Die Freundinnen Nina und Franziska wohnen im selben Haus am Weinheimer Marktplatz. Aus einer Sektlaune heraus gründen sie mit vier anderen Frauen den Klub der Spinnerinnen – jede von ihnen hat eine spezielle Macke. Als Nina ihre Handtasche verliert, beginnt die verhängnisvolle Bekanntschaft mit Andreas Haase. Er begnügt sich nicht mit dem üblichen Finderlohn, er möchte mehr. Die Solidarität ihrer Busenfreundin ist gefragt.
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Bewertung
5/5
15.12.2022
Hörbuch-Download (MP3)
Tea Time
Ich kenne einige Bücher von Ingrid Noll, allerdings immer selbst gelesen, „Tea Time“ ist mein erstes Hörbuch der Autorin. Anna König liest die herrlich-idyllisch anmutende Geschichte mit Schauplätzen in Weinheim und Mannheim in knapp über 6 Stunden ganz bezaubernd vor.
Nina und Franziska mit ihren komischen Macken und ihren Spinnerfreundinnen Eva, Corinna, Jelena und Heide sind kein normaler Mädelsclub oder Klatschrunde - es ist immer etwas los und das liegt nicht nur am plötzlich aufgetauchten Hasen… Man erfährt einiges über Pflanzen im Allgemeinen und Giftpflanzen im Besonderen, bekommt gute Ratschläge in allen Lebenslagen aus alten Büchern; dazu eine Mini-Stadtführung in Weinheim und Umgebung.
Zum Inhalt möchte ich nichts verraten, nur so viel: Was eine gute Tasse Tee alles anrichten kann! Man wird bestens unterhalten, von mir gibt es 5 Sterne und eine Hörempfehlung. Spannend, dass zwei Menschen mit einer ähnlichen Macke aufeinandertreffen und sich zusammen pudelwohl fühlen.
hasirasi2
aus Dresden
5/5
18.11.2022
Hörbuch-Download (MP3)
Totgesagte leben länger
Nina und Franziska wohnen im gleichen Fachwerkhaus am Weinheimer Markt, sind um die 30 und Single – und haben so ihre Macken. Nina kann z.B. nur einschlafen, wenn sie sich in ihre Bettdecke einwickelt wie in einen Kokon, außerdem fotografiert sie mickrige Pflänzchen am Wegesrand. Franziska hat Platzangst und kämmt sämtliche, auch fremde, Fransen an Teppichen, Schals und Tüchern. Auch ihre Freundinnen haben komische Eigenheiten. Corinna beobachtet fremde Menschen durch die Fenster, um an deren Leben teilzunehmen, und wenn die nicht da sind, geht sie auch schon mal in die Häuser, nur um zu gucken. Und Jelena ist überzeugt, dass sie aus Wolkenformationen die Zukunft voraussagen kann. Aus einer Sektlaune heraus gründen sie mit 2 weiteren Frauen den Club der Spinnerrinnen. Bei einem gemeinsamen Ausflug verliert Nina ihre Handtasche und bekommt später einen Anruf von einem Unbekannten, dass sie diese bei ihm in Wiesbaden abholen soll. Leider macht Andreas Hase keinen guten Eindruck. Seine Wohnung ist verdreckt und er sieht aus wie ein asozialer Säufer. Als er dann nicht den üblichen Finderlohn erwartet, sondern ihr auf die Pelle rückt, muss Franzi helfen ...
