Eines Morgens wacht Pascal auf einem spektakulären Kreuzfahrtschiff auf, das vor Superlativen nur so strotzt. Als er jedoch einen Streit zwischen zwei Mitgliedern der Besatzung mitbekommt, wächst seine Sorge, dass auf dieser Reise vielleicht doch nicht alles so ist, wie es den Anschein hat. Warum verhält das Personal sich so merkwürdig? Warum ist der Zutritt zu den Außenbereichen untersagt? Und warum lässt sich in dieser perfekten Idylle das ungute Gefühl einfach nicht abschütteln, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt? Die Antworten auf diese Fragen scheinen zum Greifen nahe … wenn nur diese verdammten Kopfschmerzen nicht wären.
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Pascal wacht auf einem Kreutzfahrtschiff auf. Ein Geschenk seiner Eltern. Schnell findet er Freunde und kann das Schiff mit ihnen gemeinsam erkunden. Und was er sieht, ist einfach der Wahnsinn. Möglichkeiten, Aussichten, Angebote, wohin das Auge sieht. Wie passt sowas alles auf ein Kreutzfahrtschiff?
Zudem hat jeder Passagier seinen eigenen Betreuuer, der ihm bei allem hilft und ihm alles erklärt. Es ist einfach unglaublich. Doch hier und da scheint etwas nicht ins Bild zu passen. Aussagen passen nicht. Er belauscht einen Streit zwischen Angestellten. Passagieren und manchmal auch Betreuuern scheint es nicht immer so gut zu gehen. Aber was ist das los?
Die Idee des Buches hat mich wirklich umgehauen. Der Klappentext las sich wahnsinnig gut. Und auch während er Story merkt man immer wieder, dass der Autor sich Gedanken gemacht hat und eine wirklich gute Geschichte erschaffen wollte.
Aber ...
Der Schriftstil war leider gar nicht meins. Ich hatte immer wieder das Gefühl, zwischen den Sichtweisen zu wechseln. Mal aus Sicht einer Dritten Person, mal aus Pascals Sicht, dann aus Lisas Sicht und gegen Ende auch noch Marias Sicht. Aber dieder Wechsel kam immer plötzlich und hörte eben so plötzlich wieder auf. Erst dritte Person, dann vier Sätze Pascal, dann wieder dritte Person. Im Verlaufe der Story habe ich das immer mehr wahrgenommen und als immer störender empfungen.
Mit den Charakteren bin ich auch nicht ganz warm geworden. Im Grunde erfährt man nicht viel über die Charaktere. Man lernt sie in den aktuellen Gegebenheiten kennen, ein ganz kleines bisschen über die Vergangenheit, aber im Großen und ganzen waren sie mir zu durchsichtig. Auch fehlte mir etwas die Stärke der Personen. In so einer sehr heftigen Situation hätte ich doch damit gerechnet, dass Pascal empathischer ist, seine Situation mehr hinterfragt, wütender ist. Statt dessen hat er alles einfach ein Stück weit hingenommen und ab und an mal geweint.
Wie oben schon geschrieben, ist die Idee der Story einfach super. Das Thema ist wahnsinnig heftig und sollte einen eigentlich stärker mitnehmen. Leider war die Umsetzung aber eher unfertig.
Über die Hälfte des Buches war ein world building. Welches sehr gut und durchdacht war, aber einfach viel zu lang. Wir haben das Schiff unglaublich ausschweifend kennen gelernt. Haben die Charaktere beim Erkunden begleitet und hier und da in Pascals eher langhweilige Gedanken gehört. Die Hinweise, dass etwas nicht stimmen kann, waren eher überschaubar. Pascal hat sie auch kaum in Frage gestellt. Alles ist also quasi vor sich hin geplätschert.
Dann beginnt der zweite Teil der Geschichte. Hier kommen wir endlich zur Sache, aber im Grunde lief das Ganze auch nur wie ein Film ab. Es kamen keine Emotionen rüber, Pascal hat sich nicht wesentlich entwickelt. Es ging zwar knall auf knall, aber hier hätte rundherum mehr passieren müssen.
Das Tablet in der Brennerei war ein Geniestreich, der mir unglaublich gut gefallen hat. Auf dieser Basis hätte von mir aus gern das ganze Buch ablaufen dürfen.
Alles in allem kann ich leider nur 2,5 Sterne vergeben, da ich mit dem Buch überhaupt nicht warm geworden bin und mir einfach zu viel fehlte.
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