Die Ästhetik des Schrecklichen in Senecas Thyestes und Lukrez' Pestbeschreibung aus De rerum natura VI Exemplifiziert an Sen. Thy. 691-695, 720-729, 738-743 und Lucr. de rerum natura 6.1145- 1159, 1205-1212
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Produktdetails
Format
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Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
13.05.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
35 (Printausgabe)
Dateigröße
672 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346644923
Über Titus Lucretius Carus, den Autoren des zweiten vorliegenden Werks, ist wenig bekannt. In De rerum natura versucht er seine Vorstellung epikureischer Physik in Form eines Lehrgedichts darzubringen, wobei auch ethische Erwägungen geschickt eingestreut werden. Hervor sticht die eklige und grausig-detaillierten Darstellung der Epidemie in Athen im 5. Jahrhundert v. Chr. Dieser literarische Charakter ist dabei beispiellos innerhalb des Gesamtwerks; nirgends sonst umreißt der Autor ein Bild, welches in diesem Maße das Ekelhafte evoziert. Darf man annehmen, dass vorbenannte Darstellung eine künstlerische Absicht verfolgt, die den historischen Stoff lediglich zu Grunde legt und im Exzess eine unterliegende Botschaft zu mitteln sucht?
In beiden Texten werden Bilder gezeichnet, die die Grenzen von Anstand und Geschmack weit überschreiten. Beide stammen von einem Autor, von dem vermutet werden darf, dass Einflüsse seiner jeweiligen philosophischen Ansichten in seinem Werk Ausdruck finden. Diese Arbeit nun soll mittels einer Synopse (altgr. s¿¿¿¿¿¿, Zusammenschau) zweierlei herausstellen: Zunächst, ob sich eine gemeinsame Essenz der Ästhetik des Schrecklichen herausarbeiten lässt, auf deren Basis beide Passagen operieren und - darauf aufbauend - inwiefern diese Form der Ästhetik als rhetorisch-inhaltliche Gestaltungsmethode philosophischen Ausdruckscharakter trägt. Dazu werden zunächst beide Passagen gesondert analysiert und wesentliche gestalterische Merkmale der Ästhetik des Schrecklichen und philosophische Aspekte, sowie ihr Zusammenspiel diskutiert. Zuvor werden für die Arbeit die wesentlichen philosophische Strömungen angerissen und die Grundideen des Konzepts der "Ästhetik des Schrecklichen" dargelegt.
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