Von der ersten großen Liebe enttäuscht, flüchtet sich Elias Montag, ein junger sensibler Mann, abwechselnd in sein literarisches Schaffen und das Aufschieben von anstehenden Aufgaben. Auf einem Wochenendausflug mit Freunden trifft er auf die geheimnisvolle wie labile Vivian und beschließt, mit ihr Reißaus zu nehmen. Was er nicht weiß: Vivian wird gesucht. Eine wilde Reise ins Ungewisse beginnt . Träumerisch und sinnlich, voll poetischer Kraft schreibt Jonas Zauels in seinem bereits dritten Roman über die Fragilität junger Seelen und nimmt die Leser mit auf ein Abenteuer, gesponnen aus psychologisch verwobenen Fäden von Liebe, Schuld und Abhängigkeit.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Feinsinniger und tiefgründiger Roman mit überraschendem Ende
Nach „Alle Farben der Nacht“ und „BOHÉME“ ist „Die Reise des Elias Montag“ der dritte Roman, den ich von Jonas Zauels gelesen habe. Und wieder wurde ich überrascht, von der Tiefgründigkeit, von den Interpretationsmöglichkeiten und von den Emotionen, die auf mich wie roh in Stein gemeißelt wirkten, aber gerade dadurch umso intensiver hervortraten. Diese, einem Roadtrip ähnliche Geschichte, steckt voller trauriger Sehnsucht – nach Freiheit, nach einem Ziel, nach einem Sinn im Leben. Und nach der Liebe. Elias, der von seiner Freundin betrogen wurde, hat sich abgeschottet. Er trinkt, er kifft, er raucht, er schreibt, hat gefühllosen Sex und trauert der verlorenen Beziehung nach. Er lenkt sich ab, erst mit einem Kurztrip mit Freunden und dann nimmt er Reißaus mit Vivian, die, aus der Psychiatrie geflohen, nun auf der Flucht vor der Polizei ist.
Jonas Zauels hat, wie in seinen vorherigen Werken auch, ein wachsames Auge auf seine Figuren. Elias, der von seiner Freundin verlassen wurde und niemanden hat, der ihn auffängt, der ihm Trost spendet. Lieblose Eltern nehmen seine Existenz nur am Rande wahr. Seine Freunde hat er viel zu lange nicht gesehen. Er versucht vor seinen Gedanken zu fliehen, doch immer wieder holen sie ihn ein und er genießt das Leiden in gleichem Maße, wie er ein Ende der Schmerzen herbeisehnt. Er übt sich darin, seine Gedanken und Empfindungen literarisch in einem Tagebuch zu verarbeiten, sie auf eine höhere Ebene zu katapultieren. So ist er eine Figur, die fortwährend grübelt, über das Leben, über die Liebe, die versucht, zu begreifen, aber nicht ins Reflektieren kommt, nie verarbeitet, sondern nur immer weiter rastlos vorprescht, auf der Suche nach etwas, das Erleichterung verspricht.
Und dann ist da Vivian, ein Waisenkind, das einen tödlichen Zugunfall verschuldet hat und seitdem in der Psychiatrie behandelt, beziehungsweise vielmehr verwahrt wird. Von Medikamenten betäubt, hat sie nur einen ganz klaren Gedanken: Bloß weg von hier. Den Erlebnissen dieser Figur widmet sich der Autor in einem kurzen, losgelösten Abschnitt, einer weiteren Erzählebene neben der Ich-Perspektive von Elias und seinem Tagebuch. Vivian lernt man als Leser:in jedoch nicht so unmittelbar kennen wie Elias. Sie wirkte auf mich wild, kämpferisch und gleichzeitig ebenso ruhelos und einsam wie Elias. Und so kommt es auch zu einem Erkennen der gegenseitigen Traurigkeit und Sehnsucht, als beide sich im Waldhaus von Elias Freunden begegnen. Sie spüren eine Verbundenheit. Doch kann es gutgehen, permanent auf der Flucht zu sein? Auf der Flucht vor der Polizei, den eigenen Gefühlen, den Herausforderungen des Lebens an sich?
Das Thema hat mich mindestens genauso begeistert wie der Schreibstil, der eine Mischung aus poetisch und kantig ist, sich stellenweise sogar etwas altbacken liest. Doch insgesamt ergibt das ein stimmiges Bild, was man als Leser:in vor allem ganz am Ende realisiert. Denn in „Die Reise des Elias Montag“ ist viel mehr klug konstruiert und vielschichtig aufgebaut, als ich erwartet hatte. Es gibt diesen großartigen „Aha-Moment“ auf der letzten Seite, der dazu führt, alles Gelesene erneut zu überdenken, neu zu sortieren und mit anderen Augen zu betrachten.
Und apropos großartig: Was ich generell sehr an Jonas Zauels Romanen schätze ist, dass er sich immer abseits von momentan gängigen Strukturen und Mustern bewegt. Er stürzt sich nicht auf das, was gerade Trend ist, sondern macht sein eigenes Ding, und das konnte ich in „Die Reise des Elias Montag“ wieder ganz deutlich spüren. Man hat etwas Echtes in der Hand, etwas durch und durch eigenständiges und einzigartiges.
