"Mach keinen Fehler, zolotaya moya. [...] Ich weiß, dieses Land ist voll moderner, streichelweicher Männchen. Ach-so-sensible Schatten von dem, was ein Mann eigentlich sein sollte. [...] Wenn du glaubst, ich bin einer von denen, haben wir ein gewaltiges Problem, mein Goldstück."
Während Viola alles daran setzt, ihre Fesseln zu sprengen, begräbt Kolja seinen Bruder und präsentiert der Bratwa den Kopf seines vermeintlichen Mörders.
Doch die Wolkows wittern Verrat in ihrer Mitte.
Nicht lange, und Viola ist gezwungen, eine Entscheidung zu treffen:
Was wird sie opfern? Ihre Freiheit? Oder ihre Liebe?
Viola
Die Anspannung, die von seinem großen, muskulösen Körper auf mich zurollt, hüllt mich ein wie ein dunkler Nebel. Macht mir unangenehm bewusst, wie alleine ich hier bin. Mit ihm. In diesem großen Haus tief im Purgerwald.
Kolja
Schon viel zu oft habe ich Viola unterschätzt, habe meine Deckung fallengelassen, weil ich sie für ein verletzliches kleines Weibchen hielt.
Ein schwerwiegender Fehler.
Und keiner, den ich wiederholen werde. [...]
"Game over, Baby", flüstere ich heiser in ihren Mund, während sie stur ihr Näschen kräuselt.
Verflucht, aber ich genieße ihren unbändigen Widerstand, das wilde Funkeln in ihren goldenen Augen, das Spiel der entschlossenen Linien in ihrem elegant geschnittenen Gesicht.
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Wer Violas Versprechen geliebt hat, wird Violas Verrat verschlingen!
Der erste Teil, Violas Versprechen, war eines DER Highlights aus meinem Lesejahr 2021. Ich habe mich richtig auf die Fortsetzung gefreut, die der Autorin auch wirklich gelungen ist. Es wird spannend, brutal, blutig und auf einer Ebene auch ziemlich heiß.
Nun möchte ich aber wirklich eindringlich betonen (wie schon in Teil 1): Der heiße Aspekt zwischen Viola und Kolja ist auf einer Ebene, die man nicht romantisieren sollte. Genau diese brenzlige und kämpferische Chemie zwischen den beiden macht diese Bücherserie aus. Allerdings ist das nicht immer leicht zu lesen, denn romantische Beziehungen und Blümchen-Liebe kommt für Viola überhaupt nicht in Frage!
Blutig wird es ebenfalls, so sehr, dass mich dieser zweite Teil stark an Pull the Trigger von J.L. Drake erinnert hat. Allerdings war das Level der Brutalität noch ein wenig niedriger. Trotzdem gehen mir solche Geschichten immer ins Eingemachte. Happy Ends bei Lola Lingus sind nicht rosarot und schon gar nicht umgeben von süßer Zuckerwatte! Das sollte allen Leser:innen UNBEDINGT klar sein!
Also, meine Lieben: Nerven bewahren, Mafia Pokerface aufsetzen und einfach nur genießen!
Spannende und temporeiche Mafiageschichte
Dinasbookworld am 07.03.2023
Bewertungsnummer: 1895424
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Nach dem Beenden von Band 1 „Violas Versprechen“ war ich schon gespannt darauf, was die Protagonisten alles in Band 2 erwarten wird.
Die Protagonistin Viola trifft an einem eigentlich normalen Arbeitstag als erfolgreiche Autodiebin einem attraktiven Mann. Sie möchte dem Unbekannten eine Retourkutsche verpassen, aufgrund seines Verhaltens in einem Gespräch mit ihr und deshalb klaut sie sein Auto. Allerdings macht sie damit einen ganz großen Fehler, denn das Auto gehört Kolja Wolow. Er ist ein hochrangiges Mitglied der russischen Mafia und verdammt wütend, dass sein Auto gestohlen wurde. Deshalb stellt er dem Entführer – anfangs nichts ahnend, dass es eine Frau ist – eine Falle und entführt Viola, um an ihr Rache zu nehmen. So begegnen sich die Beiden und auch einige Tage später befindet sie sich immer noch in den Fängen von Kolja.
Viola habe ich anfangs für jünger gehalten, als sie wirklich war. Nicht unbedingt, weil ich sie nicht für reif gehalten habe, sondern einfach nur vom Gefühl her. Sie ist 36 Jahre alt und hat in ihrem Leben schon einiges durchmachen müssen. Ihre Mutter hat sie und ihre Schwester Maria jung verlassen und, als ihr Vater sich umbringt, müssen die beiden jungen Mädchen kurzzeitig auf der Straße leben. Auch das war absolut nicht einfach, doch dann holt ihre Tante Liana sie und bringt die Beiden nach Deutschland.
Apropos Deutschland. Ich fand es bereits in Band 1 so unglaublich spannend und interessant, dass ein Mafia Buch einmal in Deutschland spielt. Das habe ich bisher noch nie gelesen und fand es daher sehr toll. Meistens spielen die Bücher mit dem Mafia Thema in Italien, Russland oder Amerika und so war Deutschland einmal eine tolle Abwechslung. Anfangs war ich etwas skeptisch, ob Mafia und Deutschland so gut zusammenpasst, aber die Autorin Lola Lingus hat das in meinen Augen gut umgesetzt.
