Animal triste

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Roman

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Beschreibung


Ein großer, zeitlos gültiger Roman über die Liebe

Das Leben einer Paläontologin aus Ost-Berlin erweist sich nach dem Zusammenbruch der Mauer als ungeordnet, belanglos und absurd. Bis sie sich im Sommer 1990, als sie nicht mehr jung und noch nicht alt ist, im Berliner Naturkunde-Museum in einen Hautflügelforscher aus Ulm verliebt. Diese Liebe, ohne Rücksichtnahme und Verzicht, wird zur Obsession für die Erzählerin. Monika Maron zeichnet in ihrem großen Roman die Liebe als letzte sinngebende, sich jedweder Ordnung widersetzende Instanz. 

» Ich glaube, dass es sich um einen der schönsten Liebesromane dieser Jahre handelt. Ein hocherotisches Buch von einer außerordentlichen Intensität.  « Marcel Reich-Ranicki Der Spiegel

Monika Maron, geboren 1941 in Berlin, ist eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart. Sie wuchs in der DDR auf, übersiedelte 1988 in die Bundesrepublik nach Hamburg und lebt seit 1993 wieder in Berlin. Sie veröffentliche zahlreiche Romane und mehrere Essaybände. Ausgezeichnet wurde sie mit zahlreichen Preisen, darunter der Kleistpreis (1992), der Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Homburg (2003), der Deutsche Nationalpreis (2009), der Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2011) und der Ida-Dehmel-Literaturpreis (2017). Bei Hoffmann und Campe erschienen zuletzt die Erzählung Bonnie Propeller (2020) und der Essayband Was ist eigentlich los? (2021).

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.10.2021

Verlag

Hoffmann und Campe

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,9/13,1/2,1 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.10.2021

Verlag

Hoffmann und Campe

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,9/13,1/2,1 cm

Gewicht

306 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-01274-3

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eine bedrückende Geschichte - und doch wirkte sie wie ein Sog auf mich

annlu am 04.11.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

*Ich war nicht mehr jung, als ich beschloss, mein Leben als eine nicht endende, ununterbrochene Liebesgeschichte fortzuführen.* Jahrzehnte ist es her – wie viele weiß sie selbst nicht mehr – dass sich eine Berliner Paläontologin in einen Kollegen aus Ulm verliebt und eine Affäre mit dem verheirateten Mann eingeht. Als er sie verlässt, zieht sie sich total zurück. Im Rückblick lässt sie ihre Liebe, aber auch ihr Aufwachsen als Kriegskind und die Zeit in der DDR wieder aufleben. Die Erzählerin bleibt hier ohne Namen. Sie selbst bezeichnet sich als Hundertjährig, ist sich aber nie ganz sicher, was Zeiten angeht. So ziehen sich ihre „vielleicht war es so, vielleicht auch nicht“ durch das Buch. Dabei spiegelt sich ihr losgelöster Zustand von der Welt und ihren Erinnerungen abseits der Zeit mit ihrem Geliebten, dessen Namen sie übrigens auch nicht mehr weiß und den sie der Einfachheit halber Franz nennt. Rückblickend will sie darüber erzählen, warum die Zeit mit Franz die einzige in ihrem Leben ist, die sie als erinnerungswürdig sieht. Die Begegnung mit Franz ist für sie eine prophetische – die Begegnung mit ihrer absoluten, großen Liebe. Als solche sieht sie auch die Affäre und steigert sich immer mehr in die Beziehung hinein. Ihr Leben dreht sich nur noch um Franz. Was davor war, scheint nicht mehr relevant. Als er sie verlässt, zieht sie sich von allem und jedem zurück, verlässt ihre Wohnung nur noch selten um Geld zu holen und einzukaufen und hat keinerlei Kontakte mehr. Obwohl sie ihre Liebesgeschichte über alles stellt, ist diese nur ein Teil ihrer Erinnerungen. Zudem verwischen die Zeitabläufe und Geschehnisse in Bezug auf Franz immer stärker in ihr, sodass dieser Teil recht verworren wirkt. Die Abende mit Franz in ihrer Wohnung waren für sie allerdings immer wieder Anlass, an Vergangenes zu denken. Dabei erfährt der Leser – episodenhaft und nur mit einem losen Kontext versehen Ausschnitte aus ihrem Leben. Die prägende Kindheit in den Trümmern Berlins, das auftauchen des verschollenen Vaters, eine Mutterfigur, von der sie sich lösen möchte, immer wieder aber auch Einblicke in ihr Leben in der DDR, das nicht spurlos an ihr vorüberging. Zum Ende der Geschichte erfährt der Leser auch, wie die Beziehung zu Franz endete – oder zumindest eine mögliche Variante, schließlich lassen auch da die Erinnerungen stark nach und mischen sich mit Träumen und Wunschdenken. Dabei ändert sich der Blick, den der Leser bis dahin auf die Affäre hatte. Fazit: Schon allein das Leben, das die Erzählerin nun führt wirkt bedrückend, ihr Festhalten an einer ewig her scheinenden Liebe umso mehr. Die Obsession, die sie in Bezug auf Franz entwickelt, die Verworrenheit ihrer Erinnerungen – all das macht die Geschichte nicht einfach zu lesen. Und doch übte sie eine – fast schon morbide – Faszination auf mich aus, sodass ich sie in einem Rutsch lesen musste. Warum sie mich so gefesselt hat, ist schwer in Worte zu fassen, gefesselt aber war ich.

