Für Abbie, die ihr perfektes Leben im Griff zu haben scheint, geht die Welt unter, als ihre beiden Söhne von zu Hause ausziehen und ihr Mann zu ihr auf Abstand geht. Plötzlich steht sie ganz allein da in ihrer durchgestylten Stadtwohnung.
Doch statt zu verzweifeln, rafft sie sich auf und folgt ihrem Sohn auf den Jakobsweg. Dort lernt sie besondere Menschen kennen wie Rasa, die iranische Flüchtlingshelferin, die nur im Untergrund arbeiten kann. Oder Caroline, die eine Reportage über Pilger schreiben will und dabei von den Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt wird.
Gemeinsam erleben sie, dass die Herausforderungen der Wanderschaft sie an das Wesentliche ihres Lebens heranführen und manchen hochfliegenden Zukunftsplan infrage stellen …
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Meine Meinung zum christlichen Roman:
Und im Gepäck das Leben
Inhalt in meinen Worten:
Dieser Weg wird nicht einfach sein und doch ist es der Weg der mehrere Menschen verbindet und Wunden heilen kann, der Jakobsweg, er will mehr sein als nur ein Weg, er durchdringt die Herzen, formt neue Wege für ein Leben und die eine Geschichte von der entführten konvertierten Frau ist für mich die berührendste Geschichte und irgendwie hat jeder mit dieser Frau etwas zu tun, doch wie hier die Fäden zusammengezogen werden, hätte ich so nicht erwartet und letztlich stößt diese Frau erst in der Mitte der Geschichte wirklich auf.
Was letztlich alle Menschen mit einander zu tun haben und wer diese oder dieser Isa ist, das erfahrt ihr auch in dieser Geschichte.
Wie ich das Gelesene empfinde:
Mir hat diese Geschichte sehr gefallen, was wohl daran liegt, das einerseits mein Herz berührt wurde zum anderen habe ich direkt die Übung mit den Psalmen im Buch übernommen und direkt im Hauskreis umsetzen können, zum anderen konnte ich gerade mit Abbie mit gehen innerlich. Auch ich plane immer gern alles bis zum Ende durch und komme ganz durcheinander wenn jemand anderes alles über den Haufen wirft, und manchmal kann das wirken als würde ich kontrollieren wollen, was so gar nicht der Fall eigentlich ist. Es ist eben meine Eigenart und deswegen empfinde ich den Werdegang von Abbie so wertvoll und vorbildhaft.
Achtung Spoiler:
Mich bewegte gerade das Schicksal von Lola, denn sie ist dem Dschihad zu nahe gekommen und ihre beste Freundin musste ziemlich lange Jahre bangen, ob sie irgendwann noch mal Lola sehen darf, bzw. ob sie überlebt hat. Durch, im Buch dargestellte Gottesführung, mysteriöse Umstände passieren aber unfassbare Dinge und letztlich durfte Lola in den Arm genommen werden, doch diese Geschichte ist erst ab der Hälfte des Buches wirklich dazu gestoßen und das finde ich gar nicht so übel, denn wenn ich direkt gelesen hätte, das es auch um eine Flüchtlingsgeschichte geht, hätte ich vielleicht nicht so schnell zu diesem Buch gegriffen. Denn letztlich griff ich wegen dem Jakobsweg zu.
Und doch ist diese Geschichte die berührendeste für mich, denn hier sieht man die Hoffnung stirbt einfach immer zuletzt.
Doch auch die Handarbeit, im Buch, die eine wichtige Rolle spielt, und ihre besondere Reise hat mich berührt.
Achtung Spoilerende:
Spannung:
Ich finde die Geschichte war anfangs etwas schwach in der Spannung doch recht schnell nahm sie an Fahrt auf und gerade die letzten 100 Seiten wollte ich diese Geschichte nicht mehr aus der Hand legen, da ich es unfassbar berührend, spannend und zugleich auch faszinierend empfand, wie diese Geschichte verläuft, vielleicht treffe ich ja noch mal irgendwann auf diese Charakter.
Der Jakobsweg:
Was dieses Buch zu hundert Prozent schafft, mir Lust auf den Jakobsweg zu machen, und unbedingt mal nach Frankreich zu gehen und mir diese kleinen Cafés die im Buch beschrieben werden zu besuchen. Vielleicht lauf ich ja irgendwann auch einmal diesen Weg, um zu sehen, ob ich das gleiche sehe wie die Charakter im Buch.
