Produktbild: Das Lächeln der Imperia

Das Lächeln der Imperia Roman

8

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.09.2022

Verlag

Südverlag

Seitenzahl

296

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/3 cm

Gewicht

441 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-87800-152-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.09.2022

Verlag

Südverlag

Seitenzahl

296

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/3 cm

Gewicht

441 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-87800-152-2

Herstelleradresse

Südverlag
Hermannsthal 119k
22119 Hamburg
DE

Email: info@bedey-media.de

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  • AtheneD

    aus Kaiserslautern

    5/5

    07.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    hervorragend Mischung aus Roman und Geschichte

    Der Roman "Das Lächeln der Imperia" beschreibt den Werdegang der fiktiven Hübschlerin Gabriella, genannt Imperia, während des Konstanzer Konzils. Ihr zu Ehren (und ihrer Kolleginnen) wurde die Kolossalstatue des Bildhauers Peter Lenk 1993 am Konstanzer Hafen aufgestellt. Im Prolog schildert die Autorin auf amüsante Weise die näherern Umstände des Baus dieser Statue. Der/die Leser:in befindet sich, auch durch den flüssigen Schreibstil, sofort "im Roman" und erfährt schon auf den ersten Seiten mehr über die Welt des 15. Jahrhunderts als in vielen Stunden Geschichtsunterricht. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Den Werdegang Gabriella´s/Imperia´s und ihrer Freundinnen Sofia und Giulia von ihrem ersten Zusammentreffen im Hurenviertel Venedigs bis zum Ende des Konstanzer Konzils schildert Frau Windgassen in einer wohltuend unaufgeregten Weise, stets ergänzt durch eine Fülle an historischen Fakten. Auch dass historische Persönlichkeiten in den Roman nahtlos integriert werden, hat mir gefallen, Was ist das für ein Buch? zum einen eine wunderschöne Liebesgeschichte zum anderen eine sehr gelungene Dokumentation des Konstanzer Konsils und des ausgehenden Mittelalters. Für jemanden wie mich, der eigentlich am Mittelalter weniger interessiert ist, die Erkenntnis, dass das Mittelalter wohl doch nicht so tröge war, wie ich dachte. Auch Epilog und Anhang vermitteln wiederum ergänzende Informationen zur damaligen Zeit. Wer möchte nicht wissen, woher der Ausdruck "auf großem Fuß leben" stammt. Für manche:n Leser:in mag der Roman zu unspektakulär sein, zu wenig erotische Szenen haben. Ich fand gerade diese Unaufgeregtheit sehr erfrischend. Es ist ein Roman zum Wohlfühlen und gleichzeitig Geschichtsunterricht ( ohne dass man es merkt ) und nebenbei macht er Lust, mal nach Konstanz zu fahren und sich die Imperia und andere historische Gebäude anzuschauen. Es ist ein Buch, das vordergründig für Frauen geschrieben wurde, die erfahren, dass es schon immer "starke Frauen" gab, die ihren Weg gingen aber auch für Männer , die neben einer Liebesgeschichte eine Fülle an historischen Fakten erhalten und ein Roman für alle Altersklassen.

  • ice_flower

    aus Aschersleben

    5/5

    05.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartiger historischer Roman, in der eine Prostituierte im Mittelpunkt steht

