Bitte einmal schön lächeln! Wer lächelt, zeigt Zähne. Nur bei Raina klafft eine riesige Lücke, wo früher ihre Schneidezähne waren. Seit ihrem Unfall trägt sie eine peinliche Zahnspange. Und immer wieder muss sie zum Zahnarzt, zum Chirurgen, zum Kieferorthopäden. Da kann einem das Lachen schon einmal vergehen. Als ob sie sonst keine Probleme hätte! Pickel zum Beispiel. Und Jungs. Wie gut, dass sie an der neuen Schule wenigstens echte Freundinnen findet. Und am Ende auch wieder lachen kann.
Ein autobiografisches Comic-Buch, in dem die Autorin sich ihre Zahnspangen-Erfahrung von der Seele geschrieben hat Eindringlich und mit viel Humor erzählt Raina Telgemeier von dem Mut, sich in einer von Äußerlichkeiten bestimmten Welt durchzubeißen - auch wenn man seine Zähne nicht zeigen möchte. Smile macht dabei vor allem Hoffnung, dass es selbst nach langwierigen Operationen und Selbstzweifeln irgendwann wieder einen Grund zum Lächeln gibt.
Starke Comic-Bücher für Kinder - nur bei Loewe Graphix! Das
Erwachsenwerden ist für Kinder und Jugendliche
manchmal nicht leicht. So geht es zumindest Raina in diesem
preisgekrönten Buch. In der Schule hat sie neben falschen Freunden auch noch mit
Zahnspangen und ihrem
Anderssein zu kämpfen. Eine authentisch erzählte
Coming-of-Age-Geschichte der mehrfachen
New York Times-Bestsellerautorin Raina Telgemeier.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
5/5
14.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Grausige Zahnarzt-Besuche und beste Freundinnen
Raina hat es nicht leicht. Ausgerechnet in ihrer Blütezeit als Teenager muss sie eine Zahnspange tragen. Und wenn das nicht schon genug wäre läuft auch noch alles schief. Gut, dass sie ihre Freundinnen hat, die immer hinter ihr stehen, oder...?
So ein toller Comic, der mich nicht nur ständig zum Lachen gebracht hat, sondern bei dem ich auch richtig mitfühlen konnte. Auch, wenn es anfänglich um Rainas Zahnprobleme geht, werden mit der Zeit viele Themen angesprochen, die Teenager eben beschäftigen. Sei es das typische Zahnspangenproblem oder die erste Liebe. Aber auch dazu zu stehen wer man ist und sich so zu akzeptieren.
Ein Comic der super lustig ist (wenn man nicht gerade unter einer Zahnarzt-Phobie leidet), aber nebenbei auch viel vermittelt.
Endlose Seiten
4/5
14.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Emotionaler Comic
»Smile« ist mein erstes Buch von Raina Telgemeier. Das Cover hat mir auf Anhieb gefallen, weil ich sofort lächeln musste, als ich den Smiley und den Titel gesehen habe. Obwohl das Cover schlicht gestaltet ist, zieht es trotzdem Aufmerksamkeit auf sich. In ihrem autobiografischen Comic berichtet uns Telgemeier über ihre Erfahrungen mit der Zahnspange, die sie als Teenager tragen musste. Dies hat mich neugierig gemacht, da ich bis jetzt keine Zahnspange tragen musste.
Raina ist erst elf Jahre alt, als sie nach einem Unfall dazu verdammt ist, eine Zahnspange zu tragen und deswegen zahlreiche Termine bei Ätzten wahrnehmen muss. Wir begleiten das Mädchen über eine Zeitspanne von etwa vier Jahren. Die Geschichte beginnt im Jahr 1989 in San Francisco (USA). Raina ist nicht das einzige Kind in ihrer Familie. Sie hat eine Schwester und einen Bruder. Das Mädchen interessiert sich für das Zeichnen und ist Pfadfinderin.
Die Zahnspange macht Raina zu schaffen, was ich vollkommen nachvollziehen konnte. Besonders für einen Teenager muss diese Situation eine große Herausforderung sein, in der man eine gesunde Portion Selbstbewusstsein braucht. Als ob es nicht schlimm genug wäre, dass Raina eine Zahnspange tragen muss, kommen weitere Faktoren hinzu, die sie bewältigen muss. Zum Beispiel beginnt Raina sich für Jungs zu interessieren, aber durch ihre Zahnspange fühlt sie sich verunsichert. Außerdem nehmen ihre Freundinnen sie nicht ernst und verharmlosen ihre Probleme. Zu Hause erlaubt sich dann Rainas Schwester einen Spaß mit ihr.
Das Besondere an »Smile« ist die Art, wie Telgemeier uns über ihre Zeit mit der Zahnspange berichtet. Die Autorin schafft es, jeder traurigen Situation etwas Fröhliches und Positives abzugewinnen. Telgemeier macht es so gekonnt, sodass ich einige Male laut auflachen musste. Manchmal habe ich mich dafür geschämt, weil es Situationen waren, in denen die Protagonistin nichts zu lachen hatte. Einige Stellen waren sehr traurig, zum Beispiel, als Rainas Freundinnen sich über sie lustig gemacht haben.
