Eine ferne Zukunft auf einem fernen, scheinbar paradiesischen Planeten - doch der Schein trügt. Etwas Mörderisches lauert unter der Erde. Daher haben die Siedler ihre Kinder gentechnisch aufgerüstet, sodass sie fliegen können. Es gibt jedoch weitere Rätsel: Noch nie haben die Menschen die Sterne gesehen. Der Himmel ist immer bedeckt, als würde sich dahinter etwas verbergen. Den Himmel, so heißt es, kann man nicht erreichen. Oder doch? Owen, einem Außenseiter, gelingt es - mit tödlichen Folgen ...
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.
Trotz der über 1200 Seiten liest sich das Buch sehr schnell. Es gibt keine Passagen, die unnötig in die Länge gezogen werden und die Geschichte geht immer voran. Auch das enthaltene Worldbuilding ist sehr faszinierend und die dortige Welt wird über das gesamte Buch hinweg erweitert. Die Geschichte enthält keinen typischen Spannungsbogen, sondern schreitet recht gleichmäßig voran, ohne langweilig zu werden. Dadurch ist das Lesen sehr angenehm. Für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich hätte gerne noch mehr vom Leben der Menschen in den einzelnen Nestern gelesen oder mehr über die Geschichte der Ahnen erfahren.
Astrid Wergen
5/5
08.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Eine tolle Reise
Andreas Eschbach gehört schon lange zu meinen Lieblingsautoren, da er schwierige Themen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Seine Art zu erzählen finde ich sehr faszinierend.
In „Eines Menschen Flügel“ erzählt Eschbach von einem Ort, der ähnlich unserer Erde ist. Der Boden ist verseucht von einem Monster, so dass jeder, der den Boden berührt, innerhalb von Sekunden stirbt. Die Bewohner dieses Planeten haben Flügel, und schlafen in den Bäumen. Doch nicht nur der Boden ist unbewohnbar, auch die Sterne sind hinter einer dichten Wolkendecke versteckt. Keiner hat je die Sterne gesehen, sie gehören zu den Legenden und den Geschichten, die man sich am Lagerfeuer in den Bäumen erzählt. Owen ist einer der Bewohner, doch ihm reicht sein Leben als Signalraketenhersteller nicht. So übt er und forscht, wie er die Wolkendecke durchbrechen kann. Eines Tages gelingt ihm das. Doch seine Tat hat weitreichende Folgen: Erst glaubt man ihm, dann glaubt man ihm nicht. Seine Worte werden angezweifelt, und beim zweiten Versuch, die Wolkendecke zu durchbrechen, stirbt er, weitere Mitstreiter geben entkräftet auf. Sein Sohn Oris fühlt sich von der Kritik der Weltbewohner angegriffen, geht auf Reise zu den anderen Stämmen und versucht diese, von Owens Tat zu überzeugen. Das wiederum stößt negativ einem Geheimbund auf. Dieser entführt Oris und seine Freunde. Im Literaturarchiv des Geheimbundes stößt die Truppe auf sehr seltsame Aufzeichnungen. Es soll ein Sternenschiff auf dem Planeten existieren, was aus dem All kam. Das wirkt auf alle sehr seltsam, da die geflügelten Menschen kaum bis keine Technik kennen, geschweige denn nützen dürfen. Owen gelingt die Flucht, und er findet mit seinen Freunden den Sensationsfund, womit er noch schlimmere Folgen auslöst, als er und sein Vater jemals voraussehen konnten.
