Der Weg nach Afrika

Der Weg nach Afrika

Inmitten des namibischen Befreiungskampfes

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Beschreibung

Es waren die falschen Typen in den Administrationen, die vom “Virus der weissen Blindheit” befallen waren, wenn sie die Probleme der Menschen der dunklen Haut nicht sahen, weil nicht sehen wollten, und der dringenden Lösung mit falschen Versprechungen aus dem Wege eilten. Diese Verhinderungs- und Sperrtypen waren politisch abgerichtet. Sie hatten eine Intelligenz, die eigentlich keine Intelligenz mehr war, ohne das Fehlende durch einen IQ-Test belegen zu lassen. Der Krieg wurde militärisch, politisch und psychologisch geführt, da gab es kein Entrinnen und keine Hoffnung auf eine friedliche Lösung mehr. Der Krieg uferte aus mit den Verhören der Einschüchterung, der Folter und Verschleppung. Es war zum Verzweifeln. Die Bevölkerung nahm es mit Tränen. Ein Mensch, der ständig nörgelt und alles besser wissen will, hat keine Freunde verdient. Dr. Hutman, der sich in den Morgenbesprechungen zu sehr hervorhob, ohne des Hervorhebens wert zu sein, dort auch vorlaut wurde, war für alle eine Qual. Deshalb lehnten ihn die Schwestern und Pfleger in den chirurgischen Sälen als Menschen ab. Wenn Dr. Hutman ein Arzt werden wollte, wofür er wenig Talent zeigte, dann sollte er sich ins Hirn einhämmern, dass es ohne Menschen nicht gehen würde. Der Patient aus Angola, der den geschwollenen und schmerzhaften Oberschenkelstumpf Dr. Ferdinand entgegenhielt, stand geduldig auf dem linken Bein und stützte sich mit der rechten Hand an der Tischkante ab, als die Trage hereingefahren wurde, um ihn zum orthopädischen Männersaal zu fahren mit der Prothese der afrikanischen Besonderheit. Es hatte länger gedauert, doch auch Dr. van der Merwe drückte seine Bewunderung über die Leistung aus, mit primitivsten Mitteln eine Prothese zum Gebrauch herzurichten und darauf einen Weg von der Länge von zweihundert Kilometern zurückzulegen. Er hatte noch nie eine Prothese gesehen, die soviel afrikanisch war wie diese, und auch noch nie gehört, dass ein Mensch damit gehen konnte und das über so eine Entfernung.

- Kindheitserlebnisse von der “Reichskristallnacht” und den Bombennächten über Köln
- Übersiedlung nach Bautzen, wo der Vater als Gynäkologe eine kleine Frauenklinik betreibt
- sieht als 10-Jähriger wenige Monate vor Kriegsende, wie ein Zug von Häftlingen in KZ-Kleidung von der SS bewacht durch die Stadt zieht
- 1951 Rückkehr nach Köln, um dem “roten” Polit-Terror zu entgehen
- Medizinstudium in Köln und München
- seit 1960 Arzt, 1961 promoviert
- dreijährige Ausbildung in der pathologischen Anatomie (Universität Köln)
- Facharzt der Chirurgie (Universität Köln), der Traumatologie und plastisch rekonstruktiven Chirurgie (Ruhr-Universität Bochum)
- 1985-1998 Arzt und Chirurg am Hospital in Oshakati
- zum “Honorary Professor of the University of Namibia” ernannt (1997

Details

ISBN

978-3-7541-0529-0

Auflage

1

Erscheinungsdatum

08.04.2021

Einband

Taschenbuch

Verlag

Epubli

Beschreibung

Details

ISBN

978-3-7541-0529-0

Auflage

1

Erscheinungsdatum

08.04.2021

Einband

Taschenbuch

Verlag

Epubli

Seitenzahl

460

Maße (L/B/H)

2,6/12,5/2,6 cm

Gewicht

534 g

Sprache

Deutsch

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