Sowohl am Text als auch an den Zeichnungen merkt man, dass die Autorin ganz genau weiß, worüber sie schreibt. Besonders informativ waren für mich die Panels, als Raina bei Ärzten war, da ich nie eine Zahnspange getragen habe und nicht wusste, wie mühselig und schmerzhaft dieser Prozess sein kann. Manche Panels waren in ihrer Darstellung besonders detailreich, denn die Autorin hat keine Hemmungen zu zeigen, dass ein Arztbesuch auch blutig sein kann. Mich hat das nicht abgeschreckt, aber ich kann mir vorstellen, dass das nicht für jeden etwas ist, vor allem nicht für jedes Kind.
Fazit: »Smile« von Raina Telgemeier ist ein emotionaler Comic, in dem es nicht nur um ein Mädchen geht, das damit fertig werden muss, eine Zahnspange zu tragen. Vor allem geht es darum, in einer der verletzlichsten und unsichersten Phasen des Lebens zu lernen, an sich selbst zu glauben.
kleinbrina
aus Köln
4/5
29.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Da ich schon immer eine…
Da ich schon immer eine Schwäche für Comics und Graphic Novels hatte, bin ich immer nach der Suche nach neuen Geschichten und bin dabei auf "Smile" von Raina Telgemeier gestoßen. Mehr als zehn Jahre nach Ersterscheinung sind vergangenen, ehe das Werk es auch den Weg nach Deutschland geschafft hat und somit bin ich umso gespannter, was es mit hochgelobtem Comic auf sich hat. "Smile" ist dabei eine Autobiographie von Raina Telgemeier, die über ihre Schulzeit berichtet und wie sie nach einem Unfall, bei dem sie die Vorderzähne verloren hat und jahrelang mit Zahnspangen und Operationen zu kämpfen hatte. Auf humorvolle Art und Weise beschreibt sie dabei ihre Zeit an der Junior High und später an der High School Anfang der Neunziger Jahre, wo sie sich nie wirklich wohlgefühlt hat und oftmals anders an die anderen Kinder war. Während alle anderen Mädchen sich zunehmend für Make Up, Jungs und die nächste Party interessiert haben, entdeckt Raina zwar auch das andere Geschlecht, allerdings interessierte sie sich auch weiterhin für Videospiele und ihre Pfadfindergruppe. Allerdings merkt sie selbst im Freundeskreis, dass sie nur eine Außenseiterin ist, die von den meisten nur mehr geduldet wird oder dazu da ist, damit sich andere über sie lustig machen. Erst auf der High School erkennt sie immer mehr, wer sie wirklich ist, was sie im Leben will und dass sie zukünftig auf falsche Freunde verzichten kann, die sie nicht nehmen, wie sie ist. Gleichzeitig dürfen natürlich auch die ersten Verliebtheiten nicht zu kurz kommen. Positiv ist bei "Smile", dass sich sowohl Jugendliche als auch Erwachsene in die Geschichte und in Reina hineinversetzen können, denn jeder hatte einmal mit Unsicherheiten, Zahnspangen oder falschen Freundschaften zu kämpfen. Dazu ist "Smile" herrlich selbstironisch, erzähl ungeschönt von der Pubertät, Unsicherheiten und dem Wunsch, irgendwo dazuzugehören. Somit hat mir "Smile" aufgrund der selbstironischen Erzählungen und den tollen Zeichen enorm gut gefallen und ich konnte nicht nur mit Reinas mitfühlen, sondern mich auch in sie hineinversetzen, denn sind wir mal ehrlich: Die Pubertät ist kein Zuckerschlecken. Hoffentlich werden auch die anderen beiden Bände "Sisters" und "Guts" ins Deutsche übersetzt.
Der Duft von Büchern und Kaffee
3/5
12.07.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Autobiographische Graphic Novel mit ernstem Thema
Inhalt:
Euphorisiert und vom Moment mitgerissen, spielt Raina mit ihren Freundinnen „Wer als erster bei der Tür ist“. Beim Wettrennen stolpert sie und fällt unglücklich auf den Asphalt. Das führt dazu, dass sie zwei ihrer vorderen Zähne verliert.
Dieser unglückliche Unfall wird Rainas Leben dauerhaft verändern. Ihre gesamte Jugend über besucht sie einen Zahnarzt nach dem anderen. Die alten Zähne werden wieder eingesetzt und mit Gips befestigt. Später stellt der Arzt fest, dass beim Sturz auch ihr Kieferknochen beschädigt wurde. Es folgen stundenlange Operationen. Die Zähne verschieben sich nach innen. Rena muss eine Außenspange in der Nacht tragen. Sie bekommt eine Teilprothese, später eine klassische Zahnspange. Zahngummis unterstützen die Spange dabei, die Zähne in die richtige Form zu bringen. Nach und nach werden die künstlichen Zähne abgeschliffen und die Lücke geschlossen.
