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Psychologie für Dummies

Aus der Reihe ... für Dummies
1

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Ja

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

24634

Erscheinungsdatum

24.08.2022

Verlag

Wiley-VCH GmbH

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

3867 KB

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783527837847

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Ja

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Family Sharing

Nein

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Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

24634

Erscheinungsdatum

24.08.2022

Verlag

Wiley-VCH GmbH

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

3867 KB

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783527837847

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Ein verständlicher Überblick über die Grundlagen der Psychologie

Raumzeitreisender aus Ahaus am 19.02.2026

Bewertungsnummer: 3051319

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch "Psychologie für Dummies" ist eine wohl strukturierte, für eine breite Leserschaft angelegte, verständliche Einführung in die Grundlagen der Psychologie. Es ist aufgebaut wie ein Fachbuch, inhaltlich aber nicht überfrachtet und damit für Laien geeignet. Es gliedert sich in 8 Teile und 26 Kapitel. Besondere Symbole kennzeichnen wichtige Informationen. Der Einstieg ist in jedem Kapitel möglich. Durch Querverweise sind die Kapitel untereinander vernetzt. Psychologie lässt sich definieren als wissenschaftlich begründete Erforschung von menschlichem Verhalten und von Denkvorgängen. Es ist eine empirische Wissenschaft, wenngleich laut Autor Adam Cash auch zahlreiche Erkenntnisse auf Autoritäten beruhen, auf klinische Forschungen (ohne systematische Untersuchungen) zurückgehen oder Ergebnis theoretischer Überlegungen sind. Damit gibt es Überschneidungen, aber auch signifikante Unterschiede zu den Naturwissenschaften. Die Psychologie kann auf dieser Basis nicht als harte Wissenschaft bezeichnet werden. Autor Cash erklärt die Bedeutung der Biologie für psychologische Erkenntnisse, hierzu gehören insbesondere Gehirn und Nervensystem. Dem Reduktionismus (Reduktion der Psychologie auf die Biologie) steht er kritisch gegenüber. "Sie scheint unseren Wunsch nach einem freien Willen, nach Selbstbestimmtheit und Bewusstsein zu beleidigen." Dem Bewusstsein widmet er ein eigenes Kapitel. "Wir wissen, es ist da, es ist jedoch schwer zu greifen." Es lässt sich durch subjektive Erfahrungen, Beobachtung bewusster Handlungen Dritter und durch elektrische Messungen von Gehirnaktivitäten fassen. Sinneswahrnehmungen haben etwas mit der Aufnahme von (elektromagnetischer, akustischer, thermischer, chemischer, mechanischer) Energie zu tun, wobei die Sinneseindrücke das Rohmaterial und (bewusste) Wahrnehmungen das Endprodukt sind. Wie das Wahrnehmungssystem genau funktioniert (Verbindung Physis und Psyche) weiß man nicht, jedoch haben die Forscher Ordnungsprinzipien erkannt wie z.B. Gruppierung anhand der Gestaltgesetze und Vervollständigung fehlender Informationen. Eine konstruktivistische Sicht wird allgemein favorisiert. Die Grundregeln des Denkens ähneln den Grundregeln von Computern. Es gibt einen Input, einen Speicher, Regeln für die Verarbeitung und einen Output. Ich hätte es begrüßt, wenn der Autor auch die Unterschiede zwischen Gehirn und Computer herausgearbeitet hätte. Diese werden u.a. deutlich, wenn es um Motivation und Emotionen geht. Cash