Dieses Buch ist mit über 1200 Seiten ein Klopper. Und doch: diese Geschichte hätte keine Seite weniger gebraucht. Es benötigt seine Zeit, in diese Geschichte hinein zu finden, wobei ich das bei jedem Eschbach-Buch so empfinde. Eschbach baut gemütlich sein Umfeld auf, in dem er seine Geschichte platziert. In diesem Buch erzählt er eine mögliche Entwicklung, wohin die Menschheit reisen könnte. Der Mensch ist neugierig und mutig genug, um die Reise ins All zu wagen. Die Frage ist jedoch, wohin geht der Mensch? Selbst wenn wir einen Planeten finden, der unserer Erde sehr ähnelt, haben wir die gleichen Möglichkeiten wo anders, oder sind genetische Anpassungen nötig, dass wir dort überleben? Was passiert mit unserem alten Planeten? Überlassen wir ihn einer bestimmten Menschengruppe, und unter welchen Bedingungen? Welche Regierungsform kann hier die Fäden der Macht ziehen? Aber auch auf einem neuen Planeten muss überlegt werden, wie man neu starten kann. In diesem Buch hat sich der Autor dafür entschieden, einzelne Stämme zu gründen, die untereinander durch Boten kommunizieren konnte. Die Technik war limitiert, die Bewohner gleichen eher Handwerkern als Technikern und Forschern. Sie bewirtschafteten Felder, stellten Kleidung und Dinge ganz analog her. Jeder tat das, was er am besten konnte. Selbst die Menschen, die mit kleinen oder zum Teil ohne Flügel geboren wurden, wurden in die Gemeinschaft integriert. Zwischen den Stämmen gab es auch Austausch für genetische Vielfalt. Und doch lies sich eine Sache nicht ausblenden: vereinzelte Menschen strebten nach den Sternen, sie wussten, dass das nicht alles sein konnte, was sie auf ihrem Planeten sahen. Einige waren mutig genug, ihre Flügel (ob die physischen oder die gedanklichen) auszubreiten, und sich auf etwas neues einzulassen. Diese Reise in eine neue Welt birgt viele Risiken. Eschbach hat den beschriebenen Planeten aus bestimmten Gründen abgeschottet, was bis zu einem Punkt gut ging. Das mag unter diversen Gründen funktionieren. Tatsächlich gibt es einige Völker, die noch sehr abgeschottet in Urwäldern leben. Der Autor hat sich aber die Frage gestellt: unter welchen Bedingungen wollen wir in Zukunft leben, bzw. wie könnten wir auf einem neuen Planeten neue Zivilisationen starten? Es mag für meine Begriffe keine abschließende Lösung geben. Diese ist viel zu schwierig zu beantworten, da das Thema so umfassend ist. Uns mögen zwar Flügel gewachsen sein, und wir entdecken gerade die Möglichkeiten, ins All vorzustoßen, aber wir haben längst noch nicht alle Hausaufgaben auf diesem Planeten gemacht. So sind wir – meiner Meinung nach – auch noch längst nicht so weit, auf einem anderen Planeten Fuß zu fassen.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn es ein Klopper ist, es ist eine wundervolle Geschichte. Es ist ein Buch über das Wunder Mensch. Uns sind Flügel gewachsen, wir sind neugierig, und können mit so vielen Mitteln alles mögliche Erkunden, sei es auf unserem wundervollen Planeten (den Eschbach in diesem Buch sehr toll abbildet mit Gebirge, Flussdelta, usw.) oder im All auf neuen Wegen. Jeder sollte sich fragen, welche Werte er den nächsten Generationen mitgeben möchte. Denn darauf werden die neuen Welten gegründet werden können. Ob sie dann gut oder schlecht sind? Das werden wir wohl nicht mehr erleben. Klare Leseempfehlung
Bewertung
4/5
15.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine Vision für eine andere, bessere Welt
Dieses Buch ist lang, sehr lang, und zwar zu lang. Um die bloße Handlung zu erzählen, hätte das Buch entspannt runtergekürzt werden können. Aber das ist okay. Denn die Handlung ist nicht das einzig Relevante: Die Welt und die Gesellschaft dieser Menschen mit Flügeln wird dem Leser nahegebracht. Nun leben diese Menschen so anders und haben Flügel, weil der Planet, auf dem sie sich befinden, aus mysteriösen Gründen sehr tödlich zu Fuß ist. Doch das Resultat dieser Anpassung wirft dem Leser fragen auf, namentlich vor allem: Sollten wir im echten Leben vielleicht auch ein bisschen mehr so leben wie die? Das hieße, radikale Deindustrialisierung, ein Leben deutlich mehr im Einklang mit der Natur, keine Kriege usw. Man kann das ansatzweise als Anarcho-Primitivismus bezeichnen. Das ist eine wirklich interessante Vision, die Eschbach da ausgearbeitet hat.
Die Handlung ist nicht unbedingt spannend, ist durch stetige Perspektivwechsel aufgefasert. Zumindest zum Ende hin hätte ich mir weniger "Erzählung" und mehr hautnahe Aktion gewünscht. Aber gut. Ich habe eben den Eindruck, das Setting existierte zuerst und die Handlung kam dann später dazu, um nur noch einmal auf die Konsequenzen so einer Lebensweise zurückzuverweisen.
Es ist also zu empfehlen für Leser mit sehr langem Atem und solche, die sich abseits der Handlung auf eine andere Welt einlassen wollen.
Bewertung
4/5
07.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein echter Epos mit nur kleinen Schwächen
Eschbach erschafft eine zauberhafte, paradiesische Welt mit einer scheinbar perfekten Gesellschaft. Es ist ein Genuss, in diese Welt einzutauschen und ihre Bewohner kennenzulernen und sie in ihrer Vielfalt zu erleben. Die Erzählgeschwindigkeit ist hierfür genau richtig gewählt. So schön die Geschichte vor sich hin plätschert, genauso viel Spannung kommt immer wieder und vor allem gegen Ende auf. Dabei wird das Buch kaum langatmig. Allerdings ist es genau dann verwunderlich, warum manche Erzählstränge, Begebenheiten und das Ende überraschend zügig abgehandelt werden. Aussehende hätte die Gewichte an manchen Stellen noch mehr leicht nutzbares Potenzial gehabt. Dennoch: Alles in Allem ein hervorragendes Werk, das man vermisst, wenn man es ausgelesen hat.