Charakter:
Ich schätze die Charakter im Buch. Sie sind lebendig, haben ihren eigenen Kopf und jeder entwickelt sich in seine ganz eigene Richtung. Obwohl sie alle etwas mit einander zu tun haben, so hat jeder seinen ganz eigenen Weg.
Empfehlung:
Ein wirklich toller Roman, der die christliche Botschaft lebendig an den Leser trägt und dabei sind viele tolle Facetten in der Geschichte versteckt, die berühren, die mich zum nachdenken anregen und zum Teil zum träumen, deswegen ja klare Leseempfehlung und vielleicht für den ein oder anderen auch ein guter Lebensberater, aber nicht nur das, sondern es gefiel mir, das was Abbie erlebte auf ihrem Weg und wie Lola wieder in das Leben kam.
Bewertung:
Mir hat diese Geschichte wirklich gefallen, auch wenn der Anfang etwas gewöhnungsbedürftig war, und doch kam ich schnell in die Geschichte, deswegen gibt es auch knapp fünf Sterne.
vielleser18
aus Hessen
5/5
16.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Fesselnder christlicher Roman
Vier Menschen gehen gemeinsam ca 200 km den französischen Pilgerweg. Jeder hat seinen eigenen seelischen Ballast mit zu schleppen, es sind ganz verschiedene Probleme oder Lebensumstände, die sie dazu bewogen haben, diesen Pilgerweg zu gehen. Doch sie gehen ihn gemeinsam und nur durch die gemeinsamen Gespräche, aber auch die intensiven Erfahrungen beim Pilgern, gelingt es ihnen wieder freudig in die Zukunft zu sehen.
Da ist Abby, Ende vierzig, die versucht zu sich selbst zu finden und sich dem zu stellen, warum ihr Mann eine Auszeit braucht und sie verlassen hat. Lange kann sie nicht einsehen, was sie falsch gemacht haben könnte. Aber auch nach und nach kommt heraus, warum sie so geworden ist und was sie belast.
Und da ist Bobby , ihr Sohn, der sich für so vieles verantwortlich fühlt, ws rund um ihn geschieht und der nicht weiß, wohin sein Lebensweg ihn führen soll. Ist es Liebe, was er für Rasa, der geflüchteten Iranerin empfindet, die so überzeugend von Jesus spricht und ihn auf dem Pilgerweg begleitet?
Die Vierte im Bunde ist Caro, die sich die Schuld an dem Verschwinden ihrer Freundin Lola vor sieben Jahren gibt und die Hoffnung nach all der Zeit immer noch nicht aufgegeben hat, diese zu finden. Doch jeder Rückschlag bedeutet auch wieder die Gefahr für sie wieder zum Alkohol zu greifen, von dem sie nach jahrelanger Abhängigkeit nun endlich Clean ist.
Autorin Elizebeth Musser hat viele Fäden geknüpft, um hier eine vielschichtige und beeindruckende Geschichte zu erzählen. Man muss am Anfang Geduld haben, erst nach und nach, werden die Verknüpfungen entwirrt. Dadurch wird aber auch die Neugier geweckt und die Spannung erhöht. Als Leser lernt man die vier Protagonisten nach und nach sehr gut kennen, die Sichtweisen wechseln, so dass man Gedanken, Gefühle und Hintergründe von jedem näher kennenlernt. Die Figuren wirken authentisch und vielschichtig.
Mir haben vor allem die vielen Eindrücke vom Pilgern gefallen und die aufbauenden christlichen Glaubensfragen. Die inneren Kämpfe, die jeder der vier Pilger mit sich und mit Hilfe der anderen ausmacht, sind glaubwürdig und spannend erzählt. Die Handlung ist abwechslungsreich und es gibt immer wieder auch überraschende Wendungen. Durch den lebendige Schreibstil wird man mitgerissen. Ein Lesetipp für alle, die gerne christliche Romane lesen.