    Venedig, 1414: Gabriella ist wunderschön, doch sie kämpft täglich neu ums Überleben auf den Straßen von Venedig, denn sie ist eine Hure. Als sie sich als Ketzerin schuldig macht und nach ihr gesucht wird, beschließt sie die Stadt zu verlassen. Gemeinsam mit Sofia und Guilia, ebenfalls 2 Huren, macht sie sich auf nach Konstanz, wo ein wichtiges Konzil stattfinden soll. Die Frauen wittern gute Verdienstmöglichkeiten und wollen dort ihr Glück finden. Es dauert nicht lange, bis Gabriella, mittlerweile nennt sie sich Imperia, zu einer gefragten Kurtisane aufsteigt und sogar den König und Papst bedient. Durch ihre Schönheit aber auch Direktheit und Cleverness, ist sie bei beiden eine begehrte Gefährtin und hält ebenfalls nicht mit ihrer Meinung zur Politik hinter dem Berg. Doch als das Konzil sich dem Ende neigt und Imperia Richtung Rom reist, merkt sie, dass sie schwanger ist. Was wird wohl die Zukunft für Imperia bringen und wer ist der Vater des Kindes? Das Buch „Das Lächeln der Imperia“ stammt von Antje Windgassen. Die Autorin war mir bis dato noch nicht bekannt. Das Cover des Buches finde ich sehr schön, auch wenn es historisch nicht korrekt ist, da hier die „Geburt der Venus“ gezeigt wird. Trotzdem ist es passend für eine besondere Persönlichkeit in einem historischen Roman. Die Geschichte rund um Imperia hat mich jedenfalls sehr neugierig gemacht. Die Autorin hat einer sehr erfrischenden und lebendigen Schreibstil und es macht richtig Spaß in Erfahrung zu bringen, was die Frauen auf ihren Weg nach Konstanz erleben. Die Sprache ist gut verständlich, dennoch passend zur damaligen Zeitepoche. Es ist außergewöhnlich, dass Prostituierte in den Mittelpunkt einer Erzählung gerückt werden, und man mag die Frauen auch auf Anhieb, besonders Imperia ist sofort sympathisch und nimmt natürlich den größten Teil der Geschichte ein. Weiterhin sehr gut erklärt ist, dass die Imperia tatsächlich eine historische Persönlichkeit war und was die daraus geschaffene Figur, die in Konstanz am Bodensee steht, letztendlich beschreibt und damit zu tun hat. Man konnte in diesem Buch also neben dem sehr guten Roman ebenfalls viel Neues lernen. Ab und an hat man den Eindruck, dass die Frauen in Konstanz es recht einfach haben und ihnen der Zufall ein bisschen zu oft in die Hände spielt – das macht aber dem guten Buch insgesamt keinen Abbruch. Mein Fazit: Das Lächeln der Imperia ist eines meiner Highlights für das Jahr 2022. Gute Geschichte mit tollem Setting, eine außergewöhnliche Hauptprotagonistin, interessante historische Fakten verwoben zu einer einzigartigen Erzählung. Ich kann das Buch daher nur jedem ans Herz legen, der historische Romane liebt und vergebe klare 5 von 5 Sternen.

  • Büchertanz.de

    aus Freiburg

    4/5

    26.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein lesenswertes Buch mit ein paar wenigen Schwächen