Bewertung
aus Wien
3/5
30.03.2025
Buch (Taschenbuch)
3.5 Sterne - Exrtem Langsam
Tue mir schwer das Buch zu bewerten. Einerseits ist es eine gute Geschichte, der main Plot ist sehr interessant und vor allem die Idee dahinter ist wirklich super. Es ist auch schöm und gut geschrieben.
Andererseits hat es sich extrem gezogen, immer wieder gab es Sichten von nicht wirklich für den Plot relevanten Charakteren, irgendwann war mir das alles einfach zu viel. Es hätten auch 500 statt 1250 Seiten sein können und die Geschichte wäre trotzdem super gewesen, vielleicht sogar besser.
Aber wer gerne die Welt viel sieht und viele Charaktere kennenlernt dem wird das Buch sehr gut gefallen. Mir ist es doch ein bisschen zu langsam.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
16.01.2024
eBook (ePUB)
Der Mut aufzubrechen
Andreas Eschbach ist mit "Eines Menschen Flügel" eine tolle Geschichte und Parabel gelungen. Spannend mit viel Liebe zum Detail, zusammen mit einer genauen Beobachtungsgabe für die Situation und Gefühlslage erzählt er von dem Mut aufzubrechen und Neues zu erkunden und von den Geafahren und Veränderungen die es mit sich bringt.
Dabei entwirft er eine Welt die man nur ungern verlässt.
Absolute Empfehlung!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
11.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Klarer Fall von Herzensbuch
Vor vielen Jahren gelesen, dennoch bleibt alles präsent und im Gedächtnis haften, ich empfehle dieses Buch immer wieder gerne. Andreas Eschbach erschafft eine Welt, in der zukünftige Generationen geflügelt in Bäumen leben, sie feiern vor allem auch gerne, ihr Alltag vermittelt fast den Anschein einer heilen Welt. Doch nicht alle geben sich damit zufrieden, Owen will mehr und vor allem den Himmel erreichen, wenn schon am Boden das Böse lauert. Nach und nach begreift der Leser, was hier eigentlich passiert, die unerwartete Vorgeschichte tritt immer klarer zu Tage, die Handlung nimmt Fahrt auf und führt in ein komplett überraschendes Finale. Ein ganzer Kosmos. Ein Meisterwerk. Ein Lieblingsbuch.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
24.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Eine wunderschöne Welt
Im ersten Teil des Buchs wähnt man sich im Paradies: Menschen haben Flügel und wohnen auf Bäumen und das Leben auf dieser Welt liest sich wirklich toll - ja, da wäre man gerne Teil von... Aber dann kommt eine Bedrohung unfassbaren Ausmaßes auf die Bewohner zu und aus der fantastischen Utopie droht ein Schreckensszenario zu werden. Manchmal mehr Fantasy als Science-Fiction aber immer spannend und lesenswert!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
02.02.2022
Hörbuch-Download
Ein erfolgreicher Flug ins Ungewisse
Ich war nie ein großer Hörbuch-Fan, aber aufgrund der 1264 Seiten habe ich mich doch für das Hörbuch entschieden und bin vollends begeistert. Eschbachs grenzenlose Fantasie und Detailverliebtheit kommen mit Koeberlins Schauspiel- und Sprechertalent perfekt zur Geltung. Mit knapp 42 Stunden hat man ordentlich was zu hören, aber nachdem es vorbei ist fragt man sich wo die ganze Zeit hin ist und will am liebsten wieder von vorne anfangen. Für alle die sich vor dicken Büchern fürchten ist das Hörbuch mehr als eine sehr gute Alternative.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
31.10.2020
eBook (ePUB)
Kann man die perfekte Welt erschaffen ?
Ungewöhnliche Geschichte eines Planeten, auf dem in einer exotischen Pastorale geflügelte Menschen ein weitgehend unbeschwertes Leben verbringen...schon der Traum eines Mannes, einmal hoch genug zu fliegen, um die Sterne zu sehen, ist ein Abenteuer. Doch die Idylle ist bedroht ! Zunächst ist es eine Gruppe völlig technikfeindlicher Fanatiker, die um jeden Preis Veränderung und Fortentwicklung zu verhindern versucht. Doch sind diese "Bösewichte", gegen die eine Gruppe Jugendlicher anzukämpfen versucht, wirklich grundlos so fanatisch ? Im weiteren Verlauf gewinnt man immer mehr den Eindruck, dass sie einen guten Grund für ihr Handeln haben...doch da ist es zu spät, und ein apokalyptischer Wettlauf beginnt.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.