Die Gewandnadel

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

13093

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.09.2022

Verlag

Brunnen

Seitenzahl

256

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

13093

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.09.2022

Verlag

Brunnen

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21/14,1/2,7 cm

Gewicht

408 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7655-3664-9

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7 Bewertungen

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Hoffnung, die nicht aufhört

Bewertung am 21.11.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In dem Buch wird uns die Geschichte von Josefine, einer ehemaligen Rotkreuzschwester erzählt. Ihren Einsatz hatte sie in Nordafrika. Selbstlos und unter schwierigen Bedingungen kümmert sie sich um Verletzte. Dort lernt sie auch die Liebe ihres Lebens kennen und lebt einige Jahre bei den Amazigh. Heute lebt sie in einer Seniorenresidenz in der Nähe von München. Die Autorin erzählt Josefines Leben in zwei Ebenen. Einmal in der heutigen Seniorenresidenz und einmal "damals" aus Josefines Sicht. Die Perspektivenwechsel der einzelnen Kapitel sind sehr gut gelungen und gehend fließend ineinander über. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, fast schon poetisch. Die Protagonisten, angefangen über die einzelnen unterschiedlichen Charaktere der Rotkreuzschwestern (Berta und Therese u.a.), den taktlosen Nick, den unfassbar feinfühligen Altenpfleger Yakob und seine Eltern bis hin zu Harun, Josefines großer Liebe sind alle authentisch ausgearbeitet. Leider wird der Glaube fast gar nicht erwähnt. Berta fühlt sich getragen und Josefine betet ab und zu, ist aber eher suchend. Mir fehlte bei den einzelnen Protagonisten die persönliche Verbindung zu Gott. Die erotischen Szenen fand ich unpassend für ein Buch aus christlichem Verlag. Ansonsten ein toller Lesegenuss mit einem tiefen Einblick in die harte Arbeit in Afrika aber auch in den Alltag der heutigen Pflegeheime.

Hoffnung, die nicht aufhört

Bewertung am 21.11.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In dem Buch wird uns die Geschichte von Josefine, einer ehemaligen Rotkreuzschwester erzählt. Ihren Einsatz hatte sie in Nordafrika. Selbstlos und unter schwierigen Bedingungen kümmert sie sich um Verletzte. Dort lernt sie auch die Liebe ihres Lebens kennen und lebt einige Jahre bei den Amazigh. Heute lebt sie in einer Seniorenresidenz in der Nähe von München. Die Autorin erzählt Josefines Leben in zwei Ebenen. Einmal in der heutigen Seniorenresidenz und einmal "damals" aus Josefines Sicht. Die Perspektivenwechsel der einzelnen Kapitel sind sehr gut gelungen und gehend fließend ineinander über. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, fast schon poetisch. Die Protagonisten, angefangen über die einzelnen unterschiedlichen Charaktere der Rotkreuzschwestern (Berta und Therese u.a.), den taktlosen Nick, den unfassbar feinfühligen Altenpfleger Yakob und seine Eltern bis hin zu Harun, Josefines großer Liebe sind alle authentisch ausgearbeitet. Leider wird der Glaube fast gar nicht erwähnt. Berta fühlt sich getragen und Josefine betet ab und zu, ist aber eher suchend. Mir fehlte bei den einzelnen Protagonisten die persönliche Verbindung zu Gott. Die erotischen Szenen fand ich unpassend für ein Buch aus christlichem Verlag. Ansonsten ein toller Lesegenuss mit einem tiefen Einblick in die harte Arbeit in Afrika aber auch in den Alltag der heutigen Pflegeheime.

