Ellis erbt das Haus ihrer Oma im Westerwald mit dem geliebten alten Kirschbaum im Garten. Sie kehrt in das Dorf zurück, in dem sie aufgewachsen ist, nicht ahnend, dass dies ihr bisheriges Leben gehörig auf den Kopf stellen wird: Alte Fotos enthüllen ein lang gehütetes Familiengeheimnis und bringen nach und nach sicher geglaubte Tatsachen ins Wanken. Begegnungen mit Nachbar Alfons lassen weitere vermeintliche Gewissheiten bröckeln. Und dann ist da auch noch ihr ehemaliger Schulfreund Carsten. Seine Anwesenheit verwirrt Ellis zusätzlich und lässt sie allmählich erkennen, dass es manchmal durchaus eine Rolle spielen kann, von welcher Seite des Kirschbaums aus man die Welt betrachtet.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Buchkathi
5/5
14.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Liebesroman mit zuerst dem Falschen und dann dem Richtigen
Der Roman Links vom Kirschbaum von Marit Schalk ist nicht nur irgendein Liebesroman, sondern thematisiert den Umgang mit Fehlgeburten und wie falsch man damit umgehen kann. Ein besonderes Buch, was auf manchmal bedrückende Weise erzählt, wie einseitig manche Menschen Beziehungen verstehen.
Ellis lebt in einer mehr oder weniger glücklichen Beziehung mit ihrem Mann Sebastian. Er Pfarrer – sie die Pfarrersfrau, die die Gemeindeaufgaben übernimmt, Treffen organisiert und, wie man so schön sagt, den Laden am Laufen hält.
Doch Ellis beginnt mehr und mehr zu sehen, dass sie in dieser Beziehung nicht mehr zufrieden ist, auch wenn Sebastian in einzelnen Momenten das Schöne des Anfangs durch gemeinsame Ausflüge wieder aufbringen will. Im Alltag jedoch ist er viel zu sehr mit sich beschäftigt und lässt sich alles Lästige von seiner Frau abnehmen. Als dann Ellis Großmutter verstirbt und sich Ellis die Frage stellen muss, was sie mit deren geliebtem Häuschen im Westerwald machen will, setzt ein Veränderungsprozess in Ellis ein. Dieser wird noch so richtig angefacht, als Ellis nach mehreren Fehlgeburten wieder Schwanger wird und auch dieses Kind verliert.
Mochte man als Leser Sebastian schon am Anfang nicht, so wird er spätestens jetzt zum Inbegriff von allem, was man sich in einer Beziehung nicht wünscht. Er denkt nur an sich und seine Karriere und gibt Ellis mehr oder weniger deutlich zu verstehen, dass sie Schuld daran ist, dass es die Fehlgeburten gab. Mitgefühl – Fehlanzeige.
Doch während Sebastian immer abscheulicher wird, fängt sich Ellis immer mehr. Sie schafft es, ihre Beziehung nicht mehr von innen zu betrachten und sich zu fragen, wie man sie retten kann, sondern sie beginnt an sich zu denken und rettet erst einmal sich selbst. Sie wechselt die Perspektive und sieht ein, dass ihr diese Verbindung nicht guttut und ihr Mann in ihr mehr die gute Angestellte als seine geliebte Frau sieht. Ellis ist dabei gleichzeitig tapfer und mutig, aber auch sehr leidensfähig und man wünscht ihr, dass sie endlich das findet, was sie wirklich verdient: eine gesunde Beziehung mit viel Liebe.
Mir hat der Roman ausgesprochen gut gefallen und ich konnte Ellis nur zu gut verstehen: Niemand mag sich gerne eingestehen, dass etwas kaputt ist, an dem man so lange gehangen hat. Niemand möchte gerne zugeben, dass der eigene Mann nichts für einen tut und erst recht möchte sich niemand eingestehen, dass er dem Gegenüber mehr oder weniger egal ist. Trotzdem findet sie die Kraft, sich selbst aus dieser Lage zu befreien und wird dafür mit einer echten Liebe belohnt.
Ein tolles Buch, dass ich gerne weiterempfehlen möchte.
labelloprincess
5/5
03.08.2022
Buch (Taschenbuch)
tolle Entwicklung einer starken Protagonistin
Das Cover ist wunderschön. Die Schriftart und die Farben wirkten in Kombination mit den Motiven richtig ländlich, gemütlich. Einfach zum Verlieben.
Der Schreibstil ist so angenehm, zauberhaft und ruhig zu lesen. Obwohl manche Themen traurig sind, lässt es sich trotzdem schön flüssig lesen, wie ein dahinplätschernder Bach. Ich mag das total gerne.
Ellis mag ich sooo gerne und zum Glück hat sie eine tolle Freundin wie Dagmar. Sebastian ist das allerletzte, aber Ellis redet sich das eine viel zu lange Zeit schön. Zu Lou muss ich ja wohl gar nichts sagen, einfach nur grauenhaft die Frau!
Als Ellis sich dazu entscheidet, Sebastian und die Stadt hinter ihr zulassen und ins kleine Häuschen einzuziehen, war ich sehr erleichtert. Dort wartet ihr Nachbar Carsten, mit dem sie so ihre Differenzen hat. Manchmal interpretiert Ellis zu viel in Carsten Handlungen, da sie annimmt, er macht alles nur um sie zu ärgern. Aber auch diese Ansichtsweisen ändern sich. Ich war so von der Geschichte eingenommen, dass ich das Buch nur sehr schwer beiseitelegen konnte.