beschreibt die Bedürfnispyramide nach Maslow. Motivation und Gefühle sind eng miteinander verzahnt. Lässt sich Verhalten in Reiz und Reaktion zerlegen, wie Vertreter des Behaviorismus glauben? Autor Cash erläutert klassische Experimente zur Untermauerung dieser Thesen (Klassische Konditionierung nach Pawlow, Thorndikes Katzen, Skinners Ratten). Diese Lehre hatte zum Ziel, die Psychologie zu einer exakten Naturwissenschaft hin zu entwickeln. Cash versäumt es, die Grenzen des Behaviorismus aufzuzeigen. Das Gehirn ist mehr als eine "Blackbox" und Verhalten nicht auf äußere Bedingungen (Input und Output) reduzierbar. Der Einfluss von Gefühlen und Gedanken wird dabei unterschlagen. Auf 100 Seiten führt Autor Cash die Leser in die Grundlagen der Sozialpsychologie ein. Die Arbeiten von Sigmund Freud und die seiner Nachfolger werden erläutert. Hierzu gehören Einführungen in das Unbewusste und in den Machtkampf zwischen Es, Ich und Über-Ich. "Verdrängung", "Projektion" und "Rationalisierung" sind Begriffe, die mit Freud in Verbindung gebracht werden. Cash erläutert kurz die späteren Theorien von Heinz Hartmann, Robert White, Alfred Adler und Erik Erikson. Populär wurde die Persönlichkeitstheorie von Carl Gustav Jung, der neben dem persönlichen Unbewussten das kollektive Unbewusste als Erklärungsansatz bisher nicht erklärbarer Phänomene ins Gespräch brachte. "Sozialpsychologie befasst sich mit den sozialen Ursachen von und den Einflüssen auf unser Verhalten." Cash erläutert die Experimente von Milgram (Thema Gehorsam) und Stanford (Gefangenenexperiment). Die Ergebnisse sind kaum zu glauben. Sie machen deutlich, wie Autorität, Rollenidentifikation und Gruppenzwang wirken können und dienen als mahnende Beispiele dafür, wie schnell Grenzen der Menschlichkeit erreicht werden können. Auf der anderen Seite ist der Mensch altruistisch veranlagt. Hierzu empfehle ich "Der Sinn des Gebens" von Stefan Klein, der dieses Thema ausführlicher beschreibt als Adam Cash. Autor Cash erläutert wichtige psychische Störungen wie Angststörungen, Depression, Schizophrenie und das Posttraumatische Stress-Syndrom. Dabei ist die Frage, was normales Verhalten ist, gar nicht einfach zu beantworten. Paul Watzlawick machte in "Vom Unsinn des Sinns oder Vom Sinn des Unsinns" mangels klarer Definition der Normalität deutlich, dass es in der Psychiatrie unmöglich ist, Pathologien zu definieren. Cash stützt sich auf das Kriterium der Maladaptivität (schlechte Anpassung). Aber auch hier sind weitere Differenzierungen notwendig. Nachdem der Autor Grundzüge der forensischen Psychologie erläutert und der Frage nachgeht, ob es ein "Verbrechensgen" gibt, widmet er sich in 7 Kapiteln den Methoden des Heilens. Hierzu gehören u.a. Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, kognitive Therapie, Gesprächstherapie, Gestalttherapie, existenzielle Therapie und Hypnotherapie. Die positive Psychologie setzt auf die Steigerung des Glücks. Wann der Mensch glücklich ist, ist eine Frage, mit der sich bereits die Philosophen im alten Griechenland beschäftigt haben. Psychologen entwickelten dazu eine Therapie. Das Buch ist mit über 400 Seiten recht umfangreich. Es vermittelt einen guten Überblick über Grundlagen und Methoden der Psychologie, ersetzt aber nicht den Rat von Experten. Das Buch ist für Leser geeignet, die ein überdurchschnittliches Interesse für den Menschen und sein Verhalten aufbringen, aber kein Fachbuch lesen wollen. Autor Adam Cash ist Dozent für Psychologie und Fachmann für forensische Psychologie. Das Buch kann ich empfehlen.

