Münzstraße 20

Münzstraße 20

Goethe im Palais Zedlitz

9,99 € inkl. gesetzl. MwSt.

Sofort per Download lieferbar

Versandkostenfrei

Weitere Formate

eBook

ab 9,99 €

eBook verschenken
  • Sie können dieses eBook verschenken Mehr erfahren

    Sie können dieses eBook jetzt auch per E-Mail verschenken: Geschenkoption anklicken, Empfänger auswählen, Grußtext formulieren - und ganz einfach bestellen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Downloads/eBooks verschenken.

Beschreibung

Eine Straße in Berlin-Mitte im Wandel der Zeiten
Ende des 17. Jahrhunderts entstanden auf den unbebauten Flächen vor der Stadtmauer Berlins, die Scheunen Berliner Bürger mit Ackerbesitz. Dieses Gebiet wurde »Scheunenviertel« genannt, ein Name, der in der weiteren Geschichte der Stadt eine bewegte Rolle spielen sollte. Zu Beginn erwachsen feudale Palais und die Bewohner waren bedeutende Persönlichkeiten der Zeit, wie z.B. der preußische Minister Karl Abraham von Zedlitz, sein Anwesen befand sich in der Münzstraße 20, dessen namhaftester Besucher 1778, der Dichter Johann Wolfgang Goethe, auf seiner einzigen Berlin-Reise, war. Nach v. Zedlitz' Ausscheiden aus dem Staatsdienst und Rückkehr nach Schlesien (1789) setzt ein merklicher sozialer Abstieg des Ansitzes Münzstraße 20 ein. Unter dieser Adresse wird im Dezember 1859 das Victoria-Theater eröffnet und wir erleben, wie größte Niederlagen und höchste Triumphe sich abwechseln. Im März 1891 kam dann das Ende und das Victoria-Theater war Geschichte.
In nennenswertem Umfang stieg die Zahl der ostjüdischen Einwanderer nach der ersten Russischen Revolution (1905) an und wurde verstärkt durch den Zuzug galizischer Juden, die nicht zum Sündenbock der in Auflösung begriffenen Kaiserreiche werden wollten. Die Gegend hinter dem Alexanderplatz wurde zu einem Lebenszentrum der so genannten »Ostjuden«. Ab 1933 wurden zunehmend neue Beschränkungen den Juden in Deutschland auferlegt. Familien auseinandergerissen, Abschied genommen - sehr oft für immer. Beim Novemberpogrom 1938, als die Synagogen brannten, war es der vorläufige Tiefpunkt und der letzte Moment, das Land zu verlassen. Wahllos wurden die Menschen verhaftet und in die Konzentrationslager gebracht. Noch ahnten nur Wenige, wie das Ende sein würde.

Rengha Rodewill - geboren in Hagen/Westfalen, arbeitet als Fotografin, Autorin und Publizistin. Publikationen (Auswahl): »Hoheneck - Das DDR-Frauenzuchthaus«, Vergangenheitsverlag, Berlin 2014; »Leben ohne Heimat« mit Angelika Schrobsdorff (Biografie), btb Verlag München 2019; »Hunzinger - Luxemburg«, artesinex verlag, Berlin 2019.   
Hans E. Pappenheim - geboren am 13. Januar 1908 in Groß-Lichterfelde. Promovierter Geisteswissenschaftler, Kunsthistoriker und Schriftsteller. Pappenheim stand ab 1933 unter Betätigungsverbot, wurde aus allen Vereinigungen ausgeschlossen. 1937 erhielt er eine Sondergenehmigung für die Reichsschriftumskammer, zur Ausübung schriftstellerischer Tätigkeit für sog. Vierteljuden oder Mischling 2. Grades. Von 1947 bis 1967 Kunstsachverständiger im Hauptquartier der Forces Françaises à Berlin im »Quartier Napoléon«. Ab 1967 bis zu seinem Ableben, freier Mitarbeiter beim Landesdenkmalamt Berlin. Verstorben ist Dr. phil. Hans Pappenheim am 9. Juni 1973 in Berlin.
Eberhard Dellé - 1923 geboren in Berlin. Promovierter Theaterwissenschaftler, Schüler von Prof. Dr. H. Knudsen (1886-1971) (Direktor des Theaterwissenschaftlichen Institut der Freien Universität Berlin). Publikation: »Rudolf Cerf im Bild«, Bibliografie zur Theatergeschichte Berlins. In: Theater im alten Berlin, 1954.   

Details

Beschreibung

Details

Format

PDF

eBooks im PDF-Format haben eine festgelegte Seitengröße und eignen sich daher nur bedingt zum Lesen auf einem tolino eReader oder Smartphone. Für den vollen Lesegenuss empfehlen wir Ihnen bei PDF-eBooks die Verwendung eines Tablets oder Computers.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion text-to-speech können Sie sich im aktuellen tolino webReader das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/text-to-speech.

Das meinen unsere Kund*innen

0.0

0 Bewertungen

Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel

Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung

Erste Bewertung verfassen

Unsere Kund*innen meinen

0.0

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Münzstraße 20