Ich liebe die Bücher von Ingrid Noll, weil in ihnen immer mindesten einer stirbt, der es echt verdient hat – meist nicht mal geplant, sondern durch ein Versehen oder einen Unfall. Andreas Hase hätte es z.B. verdient, er ist sehr aufdringlich und nervig, taucht wie ein Stehaufmännchen ständig bei Nina auf und stellt Forderungen, dabei freundet sie sich doch gerade mit ihrem Nachbarn Yves an, der in seiner Skurrilität gut zu ihr passen würde und sehr hilfsbereit ist …
Nina und ihre Freundinne haben herrlich schräge Marotten und sind trotzdem irgendwie normal. Allerdings sollte man es sich nicht mit ihnen verscherzen, denn insgeheim träumen sie davon, störende Elemente aus ihrem Leben zu entfernen (wie die renitente Schwiegermutter oder den inzwischen überflüssigen Ehemann) und haben zum Teil auch schon recht konkrete Pläne. Aber zum Glück ist es dann doch ein Unterschied, davon nur zu träumen oder wirklich etwas zu unternehmen. Trotzdem fiebert man beim Hören die ganze Zeit mit, ob und wenn ja welcher ungeliebte Mensch wie über die Klinge springt und ob die Damen dann damit davonkommen. Ich habe mich auf jeden Fall wieder bestens amüsiert und mit den Mädels und ihren „Opfern“ mitgezittert.
Dank der Sprecherin Anna König, welche die unterschiedlichen Charaktere sehr gut in Szene gesetzt hat, war es wieder ein großartiges Hörvergnügen.
hasirasi2
aus Dresden
5/5
18.11.2022
Hörbuch-Download (MP3)
Totgesagte leben länger Nina…
Totgesagte leben länger Nina und Franziska wohnen im gleichen Fachwerkhaus am Weinheimer Markt, sind um die 30 und Single – und haben so ihre Macken. Nina kann z.B. nur einschlafen, wenn sie sich in ihre Bettdecke einwickelt wie in einen Kokon, außerdem fotografiert sie mickrige Pflänzchen am Wegesrand. Franziska hat Platzangst und kämmt sämtliche, auch fremde, Fransen an Teppichen, Schals und Tüchern. Auch ihre Freundinnen haben komische Eigenheiten. Corinna beobachtet fremde Menschen durch die Fenster, um an deren Leben teilzunehmen, und wenn die nicht da sind, geht sie auch schon mal in die Häuser, nur um zu gucken. Und Jelena ist überzeugt, dass sie aus Wolkenformationen die Zukunft voraussagen kann. Aus einer Sektlaune heraus gründen sie mit 2 weiteren Frauen den Club der Spinnerrinnen. Bei einem gemeinsamen Ausflug verliert Nina ihre Handtasche und bekommt später einen Anruf von einem Unbekannten, dass sie diese bei ihm in Wiesbaden abholen soll. Leider macht Andreas Hase keinen guten Eindruck. Seine Wohnung ist verdreckt und er sieht aus wie ein asozialer Säufer. Als er dann nicht den üblichen Finderlohn erwartet, sondern ihr auf die Pelle rückt, muss Franzi helfen ... Ich liebe die Bücher von Ingrid Noll, weil in ihnen immer mindesten einer stirbt, der es echt verdient hat – meist nicht mal geplant, sondern durch ein Versehen oder einen Unfall. Andreas Hase hätte es z.B. verdient, er ist sehr aufdringlich und nervig, taucht wie ein Stehaufmännchen ständig bei Nina auf und stellt Forderungen, dabei freundet sie sich doch gerade mit ihrem Nachbarn Yves an, der in seiner Skurrilität gut zu ihr passen würde und sehr hilfsbereit ist … Nina und ihre Freundinne haben herrlich schräge Marotten und sind trotzdem irgendwie normal. Allerdings sollte man es sich nicht mit ihnen verscherzen, denn insgeheim träumen sie davon, störende Elemente aus ihrem Leben zu entfernen (wie die renitente Schwiegermutter oder den inzwischen überflüssigen Ehemann) und haben zum Teil auch schon recht konkrete Pläne. Aber zum Glück ist es dann doch ein Unterschied, davon nur zu träumen oder wirklich etwas zu unternehmen. Trotzdem fiebert man beim Hören die ganze Zeit mit, ob und wenn ja welcher ungeliebte Mensch wie über die Klinge springt und ob die Damen dann damit davonkommen. Ich habe mich auf jeden Fall wieder bestens amüsiert und mit den Mädels und ihren „Opfern“ mitgezittert. Dank der Sprecherin Anna König, welche die unterschiedlichen Charaktere sehr gut in Szene gesetzt hat, war es wieder ein großartiges Hörvergnügen.
sommerlese
5/5
17.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schwarzer Humor vom Feinsten!