„Die Reise des Elias Montag“ von Jonas Zauels ist ein psychologisch von A bis Z durchdachtes Werk, das mich komplett überzeugt hat. Sowohl die Figuren als auch die Story selbst sind lebensnah und fesselnd, vor allem aber lädt die Geschichte zum Nachdenken und Interpretieren ein, was ich persönlich an Romanen enorm liebe. Doch trotz all der Tiefgründigkeit ist „Die Reise des Elias Montag“ keine schwere Kost, sondern eine unterhaltsame Lektüre, die Lust auf mehr aus der Feder des Autoren macht.
Buchstabenträumerin
5/5
07.02.2022
Buch (Paperback)
Nach „Alle Farben der Nacht“…
Nach „Alle Farben der Nacht“ und „BOHÉME“ ist „Die Reise des Elias Montag“ der dritte Roman, den ich von Jonas Zauels gelesen habe. Und wieder wurde ich überrascht, von der Tiefgründigkeit, von den Interpretationsmöglichkeiten und von den Emotionen, die auf mich wie roh in Stein gemeißelt wirkten, aber gerade dadurch umso intensiver hervortraten. Diese, einem Roadtrip ähnliche Geschichte, steckt voller trauriger Sehnsucht – nach Freiheit, nach einem Ziel, nach einem Sinn im Leben. Und nach der Liebe. Elias, der von seiner Freundin betrogen wurde, hat sich abgeschottet. Er trinkt, er kifft, er raucht, er schreibt, hat gefühllosen Sex und trauert der verlorenen Beziehung nach. Er lenkt sich ab, erst mit einem Kurztrip mit Freunden und dann nimmt er Reißaus mit Vivian, die, aus der Psychiatrie geflohen, nun auf der Flucht vor der Polizei ist. Jonas Zauels hat, wie in seinen vorherigen Werken auch, ein wachsames Auge auf seine Figuren. Elias, der von seiner Freundin verlassen wurde und niemanden hat, der ihn auffängt, der ihm Trost spendet. Lieblose Eltern nehmen seine Existenz nur am Rande wahr. Seine Freunde hat er viel zu lange nicht gesehen. Er versucht vor seinen Gedanken zu fliehen, doch immer wieder holen sie ihn ein und er genießt das Leiden in gleichem Maße, wie er ein Ende der Schmerzen herbeisehnt. Er übt sich darin, seine Gedanken und Empfindungen literarisch in einem Tagebuch zu verarbeiten, sie auf eine höhere Ebene zu katapultieren. So ist er eine Figur, die fortwährend grübelt, über das Leben, über die Liebe, die versucht, zu begreifen, aber nicht ins Reflektieren kommt, nie verarbeitet, sondern nur immer weiter rastlos vorprescht, auf der Suche nach etwas, das Erleichterung verspricht. Und dann ist da Vivian, ein Waisenkind, das einen tödlichen Zugunfall verschuldet hat und seitdem in der Psychiatrie behandelt, beziehungsweise vielmehr verwahrt wird. Von Medikamenten betäubt, hat sie nur einen ganz klaren Gedanken: Bloß weg von hier. Den Erlebnissen dieser Figur widmet sich der Autor in einem kurzen, losgelösten Abschnitt, einer weiteren Erzählebene neben der Ich-Perspektive von Elias und seinem Tagebuch. Vivian lernt man als Leser:in jedoch nicht so unmittelbar kennen wie Elias. Sie wirkte auf mich wild, kämpferisch und gleichzeitig ebenso ruhelos und einsam wie Elias. Und so kommt es auch zu einem Erkennen der gegenseitigen Traurigkeit und Sehnsucht, als beide sich im Waldhaus von Elias Freunden begegnen. Sie spüren eine Verbundenheit. Doch kann es gutgehen, permanent auf der Flucht zu sein? Auf der Flucht vor der Polizei, den eigenen Gefühlen, den Herausforderungen des Lebens an sich? Das Thema hat mich mindestens genauso begeistert wie der Schreibstil, der eine Mischung aus poetisch und kantig ist, sich stellenweise sogar etwas altbacken liest. Doch insgesamt ergibt das ein stimmiges Bild, was man als Leser:in vor allem ganz am Ende realisiert. Denn in „Die Reise des Elias Montag“ ist viel mehr klug konstruiert und vielschichtig aufgebaut, als ich erwartet hatte. Es gibt diesen großartigen „Aha-Moment“ auf der letzten Seite, der dazu führt, alles Gelesene erneut zu überdenken, neu zu sortieren und mit anderen Augen zu betrachten. Und apropos großartig: Was ich generell sehr an Jonas Zauels Romanen schätze ist, dass er sich immer abseits von momentan gängigen Strukturen und Mustern bewegt. Er stürzt sich nicht auf das, was gerade Trend ist, sondern macht sein eigenes Ding, und das konnte ich in „Die Reise des Elias Montag“ wieder ganz deutlich spüren. Man hat etwas Echtes in der Hand, etwas durch und durch eigenständiges und einzigartiges. „Die Reise des Elias Montag“ von Jonas Zauels ist ein psychologisch von A bis Z durchdachtes Werk, das mich komplett überzeugt hat. Sowohl die Figuren als auch die Story selbst sind lebensnah und fesselnd, vor allem aber lädt die Geschichte zum Nachdenken und Interpretieren ein, was ich persönlich an Romanen enorm liebe. Doch trotz all der Tiefgründigkeit ist „
Bewertung
aus Wuppertal
5/5
17.01.2022
Buch (Paperback)
Eine Reise, die berührt!