claudi-1963
aus Schwaben
5/5
30.07.2021
Buch (Taschenbuch)
Altes Loslassen, um neu zu vertrauen
"Hab deine Lust am Herrn, der wird dir geben, was dein Herz wünscht" (Buchauszug)
Abbies Leben verändert sich gravierend, nach dem ihr Sohn Bobby eine Auszeit in Europa machen möchte, Jason aufs College geht. Doch dann bricht eine Welt zusammen, als ihr Ehemann Bill ihr eröffnet, dass ihre Kontrolle ihm zu viel geworden ist und er eine Auszeit braucht. Plötzlich steht sie ganz alleine in ihrem neu bezogenen Loft, in dem sie eigentlich mit Bill ihr weiteres Leben gestalten möchte. Als sie dann von Bobbys Plänen erfährt, auf dem Jakobswegs zu laufen, fällt sie für sich die Entscheidung und schmiedet Pläne. Obwohl sie ihr Vorhaben mehrmals anzweifelt, setzt sie es doch dann in die Tat um. Auf ihrer Pilgerreise begegnen ihr viele interessante Menschen, die ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen und sie lernt wieder mehr ihrem Glauben zu vertrauen. Mit der Journalistin Caroline, die über den Jakobsweg berichtet, Rasa einer jungen Flüchtlingshelferin, die ihre Erlebnisse aufarbeiten möchte, und Bobby, der in Rasa verliebt ist, stoßen weitere Personen mit Schicksalen dazu. Gemeinsam versuchen sie die Vergangenheit aufzuarbeiten, um eine neue Zukunft zu finden. ---
Meine Meinung:
Das schöne Cover passt sehr schon zu der Geschichte rund um den Pilgerweg und hat mich sofort fasziniert. Der Schreibstil ist lebendig, besonders durch die einzelnen Schicksale, Charaktere und die Beschreibung des Jakobswegs. Selbst wenn es mir zu Beginn etwas zu viele Schicksalsschläge erschien, muss sich sagen, dass es dieses Buch immer mehr belebt hat. Dadurch wird die Pilgerreise zu einer wirklichen Aufarbeitung für jeden Einzelnen, vor allem in Sachen Glaube und Gottvertrauen. Speziell hat mich dabei Abbie begeistert, wie sie an ihrer Kontrollsucht arbeitet und allmählich vieles loslassen kann, das sie versucht hat festzuhalten. Gerade durch die verschiedenen Wechsel der Handlungen bleibt das Buch für mich die ganze Zeit interessant. Herausragend fand ich die Abschnitte aus der Bibel und insbesondere die Gedanken, die sich Abbie dazu macht. Ebenso haben mich die einzelnen Schicksale fasziniert, die jeder anders auslebt, ob mit Traumas, Panikattacken oder einfach nur mit Überlastung. Da ist Caroline, deren beste Freundin vom Islam zum Christentum konvertiert und dann eines Tages mit ihrer Mutter verschwindet. Bis heute weiß sie nicht, ob Lola noch lebt, da man ihre Mutter wenig später tot auffindet. Rasa und ihre Familie haben bei der Flucht aus dem Iran viel miterlebt. Während ihre Eltern sich inzwischen in Österreich gut eingelebt haben, scheinen Rasa die Bilder und Eindrücke der Flucht noch immer zu belasten. Bobby möchte Kunst studieren, weil er das Talent zum Malen von seiner Großmutter Swannee mitbekommen hat und ihre Liebe zu Paris. Nun muss er nur noch seine Mutter davon überzeugen, dass er in Europa studieren möchte. Leider belastet ihn die Trennung seiner Eltern doch sehr. Zu sehen, wie das Wachsen im Glauben und die Veränderung in ihrem Leben voranschreitet, machen diese Geschichte lesenswert. Das gerade wegen des Jakobswegs hier die Themen Glaube, Aufarbeitung und Heilung im Vordergrund stehen, fand ich sehr überzeugend. Schön, dass ich miterlebe, wie die Personen sich hier nach und nach verändern. Es zeigt mir, dass die Charaktere hier sehr gut ausgearbeitet sind. Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Autorin selbst schon den Jakobsweg gelaufen ist, so überzeugend sind die Beschreibungen. Schade nur über die vielen französischen Begriffe und Sätze, die nicht übersetzt wurden. Trotzdem ein Buch, das ich definitiv weiterempfehlen möchte, wenn man sich mit Pilgerreisen, Glaube und Aufarbeitung befasst. Von mir gibt es deshalb 5 von 5 Sterne für die Geschichte.
