"Der Sturm" von William Shakespeare. Die Beherrschung von Mensch und Natur und die Idee des "natürlichen" Menschen zu Beginn des 17. Jahrhunderts Eine literaturwissenschaftliche Diskursanalyse
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
07.06.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
458 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346656766
Nach einer postkolonialen Lesart des Stücks entwirft Shakespeare mit der Insel, auf der die Handlung stattfindet, quasi eine modellhafte Kolonie und mit den Figuren, die diese Insel bevölkern, die Prototypen des technologisch wie vermeintlich moralisch überlegenen Imperialisten, Prospero, und des dämonisierten, unverbesserlichen "Wilden" Caliban, der aufgrund seiner "barbarischen" Qualitäten naturgemäß nichts anderes sein kann als ein Sklave.
Mit dem für die Handlung zentralen Figurenverhältnis Prospero-Caliban greift Shakespeare einen Diskurs seiner Epoche auf, der "durch die zeitgenössische Faszination für die neue Welt, durch die Abenteuer der Entdecker und Kolonisatoren" angeregt wurde. Geprägt von diesem geschichtlichen Kontext schreibt Shakespeare sein Drama "Der Sturm", dessen Charaktere in ihren Figurenreden aus verschiedenen Perspektiven zu den Diskursen ihrer Zeit Stellung beziehen: Zu dem historisch neuen Phänomen der Kolonisation der "Schönen neuen Welt" und den "Wilden", die dort anzutreffen sind.
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