Produktbild: »Wir bleiben nur noch bis ...« Aufwachsen in zwei Kulturen

»Wir bleiben nur noch bis ...« Aufwachsen in zwei Kulturen Aufwachsen in zwei Kulturen

Aus der Reihe biografien bewegt
1

18,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.03.2022

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,7/13,5/2,1 cm

Gewicht

254 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949545-07-8

Beschreibung

Rezension

»Viele Frauen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, werden sich in Feride wiederfinden. Denn bei allen kulturellen Unterschieden sind die Prozesse, die Frauen durchlaufen, wenn sie anders sind als ihr Umfeld, sehr ähnlich. Vor allem jungen Frauen macht dieses Buch Mut. Mut, für die eigene Identität einzustehen und den eigenen Weg zu gehen.« Migazin.de

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.03.2022

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,7/13,5/2,1 cm

Gewicht

254 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949545-07-8

Herstelleradresse

Orlanda Buchverlag GmbH
Karl-Liebknecht-Str. 36
04107 Leipzig
DE

Email: mail@orlanda.de

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  • Bewertung

    4/5

    08.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Biografischer Roman zum Leben von Frauen zwischen zwei Kulturen.

    „Ich verstehe mich als Synthese aus europäischen und orientalischen Elementen. Nur Türkin zu sein und es nur mit Türken zu tun zu haben, empfände ich als Einengung.“ (Zitat S. 137) Und was ist, wenn das Bleiben „nur noch“ ein Leben dauert? Die Geschichte von Zahide Özkan gehört zu den Millionen Frauengeschichten von Anpassung, Veränderung und Loslösen. Sie sind bestimmt vom inneren Konflikt zwischen Heimat und Migration und den Fragen: Wo ist meine Heimat und wo darf ich sein, wer ich bin? Die Autorin verwendet Menschen und Daten nicht rein autobiografisch und der Schreibstil wirkt mitunter sachlich. Für mich sind die detailliert beschriebenen Ereignisse der Protagonistin Feride in deren Kindheit und in den Ferien in der Türkei die literarisch wertvollsten Szenen. Ebenso die Momentaufnahmen in den letzten Kapiteln zu den Entscheidungen zum Partner und zu ihren Eltern und ihrer Religion. Diese lassen uns ihre Zerrissenheit und auch ihre Stärke fühlbar machen. Es ist ein Roman, der eine Zeitreise aufarbeitet mithilfe von Tagebucheinträgen. Im mittleren Teil wiederholen sich ähnliche Gedanken und Gefühle in immer neuen, sorgfältig konstruierten Sätzen mit einem hohen philosophischen Maß. Manche Gefühle und Ansichten klingen mehr wie wissenschaftliche Erkenntnisse, weniger als ein Spiegel der Seele. Das ändert sich erst zum Ende des Romans. Durch die Einflechtung von Zitaten verknüpft die Autorin auf wunderbare Weise ihren Glauben mit der Entscheidung für die Liebe und die freie Wahl in ihrem Leben. Dieses Buch zeigt auf kluge und eindringliche Weise, was Migration mit Menschen macht. Die meisten leben in einem immerwährenden Zwiespalt zwischen ihrer Heimat und dem Aufnahmeland. Eine wirkliche neue Heimat zu finden, ist eine Lebensaufgabe. Für Frauen nochmals stärker, da ihnen die Rollen ihrer Vorfahren aufgezwungen werden, obwohl das Lebensumfeld ein völlig anderes ist. Berührt hat mich die Beschreibung von „Heimat“ für Feride, da sie mit meiner persönlichen Ansicht übereinstimmt. Der Roman ist lesenswert für alle, die sich gerade in diesen beängstigenden Zeiten mit Migration in unserem Land beschäftigen wollen, da es auch nach Jahrzehnten ein Thema geblieben ist und weiterhin bleiben wird. Hinweis: (Bei Erstauflage noch als Zahide Özkan-Rashid.)

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