Die Glanzzeit der osmanischen Juden im Goldenen Zeitalter des Osmanischen Reiches von 1450 bis 1600. Erfolge einer symbiotischen Beziehung am Beispiel
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
11.05.2021
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
642 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346404848
In der Historiographie der interreligiösen Beziehungen im Osmanischen Reich findet dieser Betrachtungsansatz bisher kaum Beachtung und keine hinreichende. Die Erforschung interreligiöser Beziehungen im osmanischen Reich erfolgten oftmals mit unzureichender Kenntnis der Quellen. Christlich osmanische Quellen konzentrieren sich auf Einschränkungen und Erschwernisse im Leben von Nichtmuslimen, während muslimische Quellen die Lebensumstände von Nichtmuslimen vollständig ausblenden. Europäische Quellen zeigen sich oftmals voreingenommen und neigen dazu, die osmanischen Realitäten nach ihren eigenen kulturellen Kategorien und Wahrnehmungen darzustellen und zu bewerten.
Jüdische Autoren hingegen vermitteln, unabhängig davon, ob es sich um Berichte osmanischer Untertanen oder europäischer Beobachter handelt, in der Regel ein positiveres Bild des Lebens im osmanischen Reich, zumindest bis zur Krise in den 1660er Jahren. Die Erfahrung der Verfolgung im christlichen Europa, gepaart mit der Überzeugung, dass Juden keine andere Wahl hatten als unter der muslimischen Herrschaft zu leben, hatte einen langanhaltenden Einfluss auf die jüdische Perzeption der osmanischen Herrschaft. So entstanden Narrative zum Paradigma des Millet-Systems, als Regulativ der interreligiösen Beziehungen, zum Paradigma des osmanischen Jochs, unter dem die christliche Minderheit im Osmanischen Reich zu leiden hatte oder zum Paradigma eines Goldenen Zeitalters der jüdischen Minderheit unter den Osmanen. Diese Narrative stehen neben der historischen Deutung des Niedergangs des Osmanischen Reiches im Paradigma des Vertrags von Sèvres, der als Sèvres-Syndrom bis in die heutige Zeit fortlebt oder der Ghazi-These von der religiösen und ethnischen Motivation der Osmanen, ihre christlichen Nachbarn mit Krieg zu überziehen, einem Paradigma, das bis zum Ausgang des 20. Jahrhunderts die Geschichtsbetrachtung dominierte.
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