Über diese Zeit hinweg muss sich Raina ständig Fragen und Hänseleien von Schulkameraden, ihren Geschwistern und der Clique anhören. Sie beginnt sich für Jungs zu interessieren und hat Angst vor dem ersten Kuss. Die Pubertät sorgt für weitere Unsicherheiten und Pickel im Gesicht. Statt mit einem Bündel von Hoffnungen startet sie mit einem Sack voller Sorgen in die Adoleszenz.
Doch Raina ist stark. Sie kämpft sich durch diese Zeit. Sie geht auf die Highschool, merkt, dass ihr ihre Clique nicht gut tut, konzentriert sich auf neue Hobbys und versucht weiterhin die Aufmerksamkeit ihres Schwarms zu erlangen.
Meinung:
„Smile“ ist, entgegen dem humorvollen Cover, eine sehr ernste und nicht leicht zu verdauende Graphic Novel. Erst durch das Nachwort erfährt der Leser, dass die Autorin hier ihre eigene Geschichte in Form eines Comics wiedergibt. Raina Telgemeier berichtet davon, dass ihr das Schreiben geholfen hat, ihre traumatischen Dentalerfahrungen zu verarbeiten und dass sie beim Prozess des Schreibens viele Menschen kennengelernt hat, die ähnliche Erfahrungen wie sie machen mussten. Das sollte man vielleicht wissen, bevor man das Buch beginnt.
Denn bereits auf den ersten Seiten wird der Leser Zeuge eines Unfalls, der erst so harmlos wirkt, aber folgenschwere Konsequenzen mit sich bringt. Raina stürzt und verliert dabei ihre zwei vorderen Zähne. Durch das Buch hinweg erfahren wir, wie die Protagonistin von einem Arzt zum nächsten geschickt wird. Wie sie Ängste durchleidet und gehänselt wird.
Natürlich macht sich Raina Sorgen um ihr Äußeres, auch wenn sie später resümiert, dass es Wichtigeres gibt, als gut auszusehen. Sicherlich gibt es Freunde und Bekannte, die ihr gut zusprechen. Doch es folgen auch kleine Sticheleien, zu dem Zahnproblem kommen die üblichen Pubertätsschwierigkeiten wie Pickel im Gesicht und Unsicherheiten. Auch die weiteren Schwierigkeiten des Lebens muss man nebenbei noch verkraften: Ein Erdbeben und dessen Konsequenzen; eine Clique, die Raina mobbt.
Über die Seiten hinweg habe ich mit der Protagonistin gelitten. Ich habe gehofft, dass sie möglichst viele schöne Erfahrungen machen wird und mit ihr gebangt, wenn wieder ein neuer Arzttermin anstand.
Rainas Geschichte empfand ich nicht als mutmachend. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sich der von vielen eh schon mit Ängsten behaftete Zahnarztbesuch durch die detailreichen Erläuterungen nach dem Lesen für die jüngeren Leser sorgenfreier gestalten könnte. Ganz im Gegenteil: So rutscht z.B. bei der Arbeit am Zement mit einem glühenden Werkzeug dieses ab und verbrennt ihr den Gaumen. Ein Arzt geht sogar so rabiat vor, dass Rena nach der Behandlung in Ohnmacht fällt und von bislang nie gekannten Schmerzen spricht.
Entlassen wird der Leser allerdings mit einer Botschaft, die in einer Situation, wie Raina sie durchlebt hat, durchaus hilfreich ist: Egal, wie schwer dir das Schicksal mitspielt, sei stark. Lächele, auch, wenn es manchmal schwerfällt. Denn ein Lächeln schenkt dir und den anderen Menschen ein gutes Gefühl. Besinne dich auf die wichtigen Punkte in deinem Leben. Schau, was dir guttut und gewinne dadurch wieder zu innerer Stärke und Lebenskraft. Damit gelingt es dir auch, Krisenmomente zu überstehen.
Fazit:
Angeblich leiden circa 5-10% der Menschen an einer Zahnarztphobie, da sie Angst und gar Panik vor dem Besuch ebendort und einer Behandlung haben. Dieses Buch ist ihre Bibel.
Bei „Smile“ handelt es sich um eine autobiographische Graphic Novel mit einem ernsten Thema. Die Autorin berichtet hier von einem folgenschweren Sturz, bei dem sie zwei ihrer vorderen Zähne verloren hat. Sie erzählt von einer Jugend, die geprägt wurde von vielen Arztbesuchen, Operationen, Schmerzen und Unsicherheiten.
Das Buch gibt seinen Lesern ein aufklärerisches Motto mit auf den Weg: Wenn ein Mensch sein Schicksal erkennt, kann er ihm entrinnen. Die Autorin zeigt, dass sie, „Show it, Dont Tell it!“, absolut beherrscht, indem sie dies ihre Protagonistin durch ihr Los erklären lässt.
Kinder mit Zahnarztangst brauchen besondere Zuwendung, aber nicht dieses Buch. Wer aber auf der Suche nach einer ernsten und bewegenden Geschichte ist, dem sei dieses Buch empfohlen.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.