Produktbild: The Sound of Rebellion

The Sound of Rebellion Zur politischen Ästhetik des Jazz

1

38,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.10.2023

Abbildungen

mit 50 Fotos

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

752

Maße (L/B/H)

21,7/13,6/4,8 cm

Gewicht

884 g

Farbe

Anthrazit / Apricot

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-011324-0

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.10.2023

Abbildungen

mit 50 Fotos

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

752

Maße (L/B/H)

21,7/13,6/4,8 cm

Gewicht

884 g

Farbe

Anthrazit / Apricot

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-011324-0

Herstelleradresse

Reclam Philipp Jun.
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
DE

Email: auslieferung@reclam.de

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Wenn ein Buch swingt wie eine Jam-Session

Alrik Gerlach aus NordWestMecklenburg am 25.09.2025

Bewertungsnummer: 2606834

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kaum schlägt man dieses Buch auf, klingt es schon, als hätte jemand den Verstärker direkt ins Hirn gestöpselt. Kein seichtes Gedudel, kein „easy listening“ für Sonntagmorgen – hier rummst es, hier zischt es, hier rebelliert der Jazz. Peter Kemper nimmt einen mit auf eine Tour durch hundert Jahre Musikgeschichte, die eigentlich gar nicht nur Musikgeschichte ist, sondern pure Zeitgeschichte mit Trompete, Saxophon und einem Haufen Energie. Wer dachte, Jazz sei bloß eine schräge Begleitung zum Rotwein-Schwenken, der sollte sich anschnallen. Kemper schreibt, als säße er mitten in einer verrauchten Kellerbar, während Archie Shepp mit dem Saxophon die Wände zum Wackeln bringt. Leidenschaft tropft aus jeder Seite, man spürt förmlich, wie eng Jazz mit der Geschichte der Afroamerikaner verwoben ist – mit all ihrem Schmerz, Widerstand und der ewigen Suche nach Freiheit. Und ja, manchmal ist das Buch so intensiv, dass man es fast wie eine Jam-Session lesen muss: mal langsam, mal voller Speed, immer mit der Gefahr, den Faden zu verlieren, nur um dann an einer ganz anderen Stelle wieder mitten reinzuschlittern. Die vielen Abbildungen und Fotos sind nicht nur Beiwerk, sondern wirken wie kleine visuelle Bassläufe, die den Text aufpeppen. Ein „Jazzbuch, wie es noch keines gab“? Könnte man sagen. Ich sage: Es ist ein Manifest, das aufzeigt, warum Jazz nie einfach nur Musik war, sondern immer auch ein Aufschrei, eine Geste, ein rebellischer Beat gegen Ungerechtigkeit. Am Ende klappt man das Buch zu und hat das Gefühl, gerade selbst auf einer Bühne gestanden zu haben – verschwitzt, euphorisiert, mit wummerndem Herzen. Und denkt sich: Verdammt, das war keine Lektüre, das war ein Solo. Standing Ovations von meiner Seite.

