Produktbild: Weltfrieden

Weltfrieden

14

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.10.2022

Verlag

GOYA

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,7/14,4/2,2 cm

Gewicht

372 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4556-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.10.2022

Verlag

GOYA

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,7/14,4/2,2 cm

Gewicht

372 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4556-0

Herstelleradresse

GOYA
Henriettenstr. 42a
20259 Hamburg
Deutschland
Email: info@jumbo-medien.de
Telephone: +49 40 42930400

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  • Bewertung

    aus Marl

    5/5

    23.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Stück persönliche…

    Ein Stück persönliche Realität in der abgehängten Provinz Nach der Wende wurde 'abgewickelt. Auch dem Laborwerk am See, irgendwo in der brandenburgischen Provinz, erging es so. Seine Menschen, ihrer Existenz beraubt und nun? Die Jungen sind gegangen, einige der Alten geblieben. Zwei der ehemaligen Mitarbeiter, Erika und Hermann, kümmern sich hier um die Häuser am See und sollen nun, zehn Jahre danach, den ehemaligen Werkskindergarten 'Weltfrieden' entrümpeln, bevor auch dieser 'entsorgt' wird, für eine neue Grundstücksnutzung. Hier war damals der Abwickler untergekommen. Und er hat so einiges an Unterlagen zurückgelassen, was den beiden aufzeigt, dass bei dem Verkauf ordentlich was in die eigenen Taschen geflossen ist. Diese Erkenntnis und der Gedanke, was vielleicht möglich gewesen wäre, er rüttelt sie auf. Ihre Freunde und sie empfinden Wut und ein Widerstreben, dies alles, auch nach dieser langen Zeit, so hinzunehmen. Die Resignation schlägt in Aufbegehren um. All das, was sie haben herunterschlucken müssen, es drängt nach oben, bitter und mit einem Gefühl, die Gelegenheit nutzen zu müssen, um Rache zu nehmen, in ihren Augen, um der Gerechtigkeit genüge zu tun, wenigstens ein bisschen. Dieses Buch, es birgt eine kleine, aber sehr 'gehaltvolle' und intensive Geschichte über Menschen, die ihr Erleben des Umbruchs, der Abwicklung ihrer Lebenswelt und ihr jetzt zu uns Lesern tragen. Das war und ist die Realität, das fühlt man mit, wenn man ihnen zuhört und das alles auch an sich selbst herankommen lässt. Ein wirklich starkes kleines Werk, das man nicht übersehen sollte.

  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    05.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn alte Wunden aufbrechen...

    „...Und mit den Erinnerungen war auch wieder etwas von damals zu spüren, etwas, womit sie nicht mehr gerechnet hatte: die Angst der Ohnmacht...“ Wir befinden uns 10 Jahre nach der Wende in einem kleinen Dorf in Brandenburg. Das Grundstück des ehemaligen Kindergartens soll verkauft werden. Erika und Hermann kümmern sich seit einiger Zeit um die Ferienhäuser am See. Ihnen wird angeboten, auch den Kindergarten und dessen Umfeld in Ordnung zu bringen. Und plötzlich ist die Vergangenheit wieder lebendig, eine Vergangenheit, die tiefe Wunden geschlagen hat. Die Autorin hat einen sehr stimmigen Roman geschrieben. Sie lässt dabei verschiedene Genrationen zu Wort kommen und zeigt auf, was damals alles schief gelaufen ist. Der Schriftstil gibt die Gefühle der Protagonisten sehr gut wieder. „...Systeme kamen und gingen. Sie kannte Menschen, die in der DDR glücklich gewesen waren, und sie kannte welche, die das System erdrückt hatte. Wozu darin rumwühlen?...“ Joppe gehörte zu den Menschen, die auch in der DDR den Finger in die Wunde legten. Trotzdem stand er seinen Mann im Betrieb. Doch nach der Wende sprach er kaum noch. Dafür gab es mehrere Gründe. Die Protagonisten haben im alten Laborwerk gearbeitet. Das wurde von heute auf morgen geschlossen. Die Leute standen auf der Straße, egal, ob Arbeiter oder Wissenschaftler. Erika und Hermann gehören zu denen, die geblieben sind und sich eine neue Existenz aufgebaut haben. Els war gegangen – und ist zurückgekommen, um andere zurück zu holen. Ihr Kiosk ist Anlaufpunkt für alle, die reden wollen. Ihre Maxime lautet: „...Wo nüscht is, kann immer noch viel entstehen!...“ Heike, die Tochter von Erika und Hermann, ist nach Berlin gegangen. Beim Aufräumen des Grundstücks entdecken sie eine alte Grube. Dort kommen Dokumente zutage, die ein völlig neues Bild ergeben. Das Ende des Werkes hat einigen Leuten viel Geld in die Taschen gespült. Es wurde betrogen und getrickst. Diejenigen, die von der alten Belegschaft noch da sind, setzen sich zusammen. Als einer der damaligen Gewinner vor dem Haus steht, nimmt der Fall eine unerwartete Wendung. Wieder bringt es Els auf den Punkt: „...Wer über Leichen geht, muss auch damit rechnen, dass sie einen eines Tages am Knöchel packen...“ Die Geschichte über weite Strecken sehr realistisch erzählt. Deutlich wird, dass auch diejenigen, die gegangen sind, ihre Probleme hatten. Jeder Neuanfang wird auf seine Art von der Vergangenheit geprägt. Bei Joppe klingt das so: „...Wir wollten keinen Wohlstand geschenkt. Wir wollten eine Chance...“ Und die haben sie sich nun genommen. Plötzlich ist der alte Stolz wieder da. Sie sehen ihre Zukunft mit neuen Augen. Äußerlich hat sich nicht viel geändert, aber im Innern eines jeden. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen.

