Produktbild: Die Unpolitischen

Die Unpolitischen

1

30,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.10.2022

Herausgeber

Erich Hackl

Verlag

Edition Atelier

Seitenzahl

696

Maße (B/H)

13,5/22 cm

Gewicht

1054 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99065-083-7

Beschreibung

Rezension

»Der Herausgeber Erich Hackl bezeichnet Viga als den großen Unbekannten der österreichischen Exilliteratur. Und man kann wirklich nur hoffen, dass Viga kein Unbekannter bleiben wird. Denn dieses Buch fand ich schon sehr, sehr beeindruckend, weil es dem Leser diese Zeit und die Gedankenwelt der Figuren, der Betroffenen so ungeheuer nahebringt.« – Irene Binal, Ö1/Ex libris
»›Man kommt nie zu rechten Zeit‹, sagte eine Figur in diesem vielfigurigen, vielstimmigen Panorama-Roman … Steht zu hoffen, dass jetzt die richtige Zeit ist.« – Alexander Kluy, Buchkultur
»Mit der Neuauflage wird nach mehr als 50 Jahren ein große Lücke in der Geschichte der österreichischen Exilliteratur und damit der Zeitgeschichte geschlossen.« – Edgar Schütz, APA

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.10.2022

Herausgeber

Erich Hackl

Verlag

Edition Atelier

Seitenzahl

696

Maße (B/H)

13,5/22 cm

Gewicht

1054 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99065-083-7

Herstelleradresse

Literaturverlag Poll GmbH
Nußdorfer Straße 62/2
1090 Wien
AT
office@editionatelier.at

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  • Circlestonesbooks.blog

    5/5

    31.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zeitlos, interessant,…

    Zeitlos, interessant, beeindruckend „Wenn wir den Kopf in den Sand stecken, weil wir es bequemer finden, nichts zu sehen, nicht zu schauen, erwischt uns die Politik am Ende doch.“ (Zitat Seite 60) Inhalt Johannes Kramer studiert an der Universität Medizin, beendet sein Studium erfolgreich. Gleichzeitig arbeitet er bereits im Forschungslabor der Universität Wien, denn er sieht seine Zukunft nicht als Arzt, sondern als Wissenschaftler in der Forschung. 1934 ist für ihn klar, dass er nicht in Österreich bleiben kann. Er bemüht sich um eine Forschungsstelle im Ausland. Uruguay bietet ihm diese Chance, doch alles ist völlig anders, als er erwartet hatte. Er kehrt nach Wien zurück, heiratet seine langjährige Freundin Anna. Trotz seiner negativen Erfahrungen mit Uruguay bleibt für ihn, seine Familie und Freunde Südamerika die einzige Hoffnung. Diesmal ist es Bogotá, Kolumbien. Wieder stehen sie alle am Anfang, müssen jede Arbeit annehmen, die man ihnen überhaupt anbietet, während sie die Vorgänge in Deutschland und Österreich verfolgen und darüber nachdenken, ob sie je wieder in ihre alte Heimat zurückkehren werden können. Thema und Genre In diesem wichtigen Roman der österreichischen Exilliteratur, einem autobiografischen Generationenroman, geht es um Österreich unter dem raschen, erfolgreichen Aufstieg des Nationalsozialismus und, damit verbunden, die Flucht ins Exil als einzigen Ausweg. Themen sind der Verlust der Heimat und der mühsame Neubeginn am anderen Ende der Welt, Hoffnungen und Sorgen. Gleichzeitig lesen wir auch über den Werdegang von Johannes als Schriftsteller, seine intensive Arbeit an seinem ersten Roman, der aus seinen Tagebucheinträgen, zahlreichen Aufzeichnungen und Beobachtungen entstehen soll. „Man kommt nie zur rechten Zeit. Entweder man erlebt etwas, oder man schreibt darüber. Es passt nie richtig zusammen.“ (Zitat Seite 331) Charaktere Der Arzt und Schriftsteller Paul Engel nennt sich als Schriftsteller Diego Vigas. Für seine autobiografische Hauptfigur wählt er den Namen Johannes Kramer. Handlung und Schreibstil Die Geschichte wird in vier großen Abschnitten erzählt. Diese sind in Kapitel unterteilt. Johannes, seine Frau Anna und fünf weitere Personen schildern die Ereignisse abwechselnd, jeweils in der ersten Person, Zeitform ist immer das Präsens. Die einzelnen Erzählstimmen wechseln einander ab, immer mit dem jeweiligen Namen als Überschrift eines Kapitels. Mit jedem Wechsel der Erzählstimme beginnt ein neues Kapitel. Natürlich treten in diesem Roman wesentlich mehr Personen auf, deren Erlebnisse in Gespräche der erzählenden Hauptfiguren untereinander einfließen, in die Erinnerungen und vor allem auch in die Gedankenmonologe der Ich-Erzähler. Die geschilderte Gruppe von Menschen kennt einander, als Mitglieder einer Familie, aber auch als Freunde, Kollegen oder über gemeinsame Bekannte. Sie alle verlassen Deutschland, dann Österreich, später auch Europa, manche Schicksale trennen sich, bis sie einander wieder begegnen. „Treffen die Schicksalslinien einander oder geht jeder seinen eigenen Weg ins Unendliche allein, ohne dem anderen zu begegnen?“ (Zitat Seite 204) Diese Erzählform, verbunden mit der Sprache, überzeugt und zieht uns Lesende sofort in den Bann dieses packenden Familien- und Generationenromans. Das Nachwort, verfasst von Erich Hackl, ergänzt mit Fakten aus dem Leben von Paul Engel und seinem Werdegang als Schriftsteller. Fazit Ursprünglich hatte der Autor den Titel „Die Parallelen schneiden sich“ gewählt, ein Titel, der Bezug auf diesen besonderen, vielschichtigen Aufbau der Geschichte mit ihren einzelnen Schicksalen und Lebenswegen genommen hatte. Doch unabhängig vom Titel ist dieser Roman ein sehr interessantes, zeitloses, beeindruckendes Beispiel der österreichischen Exilliteratur jener Epoche.

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