Produktbild: Kasernen-Cowboy

Kasernen-Cowboy Flüchtlingskind

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27,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.06.2021

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

22,1/14/2,7 cm

Gewicht

576 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7534-9139-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.06.2021

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

22,1/14/2,7 cm

Gewicht

576 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7534-9139-4

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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  • Christian1977

    aus Leipzig

    4/5

    14.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Als die Mutter des Jungen im…

    Als die Mutter des Jungen im Februar 1945 mit dem Säugling vor den russischen Truppen flieht, beginnt eine Odyssee über Bauernhöfe im Alten Land, die erst mit dem Einzug in eine verlassene Kaserne bei Stade, dem sogenannten "U-Block", eine gewisse Stabilität findet. Unter zahlreichen anderen Flüchtlingsfamilien sucht sich das Kind seinen eigenen Weg und erlebt dabei Schönes und Trauriges, Nebensächliches und Grundsätzliches. Doch all diese Erinnerungen sind für ihn "Momente, in denen das Herz des Jungen schneller und heftiger schlägt als sonst." So erfahren wir es im Vorwort des bewegenden Memoirs "Kasernen-Cowboy" von Rainer Kudziela. Es ist ein Buch, das die Leser:innen von Beginn an für sich und seinen kleinen Protagonisten einnimmt, mit seinem unmittelbaren Stil und seinen kurzen prägnanten Sätzen. Kudziela wählt dabei das erzählerische Präsens, das zu dieser Unmittelbarkeit und Intensität entscheidend beiträgt. Um sich selbst den nötigen Abstand zu ermöglichen, erzählt er nicht in der Ich-Perspektive, sondern schreibt in der dritten Person von sich und seinen existenziellen Momenten. Ein kluger Schachzug, der es trotz dieser sehr persönlichen Begebenheiten den Leser:innen ermöglicht, sich zeitweise wie in einem Roman zu fühlen. Trotz der Knappheit der Sätze funkelt der "Kasernen-Cowboy" dabei auch sprachlich schön, insbesondere wenn der Junge durch unwirtliche Landschaften wie ein abgesperrtes Kasernen-Gebiet wandert, welches die Natur längst für sich zurückerobert hat. Bemerkenswert ist dabei die Ehrlichkeit Kudzielas. Er beschönigt nichts, weder im Hinblick auf seine familiäre Herkunft, noch auf die Taten und Worte des Jungen. So berichtet er beispielsweise unverblümt über die SS-Vergangenheit des Vaters. Die Leser:innen folgen dem Jungen auf dessen Erlebnissen im Alter von ca. drei Jahren bis zum Abitur mit 20 Jahren. Dabei haben mich vor allem die kleinen Momente sehr berührt. Etwa wenn der Junge zu Ostern in aller Frühe einen Fliederstrauch pflückt, um seiner Mutter eine Freude zu machen, diese dann aber völlig emotionslos reagiert und den Strauch überhaupt nicht kommentiert. Oder wenn er ein Foto seines früh verstorbenen großen Bruders betrachtet und darüber philosophiert, dass es seine eigene Geburt, seine Existenz vielleicht gar nicht gegeben hätte, wenn Wilfried nicht diesen schrecklichen Unfall gehabt hätte. Ich bin diesem Jungen sehr gern gefolgt, habe mit ihm gelacht, mich mit ihm gefreut, mit ihm getrauert und mich über ihn geärgert. Zudem schaffte es Kudziela, dass ich mich nie gelangweilt habe, obwohl das Buch mit seinen gut 300 Seiten gar kein so dünnes ist. Ein wenig gestört hat mich, dass die Gliederung des Buches eher thematisch als chronologisch angelegt ist. So gibt es diverse Zeitsprünge, bei denen der eben noch 14-Jährige im nächsten Moment wieder zehn ist. Außerdem ließen sich durch diese Gliederungen kleinere thematische Wiederholungen nicht vermeiden. Überrascht hat mich, dass die Auseinandersetzung mit der SS-Vergangenheit des Vaters nur einen sehr kleinen Raum einnimmt. Eigentlich findet sie nur durch die jüngere Schwester kurz statt, der Junge selbst verdrängt sie mehr oder weniger erfolgreich. Hier hätte ich gern - eventuell im Nachwort - erfahren, ob es diese Aufarbeitung zumindest im Erwachsenenalter des Protagonisten gegeben hatte. "Kasernen-Cowboy" ist dennoch ein sehr lesenswertes und berührendes Buch geworden, das gerade auch Freunde des Entwicklungsromans und der Coming-of-Age-Literatur ansprechen dürfte, denn an der Entwicklung des kleinen liebenswerten Burschen nehmen die Leser:innen wirklich von Beginn an mit hoher Intensität teil. Wer sich allerdings eine Auseinandersetzung mit der Vaterfigur wünscht, wie es zuletzt Felix Schmidt in seinem Memoir "Wie mein Vater Hitler den Krieg erklärte" sehr gut gelungen ist, dessen Erwartungen dürften hier nicht erfüllt werden.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    4/5