Ein verständlicher Überblick über die Grundlagen der Psychologie

Raumzeitreisender aus Ahaus am 19.02.2026
Bewertungsnummer: 3051319
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch "Psychologie für Dummies" ist eine wohl strukturierte, für eine breite Leserschaft angelegte, verständliche Einführung in die Grundlagen der Psychologie. Es ist aufgebaut wie ein Fachbuch, inhaltlich aber nicht überfrachtet und damit für Laien geeignet. Es gliedert sich in 8 Teile und 26 Kapitel. Besondere Symbole kennzeichnen wichtige Informationen. Der Einstieg ist in jedem Kapitel möglich. Durch Querverweise sind die Kapitel untereinander vernetzt. Psychologie lässt sich definieren als wissenschaftlich begründete Erforschung von menschlichem Verhalten und von Denkvorgängen. Es ist eine empirische Wissenschaft, wenngleich laut Autor Adam Cash auch zahlreiche Erkenntnisse auf Autoritäten beruhen, auf klinische Forschungen (ohne systematische Untersuchungen) zurückgehen oder Ergebnis theoretischer Überlegungen sind. Damit gibt es Überschneidungen, aber auch signifikante Unterschiede zu den Naturwissenschaften. Die Psychologie kann auf dieser Basis nicht als harte Wissenschaft bezeichnet werden. Autor Cash erklärt die Bedeutung der Biologie für psychologische Erkenntnisse, hierzu gehören insbesondere Gehirn und Nervensystem. Dem Reduktionismus (Reduktion der Psychologie auf die Biologie) steht er kritisch gegenüber. "Sie scheint unseren Wunsch nach einem freien Willen, nach Selbstbestimmtheit und Bewusstsein zu beleidigen." Dem Bewusstsein widmet er ein eigenes Kapitel. "Wir wissen, es ist da, es ist jedoch schwer zu greifen." Es lässt sich durch subjektive Erfahrungen, Beobachtung bewusster Handlungen Dritter und durch elektrische Messungen von Gehirnaktivitäten fassen. Sinneswahrnehmungen haben etwas mit der Aufnahme von (elektromagnetischer, akustischer, thermischer, chemischer, mechanischer) Energie zu tun, wobei die Sinneseindrücke das Rohmaterial und (bewusste) Wahrnehmungen das Endprodukt sind. Wie das Wahrnehmungssystem genau funktioniert (Verbindung Physis und Psyche) weiß man nicht, jedoch haben die Forscher Ordnungsprinzipien erkannt wie z.B. Gruppierung anhand der Gestaltgesetze und Vervollständigung fehlender Informationen. Eine konstruktivistische Sicht wird allgemein favorisiert. Die Grundregeln des Denkens ähneln den Grundregeln von Computern. Es gibt einen Input, einen Speicher, Regeln für die Verarbeitung und einen Output. Ich hätte es begrüßt, wenn der Autor auch die Unterschiede zwischen Gehirn und Computer herausgearbeitet hätte. Diese werden u.a. deutlich, wenn es um Motivation und Emotionen geht. Cash beschreibt die Bedürfnispyramide nach Maslow. Motivation und Gefühle sind eng miteinander verzahnt. Lässt sich Verhalten in Reiz und Reaktion zerlegen, wie Vertreter des Behaviorismus glauben? Autor Cash erläutert klassische Experimente zur Untermauerung dieser Thesen (Klassische Konditionierung nach Pawlow, Thorndikes Katzen, Skinners Ratten). Diese Lehre hatte zum Ziel, die Psychologie zu einer exakten Naturwissenschaft hin zu entwickeln. Cash versäumt es, die Grenzen des Behaviorismus aufzuzeigen. Das Gehirn ist mehr als eine "Blackbox" und Verhalten nicht auf äußere Bedingungen (Input und Output) reduzierbar. Der Einfluss von Gefühlen und Gedanken wird dabei unterschlagen. Auf 100 Seiten führt Autor Cash die Leser in die Grundlagen der Sozialpsychologie ein. Die Arbeiten von Sigmund Freud und die seiner Nachfolger werden erläutert. Hierzu gehören Einführungen in das Unbewusste und in den Machtkampf zwischen Es, Ich und Über-Ich. "Verdrängung", "Projektion" und "Rationalisierung" sind Begriffe, die mit Freud in Verbindung gebracht werden. Cash erläutert kurz die späteren Theorien von Heinz Hartmann, Robert White, Alfred Adler und Erik Erikson. Populär wurde die Persönlichkeitstheorie von Carl Gustav Jung, der neben dem persönlichen Unbewussten das kollektive Unbewusste als Erklärungsansatz bisher nicht erklärbarer Phänomene ins Gespräch brachte. "Sozialpsychologie befasst sich mit den sozialen Ursachen von und den Einflüssen auf unser Verhalten." Cash erläutert die Experimente von Milgram (Thema Gehorsam) und Stanford (Gefangenenexperiment). Die Ergebnisse sind kaum zu glauben. Sie machen deutlich, wie Autorität, Rollenidentifikation und Gruppenzwang wirken können und dienen als mahnende Beispiele dafür, wie schnell Grenzen der Menschlichkeit erreicht werden können. Auf der anderen Seite ist der Mensch altruistisch veranlagt. Hierzu empfehle ich "Der Sinn des Gebens" von Stefan Klein, der dieses Thema ausführlicher beschreibt als Adam Cash. Autor Cash erläutert wichtige psychische Störungen wie Angststörungen, Depression, Schizophrenie und das Posttraumatische Stress-Syndrom. Dabei ist die Frage, was normales Verhalten ist, gar nicht einfach zu beantworten. Paul Watzlawick machte in "Vom Unsinn des Sinns oder Vom Sinn des Unsinns" mangels klarer Definition der Normalität deutlich, dass es in der Psychiatrie unmöglich ist, Pathologien zu definieren. Cash stützt sich auf das Kriterium der Maladaptivität (schlechte Anpassung). Aber auch hier sind weitere Differenzierungen notwendig. Nachdem der Autor Grundzüge der forensischen Psychologie erläutert und der Frage nachgeht, ob es ein "Verbrechensgen" gibt, widmet er sich in 7 Kapiteln den Methoden des Heilens. Hierzu gehören u.a. Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, kognitive Therapie, Gesprächstherapie, Gestalttherapie, existenzielle Therapie und Hypnotherapie. Die positive Psychologie setzt auf die Steigerung des Glücks. Wann der Mensch glücklich ist, ist eine Frage, mit der sich bereits die Philosophen im alten Griechenland beschäftigt haben. Psychologen entwickelten dazu eine Therapie. Das Buch ist mit über 400 Seiten recht umfangreich. Es vermittelt einen guten Überblick über Grundlagen und Methoden der Psychologie, ersetzt aber nicht den Rat von Experten. Das Buch ist für Leser geeignet, die ein überdurchschnittliches Interesse für den Menschen und sein Verhalten aufbringen, aber kein Fachbuch lesen wollen. Autor Adam Cash ist Dozent für Psychologie und Fachmann für forensische Psychologie. Das Buch kann ich empfehlen.

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