache wurde. Dazu dann teilweise wirklich sehr schöne Dialoge haben bei mir das Kopfkino in Gang gesetzt und ich sah die Story vor meinem inneren Auge ablaufen, fast wie ein bunter Film.
Über die Schauplätze muss man nicht viel sagen, denn wie man es von Elisabeth Florin kennt, sind die so gut beschrieben, dass man die Liebe die die Autorin zu Südtirol in sich trägt sehr gut erkennen kann. Es ist ihr wieder gut gelungen die besondere Atmosphäre Südtirols einzufangen.
Das macht die Magie ihrer Romane aus und so versteht selbst der Außenstehende den Erfolg ihrer Südtirolreihe.
Es ging relativ schnell zur Sache und trotzdem steigerte sich die Spannung immer weiter bis hin zum tollen Finale. Ich muss gestehen, dass ich mit dem Finale so nicht gerechnet habe. Aber die geschickt eingefügten Wendungen gehören zu den großen Stärken von Elisabeth Florin.
Wie nur wenige Autoren schafft sie es immer wieder aufs Neue ihre Leser von der ersten bist zur letzten Seite zu Fesseln und erst nach der letzten Seite wieder loszulassen.
Leser die Bücher aus Südtirol oder dem Alpenraum generell mögen, sind hier aufs Beste aufgehoben.
Für mich war das wieder der Highscore und so vergebe ich hier 5 von 5 Sternen. Selbstverständlich auch eine Leseempfehlung!
aebbies.buechertruhe
5/5
19.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Wunderbarer Urlaubskrimi
Die Meraner Mordkommission hat einen neuen Chef: Ispettore Emmenegger. Kaum im Amt, bekommt er seinen ersten Mordfall auf den Tisch. Seine Nachbarin Lisa Granelli wird tot auf dem Hundeplatz aufgefunden. Die Leiterin der Kreditabteilung einer Bank hat schon so manchen in den Ruin getrieben, Verdächtige gibt es somit zahlreich. Zu allem Überfluss hat er nun die Verantwortung für deren Hund Hilde und fühlt sich auch noch zu seiner viel jüngeren Kollegin Eva hingezogen.
"Merano Mortale" ist der erste Krimi, den ich von Elisabeth Florin gelesen habe. Ich wurde nicht enttäuscht! Sie hat es geschafft, mich von Beginn an nach Meran zu entführen und an die Handlung zu binden. Elisabeth Florin schreibt wahrhaft bildgewaltig. Man hat sowohl die Region vor Augen, als auch die Charaktere. Diese sind so unterschiedlich wie im wahren Leben. Jeder einzelne Charakter steht für sich, hat seine liebenswerten Eigenarten und auch seine Fehler. Dies macht sie so sympathisch und authentisch. Dieser Krimi ist von Beginn an spannend bis zum Schluß, man erhält viele unterschiedliche Fährten, die man gemeinsam mit Emmenegger und Eva verfolgt. Aber dieser Krimi hat auch eine wohltuende Dosis Humor und ein wenig Liebesgeplänkel. Es ist einfach zu süß, wie Emmenegger und Eva umeinander herumtänzeln und sich keiner traut, Klartext zu reden. Sprachlich ist dieses Buch zwar etwas anders als andere Bücher geschrieben, Elisabeth Florin hat einen ganz eigenen Stil. Aber es liest sich flüssig und leicht, es gibt keinerlei Verständnisprobleme. Die Handlung ist clever aufgebaut und endet mit einem sinnvollen und nachvollziehbaren Ende.
Für mich ist diese Serie eine wunderbare Neuentdeckung, die ich gern noch weiter verfolgen werde!
Susi Aly
5/5
07.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Beklemmend, herzzerreißend und absolut atmosphärisch
Schon damals war ich sehr begeistert von Comissario Pavarotti. Jetzt legt Elisabeth Florin mit Ispettore Emmenegger, der bereits an Pavarottis Seite war, gekonnt nach.