    Das Buch „Das Lächeln der Imperia“ spielt in Venedig und in Konstanz zur Zeit des Konzils (1414 – 1418) und erzählt die neu interpretierte Geschichte einer jungen Frau, welche mit Mut und Entschlossenheit für ihre Ziele kämpft. Venedig im Jahr 1414: Die junge Gabriella arbeitet als Dirne und kämpft sich mehr schlecht als recht durch ihr Leben. Als ihr durch eine kleine Verfehlung der Gang vor das Inquisitionsgericht droht, flüchtet Gabriella zusammen mit zwei weiteren Dirnen in Richtung der fernen Stadt Konstanz. Hier findet das Konzil statt, bei dem sich alle mächtigen Männer Europas treffen. Die drei Dirnen versprechen sich große Verdienstmöglichkeiten und schon bald steigt Gabriella (welche sich nun Imperia nennt) zu einer gefragten Kurtisane auf. König Sigismund wird auf sie aufmerksam, ebenfalls Kardinal Oddo do Colonna. Als zum Ende des Konzils Oddo zum rechtmäßigen Papst gewählt wird, bricht auch Imperia Richtung Rom auf. Doch sie ist schwanger. Trägt sie das Kind des Königs oder des Papstes unter ihrem Herzen? Ende August 2022 bekam ich auf Instagram eine Nachricht des Südverlags, in welcher mir der Roman „Das Lächeln der Imperia“ vorgestellt wurde und angefragt wurde, ob ich dieses Buch gerne besprechen möchte. Als ich den Klappentext gelesen habe, war mein Interesse schnell geweckt, da ich das Spätmittelalter sehr interessant finde und auch speziell das Konzil von Konstanz als sehr spannend empfinde. Auch der Name ‚Imperia‘ sagte mir seit meinem Besuch in Konstanz im Jahr 2013 etwas: Hier steht nämlich am Hafen die „steinerne Imperia“ von Peter Lenk. Gerne wollte ich mehr über diese Zeit und diese Figur lernen und sagte dem Südverlag zu. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an den Südverlag für das Rezensionsexemplar und den sehr freundlichen Kontakt. Das Buch ist ein sehr edel gestaltetes Hardcover mit einem Lesebändchen, Buchumschlag und sehr hochwertigen, starken Papier. Das Cover ziert ein Ausschnitt aus dem Gemälde „Die Geburt der Venus“ von Sandro Botticelli, was auf mich sehr stimmungsvoll und passend wirkt. Insgesamt besteht „Das Lächeln der Imperia“ aus vier Teilen: – „Prolog: Die steinerne Imperia“ – „Die fabelhafte Imperia“ – „Epilog: Die göttliche Imperia“ und – „Anhang“ Im Prolog erzählt die Autorin die Geschichte der Statur von Peter Lenk, welche in Konstanz direkt am Hafen seit dem Jahr 1993 alle Blicke auf sich zieht, aber auch etwas über die Imperia, welche in ihrem Roman eine Rolle spielen wird. Mit diesem Prolog stimmt Anje Windgassen wunderbar auf die weitere Geschichte ein. Der Teil „Die fabelhafte Imperia“ bildet den Hauptteil des Buches und spaltet sich in insgesamt elf Kapitel auf. Diese elf Kapitel umfassen jeweils etwa 20 bis 30 Seiten. Der „Epilog: Die göttliche Imperia“ zeigt einen Blick auf das Leben der historischen Imperia Cognati, welche von 1486 bis 1512 in Rom lebte. Ihr Leben diente dem Schriftsteller Honoré de Balzac (1799 – 1850) als Vorlage für seine Erzählung „La belle Impéria“. Allerdings beschreibt er eine (wohl fiktive) Kurtisane, welche während des Konzils von Konstanz die Geliebte vieler Kardinäle, Würdenträger, Fürsten und Markgrafen war und sich dann als heimliche Herrscherin des Konzils entpuppte. Zu der Zeit, in der die Erzählung von Honoré de Balzac spielt, war die historische Figur Imperia Cognati noch nicht geboren, nutzte ihm aber als Vorbild für seine fiktive Kurtisane. Der Roman von Antje Windgassen und auch die Statur von Peter Lenk am Konstanzer Hafen stützt sich demnach auf die fiktive Kurtisane aus Honoré de Balzac Erzählung. Da es aber zur Zeit des Konzils in Konstanz eine Vielzahl an Kurtisanen und Dirnen in der Stadt war, kann natürlich nicht ganz ausgeschlossen werden, dass eine von diesen Kurtisanen gleichzeitig die Geliebte vom König und Papst war und auch von anderen Würdenträgern umgarnt wurde. Im Anhang des Buches befindet sich ein ausführliches, alphabetisch geordnetes Personenverzeichnis, ein umfangreiches Glossar, welches einen Überblick über verwendete Begrifflichkeiten liefert, die Literaturauswahl und die Quellennachweise/ Anmerkungen. Dieser Anhang rundet das Buch wunderbar ab. Die Aufteilung in vier Teile und die hochwertige Ausstattung des Buches führen insgesamt zu einem wunderbaren Lese-Erlebnis. Die Figuren in „Das Lächeln der Imperia“ sind sehr farbenfroh beschrieben. Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht die junge und schöne Gabriella (später Imperia), welche mit großer Schaffenskraft und Überzeugung für ihre Träume kämpft. Doch auch für die Menschen in ihrer Umgebung hat sie stets ein offenes Ohr und besitzt eine ausgezeichnete Menschenkenntnis. Ich mochte ihre kämpferische, aber auch liebevolle Art und Weise sehr gerne. An Imperias Seite sind die beiden Dirnen Sofia und Giulia. In diesen beiden Frauen hat sie wahre Freundinnen gefunden, auf die sie sich immer verlassen kann – die Beiden aber auch auf Imperia. Es ist eine sehr innige Verbindung zwischen diesen Frauen, welcher ich beim Lesen gut nachfühlen konnte. Auch die anderen Figuren, welche im direkten Umfeld der drei Freundinnen spielen, sind sehr freundliche und friedliche Menschen. Bei einigen fehlte mir ein wenig die Tiefe – teilweise wirkten sie etwas blass und eindimensional. Trotzdem waren sie mir größtenteils sehr sympathisch und ich konnte gut mit den drei Frauen und ihren Verbündeten mit fiebern. Antje Windgassen ist es zudem wunderbar gelungen die Lebensgeschichten ihrer fiktiven Charakteren mit den vielen historisch belegten Figuren zu verknüpfen. Diese stellt Antje Windgassen mit ihren vielfältigen und Beschreibungen sehr authentisch dar. Die Handlung des Buches umfasst sechs Jahre (1414 bis 1418), wird chronologisch und mit hohem Tempo erzählt. Leider muss ich sagen, dass mir die Handlung streckenweise etwas zu glatt verläuft. Die Figuren müssen keine wirklichen Rückschläge erleiden, vieles läuft einfach zu geschmiert. Dieser Aspekt und auch die teilweise etwas eindimensionalen Figuren, schmälerten mein Lesevergnügen ein wenig. Dem ungeachtet nahm ich das Buch trotzdem immer wieder gerne in die Hand, da es mit unter auch sehr spannend wurde, und die fast 300 Seiten flogen nur so dahin. Dazu führt auch der flüssige und unterhaltsame Sprachstil der Autorin. Den geschichtlichen Hintergrund bildet das Konzil in Konstanz von 1414 bis 1418. Vier Jahre lang war die kleine Stadt am Bodensee der Mittelpunkt kirchenpolitischer Interessen. Die geschätzten 50.00 bis 70.000 Konzil-Besucher brachten Konstanz und seine damals 6000 Bewohner und Bewohnerinnen an den Rand der Belastungsgrenze, brachten aber gleichzeitig auch einen beträchtlichen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung für die Stadt. Das Konzil sollte das seit 1378 andauernde Große Abendländische Schisma beenden und damit die Einheit der Kirche wiederherstellen. Es gab zu dieser Zeit drei Päpste: Einer in Rom, einer in Avignon und einer in Pisa. Diese geschichtlichen Hintergründe hat Antje Windgassen sehr gut recherchiert, lässt diese wunderbar in die Handlung einfließen und verwebt sie gekonnt mit den Lebensgeschichten ihrer (teils fiktiven) Charaktere. Danke für dieses tolle Lese-Erlebnis! Fazit: Ich mochte die farbenfrohen Figuren und konnte mich gut in die Geschichte und den spannenden geschichtlichen Hintergrund einfühlen. Allerdings verlief mir die Handlung mit unter etwas zu glatt, es gab fast keinerlei Rückschläge für die Figuren. Trotzdem: Dieser Roman ist eine spannende und interessante Zeitreise, hat mir sehr viel Wissen über das Konzil in Konstanz und dessen Hintergründe vermittelt und ist ganz wunderbar zu lesen. Alles in allem kann ich euch das Buch guten Gewissens empfehlen.

