Ob Diagnostik oder Therapie – KANSKIs Klinische Ophthalmologie stellt die verschiedenen Augenerkrankungen klar und praxisgerecht dar und vermittelt Ihnen das gesamte Know-how. Anatomisch gegliedert und systematisch strukturiert mit hochwertigen klinischen Fotos und detaillierten Schemazeichnungen zu Anatomie und Physiologie. Dazu prägnante Texte, Tabellen und Merkekästen. Das alles hilft Ihnen beim Verstehen und Einprägen der Inhalte. Neu in der 9. Auflage: Komplett überarbeitet und auf den aktuellen Stand der Wissenschaft gebracht Aktualisierung wichtiger Themen wie z.B. Makulaerkrankungen Stärkerer Fokus auf praktische Untersuchungen und Untersuchungsmanagement Mehr als 900 neue Abbildungen Ob erfahrende/r Augenärztin/-arzt oder Ärztin/Arzt in der Weiterbildung - mit KANSKIs Klinische Ophthalmologie sind Sie auf der sicheren Seite! Denn der „Kanski" ist DAS Standardwerk der Augenheilkunde. Seit rund 30 Jahren ein weltweiter Bestseller! Das Buch eignet sich für: Weiterbildungsassistent*innen und Fachärzt*innen Augenheilkunde Allgemeinmediziner*innen
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Kanski’s klinische Ophthalmologie wird völlig berechtigt als DAS Standardwerk der Augenheilkunde bezeichnet. Es umfasst in sinnvoller Gliederung alle Gebiete der Augenheilkunde inklusive seltenerer Erkrankungen. Die Kapitel sind durch ein Farbregister am Seitenrand leicht abgrenzbar. Jedem ist noch einmal eine Gliederung mit allen Unterkapiteln vorgelagert, was die Orientierung innerhalb erleichtert. Sehr gut ist auch das 33-seitige Suchwortregister, mithilfe dessen man einfach findet, was man sucht. Alle Kapitel, bei denen dies sinnvoll ist, beginnen mit einer kurzen Einleitung zum behandelten Augenabschnitt oder -erkrankung. Diese ist so gestaltet, dass alles Wichtige nochmal angesprochen wird, was notwendig ist, um das Folgende zu verstehen. Anatomie und Physiologie kurz und knackig, sodass vorhandenes Wissen wieder abgerufen wird und man merkt, wo man eventuell noch einmal etwas wiederholen sollte.
Das Buch ist für den erfahrenen Leser gestaltet in der Hinsicht, dass Fachbegriffe der Dermatologie und Augenheilkunde sehr rege eingesetzt werden, oft jedoch nicht bei ihrem ersten Einsatz erläutert werden, sondern wenn dann an späterer Stelle. Daher braucht man als unerfahrener Leser, wenn man das Buch von vorne nach hinten liest, eine zusätzliche Möglichkeit Fachbegriffe nachschlagen zu können. Dies ist bei einem Expertenbuch wohl nicht als Mangel zu werten, aber es wäre schön, wenn dies in der 10. Auflage geändert würde. Zum Nachschlagen von Abkürzungen gibt es praktischerweise ein dem Buch vorangestelltes Abkürzungsverzeichnis.
An der Übersetzung des Buches waren insgesamt 11 Spezialistinnen und Spezialisten der jeweiligen Themenbereiche beteiligt. Die unterschiedliche Übersetzungsqualität ist sehr auffällig, wohingegen die einheitliche Nomenklatur und Vernetzung der Kapitel untereinander vom Koordinator gut überwacht wurde. In einigen Kapiteln kommt es durchaus vor, dass Sätze unvollständig sind oder maschinenübersetzt wirken (z.B. Kapitel 4), was zwar zu Stolpern beim Lesen, aber nicht zu Verständnisproblemen führt. Dem entgegenzusetzen und als überausgleichender Pluspunkt zu werten sind die in einigen anderen Kapiteln (z.B. 13 und 18) zu findenden „Hinweise der Übersetzerin / des Übersetzers“ auf in Deutschland von der amerikanischen Meinung oder Vorgehensweise abweichende Punkte, Konkretisierungen, Errata-Anmerkungen oder Aktualisierungen aus den drei Jahren zwischen Erstveröffentlichung und Übersetzung.
Toll sind auch die vielen Bilder und Zeichnungen aus allen Bereichen (2,75/Seite), was das Verständnis deutlich erleichtert. Mit den Bildverläufen zu Operationen und Untersuchungstechniken lassen sich diese gut vor- oder nachbereiten. Ähnliche Erscheinungsbilder unterschiedlicher Erkrankungen sind zum differentialdiagnostischen Vergleich großzügig nebeneinander dargestellt. Auch gut diagnostizierbare CT- und MRT-Aufnahmen, sowie histologische Präparate finden sich bei allen üblicherweise so mitbeurteilten Erkrankungen und sind genau im richtigen Umfang beschrieben. Lediglich der schnelleren Erkenntnis zuträgliche Pfeile oder Markierungen sucht man in den Präparaten und „Maschinenbildern“ vergeblich; wie im echten Klinikalltag. Dies hat auf die Dauer meist den Vorteil, dass das eigene Auge für diese Suchspiele trainiert wird.
Immer wieder finden sich hilfreiche (Praxis-)Tipps-Kästen, um besonders wichtige oder besonders eindrückliche Eigenschaften von Krankheiten, sowie Anfängerfehler und Expertentipps bei Operationen hervorzuheben. Auch zusammenfassende Tabellen sind vorhanden, genau in dem Maße wie ich es mir wünsche. Man muss schließlich nicht alles nochmal in Tabellenform darstellen.
FAZIT: Dieses tiefgreifende Werk ist verständlicherweise weniger geeignet für das Studium vor dem 2. Staatsexamen, außer man ist sehr interessiert an der Augenheilkunde und/ oder sich ziemlich sicher, dass man in diese Richtung gehen möchte. Für das PJ hingegen ist es durch die Ausführlichkeit und visuelle Aufbereitung, sowie auch die Beschreibungen gerade der OPs und Untersuchungen perfekt, um den Tag in der Klinik vor- oder nachzubereiten und auf das 3. Staatsexamen zu lernen. Nahezu unverzichtbar wird es dann in der Facharztausbildung, wofür es kein anderes Einzelwerk gibt, das hier mithalten kann.
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