Ein Dorf im französischen Jura, kurz vor Weihnachten 2008. Eine Postangestellte wird tot aufgefunden, mit 28 Messerstichen brutal ermordet. Das Verbrechen erschüttert das ganze Dorf. Das kleine Postamt liegt mitten im Ort, doch niemand hat etwas gesehen oder gehört. Kannte die Tote ihren Mörder? War es jemand aus dem Dorf?Schließlich konzentrieren sich die Ermittlungen auf einen Schauspieler, der erst seit Kurzem in dem Dorf lebt - der ideale Sündenbock. Doch es finden sich keine Beweise für seine Schuld ...Sechs Jahre lang hat Florence Aubenas recherchiert, um die Hintergründe dieses wahren Kriminalfalls zu beleuchten. Herausgekommen ist das sensibel erzählte Porträt eines Dorfes, das sich hört wie ein spannender Roman.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
J. Kaiser
5/5
26.09.2022
Buch (Taschenbuch)
Nach einem wahren Verbrechen
Catherine die Postangestellte wird 2008 in einem kleinen Dorf im Jura brutal ermordet. Als man sie fand zählte man 28 Messerstiche. Kannte die Tote ihren Mörder vielleicht? Dieses Verbrechen erschütterte alle Einwohner dieses Dorfes. Doch niemand hat etwas gesehen und gehört. In den Fokus der Ermittlungen gerät ein Schauspieler, welcher erst seit kurzem im Dorf lebt. Es gibt aber keine Beweise für seine Schuld. Dieses Buch beruht auf einer wahren Begebenheit. Die Recherchen die Florence Aubenas sechs lange Jahre gemacht hat, sind in diesem Buch spannend verarbeitet. Es wird die Arbeit der Ermittlungsbehörden und der Anwälte beschrieben. Bei dieser Verarbeitung der Recherche ist ein Porträt eines Dorfes herausgekommen. Es ist ein sehr guter Thriller entstanden, welchen man gelesen haben sollte. Sehr empfehlenswertes Buch.
Hornita
aus Augsburg
5/5
23.09.2022
Buch (Taschenbuch)
Packende Zusammenfassung eines echten Kriminalfalls
Der zugrundeliegende Mordfall wird chronologisch geschildert. Die Beschreibungen sind sachlich und die Personen werden komplex mit ihren Vorgeschichten dargestellt. Besonders gut gefallen hat mir die Beschreibung der Atmosphäre im Ort, wo jeder jeden kennt und keiner seinem Nachbarn die Tat zutraut. Nachdem sich mit einem neu zugezogenen Schauspieler der perfekte Verdächtige zeigt, wechselt die chronologische Erzählung mit Rückblenden auf dessen Lebensweg ab. Das Buch ist packend und mitreißend geschrieben und da ich den Fall aus der Presse noch nicht kannte, konnte ich das Buch nicht weglegen und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil ist geübt und sehr angenehm und hat mich wirklich gefesselt. Auch hat mir sehr gut gefallen, dass die Beweismittel mit ihren Vorzügen und Schattenseiten geschildert werden und nicht als absolut richtig oder falsch dargestellt sind. Die Abläufe werden neutral von allen Seiten beleuchtet und so ist man in der Lage, sich selber ein Bild zu machen.
yellowdog
4/5
01.10.2022
Buch (Taschenbuch)
Gesellschaftsporträt
Die Autorin Florence Aubenas baut mit ihren Beschreibungen des malerischen Jura viel Atmosphäre auf, aber am meisten wird das Buch durch seine berichtshafte Form geprägt. Man merkt, dass Florence Aubenas Journalistin ist.
Jura ist im Osten Frankreichs gelegen, zwischen Burgund und der Schweiz und wirkt ein wenig isoliert, das gilt verstärkt für das Dorf, in dem 2008 ein Mord passiert und der Schauspieler Gerald Thomassin dafür beschuldigt wird.
Mordopfer ist die schwangere Postangestellte Catherine Burgod, die Teil der „Bande von der Post“ war. So nannten sich eine Reihe von sympathischen Frauen, die lange schon miteinander befreundet sind.
