Eine vornehme Dame auf Mörderjagd? Warum denn nicht?, denkt sich Frau Ehrenstein, als die Tante ihres Dienstmädchens Bianca erdrosselt aufgefunden wird. Schließlich wünscht sich Frau Ehrenstein schon lange etwas Abwechslung von ihrem gleichförmigen Wirken als Hausherrin im exklusiven Wiener Stadtteil Hietzing, das sich eigentlich schon in der morgendlichen Inspektion der Dienerschaft erschöpft. Gelegentliche Ausflüge in den Tierpark Schönbrunn mit ihrem Sohn Willi oder Abende in der Oper sind zwar schön, aber eben auch nicht wirklich tagesfüllend. Man könnte glatt meinen, Frau Ehrenstein lebe im 19. Jahrhundert und nicht in den 1970er Jahren, in Zeiten von Glamrock, LSD und Blu menkindern. Weil sich die gnä' Frau in Stöckel schuhen schlecht ins Verbrechermilieu begeben kann, bittet sie kurzerhand ihr neues Hausmädchen Marie um Hilfe, mit der sie nicht nur die Leidenschaft für Filme und Whiskey verbindet. Die gemeinsame Suche nach dem Würger von Hietzing gestaltet sich deutlich abenteuerlicher, als Frau Ehrenstein sich das hat träumen lassen.
Kundinnen und Kunden meinen
3.5/5.0
2 Bewertungen
5 Sterne
(1)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(1)
1 Sterne
(0)
Wenn eine feine Dame sich einmischt...
Jeanette Lube aus Magdeburg am 19.05.2024
Bewertungsnummer: 2204070
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch erschien 2021 in der Kampa Verlag AG und beinhaltet 285 Seiten.
„Die gnä´ Frau langweilt sich zu Tode. Da kommt ihr eine Mordserie, die Wien in Atem hält, gerade recht.“
Frau Ehrenstein ist eine vornehme Dame, die auf Mörderjagd geht, nachdem sie erfährt, dass die Tante ihres Dienstmädchens Bianca erdrosselt aufgefunden wird. Schon lange wünscht sich Frau Ehrenstein etwas Abwechslung von ihrem gleichförmigen Wirken als Hausherrin im exklusiven Wiener Stadtteil Hietzing. Schließlich erschöpft sich deren Wirken schon in der morgendlichen Inspektion der Dienerschaft. Gelegentlich gibt es Ausflüge mit ihrem Sohn Willi in den Tierpark Schönbrunn oder Abende in der Oper, die zwar schön sind, aber eben auch nicht wirklich tagesfüllend. Man könnte wirklich meinen, Frau Ehrenstein lebe im 19. Jahrhundert und nicht in den 1970ern, in Zeiten von Glamrock, LSD und Blumenkindern. Die gnä´ Frau kann sich ja in Stöckelschuhen schlecht ins Verbrechermilieu begeben. So bittet sie kurzerhand ihr neues Hausmädchen Marie um Hilfe, mit der sie nicht nur die Leidenschaft für Filme und Whisky verbindet. Sie suchen gemeinsam nach dem Würger von Hietzing und dies gestaltet sich deutlich abenteuerlicher, als Frau Ehrenstein sich das hat träumen lassen
Das Cover ist schlicht, aber der Titel und der Zusatz „Die gnä´ Frau ermittelt“ haben mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Frau Ehrenstein ist eine Dame, die so richtig noch nicht in den 70er Jahren angekommen ist, da sie ein wenig in ihrer eigenen Welt lebt. Dieses Leben ist ihr allerdings zu fad. Sie liebt Miss Marple und gemeinsam mit ihrem Dienstmädchen Marie gönnt sie sich gern mal einen Whisky. Als sie dann erfährt, dass ein Mord geschehen ist, erwacht ihre Abenteuerlust und sie beginnt ihre eigenen Ermittlungen. Auf der Polizeidienststelle stiebitzt sie ein Foto, also, das macht doch eine feine Dame nicht! Frau Ehrenstein mischt sich ein und es gibt wirklich viele tolle Stellen in diesem Buch, die sehr humorvoll sind. Ich war selbst schon in Wien und so konnte ich mir das alles noch besser vorstellen. Der Dialekt ist wunderbar und ich hatte wirklich viel Freude mit diesem Krimi und fand es witzig, dass es gerade in dieser Zeit noch Menschen gab, die Dienstmädchen hatten und so in einer anderen „Welt“ gefangen sind. Es passiert jede Menge und Frau Ehrenstein ist pausenlos unterwegs. Ob es ihr gelingt, den Würger von Hietzing zu fassen oder zumindest herauszubekommen, wer er ist, das erfahrt ihr, wenn ihr dieses Buch selbst lest. Ich empfehle dieses Buch sehr gern weiter. Es gibt viel zum Schmunzeln und ob das ihr Mann noch lange mitmacht, wird man sehen. Wer also den Wiener Dialekt und unblutige Krimis mag, ist hier genau richtig. Ich hatte wunderbare Lesemomente und muss jetzt noch lächeln. Ja, Frau Ehrenstein ist schon eine Wucht! Auf nach Wien in die 70er Jahre, wo es so gegensätzliche Gegenden gab und wahrscheinlich heute noch gibt. Mich hat die Autorin Constanze Scheib auch aufgrund ihres tollen Schreibstils komplett begeistert, fasziniert und überzeugt. Es war ein toller Ausflug in die 70er Jahre, spannend, fesselnd, aufregend und sehr humorvoll! Gern mehr davon…
Ich bin ein großer Fan von…
Chattys Bücherblog aus Bretten am 09.04.2024
Bewertungsnummer: 2851941
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich bin ein großer Fan von historischen Krimis. Familiengeschichten und Spannung, die perfekte Mischung. Die Autorin war mir bislang nicht bekannt. "Die gnä' Frau langweilt sich zu Tode. Da kommt ihr eine Mordserie, die Wien in Atem hält, gerade recht." So beginnt der Oktopus-Verlag die Kurzbeschreibung des Krimis, der allem Anschein nach im verstaubten 19. Jahrhundert spielt, in dem Aristokratie noch hoch angesehen war. Aber der Schein trügt. Die Handlung spielt nämlich in den 1970er Jahren, was jedoch völlig abstrus wirkt. Die Sprache, der Schmäh und die Behäbigkeit, in der die Protagonisten agieren, ja, das muss man mögen. Die Protagonisten wirken so, als würden sie sich mit angezogener Handbremse bewegen, auch wenn hier und da, so ein kleiner, dezenter Hauch von Lebendigkeit durch die Zeilen huscht. *** Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Krimi nicht gleich Spannung bedeutet. Die Autorin lässt die Handlungen langsam beginnen und sorgt nicht für große Aufreger. Es ist ein sogenannter Ruhepuls-Krimi. Es wird viel Wert auf Äußerlichkeiten gelegt, so dass die Ermittlungen ein Teil des Behäbigen sind. Die Eleganz, die Aristokratie und der Schein stehen eher im Vordergrund. Ich bleibe leider gähnend zurück. Schade!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.