Konsequenzen der Pädagogik von Janusz Korczak für die Inklusionsdebatte
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
14.02.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
11 (Printausgabe)
Dateigröße
507 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346590541
Kindern. Der frühere Pädagoge und Kinderarzt krempelte die Vorstellungen von Erziehung
des 19. Jahrhunderts um, indem er den Rechten und Gefühlen der Kinder eine höhere
Bedeutung zusprach. Dass Kinder den gleichen Wert bzw. die gleichen Rechte wie
Erwachsene haben sollten, war bis dahin neu. Der Leiter eines Waisenhauses richtete sein
Leben vollkommen nach den und für die Kinder aus. Das Hinterfragen des eigenen Handels
und die ständige Reflexion sind grundlegend für die Pädagogik Janusz Korczaks. In den
letzten Jahren hat die Inklusionsdebatte zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dabei steht
im Fokus, wie man allen Menschen das annähernd gleiche Recht auf Teilnahme ermöglichen
kann. Teil dieser Debatte ist auch die Erziehung von Kindern mit Behinderung und ihre
damit einhergehenden Chancen auf selbstbestimmtes Leben. In dieser Hausarbeit werden
zuerst die Ursprünge der Pädagogik Korczaks zeitlich eingeordnet und anschließend ihre
verschiedenen Grundsätze und Dimensionen differenziert und verdeutlicht, wie penibel,
nach Korczaks Verständnis, in allen alltäglichen Situationen auf die Umsetzung dieser
pädagogischen Haltung geachtet werden sollte. Anschließend werden diese Dimensionen
auf ihre Allgemeingültigkeit hinsichtlich der Inklusionsdebatte überprüft. Dabei wird
zwischen der Inklusion im allgemeinen gesellschaftlichen Rahmen und der Inklusion
innerhalb von Institutionen unterschieden. Bei der gesellschaftlichen Inklusion werden
alltägliche Situationen des öffentlichen Lebens, sowie allgemeine Verhaltensmuster und
Denkweisen unter den herausgearbeiteten Aspekten von Korczaks Vorstellungen von
Erziehung und Pädagogik reflektiert und ihre Umsetzbarkeit bewertet. Bei institutioneller
Inklusion steht die Anwendbarkeit von Korczaks Dimensionen innerhalb von pädagogischen
Einrichtungen im Fokus. Dabei werden sowohl Möglichkeiten wie man die pädagogische
Arbeit durch an Korczaks Dimensionen orientierten Arbeits- und Denkweisen bereichern
kann festgestellt, als auch die Grenzen bzw. Konflikte der Theorie und der Anwendung in
der Praxis dargestellt.
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