Ich hoffe sehr, dass es der Start einer Reihe ist.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd und einnehmend. Dabei schreibt sie auch sehr atmosphärisch, wodurch ich mich direkt wohl fühlte.
Die Charaktere sind einfach eine Wucht, anders kann ich es nicht beschreiben.
Im Fokus steht natürlich Emmenegger, aber nicht nur.
Emmenegger ist einfach herrlich. Etwas speziell, wählt gern unkonventionelle Wege und macht gern sein eigenes Ding. Tee mag er übrigens auch nicht. Ich hab ihn sofort ins Herz geschlossen. Weil er anders ist, aus der Masse heraussticht, gekonnt seine Schlüsse zu ziehen weiß und das Herz am rechten Fleck hat.
Aber auch die anderen Charaktere haben mein Herz im Sturm erobert.
Eva, Hellboy, Leo und einige andere sind tiefgründige und vielseitige Charaktere, die viele Schichten in sich tragen, die ergründet werden wollen.
Mich haben sie nicht nur mit ihrer Authentizität und ihrer Lebendigkeit begeistert, sondern weil sie so viel nach Außen dringen lassen, dass einem das Herz schwer wird.
Es sind Menschen, es sind Schicksale.
Es ist Traurigkeit, Menschlichkeit und so viele wichtige Werte.
Der Einstieg gelang mir unglaublich gut.
Ich hab sofort den Humor geliebt, ja auch Sarkasmus gehört dazu. Was ich total gemocht habe, weil es das Ganze etwas auflockert und zum schmunzeln bringt.
Überwiegend begleitet man die Ermittlungen, was aber nicht als schlecht zu werten ist, weil man so die ganzen Menschen im Umfeld kennenlernt und erkennt, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat.
Der Mordfall ist überaus interessant, zumal das Mordopfer sich eher zugeknöpft gab und als nicht wirklich sympathisch galt.
Ich fand den Hintergrund und wie alles langsam an die Oberfläche drang unglaublich interessant und facettenreich.
Denn manchmal geht es nicht in erster Linie um den Mord, sondern um das, was dahintersteckt.
Mit sehr viel Feingefühl und Finesse, zeigt uns Elisabeth Florin Menschen, die so viel zu ertragen, zu kompensieren haben, dass man völlig gebannt ist.
Man erkennt, dass ein Teil von Ihnen zerbricht und sich immer mehr verliert.
Ganz besonders die Parfümerie hat mich tief berührt. Nicht weil ich es so faszinierend und interessant fand, sondern die Geschichte, die Menschen und was die Zeit mit Ihnen macht.
Diese Story bringt so viel Traurigkeit, Schwere, Melancholie und herzzerreißende Momente.
Dabei widmet sie sich einer Thematik, die noch heute sehr verurteilt wird und nicht immer Anklang findet.
Mir hat das unglaublich gut gefallen, weil sie zeigt, dass Menschlichkeit alles ist, was zählt.
Das ein Mensch mehr ist, als das, was er noch Außen trägt.
Der Mordfall punktet mit einigen unerwarteten Twists, einiges an Dramatik und Tragik und konnte mich am Ende wirklich zu Tränen rühren.
Definitiv eine Leseempfehlung. Ich hoffe sehr, noch mehr von Ispettore Emmenegger zu lesen.
Fazit:
Elisabeth Florin gelingt ein tiefgreifender und sehr bewegender, sowie vielschichtiger Kriminalroman um den komplizierten Mordfall für Ispettore Emmenegger.
Das Setting ist absolut atmosphärisch.
Und daneben sorgen die Charaktere für Vielfältigkeit und Menschlichkeit.
Viele Schicksale, viel Tragik und eine Thematik, die das Herz schwer macht.
Beklemmend, herzzerreißend und absolut atmosphärisch.
Ich hoffe sehr noch mehr von Ispettore Emmenegger zu lesen und spreche definitiv eine Leseempfehlung aus.
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