  • SusanK

    aus Osnabrück

    4/5

    08.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Steinerne, die Fabelhafte und die Göttliche

    Gabriella verdient in Venedig als Dirne ihr tägliches Brot. Als sie aus Hunger mit den KIrchengesetzen in Konflikt kommt, flieht sie. IHr Ziel: Gemeinsam mit den Huren Guilia und Sofia im fernen Konstanz, wo ein Kirchenkonzil stattfindet und sich die Reichen und Mächtigen der westlichen Welt treffen, zu Reichtum zu kommen und ein besseres Leben zu führen. Fortan nennt sie sich IMperia und wird die Geliebte des (späteren) Papstes und König Sigismunds..... Jeder Besucher und Einwohner KOnstanz´ kennt sie: Die steinerne Imperia, beliebtes Fotomotiv und Wahrzeichen der Stadt Konstanz, aber wohl auch eines der umstrittensten Kunstwerke im öffentlichen Raum. Im Prolog des Buches "Das Lächeln der Imperia" erinnert die Autorin Antje Windgassen an den großen Skandal aufgrund der Aufstellung dieser Statue und bringt den Leser*Innen das Aussehen und die Hintergründe näher. Antje Windgassen hat nun das Leben dieser Kurtisane neu interpretiert, wohl wissend, dass das Kurtisanenwesen zur Zeit des Konstanzer Konzils zur Beendung des Schismas eine historische Tatsache ist. Vielleicht nicht gerade mit größter Spannung, aber höchst unterhaltsam und bildgewaltig, erzählt die Autorin vom (fiktiven) Leben der fabelhaften Imperia, zu deren festen Freiern der Kardinal und spätere Papst Oddo die Colonna und der römisch-deutsche König Sigismund gehören und die mit ihrer Schönheit und Klugheit die Männerwelt dirigiert. Viele historische Details sind geschickt in die Geschichte eingewoben, so dass es auch nebenbei einiges zu lernen und begreifen gibt.ZUgunsten der Unterhaltung verzichtet die Autorin auf große Dramen und beschönigt das harte Leben insbesondere der Huren im 15. Jahrhundert, was mich nicht großartig gestört hat. Die Figuren sind meist ein wenig eindimensional dargestellt, nichtsdestotrotz waren mir die Frauen und ihre Verbündeten sympathisch und ich fieberte mit ihnen mit. Im Epilog lernen wir dann abschließend auch die göttliche Imperia kennen, eine berühmte italienische Kurtisane, die zwar tatsächlich rund 100 Jahre nach dem Konstanzer Konzil gelebt hat und der von Künstlern wie Raffael und Schriftstellern wie Honoré de Balsac ein Denkmal gesetzt wurde. Und auch, wenn diese in Rom gelebt und geliebt hat und mit dem Konzil nichts zu tun hatte, so wird doch die Verbindung zum Konstanzer Wahrzeichen deutlich. Diese drei miteinander verbundenen Darstellungen einer bemerkenswerten Imperia-Persönlichkeit werden abgerundet durch ein Personenverzeichnis und ein Glossar sowie Literaturangaben und Quellennachweise im Anhang. Für mich war "Das Lächeln der Imperia" eine höchst unterhaltsame und gleichzeitig lehrreiche Lektüre, die mir neuen Input zu Konstanz und seiner Statue gegeben hat. Und auch, wenn ich für den etwas zu schöngefärbten umfangreichen Mittelteil über das Leben der Imperia einen Stern abziehe, verbleiben dennoch sehr gute vier Sterne für ein außergewöhnliches Buch, dass ich nicht nur Konstanz-Besuchern ans Herz legen möchte!