Hoffnung durch die Erinnerung

Bewertung aus Brienz BE am 07.11.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Heilen Wunden, nur weil man sie in Ruhe lässt? Nein! In seiner Ausbildung hat Yakob gelernt, dass man Wunden säubern muss, Salben aufträgt und den Verband erneuert. Wieder und wieder, bis sie heil sind. Eine Wunde braucht Fürsorge. Man darf sie nicht mit Verachtung strafen. Offenbar kann der Mensch Wunden nicht ignorieren. Spätestens wenn man sich bewegt, wird Schmerz spürbar. Mit stöhnenden Körpern und humpelnden Seelen lebt es sich schwer." Buchauszug S.103 Inhalt: Die ehemalige Rotkreuzschwester Josefine lebt zusammen mit ihren Mitschwestern in der Seniorenresidenz Herbstlust. Während einige Damen noch sehr rüstig und klar sind, machen sich bei Josefine deutliche Anzeichen von Demenz bemerkbar. Sie gilt nicht nur als verwirrt, sondern auch als aggressiv. Ein Teil des Pflegepersonals möchte sie am liebsten in eine andere Abteilung verlegen und dort fixieren lassen. Yakob, ein junger Pfleger mit libyschen Wurzeln, möchte das unbedingt verhindern. Er versucht mehr über Josefines früheres Leben heraus zu finden, um sie in ihrer Verwirrtheit besser verstehen zu können. Josefine scheint eine besondere Verbindung zu Yakob zu haben. Manchmal nennt sie ihn Harun und spricht Worte in einem alten arabischen Dialekt, der Yakob von seinen Eltern her bekannt vor kommt. Was hat Josefine wohl in ihrer Zeit als Rotkreuzschwester an der Afrikafront erlebt? Meine Eindrücke: Schon im Vorfeld freute ich mich wahnsinnig auf dieses Buch. Der Klappentext versprach einmal eine etwas andere Geschichte und genau das hatte mich so neugierig gemacht. Ganz besonders begeistern konnte mich sogleich Susanne Ospelkaus Schreibstil. Angenehm locker und zugleich unvergleichlich sprachschön erzählt die Autorin diese einmalige Geschichte. Die humorvollen Bemerkungen, ihre direkte Art, der geschichtliche Hintergrund sowie die besonderen Hauptprotagonisten ließen mich begeistert in die Handlung eintauchen. Die Geschichte wird in zwei Handlungsstränge gegliedert, zum einen die Gegenwart in der Seniorenresidenz Herbstlust, zum anderen Josefines Kindheit, ihre Ausbildung und ihr Einsatz an der Afrikafront. Die beiden Handlungsstränge wurden jeweils sehr passend durch Josefines Erinnerungen und Träumereien verbunden. So habe ich beide Stränge unglaublich gerne verfolgt, was mir nicht oft passiert. In der Gegenwart fand ich die Einblicke in den Pflegeberuf sehr spannend. Auch wie das Thema Zeitdruck in der Pflege angesprochen wurde, fand ich sehr authentisch. Yakob scheint ein echtes Juwel zu sein. Ich fand es sehr berührend, wie er mit den Bewohnerinnen umgeht, besonders mit ihrer Demenz. Auch Josefines Kindheitsjahre habe ich sehr gerne gelesen. Ihre kindliche Naivität fand ich sehr berührend. In Josefines Zeit in Afrika hat die Autorin eine erotische Szene eingebaut. Das hat mich ehrlich gesagt etwas gestört. Obwohl sie sich weiterhin geschmackvoll ausgedrückt hat, war es mir zu ausführlich. Der christliche Aspekt dieses Buches äußert sich vor allem in einem hoffnungsvollen Glauben an einen guten Gott, aber nicht durch eine persönliche Glaubensbeziehung der Protagonisten. Zum Schluss schaffte es Frau Ospelkaus der Geschichte ein durchaus versöhnliches und berührendes Ende zu verschaffen, wenn man auch nicht von einem Happy End in klassischem Sinne sprechen kann. Diese besondere Geschichte und vor allem Susannes grossartiger Schreibstil haben mir ein paar äußerst fesselnde Lesestunden verschafft. Sehr gerne vergebe ich diesem Buch ausgezeichnet 4 Sterne.