Wenn ein Buch swingt wie eine Jam-Session

Alrik Gerlach aus NordWestMecklenburg am 25.09.2025
Bewertungsnummer: 2606834
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kaum schlägt man dieses Buch auf, klingt es schon, als hätte jemand den Verstärker direkt ins Hirn gestöpselt. Kein seichtes Gedudel, kein „easy listening“ für Sonntagmorgen – hier rummst es, hier zischt es, hier rebelliert der Jazz. Peter Kemper nimmt einen mit auf eine Tour durch hundert Jahre Musikgeschichte, die eigentlich gar nicht nur Musikgeschichte ist, sondern pure Zeitgeschichte mit Trompete, Saxophon und einem Haufen Energie. Wer dachte, Jazz sei bloß eine schräge Begleitung zum Rotwein-Schwenken, der sollte sich anschnallen. Kemper schreibt, als säße er mitten in einer verrauchten Kellerbar, während Archie Shepp mit dem Saxophon die Wände zum Wackeln bringt. Leidenschaft tropft aus jeder Seite, man spürt förmlich, wie eng Jazz mit der Geschichte der Afroamerikaner verwoben ist – mit all ihrem Schmerz, Widerstand und der ewigen Suche nach Freiheit. Und ja, manchmal ist das Buch so intensiv, dass man es fast wie eine Jam-Session lesen muss: mal langsam, mal voller Speed, immer mit der Gefahr, den Faden zu verlieren, nur um dann an einer ganz anderen Stelle wieder mitten reinzuschlittern. Die vielen Abbildungen und Fotos sind nicht nur Beiwerk, sondern wirken wie kleine visuelle Bassläufe, die den Text aufpeppen. Ein „Jazzbuch, wie es noch keines gab“? Könnte man sagen. Ich sage: Es ist ein Manifest, das aufzeigt, warum Jazz nie einfach nur Musik war, sondern immer auch ein Aufschrei, eine Geste, ein rebellischer Beat gegen Ungerechtigkeit. Am Ende klappt man das Buch zu und hat das Gefühl, gerade selbst auf einer Bühne gestanden zu haben – verschwitzt, euphorisiert, mit wummerndem Herzen. Und denkt sich: Verdammt, das war keine Lektüre, das war ein Solo. Standing Ovations von meiner Seite.

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The Sound of Rebellion. Zur politischen Ästhetik des Jazz

von Peter Kemper

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  • Produktbild: The Sound of Rebellion
  • Einleitung: Soundtrack afroamerikanischer Emanzipation

    I. ›Onkel Tom‹ zeigt Zähne:

    Wie Louis Armstrong die Welt überraschte

    II. Stil und Eleganz:

    Duke Ellingtons emanzipatorische Maskerade

    III. Billie Holiday:

    »Strange Fruit« als kulturelle Kriegserklärung

    IV. Von Charlie Parker zu Art Blakey:

    Bebop und Hard Bob als Beispiele stilistischer

    Militanz

    V. Abbey Lincoln und Max Roach:

    Wir feiern unsere Hautfarbe!

    Exkurs: Randy Westons Uhuru Afrika

    Exkurs: Das African Piano des Abdullah Ibrahim

    VI. Charles Mingus oder: Die Kreativität des Zorns

    VII. John Coltrane – »Alabama« oder:

    Ein Attentat schreibt Jazzgeschichte

    VIII. Albert Ayler: Der stumme Schrei –

    Ansätze zu einer ›spirituellen Politik‹

    IX. Idealismus vs. Egoismus:

    Aufstieg und Fall der Jazz Composers Guild

    X. Saxophon als Megaphon oder:

    Zur Gebrauchslyrik von Archie Shepp

    XI. Miles Davis – Das Herz eines Boxers

    Exkurs: Zum ›Jazz-Krieg‹ mit Wynton Marsalis

    8 Inhalt

    XII. Weltraum-Phantasien –

    Der Afrofuturismus von Sun Ra und seinen Erben

    Exkurs: The Comet Is Coming –

    Der Space-Jazz von Shabaka Hutchings

    XIII. Great Black Music – Ancient to the Future!:

    Zur Symbolpolitik des Art Ensemble of Chicago

    XIV. Demokratie der Klänge:

    Ornette Colemans Vision kollektiver

    Verständigung

    Exkurs: Charlie Haden's Liberation Music Orchestra

    XV. Energie und Ekstase: Zur Sound-Strategie von

    Pharoah Sanders und Cecil Taylor

    XVI. Black Music Matters –

    Kamasi Washington und seine Hip-Hop-Hood

    XVII. The Future is Female –

    Zur Erinnerungspolitik von Matana Roberts,

    Moor Mother und Angel Bat Dawid

    XVIII. Wie politisch kann die Sprache des Jazz sein? –

    Abschließende Überlegungen zur Semantik

    von Sounds

    Wer spricht? – Ein Nachwort in eigener Sache

    Anmerkungen

    Literaturhinweise

    Abbildungsnachweise

    Personenregister (Namen/Bands)

    Werkregister (Titel und Alben)