Repräsentation von Menschen mit Einwanderungsgeschichte in den deutschen Leitmedien nach der Flüchtlingskrise
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
08.08.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
569 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346689450
Die Debatte darum, wie Menschen mit Migrationshintergrund in den Medien dargestellt werden, ist nicht erst seit der Flüchtlingskrise Teil des öffentlichen Diskurses. Bereits nach dem zweiten Weltkrieg kamen Themen wie Rassismus und Ausländer:innenfeindlichkeit durch die Migration von Geflüchteten aus Osteuropa in die Medien, zehn Jahre später erneut durch die Einwanderung von ausländischen Arbeitskräften. Über die Jahre wandelte sich der Fokus hin zu Türk:innen, die den größten Teil der ausländischen Einwohner:innen darstellten und Medien sorgten mit der Verbindung von Ausländer:innen und Kriminalität dafür, dass der Eindruck entstand, von ihnen gehe eine besondere Gefahr aus. Spätestens jedoch ab Anfang 2000 wurde Deutschland mit der Einführung der Green Card zum Einwanderungsland und der offensive Rassismus in der Gesellschaft wurde stiller, während sich der institutionelle Rassismus immer stärker durchsetzte.
Durch die Flüchtlingskrise hatte sich der Ton, mit dem über Geflüchtete und Migrant:innen berichtet wurde, allerdings ins (teilweise einseitig) Positive verändert. Der Anfang des Sommers 2015 war geprägt von der Willkommenskultur, in der sich viele Deutsche um ein freundliches und offenes Image für die Geflüchteten bemühten. Doch bereits nach ein paar Monaten kippte die Stimmung und die Forderungen nach Grenzschließungen wurden lauter.
Die Massenmedien nahmen in diesem Prozess eine zentrale Rolle ein: Die Medienberichte fungierten als ein Kontakt zwischen den Minderheiten und Mehrheiten und formten so die öffentliche Meinung über Zuwanderung und Asyl. Dabei ist die Art und Weise der Berichterstattung über ebendiese Minderheiten von hoher Bedeutung, denn Medien hätten "per Gesetz eine integrierende Funktion" (Sickenberger 2018). Doch diese integrierende Funktion beschränkt sich nicht nur auf Medieninhalte, sondern auch auf die Medienproduktion.
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