Hoffnung durch die Erinnerung

Bewertung aus Brienz BE am 07.11.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Heilen Wunden, nur weil man sie in Ruhe lässt? Nein! In seiner Ausbildung hat Yakob gelernt, dass man Wunden säubern muss, Salben aufträgt und den Verband erneuert. Wieder und wieder, bis sie heil sind. Eine Wunde braucht Fürsorge. Man darf sie nicht mit Verachtung strafen. Offenbar kann der Mensch Wunden nicht ignorieren. Spätestens wenn man sich bewegt, wird Schmerz spürbar. Mit stöhnenden Körpern und humpelnden Seelen lebt es sich schwer." Buchauszug S.103 Inhalt: Die ehemalige Rotkreuzschwester Josefine lebt zusammen mit ihren Mitschwestern in der Seniorenresidenz Herbstlust. Während einige Damen noch sehr rüstig und klar sind, machen sich bei Josefine deutliche Anzeichen von Demenz bemerkbar. Sie gilt nicht nur als verwirrt, sondern auch als aggressiv. Ein Teil des Pflegepersonals möchte sie am liebsten in eine andere Abteilung verlegen und dort fixieren lassen. Yakob, ein junger Pfleger mit libyschen Wurzeln, möchte das unbedingt verhindern. Er versucht mehr über Josefines früheres Leben heraus zu finden, um sie in ihrer Verwirrtheit besser verstehen zu können. Josefine scheint eine besondere Verbindung zu Yakob zu haben. Manchmal nennt sie ihn Harun und spricht Worte in einem alten arabischen Dialekt, der Yakob von seinen Eltern her bekannt vor kommt. Was hat Josefine wohl in ihrer Zeit als Rotkreuzschwester an der Afrikafront erlebt? Meine Eindrücke: Schon im Vorfeld freute ich mich wahnsinnig auf dieses Buch. Der Klappentext versprach einmal eine etwas andere Geschichte und genau das hatte mich so neugierig gemacht. Ganz besonders begeistern konnte mich sogleich Susanne Ospelkaus Schreibstil. Angenehm locker und zugleich unvergleichlich sprachschön erzählt die Autorin diese einmalige Geschichte. Die humorvollen Bemerkungen, ihre direkte Art, der geschichtliche Hintergrund sowie die besonderen Hauptprotagonisten ließen mich begeistert in die Handlung eintauchen. Die Geschichte wird in zwei Handlungsstränge gegliedert, zum einen die Gegenwart in der Seniorenresidenz Herbstlust, zum anderen Josefines Kindheit, ihre Ausbildung und ihr Einsatz an der Afrikafront. Die beiden Handlungsstränge wurden jeweils sehr passend durch Josefines Erinnerungen und Träumereien verbunden. So habe ich beide Stränge unglaublich gerne verfolgt, was mir nicht oft passiert. In der Gegenwart fand ich die Einblicke in den Pflegeberuf sehr spannend. Auch wie das Thema Zeitdruck in der Pflege angesprochen wurde, fand ich sehr authentisch. Yakob scheint ein echtes Juwel zu sein. Ich fand es sehr berührend, wie er mit den Bewohnerinnen umgeht, besonders mit ihrer Demenz. Auch Josefines Kindheitsjahre habe ich sehr gerne gelesen. Ihre kindliche Naivität fand ich sehr berührend. In Josefines Zeit in Afrika hat die Autorin eine erotische Szene eingebaut. Das hat mich ehrlich gesagt etwas gestört. Obwohl sie sich weiterhin geschmackvoll ausgedrückt hat, war es mir zu ausführlich. Der christliche Aspekt dieses Buches äußert sich vor allem in einem hoffnungsvollen Glauben an einen guten Gott, aber nicht durch eine persönliche Glaubensbeziehung der Protagonisten. Zum Schluss schaffte es Frau Ospelkaus der Geschichte ein durchaus versöhnliches und berührendes Ende zu verschaffen, wenn man auch nicht von einem Happy End in klassischem Sinne sprechen kann. Diese besondere Geschichte und vor allem Susannes grossartiger Schreibstil haben mir ein paar äußerst fesselnde Lesestunden verschafft. Sehr gerne vergebe ich diesem Buch ausgezeichnet 4 Sterne.

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von Susanne Ospelkaus

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