Produktbild: Der Psychiater Albrecht Langelüddeke (1889–1977)

Der Psychiater Albrecht Langelüddeke (1889–1977) Eine biografische Annäherung

Aus der Reihe Forschung psychosozial

16,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.07.2021

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

114

Maße (L/B/H)

21/14,8/0,9 cm

Gewicht

183 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-3131-0

Beschreibung

Rezension

»Die konzentrierte personifizierte Studie offenbart, wie eine Instrumentalisierung des Medizinischen zur Andienung an den eine Karriere fördernden Staat unter Hintanstellung kranker Menschen genutzt wurde, und zeigt die Schwierigkeiten der Einordnung einer mit der Diktatur verstrickten Person, die sich aktiv an der Euthanasie beteiligte, aber wohl auch Leben rettete. Mit der nötigen Distanz legt Wulf eine historische Quelle eines dunklen Kapitels deutscher Psychiatrie-Geschichte vor, das zur Lektüre empfohlen sei.« Jürgen Golombek, Hessisches Ärzteblatt 12/2022 »Tatsächlich fungierte Langelüddeke als Wegbereiter einer allumfassenden Verwendung des vagen Begriffs der 'Psychopathie' zur Beurteilung von Patienten mit uneindeutigen Symptomen. Seine Biografie und die sich je nach politischer Großwetterlage ändernden fachlichen Einschätzungen lagen bislang weitgehend im Dunkeln. Dem Historiker und langjährigen Mitarbeiter des Hamburger Universitätsinstituts für Geschichte und Ethik der Medizin Stefan Wulf ist es gelungen, das komplexe Ineinandergreifen von Biografie und Werk bei Langelüddeke in prägnanter Form zusammenzufassen.« Florian G. Mildenberger, Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte - Band 108, 2022 »Der Historiker nähert sich der schillernden Figur eines bis zum Lebensende erfolgreichen Psychiaters mehrperspektivisch an, wobei besonders das Spruchkammerurteil vom 19. August 1949 interessant ist. Da hatte längst eine Art Generalamnestie für die NS-Täter eingesetzt. Stefan Wulf gibt dieses ausführliche Urteil im Wortlaut wieder, das eine für die Nachkriegszeit typische Haltung widerspiegelt, 'nämlich die starre Unbeirrbarkeit, individuelle Schuld zu leugnen und die eigene Verantwortung kleinzuhalten. Auffallend ist das Fehlen jeglicher Empathie mit den Opfern'.« Karl-Hermann Völker, Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA), 11. März 2022

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.07.2021

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

114

Maße (L/B/H)

21/14,8/0,9 cm

Gewicht

183 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-3131-0

Herstelleradresse

Psychosozial Verlag
Walltorstraße 10
35390 Gießen
DE

Email: info@psychosozial-verlag.de

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  • Produktbild: Der Psychiater Albrecht Langelüddeke (1889–1977)
  • Grußwort
    Dr. Andreas Jürgens

    Vorwort
    Prof. Dr. med. Heinz-Peter Schmiedebach

    1 Einleitung

    2 Berufliche Laufbahn
    Hamburg
    Der Weggang aus Hamburg
    Haina und Marburg
    Berufsverbot und »Entnazifizierung«
    Rückkehr nach Hamburg

    3 Identitäten, Fakten und Konstrukte
    3.1 Der Gutachter
    3.2 Der Arzt-Soldat
    3.3 Der »Entlastete«: Eine Problematisierung der Rolle Langelüddekes im Nationalsozialismus Parteimitgliedschaft
    Sachliche und streng wissenschaftliche Haltung
    Aktion »T4«
    Die Frage der Eugenik
    Exkurs: Menschenversuche im Dienste des »Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses«
    Politische NS-Justiz in Hessen

    4 Langelüddeke und die Psychopathie
    Quantitative Norm versus Wertnorm
    Psychopathie und Rauschmittelsucht
    Erosionserscheinungen

    5 Zusammenfassung

    6 Quellen- und Literaturverzeichnis
    6.1 Archivalien
    6.2 Publikationen von Albrecht Langelüddeke
    6.3 Literatur

    Abbildungsnachweise

    Quellenanhang
    Marburger Spruchkammerurteil über Albrecht Langelüddeke vom 19. August 1949