    14.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Bilder aus dem Leben eines Flüchtlingsjungen

    Als die Mutter des Jungen im Februar 1945 mit dem Säugling vor den russischen Truppen flieht, beginnt eine Odyssee über Bauernhöfe im Alten Land, die erst mit dem Einzug in eine verlassene Kaserne bei Stade, dem sogenannten "U-Block", eine gewisse Stabilität findet. Unter zahlreichen anderen Flüchtlingsfamilien sucht sich das Kind seinen eigenen Weg und erlebt dabei Schönes und Trauriges, Nebensächliches und Grundsätzliches. Doch all diese Erinnerungen sind für ihn "Momente, in denen das Herz des Jungen schneller und heftiger schlägt als sonst." So erfahren wir es im Vorwort des bewegenden Memoirs "Kasernen-Cowboy" von Rainer Kudziela. Es ist ein Buch, das die Leser:innen von Beginn an für sich und seinen kleinen Protagonisten einnimmt, mit seinem unmittelbaren Stil und seinen kurzen prägnanten Sätzen. Kudziela wählt dabei das erzählerische Präsens, das zu dieser Unmittelbarkeit und Intensität entscheidend beiträgt. Um sich selbst den nötigen Abstand zu ermöglichen, erzählt er nicht in der Ich-Perspektive, sondern schreibt in der dritten Person von sich und seinen existenziellen Momenten. Ein kluger Schachzug, der es trotz dieser sehr persönlichen Begebenheiten den Leser:innen ermöglicht, sich zeitweise wie in einem Roman zu fühlen. Trotz der Knappheit der Sätze funkelt der "Kasernen-Cowboy" dabei auch sprachlich schön, insbesondere wenn der Junge durch unwirtliche Landschaften wie ein abgesperrtes Kasernen-Gebiet wandert, welches die Natur längst für sich zurückerobert hat. Bemerkenswert ist dabei die Ehrlichkeit Kudzielas. Er beschönigt nichts, weder im Hinblick auf seine familiäre Herkunft, noch auf die Taten und Worte des Jungen. So berichtet er beispielsweise unverblümt über die SS-Vergangenheit des Vaters. Die Leser:innen folgen dem Jungen auf dessen Erlebnissen im Alter von ca. drei Jahren bis zum Abitur mit 20 Jahren. Dabei haben mich vor allem die kleinen Momente sehr berührt. Etwa wenn der Junge zu Ostern in aller Frühe einen Fliederstrauch pflückt, um seiner Mutter eine Freude zu machen, diese dann aber völlig emotionslos reagiert und den Strauch überhaupt nicht kommentiert. Oder wenn er ein Foto seines früh verstorbenen großen Bruders betrachtet und darüber philosophiert, dass es seine eigene Geburt, seine Existenz vielleicht gar nicht gegeben hätte, wenn Wilfried nicht diesen schrecklichen Unfall gehabt hätte. Ich bin diesem Jungen sehr gern gefolgt, habe mit ihm gelacht, mich mit ihm gefreut, mit ihm getrauert und mich über ihn geärgert. Zudem schaffte es Kudziela, dass ich mich nie gelangweilt habe, obwohl das Buch mit seinen gut 300 Seiten gar kein so dünnes ist. Ein wenig gestört hat mich, dass die Gliederung des Buches eher thematisch als chronologisch angelegt ist. So gibt es diverse Zeitsprünge, bei denen der eben noch 14-Jährige im nächsten Moment wieder zehn ist. Außerdem ließen sich durch diese Gliederungen kleinere thematische Wiederholungen nicht vermeiden. Überrascht hat mich, dass die Auseinandersetzung mit der SS-Vergangenheit des Vaters nur einen sehr kleinen Raum einnimmt. Eigentlich findet sie nur durch die jüngere Schwester kurz statt, der Junge selbst verdrängt sie mehr oder weniger erfolgreich. Hier hätte ich gern - eventuell im Nachwort - erfahren, ob es diese Aufarbeitung zumindest im Erwachsenenalter des Protagonisten gegeben hatte. "Kasernen-Cowboy" ist dennoch ein sehr lesenswertes und berührendes Buch geworden, das gerade auch Freunde des Entwicklungsromans und der Coming-of-Age-Literatur ansprechen dürfte, denn an der Entwicklung des kleinen liebenswerten Burschen nehmen die Leser:innen wirklich von Beginn an mit hoher Intensität teil. Wer sich allerdings eine Auseinandersetzung mit der Vaterfigur wünscht, wie es zuletzt Felix Schmidt in seinem Memoir "Wie mein Vater Hitler den Krieg erklärte" sehr gut gelungen ist, dessen Erwartungen dürften hier nicht erfüllt werden.