Ingrid Nolls Krimi Tea Time erscheint im Diogenes Verlag.
Nina und Franzi sind beste Freundinnen, wohnen sogar im selben Haus in Weinheim und reden gerne über ihre besonderen Macken. Zum gemeinsamen Austausch gründen sie den Klub der Spinnerinnen. Als Nina ihre Handtasche verliert und der arbeitslose Alkoholiker Andreas Haase in ihr Leben tritt, beginnt eine Reihe von verhängnisvollen Aktionen, bei der die Klubmitglieder sich gegenseitig unterstützen.
Auf diesen Ingrid Noll Krimi habe ich mich sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Die Autorin führt uns ein besonderes Charakterspiel vor Augen, bei dem man immer wieder schmunzeln kann. Ihre Reige von Frauen ist mit speziellen Macken ausgestattet und eigentlich wollen sie nur ein zufriedenes Leben führen. Doch dabei stören manchmal ihre Männer und so möchte die ein oder andere Frau ihnen mal einen boshaften Schreck einjagen.
Die Frauen vom "Club der Spinnerinnen" nehmen es mit den Schicksalen der männlichen Zunft nicht so ernst und wenn es für das eigene Leben von Vorteil ist, wird schon mal der ein oder andere Mann aus dem Weg geschafft. Jede der sympathischen Freundinnen hat einen speziellen "Spleen" und ihre eigene skurrile Lebensgeschichte. Sie treffen sich zum Austausch, trinken ihren Tee und erzählen sich Dinge aus ihrem Leben, die nicht ganz rund laufen. Das sorgt für unterhaltsame, kurzweilige Szenen, die sich am Ende zu einem logischen Ganzen verknüpfen.
Zwischendurch hängt der Spannungsbogen etwas durch, die unerwarteten Zufälle, Lebensumstände und Ereignisse brauchen allerdings auch einfach Raum zum Entstehen und es ist immer wieder überraschend, wie geschickt Ingrid Noll hier die speziellen Vorkommnisse mit den entsprechenden Männern miteinander verwebt, sodass die Frauen allesamt am Ende Dreck am Stecken haben und sie sich auch "der Club der Rächerinnen" nennen könnten.
Eine unterhaltsame Geschichte mit skurrilen und erbarmungslosen Frauenfiguren, die nicht von Grund auf schlecht sind, sondern nur in einen Strudel von verhängnisvollen Vorgängen geraten und so manche List ersinnen, um unbescholten aus der Sache heraus zu kommen.
"Tea Time" ist wieder ein richtig unterhaltsames Krimi-Kunstwerk. Wer schwarzen Humor liebt, ist mit dem Buch bestens bedient!
Barbara T.
aus Hagen i.Bremischen
5/5
30.06.2023
eBook (ePUB 3)
Ein Krimi der besonderen Art…
Ein Krimi der besonderen Art Nina und Franzi sind beste Freundinnen, wohnen sogar im selben Haus in Weinheim. Sie verbringen viel Zeit miteinander und reden gerne bei einem Glas Wein über ihre besonderen Marotten. So entstand die Idee mit der Gründung des Klubs der Spinnerinnen, in dem „originelle und lustige kleine Macken sollten als Voraussetzung für die Mitgliedschaft gelten.“ (15) Vier weiteren Freundinnen erfüllten diese Voraussetzungen und wurden im Klub aufgenommen. Die unbeschwerte Atmosphäre des zum Teil verrückten Alltags der Klubschwestern wurde bald mit einem unerfreulichen Ereignis betrübt. Nina verlor ihre Handtasche, die vom arbeitslosen Alkoholiker Andreas Haase gefunden wurde. Für die Rückgabe der Tasche stellt er Nina Bedingungen, die sie nicht erfüllen kann. Doch Nina kann sich in jeder Situation auf ihre Freunde verlassen. Dies ist mein erstes Buch von Ingrid Noll und ich bin von dem Roman begeistert. Sehr ansprechend fand ich den Schreibstil der Autorin. Ich hatte das Gefühl der Apothekerin Nina, die diese Geschichte erzählt, zuzuhören und an den von ihr geschilderten Aktivitäten teilnehmen zu können. Manches klingt zuerst unvorstellbar, fast überspannt, aber mit einer Prise des schwarzen Humors fein gewürzt, wirkt es zum Schluss doch glaubhaft. Auch wenn der Titel „Tea Time“ so angenehm gemütlich klingt, handelt es sich hier um einen Krimi, denn es gibt hier auch Leichen und potenzielle Täterinnen. Es ist aber ein ungewöhnlicher Kriminalroman, in dem die Untaten (fast) unbeabsichtigt oder unbewusst passieren, die Protagonisten durchaus sympathisch erscheinen und die komischen Situationen oft ein Lachen hervorrufen. „Tea Time“ würde ich jedem Leser, der eine gute Unterhaltung zu schätzen weiß, wärmstens empfehlen.
