Niemand sah ihn, den dunklen Nebel, der auf mir lag.
Gebrochen und verletzt in jungen Jahren.
Trauma, Selbstzweifel, mit Füßen getreten und zerstört im Inneren.
Die Rettung oder das Bekenntnis zur Dunkelheit?
Angst vor mir selbst, der Andersartigkeit, gespickt mit Selbsthass.
Gekämpft und doch gefallen im tiefen Sumpf, der alles wieder hervorholte –
Schmerz, Pein, Albträume, Erinnerungen.
Für was? Für das Leben.
Immer im Nebel verborgen und doch eine Zeitspanne
beschützt und geliebt –
Bis die Zeiger der Uhr stillstanden.
Müde vom Kämpfen.
Müde von der Last der Gefühle und Erinnerungen.
Müde von der Angst, entdeckt zu werden – zeige ich MICH.
Empohlen ab 18 Jahren
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Die Autobiografie "Die Melodie der Steine" von Regine Sonnleitner lässt sich nicht wie üblich rezensieren, ich maße es mir nicht an, den Aufbau, die Charaktere, den Spannungsbogen zu beurteilen. Es ist ein sehr persönliches Buch, die Geschichte einer starken Frau, die alle Höhen und Tiefen des Lebens durchlaufen hat, oft am Rande des Zerbrechens.
Das Leben hat ihr Steine, ja, zuweilen Felsen hingeworfen, scheinbar unüberwindbar. Die Autorin hat mit diesen Steinen Mauern gebaut, die schützen, aber auch einsam machen. Irgendwann stellt sie fest, dass sie das nicht ist, nicht sein will. Sie hört die Steine "singen", erkennt, dass es mehr gibt, als dieses Eingemauertsein.
Regine Sonnleitner schildert ein Leben mit allen Facetten, Abschnitte, die betroffen und traurig machen, auch solche, bei denen in der Gesellschaft eher weggeschaut wird. Es ist ein Kaleidoskop, das zuweilen bunt aufblitzt, dann aber wieder im Grau versinkt. Mit ungeheurer Willenskraft und Mut gelingt es ihr, dieses Grau immer wieder farbig zu gestalten. Immer wieder zu ihren Steinen zu stehen, zu sich selbst. "Jeder einzelne Stein bin ich und es ist meine Melodie", sagt sie. Eine starke Symbolik, die Hoffnung spendet.
Sie findet ihren Herzensmenschen, durchlebt mit ihm Höhen und Tiefen. Muss letztlich mit dem Verlust fertig werden.
Regine Sonnleitner ist eine Frau, die vor den Steinen in ihrem Leben nicht Halt gemacht, sie auch nicht umgangen hat. Sie hat die Mauern eingerissen, in einem langen Weg zu sich gefunden, Verletzungen nicht zugepflastert, sondern auch die Narben akzeptiert.
"Die Melodie der Steine" hat mich sehr berührt, es ist ein eindringlich geschriebenes Buch, ehrlich und mitreißend. Es hat mich lächeln, aber auch weinen lassen.
Fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung, wenn man im Leben nicht wegschaut, sondern sich mit anderen und auch mit sich selbst tiefer auseinandersetzt.
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