  • SusanK

    aus Osnabrück

    4/5

    08.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gabriella verdient in Venedig…

    Gabriella verdient in Venedig als Dirne ihr tägliches Brot. Als sie aus Hunger mit den KIrchengesetzen in Konflikt kommt, flieht sie. IHr Ziel: Gemeinsam mit den Huren Guilia und Sofia im fernen Konstanz, wo ein Kirchenkonzil stattfindet und sich die Reichen und Mächtigen der westlichen Welt treffen, zu Reichtum zu kommen und ein besseres Leben zu führen. Fortan nennt sie sich IMperia und wird die Geliebte des (späteren) Papstes und König Sigismunds..... Jeder Besucher und Einwohner KOnstanz´ kennt sie: Die steinerne Imperia, beliebtes Fotomotiv und Wahrzeichen der Stadt Konstanz, aber wohl auch eines der umstrittensten Kunstwerke im öffentlichen Raum. Im Prolog des Buches "Das Lächeln der Imperia" erinnert die Autorin Antje Windgassen an den großen Skandal aufgrund der Aufstellung dieser Statue und bringt den Leser*Innen das Aussehen und die Hintergründe näher. Antje Windgassen hat nun das Leben dieser Kurtisane neu interpretiert, wohl wissend, dass das Kurtisanenwesen zur Zeit des Konstanzer Konzils zur Beendung des Schismas eine historische Tatsache ist. Vielleicht nicht gerade mit größter Spannung, aber höchst unterhaltsam und bildgewaltig, erzählt die Autorin vom (fiktiven) Leben der fabelhaften Imperia, zu deren festen Freiern der Kardinal und spätere Papst Oddo die Colonna und der römisch-deutsche König Sigismund gehören und die mit ihrer Schönheit und Klugheit die Männerwelt dirigiert. Viele historische Details sind geschickt in die Geschichte eingewoben, so dass es auch nebenbei einiges zu lernen und begreifen gibt.ZUgunsten der Unterhaltung verzichtet die Autorin auf große Dramen und beschönigt das harte Leben insbesondere der Huren im 15. Jahrhundert, was mich nicht großartig gestört hat. Die Figuren sind meist ein wenig eindimensional dargestellt, nichtsdestotrotz waren mir die Frauen und ihre Verbündeten sympathisch und ich fieberte mit ihnen mit. Im Epilog lernen wir dann abschließend auch die göttliche Imperia kennen, eine berühmte italienische Kurtisane, die zwar tatsächlich rund 100 Jahre nach dem Konstanzer Konzil gelebt hat und der von Künstlern wie Raffael und Schriftstellern wie Honoré de Balsac ein Denkmal gesetzt wurde. Und auch, wenn diese in Rom gelebt und geliebt hat und mit dem Konzil nichts zu tun hatte, so wird doch die Verbindung zum Konstanzer Wahrzeichen deutlich. Diese drei miteinander verbundenen Darstellungen einer bemerkenswerten Imperia-Persönlichkeit werden abgerundet durch ein Personenverzeichnis und ein Glossar sowie Literaturangaben und Quellennachweise im Anhang. Für mich war "Das Lächeln der Imperia" eine höchst unterhaltsame und gleichzeitig lehrreiche Lektüre, die mir neuen Input zu Konstanz und seiner Statue gegeben hat. Und auch, wenn ich für den etwas zu schöngefärbten umfangreichen Mittelteil über das Leben der Imperia einen Stern abziehe, verbleiben dennoch sehr gute vier Sterne für ein außergewöhnliches Buch, dass ich nicht nur Konstanz-Besuchern ans Herz legen möchte!

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