In das kleine Häuschen, das Dorf und den Kirchbaum habe ich mich sowieso sofort verliebt. Ich vergebe für das Wohlfühlbuch gerne 5 von 5 Sterne.
Bewertung
aus Freudenberg
5/5
11.07.2022
Buch (Taschenbuch)
wunderschöne Geschichte
Klapptext:
Ellis erbt das Haus ihrer Oma mit dem alten Kirschbaum im Garten und kehrt in das kleine Dorf im Westerwald zurück, in dem sie aufgewachsen ist, nicht ahnend, dass dies ihr bisheriges Leben gehörig auf den Kopf stellen wird:
Alte Fotos enthüllen ein lang gehütetes Familiengeheimnis und bringen nach und nach sicher geglaubte Tatsachen ins Wanken. Begegnungen mit Nachbar Alfons lassen weitere vermeintliche Gewissheiten bröckeln. Und dann ist da auf der anderen Seite des Kirschbaums auch noch ihr ehemaliger Schulfreund Carsten. Seine Anwesenheit verwirrt Ellis zusätzlich und lässt sie am Ende erkennen, dass es manchmal eine entscheidende Rolle spielt, von welcher Seite des Kirschbaums man die Welt betrachtet
Meine Meinung:
Ich hatte große Erwartungen an diesen Roman und ich wurde nicht enttäuscht.Die Autorin hat mich mit dieser Lektüre sofort in den Bann gezogen.
Ich lernte die Pastorinfrau Ellis kennen und ging mit ihr in das Dorf Erzert.Natürlich begleitete ich sie eine Weile und erlebte dabei viele interessante Momente.
Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.
Die Geschichte wurde aus Sichtweise von Ellis geschrieben.Das hat mir sehr gut gefallen.So konnte ich mich in sie hinein versetzen und sie verstehen.Mait Schalk hat hier wirklich einen wunderschönen und bezaubernden Roman erschaffen.In mir war Kopfkino.Vor meinen Augen sah ich das Dorf,die Einwohner,die Wiesen und Felder und natürlich Ellis.
Die Protagonisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders sympatisch fand ich Ellis und habe sie gleich in mein Herz geschlossen.Aber auch alle anderen Personen waren interessant.
Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich meist mitten im Geschehen dabei.Die Autorin hat es hervorragend verstanden Gefühle und Emotionen zum Ausdruck zu bringen.Vieles in dieser Geschichte hat mich sehr berührt und bewegt.Es gab Familiengeheimnisse die entdeckt wurden,alte Freundschaften wurden wieder gefunden und neue sind hinzu gekommen.Auch die Liebe und Romantik wurde nicht vergessen.Ellis beginnt über ihr Leben nachzudenken und kommt zu dem Entschluss einen Neubeginn zu wagen.Und bei allem durfte ich hautnah dabei sein.Sorgen,Ängste,Verzweiflung,Höhen,Tiefen und auch die Liebe liesen Ellis reifer,mutiger und stärker werden.Durch die sehr einfühlsame und bewegende Erzählweise wurde ich förmlich in diese Geschichte hinein gezogen.Ich habe einfach nur mitgelitten,mitgefühlt und mitgebangt.Die Handlung blieb durchweg sehr interessant.Zu keiner Zeit wurde mir langweilig.Ich nahm am Dorfleben teil und für einige Zeit lebte ich in meiner eigenen Welt.Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt.Ich hätte noch ewig weiterlesen können.Den Abschluss fand ich sehr gelungen.
Das Cover ist einfach wunderschön.Schon beim ersten Anblick bekommt man Lust zum lesen.Für mich rundet es das brillante Werk ab.
Ich hatte viele lesenswerte Stunden mit dieser Lektüre.Natürlich vergebe ich glatte 5 Sterne-.
Bewertung
5/5
17.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Emotionales Familiengeheimnis
Ellis erbt das Haus ihrer Oma und geht zurück in ihr Heimatdorf im Westerwald. Ihr Leben ändert sich schlagartig, denn ein altes Familiengeheimnis kommt langsam ans Licht. Ellis erfährt immer mehr und steigt in die Tiefen der Vergangenheit...
Ich habe dieses Buch sehr geliebt! Ellis ist mir von Anfang an sympathisch. Ich habe mit ihr gelitten, was sie in ihrer Ehe alles mitmachen musste. Und war so froh, als sie den unerhofften Neuanfang gewagt hat. Der flüssige Schreibstil und die Spannung um das Familiengeheimnis machen das Buch zu einem großen Leseerlebnis. Das Buch hat mich emotional sehr mitgerissen, ich werde die wunderbare Geschichte nicht so schnell vergessen.
Martina/Martl66
5/5
12.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Es ist nie zu spät, neue Wege einzuschlagen.
Zum Buch:
Ellis ist eigentlich Schneiderin von Beruf, arbeitet aber stattdessen unentgeltlich für die Kirchengemeinden ihres Mannes Sebastian in Bonn. Er ist Pfarrer und ziemlich engstirnig, was der Ehe nicht gut tut. Zudem ist ihre Schwiegermutter eine ziemlich dominante Person, die sich ständig in die Ehe einmischt. Alles zusammen nimmt Ellis jegliches Selbstbewusstsein.
Als sie ganz unerwartet das Haus ihrer verstorbenen Oma im Westerwald erbt, ahnt sie noch nicht, dass das Erbe ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt.
Mein Fazit:
Eine wunderbare Geschichte, die einem zeigt, dass man manchmal einfach den Mut aufbringen muss um sein Leben in eine andere Richtung zu bewegen.
Ich bin absolut begeistert und vergebe deshalb 5 Sterne und eine absolute Kaufempfehlung.
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