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5/5
11.01.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Club der Spinnerinnen
Ingrid Noll hat mich wieder mit ihrem besonderen Humor überzeugt. Man darf hier keine großartige Spannung und keine rasante Geschichte erwarten, doch der Roman lebt durch den besonderen Schreibstil und die Szenerie, in welche die Damen aus dem "Club der Spinnerinnen" hineingeraten. Dabei kommen zufälligerweise immer Männer zu Tode, die den Frauen irgendwie im Wege standen. Ab und zu ein paar Skrupel, manchmal ein schlechtes Gewissen und dann geht es mit den "Todesfällen" ähnlich weiter. Die Charaktere sind sehr sympathisch, wobei alle Mitglieder des Clubs verschiedene Spleens und Macken haben, skurrile Lebensgeschichten vorweisen können und mit einem besonderen Humor ausgestattet sind. Für Liebhaber des schwarzen Humor besonders lesenswert!
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5/5
15.12.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kurzweilig, böse, witzig.. Mir...
Kurzweilig, böse, witzig.. Mir fallen einige Worte ein, um Nolls neuen Roman zu beschreiben. Der Frauenclub um Nina war mir sehr sympathisch und ich hatte ein großes Vergnügen beim Lesen. Die Frauen stehen für sich ein und verteidigen sich. Großartig und liebenswert schrullig!
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5/5
14.11.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Flottes Krimi-Kunstwerk
Deutschlands angesehene Grande Dame des Krimis gründet in ihrem 17. Band den 'Club der Spinnerinnen'. Wären Sie da gerne Mitglied? Dann müssen Sie über außergewöhnliche Macken und Spleens verfügen, eine Antenne für schwarzen Humor besitzen und subtiles Agieren mögen. 'Tea Time' ist kein klassischer Krimi, aber ein echter Noll - ein richtig unterhaltsames Krimi-Kunstwerk. Die schrulligen Gründerdamen Nina und Franzi kommen ebenso wie die anderen sympathisch daher. Die Charakterspiele sind überzeugend und laden immer wieder zum Schmunzeln ein. Denn die 'männermordenden' Frauen haben nicht nur Spleens, sondern sie sind komisch und erbarmungslos. Irgendwie wartet man bei der amüsanten Lektüre auf ein überraschendes Finale. Und bis dahin geschieht tatsächlich so einiges.
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5/5
30.10.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
5 Sterne, ich bin total begeistert....
5 Sterne, ich bin total begeistert. Eine der besten Ingrid Noll. Wie immer kleine Details, Zufälle, Dinge, die im Vorübergehen geschehen zusammengeführt zu einem tollen Roman. Klasse, Klasse....
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4/5
13.01.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sie schreibt wie eine Lady. Dieser...
Sie schreibt wie eine Lady. Dieser Roman wirkt stellenweise doch sehr aus der Zeit gefallen, kein junger Mensch in seinen zwanzigern spricht so wie diese Charaktere. Vielleicht gerade deswegen erfrischend anders. Ausserdem ist das Cover wirklich einmalig schön. :)
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