Ein Klassiker der Anti-Kriegsliteratur Dieter Noll, als "Remarque des 2. Weltkriegs" gefeiert, schildert. den Weg junger Männer seiner Generation. Hungrig nach Abenteuern, ziehen sie begeistert in den Krieg. Nach erniedrigendem Drill, endlosen Nächten der Erschöpfung und Angst am Flakgeschütz erleben sie im Inferno der Rückzugsschlachten ihre völlige Desillusionierung und den moralischen Zusammenbruch. Frühjahr 1943. "Es gibt kein Abenteuer, nur den Krieg", erklärt Werner Holt und hofft wie die anderen Gymnasiasten, dass man sie endlich zur Flak einzieht, dass der Krieg wirklich erst richtig losgeht, damit sie ihr Leben einsetzen können wie der Räuber Karl Moor und sie sich keine Gedanken mehr machen müssen um verpatzte Lateinarbeiten. Die Sechzehnjährigen müssen nicht lange warten, bis sie auf dem Kasernenhof stehen. Das Abenteuer hat begonnen, das Abenteuer Krieg mit Gefahr, Frauen und Bewährung. Doch als sie gegen Partisanen eingesetzt werden, sind die Fronten schon lange nicht mehr klar, und als sie im Panzer hocken, um russische Panzerspitzen aufzuhalten, tobt um sie das Chaos der letzten Kriegstage, und plötzlich muß man seine Waffe gegen die eigenen Leute richten, um nicht in den Untergang hineingezogen zu werden. Weltweit über 2 Millionen verkaufte Exemplare.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
22.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Tolle, bewegende Geschichte
Die, vielleicht, eine andere Sicht erlaubt und in Erkenntnis endet.
Ich lese normalerweise Psychothriller und Krimis. Diese Geschichte ist etwas Anderes, hat mich dennoch absolut überzeugt und beeindruckt. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Ronny
aus Dresden
5/5
24.06.2022
eBook (ePUB)
Mein erstes Buch
Das war das erste Buch welches ich zu Hause gelesen habe (Schulbücher ausgenommen ). Das ist fast 30 Jahre her. Der Roman hat mein Interesse am lesen geweckt, seit dem bin ich ein richtiger Bücherwurm. Ich kann es jedem empfehlen und ich werde es definitiv auch noch mal lesen.
Bewertung
5/5
02.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Die Jungen, die zwischen 1926...
Die Jungen, die zwischen 1926 und 1928 geboren wurden, konnten es kaum erwarten endlich in den Krieg zu ziehen und für Führer und Vaterland zu kämpfen. Die Ernüchterung kam, als sie die Grausamkeit und Brutalität des Krieges am eigenen Leib erfuhren. Ein wichtiges Buch!
Bewertung
aus Eggendorf
5/5
02.04.2020
eBook (ePUB)
bewertung
keine bewertung da noch nicht durch. eine frage wo ist mein buch seelische Trümmer? wann kann ich damit rechnen
lg erich junkert
Gordel
aus Berlin
5/5
24.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Die Abenteuer des Werner…
Die Abenteuer des Werner Holt, sie erinnern mich unwillkürlich an die von Frodo und seinen Gefährten in Tolkiens "Herr der Ringe" - allerdings unter umgekehrten Vorzeichen: Im Moment der Befreiung, metaphorisch gesprochen: als der Ring in die Flammen fällt, findet sich der Held in der Hölle. Das Buch zeigt nachvollziehbar und authentisch, auf welchen Wegen selbst verbrecherische Ideologien wie die nationalsozialistische die Jugend für sich gewinnen - und ihr dabei doch das Bewusstsein belassen, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Das Buch beschreibt den Weg heraus aus dieser Trugwelt, und den Preis, den der zahlt, der sich dieser Welt nicht zu entziehen vermag. Eine Geschichte über Menschen wie du und ich. Die Handlung nimmt ihren Lauf in der von Ferne bedrohten Idylle einer deutschen Kleinstadt im Frühjahr 1943: Aus einem Ernteeinsatz türmen sie in die Berge - um die Zeit bis zum ersehnten Einsatz bei der Flak zu überbrücken. Dort leben sie wie Robin Hood, als Jäger, Räuber, Rächer. Wie in Tolkiens großem Epos werden die Prüfungen immer schwerer: Luftkrieg im Ruhrgebiet, Partisanenbekämpfung in der Slowakei; Einsatz an der Ostfront; schließlich als Teil eines letzten letzten Aufgebots. Es ist die Beteiligung an so fanatischer wie sinnloser Gewalt, die Werner immer tiefer erschüttert. Er ahnt schon, als er es noch nicht wissen will: Das vermeintliche Auenland selbst, es entpuppt sich als Mordor. Zum Sinnbild dessen wird ihm eine Sägemühle in der Slowakei, in deren Keller die SS einen Gefolterten zurückließ, und die Werners Gefährte Wolzow bis zum buchstäblich letzten Mann verteidigt. Der unbefangene Glaube, dass seine Mission im Dienste seiner Ideale, des "Guten" im Kampf gegen das "Böse" steht, gerät bei Werner immer stärker ins Wanken. Der Preis der Abkehr ist hoch: Eine Geschichte ohne Held. Eine Erzählung vom Versagen. Und trotz allem auch die vom tiefen Wunsch, ein guter Mensch zu sein. Dieter Noll, ist wie seine Helden, im Jahr 1927 geboren. Vieles, von dem was er erzählt, hat er selbst erlebt. Daraus schöpfen seine Schilderungen ihre Glaubwürdigkeit und Kraft. Dies war es vermutlich, neben einigen Referenzen an den politischen Zeitgeist, was dem anfang der 60er erschienen Roman zu der zweifelhaften Ehre verhalf, in der DDR Pflichtlektüre an Schulen zu werden. Dies überrascht umso mehr, als die Geschichte in vielen Elementen wenig Anknüpfungspunkte für das ideologisch gewollte Geschichtsbild bot, ja teilweise wie eine Fluchtür wirkt, um der offiziellen Doktrin zu entfliehen. Immer wieder lesen sich Passagen des Romans wie eine kommentierte Bibliographie, die die geistige Welt Werners und seiner Generation umreißt. Vieles aus der Feder von AutorInnen, nach denen allenfalls im Westen des geteilten Deutschlands Straßen oder Plätze benannt waren. Den stummen Soundtrack für den Roman bietet das Repertoire, das Werners Freund Peter auf seinem Klavier spielt. Alles in allem: Eine packende Geschichte, spannend bis zum Schluss, eine intelligente Handlung, eine Hauptfigur, die sich ins Herz schauen lässt, und deren Inneres wie ein Prisma eine Zeit erschließt, deren Moral wir nur dann erfassen können, wenn wir uns gestatten, in sie hineinzutauchen. Mit diesem Buch ist das möglich. Und wohl gerade heute wieder nötig.
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