eine bedrückende Geschichte - und doch wirkte sie wie ein Sog auf mich

annlu am 04.11.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

*Ich war nicht mehr jung, als ich beschloss, mein Leben als eine nicht endende, ununterbrochene Liebesgeschichte fortzuführen.* Jahrzehnte ist es her – wie viele weiß sie selbst nicht mehr – dass sich eine Berliner Paläontologin in einen Kollegen aus Ulm verliebt und eine Affäre mit dem verheirateten Mann eingeht. Als er sie verlässt, zieht sie sich total zurück. Im Rückblick lässt sie ihre Liebe, aber auch ihr Aufwachsen als Kriegskind und die Zeit in der DDR wieder aufleben. Die Erzählerin bleibt hier ohne Namen. Sie selbst bezeichnet sich als Hundertjährig, ist sich aber nie ganz sicher, was Zeiten angeht. So ziehen sich ihre „vielleicht war es so, vielleicht auch nicht“ durch das Buch. Dabei spiegelt sich ihr losgelöster Zustand von der Welt und ihren Erinnerungen abseits der Zeit mit ihrem Geliebten, dessen Namen sie übrigens auch nicht mehr weiß und den sie der Einfachheit halber Franz nennt. Rückblickend will sie darüber erzählen, warum die Zeit mit Franz die einzige in ihrem Leben ist, die sie als erinnerungswürdig sieht. Die Begegnung mit Franz ist für sie eine prophetische – die Begegnung mit ihrer absoluten, großen Liebe. Als solche sieht sie auch die Affäre und steigert sich immer mehr in die Beziehung hinein. Ihr Leben dreht sich nur noch um Franz. Was davor war, scheint nicht mehr relevant. Als er sie verlässt, zieht sie sich von allem und jedem zurück, verlässt ihre Wohnung nur noch selten um Geld zu holen und einzukaufen und hat keinerlei Kontakte mehr. Obwohl sie ihre Liebesgeschichte über alles stellt, ist diese nur ein Teil ihrer Erinnerungen. Zudem verwischen die Zeitabläufe und Geschehnisse in Bezug auf Franz immer stärker in ihr, sodass dieser Teil recht verworren wirkt. Die Abende mit Franz in ihrer Wohnung waren für sie allerdings immer wieder Anlass, an Vergangenes zu denken. Dabei erfährt der Leser – episodenhaft und nur mit einem losen Kontext versehen Ausschnitte aus ihrem Leben. Die prägende Kindheit in den Trümmern Berlins, das auftauchen des verschollenen Vaters, eine Mutterfigur, von der sie sich lösen möchte, immer wieder aber auch Einblicke in ihr Leben in der DDR, das nicht spurlos an ihr vorüberging. Zum Ende der Geschichte erfährt der Leser auch, wie die Beziehung zu Franz endete – oder zumindest eine mögliche Variante, schließlich lassen auch da die Erinnerungen stark nach und mischen sich mit Träumen und Wunschdenken. Dabei ändert sich der Blick, den der Leser bis dahin auf die Affäre hatte. Fazit: Schon allein das Leben, das die Erzählerin nun führt wirkt bedrückend, ihr Festhalten an einer ewig her scheinenden Liebe umso mehr. Die Obsession, die sie in Bezug auf Franz entwickelt, die Verworrenheit ihrer Erinnerungen – all das macht die Geschichte nicht einfach zu lesen. Und doch übte sie eine – fast schon morbide – Faszination auf mich aus, sodass ich sie in einem Rutsch lesen musste. Warum sie mich so gefesselt hat, ist schwer in Worte zu fassen, gefesselt aber war ich.

Erinnerung an die Liebe

Bewertung aus Lemwerder am 05.10.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

Monika Maron ist eine brillante Schriftstellerin mit faszinierendem Stil. Ich habe einige Romane aus ihrer Feder genossen. Ihr Roman „Animal triste“ hat sie besonders raffiniert gestaltet. Die Icherzählerin ist eine ältere Frau, vielleicht ist sie schon hundert sagt sie von sich selber. Es werden wenig Namen genannt, die Tochter wird auch nur Tochter genannt. Nur ihrem Geliebten gibt sie einen Namen, allerdings ist der nicht unbedingt richtig. Manchmal gibt es Chaos im Kopf. Die Geschichte ist Literarisch interessant Die Autorin fabuliert mit scharfer Überzeugung. Der Roman spielt mit Alter und Gebrechen und die Liebe. Gute Literatur.

Erinnerung an die Liebe

Bewertung aus Lemwerder am 05.10.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Monika Maron ist eine brillante Schriftstellerin mit faszinierendem Stil. Ich habe einige Romane aus ihrer Feder genossen. Ihr Roman „Animal triste“ hat sie besonders raffiniert gestaltet. Die Icherzählerin ist eine ältere Frau, vielleicht ist sie schon hundert sagt sie von sich selber. Es werden wenig Namen genannt, die Tochter wird auch nur Tochter genannt. Nur ihrem Geliebten gibt sie einen Namen, allerdings ist der nicht unbedingt richtig. Manchmal gibt es Chaos im Kopf. Die Geschichte ist Literarisch interessant Die Autorin fabuliert mit scharfer Überzeugung. Der Roman spielt mit Alter und Gebrechen und die Liebe. Gute Literatur.

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5/5

Traurige Geschichte

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses traurige, verzweifelte und schöne Buch mit seinen klugen Gedanken hinter der äußeren Geschichte legt man kaum aus der Hand. Das Ende ist schockierend und unerwartet und der Leser kann selbst dessen Bedeutung ermessen.
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