  • Bewertung

    5/5

    04.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kleines, feines, wirklich berührendes und überraschendes Buch

    Die absolute Stärke der Geschichte ist die einfühlsame Charakterisierung, die sehr lebendige und liebenswerte Figuren schafft, die man tatsächlich unter Menschen der passenden Altersgruppe mit ähnlichem Hintergrund zu kennen glaubt. Auch die Stimmung eines abgehängten Ortes in der Brandenburgischen Provinz ist wunderbar passend eingefangen, landschaftlich wunderschön gelegen in einer Natur, die den Sommer über Ausflügler anlockt, im Winter aber grau und verlassen daliegt, als Ort aber ohne wirtschaftliche Perspektiven dem Verfall überlassen. Heimat für die Alteingesessenen, die aber immer mehr verdrängt werden, oder aufgeben müssen, oder aber aus Prinzip noch bleiben. Mir gefällt sehr gut, wie die Kapitel nach ihren Schauplätzen aufgeteilt und benannt sind. Einerseits sind dies die tatsächlichen Orte, andererseits sind sie auch voller Symbolik, und verknüpft mit Erinnerungen, Gedanken, Beobachtungen, Vergangenheit und Gegenwart. Von Seldenecks Stil finde ich wirklich schön, so viele feinsinnige Sätze und Formulierunge, und kraftvolle Bilder und Stimmungen, die sowohl für die konkrete Erzählsituation absolut treffend sind, als auch für das große Ganze eine symbolische Bedeutung tragen. Ein kleines, feines, wirklich berührendes und überraschendes Buch über Freundschaft, Familie, Zuhause, Träume und Hoffnungen.

  • mecobsi

    5/5

    03.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schicksal in der brandenburgischen Provinz

    "Weltfrieden" ist ein wirklich eindrückliches Buch, dass Wendeschicksale in der brandenburgischen Provinz wirklich sehr gut beschreibt. Die Autorin schafft es, mit nüchternem und sachlichem Ton Sympathie für die Figuren zu schaffen und deren Schicksal(sergebenheit) nachdrücklich zu beschreiben. Wer schon immer einmal eine realistische Beschreibung von Wendeschicksalen aus der ostdeutschen Provinz lesen wollte, ist hier sehr gut aufgehoben. Das Buch berührt, ohne Mitleid zu erregen und überrascht mit tollen Wendungen. Lesenswert!

  • mecop

    5/5

    03.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schicksal in der brandenburgis…

    Schicksal in der brandenburgischen Provinz "Weltfrieden" ist ein wirklich eindrückliches Buch, dass Wendeschicksale in der brandenburgischen Provinz wirklich sehr gut beschreibt. Die Autorin schafft es, mit nüchternem und sachlichem Ton Sympathie für die Figuren zu schaffen und deren Schicksal(sergebenheit) nachdrücklich zu beschreiben. Wer schon immer einmal eine realistische Beschreibung von Wendeschicksalen aus der ostdeutschen Provinz lesen wollte, ist hier sehr gut aufgehoben. Das Buch berührt, ohne Mitleid zu erregen und überrascht mit tollen Wendungen. Lesenswert!

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