Propaganda in Hans Steinhoffs "Robert Koch - Bekämpfer des Todes". Verzerrung, Verheißung, Verblendung
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.07.2021
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
5476 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346453679
politische Zwecke verwertet werden kann.
Was hier wie das Plädoyer eines revolutionären Politikers anmutet, ist nicht weniger als die Abschlussrede Robert Kochs, die er, verkörpert von Emil Jannings, im 1939 erschienenen Film Robert Koch - Bekämpfer des Todes von Hans Steinhoff, an die junge Generation im Publikum adressiert. Aus historischer Sicht scheint es kaum überraschend, dass dem Bakteriologen Koch im Film das Attribut eines politischen Führers oktroyiert wird. Obwohl sich der Film - der am 26. September 1939 im Berliner Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt und damit 25 Tage nach dem Überfall auf Polen datiert - vordergründig als Filmbiographie
(Biopic) präsentiert, mit dem Ziel die Entdeckung des Tuberkelbazillus durch Robert Koch filmisch zu inszenieren, zwingt eine tiefere Analyse zur Annahme, dass hier weitaus mehr politisches Kalkül verborgen liegt, als es eine oberflächliche Sichtung des Films verraten lässt. Es sind besonders biografische und wissenschaftliche Verzerrungen im Film, die hier in den Blick geraten.
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