In ihrer alten Stadt wurde die Protagonistin „Hexe von Ruhnberg“ genannt und ist mittlerweile eine der besten Autodiebinnen des Landes. Doch dann macht sie diesen einen Fehler, der ihr ganzes Leben verändert. Sie hat honigblonde Haare und ist recht zierlich und attraktiv, was Kolja sehr anspricht. Viola ist definitiv nicht auf den Mund gefallen und ich mochte ihren Mut, ihre waghalsige Art sehr. Sie ist sehr tapfer und mutig und kämpft für sich und ihre Liebsten, was sie mir sehr sympathisch gemacht hat.
Kolja Wolkow ist ein hochrangiges Mitglied der russischen Mafia. Sein Onkel Misha ist das Oberhaupt und Kolja ist eigentlich der Nachfolger, da sein Vater der Erstgeborene war. Doch sein Cousin und gleichzeitig auch Halbbruder Grisha und der Sohn von seinem Onkel Misha wird von diesem bevorzugt. Mittlerweile verstehen sie sich deutlich besser als in ihrer Kindheit und er würde alles für seinen kleinen Bruder tun und ignoriert dabei auch dessen krankes Verhalten, da dieser gerne hübsche Mädchen aufschlitzt.
Kolja hat einen kahlrasierten Schädel, viele Tattoos, Muskeln und wird der „Kalte Kolja“ genannt. Sein Leben in der Mafia ist alles andere als nett und dennoch gerät Viola genau in diese Welt. Eigentlich möchte er Rache an Viola nehmen, aber irgendwie … irgendwie findet er sein zolotaya moya – sein Goldstück –ziemlich anziehend. Und da ist auch einfach diese nicht zu leugnende Anspannung zwischen den Beiden . . .
Die Geschichte konnte mich von der ersten Seite an fesseln und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Man kommt wirklich gut durch die Seiten, was sicherlich auch an dem flüssigen und angehnehmen Schreibstil der Autorin lag. Ich wollte einfach gar nicht mehr aufhören zu lesen und habe das Buch innerhalb weniger Stunden beenden können.
Mich konnte das Buch fesseln und zum Schmunzeln bringen, aber dennoch hat für mich irgendwas gefehlt. Das Gefühl hatte ich bereits in Band 1 und auch hier empfand ich es wieder. Erneut kann ich es nicht genau benennen, aber irgendwas hat für mich gefehlt, um die Geschichte wirklich so zu genießen, wie ich es mir erhofft hatte. Vielleicht hat mir ein bisschen die Tiefe gefehlt, aber ich kann es wirklich nicht genau sagen.
Vielleicht lag es aber auch an dem Tempo des Buches. Das war bereits ein Punkt in Band 1 der mich etwas gestört hat und auch in Band 2 war es wieder der Fall. Die Beiden kennen sich erste seit gut einer Woche und vor allem einige Aussagen und Entscheidungen, empfand ich durch die kurze Zeitspanne als sehr schnell. Aber dennoch war das Buch spannend und fesselnd und konnte mich zum Schmunzeln bringen.
Ich weiß nicht genau warum, aber ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass die Wolow-Bratwa-Reihe eine Dilogie ist. Aus diesem Grund war ich am Ende sehr überrascht, dass es noch weiter gehen wird. Dennoch bin ich sehr gespannt wie es weitergehen wird und was Viola und Kolja noch alles erleben werden.
Fazit:
Ich habe mich sehr auf die Dark Mafia Geschichte „Violas Verrat – Vertraue mir. Und stirb“ von Lola Lingus gefreut. Endlich mal wieder ein Mafiageschichte, die allein durch das Setting schon so besonders ist. Das Buch spielt nämlich in Deutschland. Mafia in Deutschland? Ja das kann tatsächlich funktionieren und das auch noch gut. Die Autorin hat das meiner Meinung nach wirklich gut umgesetzt und ich fand es wirklich schön der Geschichte zu folgen.
Ich habe die Geschichte verschlungen. Ich habe sie innerhalb weniger Stunden inhaliert, weil ich so gefesselt war. Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und angenehm und dadurch bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Außerdem war die Geschichte spannend und konnte mich auch einige Male zum Schmunzeln bringen.
Die Story hat mich nicht mehr losgelassen, aber dennoch hat für mich irgendwas gefehlt. Was genau kann ich leider nicht sagen, vielleicht hat mir ein wenig die Tiefe gefehlt. Die Geschichte spielt innerhalb weniger Tage und vielleicht war das auch mit ein Grund, weil ich es dadurch als ein wenig schnell empfand. Die Protagonisten kennen sich mittlerweile etwa eine Woche und das ist sehr kurz bezogen auf einige Handlungen und Aussagen zumindest in meinen Augen.
Irgendwie dachte ich, dass die Wolow-Bratwa-Reihe eine Dilogie ist, deshalb war ich sehr überrascht, als ich am Ende gelesen habe, dass die Reihe noch weitergeht. Gerade nach dem Ende hatte ich irgendwie nicht damit gerechnet.
Dennoch freue ich mich schon auf weitere Bände der Reihe und bin schon gespannt, was noch alles auf die Charaktere zukommen wird.
„Violas Verrat – Vertrau mir. Und stirb“ ist eine spannende und temporeiche Mafiageschichte, die ich in einem Rutsch beendet habe.
3,5/5
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