Man sollte den Roman auf keinen Fall als Krimi abtun, auch ist es keine rein journalistische Arbeit. Der Mix zusammen mit den poetischen Beschreibungen der Umgebung und der Menschen ergeben ein Porträt einer Gesellschaft.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
12.10.2022
eBook (ePUB 3)
Spannende Abwechslung durch eine gute Erzählung
Meinung:
Auf der Suche nach Spannung bin ich auf dieses Buch getroffen und der Klappentext konnte schnell meine Neugier wecken, weswegen ich gerne zu dem Buch gegriffen habe. Die Autorin erzählt eine Geschichte über ein kleines Dorf, dass nach einem brutalen Mord nicht mehr weiß, wem man vertrauen kann. Schnell fällt der Verdacht auf einen Schauspieler, der noch nicht lange im Dorf lebt. Reicht das aus, um jemanden ohne Beweise im Verdacht zu haben?
Mir hat der Einstieg sehr gut gefallen, denn die Autorin nimmt sich genügend Zeit, die Geschehnisse aufzurollen und fängt dabei noch vor dem Mord an. Dabei zeigt sie zunächst das Opfer auf eine ausführliche Weise auf, wodurch sich der Leser ein umfangreiches Bild machen kann. Es dauert dann jedoch auch nicht lange, bis es zum eigentlichen Fokus der Geschichte kommt. Mir hat das Tempo der Geschichte gleich von Anfang an gefallen und für mich hat alles in der Geschichte genau den richtigen Rahmen bekommen. Es wird schnell deutlich, dass dieses Buch sich nicht wie ein typischer Roman lesen lässt, sondern wie eine deutliche Erzählungen der Geschehnisse, was mir aber gut gefallen hat und der Geschichte einen gewissen Scharm verleiht. Dem zu Gute kommt auch der Schreibstil der Autorin, der mir wie ein nüchterner Erzählstil erschien, dabei aber trotzdem nichts an der Schwere der Geschichte einbüßt. Mit relativ kurzen Kapiteln und viel Abwechslung, sowohl in den Szenen als auch ein Stück weit in der Zeit, wird es so schnell nicht langweilig und die Autorin erschafft eine sehr gelungene Sogwirkung den Geschehnissen gegenüber. Sie verliert sich auch an keine Zeitpunkt an unnötigen Szenen und die Geschichte nimmt so gut wie mit jeder Szene seinen Lauf.
Während die Autorin mich also mit ihrem Schreibstil und der Gestaltung voll und ganz überzeugen konnte, hängt auch die Geschichte dem Ganzen in nichts nach. Auch wenn der Klappentext keinen sensationellen Krimi verspricht, kann das Buch auf ganz andere Art überzeugen und für alle, die eine spannende Abwechslung möchte, sind mit diesem Buch an der richtigen Adresse. Mit realitätsnahen Szenen ist es ein leichtes sich zwischen die Seiten zu denken.
Es gibt vielfältige Protagonisten, die ganz unterschiedliche Plätze in der Geschichte einnehmen und dabei ist eine breite Masse an unterschiedlichen Protagonisten vertreten. Auf wenigen Seiten werden die verschiedenen Figuren genau richtig dargestellt und es gibt ein gutes Zusammenspiel mit der Geschichte. Dennoch hat sich in diesem Punkt auch eine kleine Unzufriedenheit bei mir eingeschlichen. Mir wurde der Charakter des Schauspieles mit jeder Seite unsympathischer und ich konnte ihn als erwachsenen nicht wirklich ernst nehmen, was sicher nicht der Autorin geschuldet ist, da die Geschichte auf einem wahren Fall beruht. Ich konnte ihn mit zunehmenden Verlauf immer weniger ernst nehmen, wodurch für mich irgendwie etwas an der Geschichte verloren gegangen ist und ich mich automatisch ein Stück distanziert habe. Das niemandem so einfach die Schuld für etwas gegeben werden kann, nur weil derjenige vielleicht neu in der Umgebung ist bzw. vielleicht einen unsympathischen Charakter hat, kann die Geschichte dafür aber sehr gut einfangen. Alles in allem ist die Erzählung auch im Hinblick auf die Figuren gelungen und auch wenn ich mit dem ein oder anderen Charakter nicht zufrieden war, hat es gut in die Geschichte gepasst.
Auf den ersten Seiten darf der Leser den passenden und sehr gut auf den Punkt gebrachten Erzählstil der Autorin erkunden, während es mit zunehmenden Seiten immer spannender rund um den brutalen Mordfall wird. Bis auf eine kleine Ausnahme, kann die Autorin mit einer gut erzählten Geschichte überzeugen, die bis zum Schluss lesenswert bleibt. Auch wenn mir das Lesen rundum gefallen hat, hat doch ein Stück gefehlt für einen sehr gutes Buch, dennoch kann ich es mit 4,5 Sternen aufjedenfall empfehlen.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.