Die Reise des Elias Montag ist ein sehr mitreißendes Buch von einem tollen Autor, welcher vor allem durch seine Sprache besticht.
Ich habe das Buch in einem durchgelesen und konnte es nicht aus der Hand legen. Es ist sehr kurzlebig und packend.
Das Buch könnte eine super Grundlage für eine Serie sein, weil einfach sehr viele spannende Sachen passieren.
Bewertung
aus Bonn
5/5
04.01.2022
Buch (Paperback)
Eine wilde Reise
Es ist wirklich ein wildes Auf und Ab, was Elias und die später dazukommende Vivian gemeinsam durchleben. Sie treffen sich wie zufällig, tragen beide ein großes Päckchen mit sich und einigen sich still darauf, gemeinsam vielleicht besser dran zu sein. Die Reise bringt dabei nicht nur Gutes.
Der Schreibstil hat mich so sehr gepackt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und es an einem Stück durchgelesen habe. Man wird immer weiter mitgerissen und wenn man mal eine kleine Verschnaufpause braucht, kann man über die philosophischen Fragen von Elias nachdenken.
Am Ende zeigt sich, dass der Roman mit viel Geschick gestrickt ist, die Stränge zusammenhängen und nicht alles so ist, wie es scheint.
Eine tolle Leseerfahrung!
Bewertung
aus Dresden
5/5
20.12.2021
Buch (Paperback)
Elias & Vivian
Klappentext:
Von der ersten großen Liebe enttäuscht, flüchtet sich Elias Montag, ein junger sensibler Mann, abwechselnd in sein literarisches Schaffen und das Aufschieben von anstehenden Aufgaben. Auf einem Wochenendausflug mit Freunden trifft er auf die geheimnisvolle wie labile Vivian und beschließt, mit ihr Reißaus zu nehmen. Was er nicht weiß: Vivian wird gesucht. Eine wilde Reise ins Ungewisse beginnt ...
Träumerisch und sinnlich, voll poetischer Kraft schreibt Jonas Zauels in seinem bereits dritten Roman über die Fragilität junger Seelen und nimmt die Leser mit auf ein Abenteuer, gesponnen aus psychologisch verwobenen Fäden von Liebe, Schuld und Abhängigkeit.
Inhalt & Meinung:
Elias Reise ist definitiv keine einfache. Mich hat er sehr an jemanden erinnert, denn ich schon lange kenne, daher war es für mich fast unmöglich das Buch ohne sein Bild im Kopf zu lesen. Faszinierend ist natürlich, wie nah Fiktion und Realität doch zusammen liegen. Elias lebt so vor sich hin und ist vor allem davon geprägt, dass sein Mädchen ihn verlassen hat. Das hat in ihm so unendlich viel zerstört und seitdem ist er verloren und versucht irgendwie damit klar zu kommen. Das ist natürlich unglaublich schwer. Elias fährt kurzerhand mit seiner alten Clique (man die Leute sind einfach richtig cool) ein paar Tage in ein Haus in den Wald. Jeder ist an einem unterschiedlichen Punkt in seinem Leben, doch die Vergangenheit verbindet sie alle miteinander und das kam beim Lesen auch genauso bei mir an. Das hat mir überaus gut gefallen. Immer wieder gibt es Gedanken und kurze Einschübe die Elias sich aufschreibt, diese sind teilweise sehr philosophisch, das ist aber nicht negativ gemeint, und regen zum Nachdenken an. Ich erinnere mich an die Frage der Freiheit und was diese wirklich bedeutet. Nachdem wir einige Zeit mit Elias verbringen durften, lernen wir Vivian kennen. Ein interessantes Mädchen, welches einen großen Ballast mit sich trägt. Durch viele Zufälle treffen Vivian und Elias zusammen und beginnen gemeinsam eine Reise. Es ist interessant wie fasziniert beide voneinander sind und obwohl eine gewisse Distanz zwischen ihnen besteht, spürte ich beim Lesen auch eine tiefe Verbundenheit. Ihre Reise hat so manche Höhen und richtig fiese Landungen auf den Boden der Realität. Das Ende ist perfekt und dennoch lässt es mich sehr melancholisch zurück. Die beiden verlorenen Seelen, bei denen so viel kaputt ist und die doch so wundervolle kleine Lichtblicke teilen, haben mir eine schöne und nachdenkliche Lesezeit bereitet. Der Schreibstil ist tadellos, flüssig und spannend. Jonas Zauls, zeigt mir erneut deutlich, dass großes Potential in ihm schlummert.
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