Bewertung
aus Attenhofen
5/5
28.07.2021
Buch (Taschenbuch)
Auf der Suche nach Heilung
Abbies wohlgeordnetes Leben bricht zusammen. Nie hätte sie damit gerechnet, dass ihr geliebter Mann eine Pause, eine Auszeit, von ihrer Ehe verlangt; ausgerechnet als ein Umzug aus dem vertrauten Familienheim in eine moderne Wohnung der gehobenen Klasse ansteht. Da beide Söhne zur selben Zeit ausziehen, sitzt Abbie allein und verlassen zwischen Umzugskisten, die sie nicht auspacken will.
Für ihr Sohn Bobby geht ein langgehegter Traum in Erfüllung. Nach seinem Schulabschluss will er ein Jahr in Europa verbringen. Er möchte unbedingt Kunstmaler werden, doch seine Mutter stellt sich eher einen vernünftigen Beruf für ihn vor. Auf jeden Fall will sie unbedingt, dass er gleich mit dem Studium beginnt. Es ist nicht einfach, aber er setzt sich durch. Dabei unterstützt ihn seine Oma, die seine Leidenschaft für Kunst teilt.
Es liegt lange zurück, doch Caro leidet noch immer unter den gewaltsamen Verlust ihrer iranische Freundin. Lola verschwand am selben Tag, an dem ihre Mutter grausam ermordet wurde. Caro macht sich Vorwürfe, dass sie nicht für ihre Freundin da war.
Diese drei Personen begehen gemeinsam einen Pilgerweg. Abwechselnd erzählen sie ihre Geschichten, die auf erstaunliche Weise miteinander verwoben sind. Dabei geht es um Kontrollsucht und um die Angst loszulassen, um das erdrückende Tragen von fremden Lasten, und um die Suche nach einem Glauben, der in schweren Zeiten Halt gibt. Es geht auch um Liebe, sogar um drei verschiedene Arten von Liebesbeziehungen – ein junges Entdecken des anderen, die Frage nach dem richtigen Partner, und die Enttäuschung über die Veränderung des Partners in einer langjährigen Ehe.
Die Erzählweise dieses Buchs erinnert an Sharon Garlough Browns Bücher über vier Frauen, die auf einer Glaubensreise sind. Inneres Reifen und Wachsen der Charaktere stehen im Mittelpunkt. Dabei hilft eine geistliche Mentorin, die es versteht, die richtigen Fragen zu stellen. Die Auseinandersetzung mit Fehlentscheidungen und unguten Verhaltensweisen schenkt beim Lesen neue Einsichten.
Fazit: Obwohl es in dieser Geschichte vor allem um die Auseinandersetzung mit zerstörerischen Verhaltensweisen geht, ist die Handlung spannend. Sehr empfehlenswert, vor allem für Leser, die nicht nur oberflächliche Unterhaltung suchen.
Bewertung
aus Aldenhoven
5/5
24.07.2021
Buch (Taschenbuch)
Erkenntnisse auf dem Jakobsweg
Abbie ist es gewohnt alles unter Kontrolle zu haben. Als ihre beiden Söhne aus unterschiedlichen Gründe ausziehen und ihr Ehemann Bill sich eine Auszeit von der Ehe nimmt, bricht ihre Welt zusammen. Sie beschließt ihrem ältesten Sohn auf den Jakobsweg zu folgen und lernt dort eine andere Art von Gemeinschaft kennen, die das Innere nach Außen kehrt und bei den meisten Pilgern ein neues Bewußtsein für den weiteren Lebensweg schafft.
Dieser Roman läßt den Leser sehr tief in die Gedankenwelt der Hauptpersonen blicken. Der Schreibstil ist flüssig und emotional . Die geschilderten Einzelschicksale sind sehr vielschichtig. Es geht um Kontrolle und Kontrollverlust, um das Loslassen anderer Familienmitglieder, um das Loslassen von Schuldgefühlen, um die Flüchtlingsthematik , um Sinnfindung, um Glaubenssuche und Fanatismus. Und alles ist eingebettet in die wunderbare und auch anstrengende Wanderung auf dem Jakobsweg.Jeder der Teilnehmer lernt auf diesem Weg etwas über sich selber und jeder hat eine andere Inspirationsquelle. Gehaltvolle Gespräche und Zeit für tiefgehende Gedanken über die eigene Vergangenheit bereichern den Roman . Im genau richtigen Moment passiert öfter etwas entscheidendes, das den weiteren Weg weist, so als wenn es von oben gelenkt wird.
Das Buch unterhält und regt zum Nachdenken an.
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