  • Bewertung

    4/5

    07.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Bild einer Jugend

    In dem Buch begleitet man den Protagonisten über die ersten Jahre seines Lebens,bis zum Erwachsenwerden. Dies geschieht aus der Sicht eines Kindes, wohl um eine gewisse Distanz aufzubauen. Dadurch ergibt sich gerade im ersten Teil auch eine spezielle Wortwahl. Das Bild der damaligen Zeit mit all ihren Facetten,wurde sehr gekonnt wiedergegeben. Die Problematik der damaligen Zeit (Armut, Hunger, seelische Belastung durch die Kriegserlebnisse) und einiges mehr wurde gekonnt vermittelt. Manche Dinge wurden nur angerissen, da hätte ich mir etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht. Andererseits bleibt dadurch Raum für eigene Überlegungen des Lesers/der Leserin. Ein lesenswertes Buch, was ich empfehlen kann.

  • Kyra112

    aus Sachsen-Anhalt

    4/5

    06.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen Fantasie und Wirklichkeit - Kindheit und Jugend nach dem Krieg

    Bei Kasernen-Cowboy handelt es sich um eine autobiografische Erzählung, die zumeist chronologisch erzählt wird. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen, aufgewachsen im Alten Land und in einer ehemaligen Stader Kaserne, vom Kleinkindalter bis zum Abitur. Es werden seine Erlebnisse aller Art geschildert, Familiendinge, Schulgeschichten, Erzählungen über Streiche und Erlebnisse in der Freizeit, etc. Außerdem erfahren Leser sehr viel über sein Gefühlsleben und seine emotionalen Konflikte. Das Cover finde ich etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn man das Buch allerdings gelesen hat, ergibt sich die Idee dahinter. Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht eines Jungen erzählt. Dies ist erst sehr gewöhnungsbedürftig. Zumal der Autor auch einen eigenen Schreibstil hat. Er schreibt recht kurze Sätze, was ich sehr gut finde, aber manchmal besteht ein Satz auch nur aus einem Wort. Das ist am Anfang etwas irritierend. Ich habe mich aber schnell daran gewöhnt und fand es im Laufe der Zeit sogar gut. Für mich gab es den Dingen eine andere Betonung und Wertigkeit. Das Buch ist in mehrere große Abschnitte unterteilt, die wiederum in kürzere Unterabschnitte aufgeteilt sind. Solch eine Aufteilung finde ich sehr gut, weil es mich eher zum Weiterlesen animiert. Der Junge ist ein ungewöhnliches Kind, was aber in der damaligen Zeit vielleicht auch normal war. Er ist sehr introvertiert und macht sehr viel mit sich selbst aus. Der Leser kann seine Gefühle und sein Denken nachverfolgen, kann in seine Fantasien eintauchen. Er traut sich oftmals nicht, seinen Eltern von seinen Gefühlen und Gedankengängen zu erzählen. Umgedreht ist es ähnlich, sie öffnen sich ihren Kindern auch nicht. Das macht es für ihn schwierig. Es ist interessant, dieser Entwicklung im Laufe seiner Lebensjahre zu folgen und mitzubekommen, wie er damit umgeht. Ein großer Teil des Romans beschäftigt sich mit Geschichte. Wie geht man mit der eigenen Geschichte um? Wie gehen andere mit der Vergangenheit um? Alles sehr interessante Fragestellungen, die vielleicht auch manch Leser zum Nachdenken bringt oder zu Nachfragen bei den eigenen Eltern oder Großeltern oder anderen Familienangehörigen/ Bekannten. Ich finde, es handelt sich hierbei um einen wunderbaren autobiografischen Roman, der sich, nach dem man sich an den Schreibstil gewöhnt hat, gut zu lesen ist. Für alle, die Geschichte, Sachbücher oder autobiografische Bücher mögen, eine klare Leseempfehlung.

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