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Helenes Stimme Roman | Wie Helene Lange zur Pionierin der Emanzipation wurde

6

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2023

Verlag

Rowohlt Kindler

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,9/12,7/2,1 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-463-00041-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Sanne Jellings gibt mit ihrer autofiktionalen Biographie über die Frauenrechtlerin Helene Lange dieser eine ... beeindruckende Stimme. Angemessen und sprachlich gewandt führt sie die Leser in die damalige Zeit.

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2023

Verlag

Rowohlt Kindler

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,9/12,7/2,1 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-463-00041-1

Herstelleradresse

Kindler Verlag
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Bewertung

    5/5

    15.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wichtiger Roman über eine starke Frau

    Der Roman von Sanne Jellings über das Leben und Schaffen von Helene Lange ist ein mitreißender und wichtiger Roman. Auch wenn die Geschichte rund herum erfunden ist, gibt dieser Roman Einblick in die Zeit und die daraus entstehenden Herausforderungen für Helene Lange und ihre Herausforderungen im Kampf um Bildung für Mädchen und Frauen. Jellings Roman ist verfasst aus zwar Perspektiven, Helene und Marie und es wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Klare Leseempfehlung!

  • Lia48

    5/5

    20.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Helene Lange im Kampf für Gleichberechtigung der Frau & bessere Bildungschancen

    „,Es müsste eine Schule für ältere Mädchen geben‘, sagte Marie nachdenklich. ,Eine Schule, in der mehr gelehrt wird als ein bisschen Rechnen und Schreiben und Französisch und Zeichnen.‘“ INHALT: Eningen unter Achalm, 1864: Die 16-jährige Helene Lange wird nach dem Tod ihres Vaters für ein Jahr als dritte Pensionatstochter bei der Familie von Pfarrer Eifert untergebracht. Marie, die 18-jährige, pflichtbewusste Tochter des Hauses, soll sich dem äußerst wissbegierigen Mädchen annehmen – beide teilen sich von nun an ein Zimmer. Doch die Neue ist nicht auf den Kopf gefallen und muss schon bald feststellen, dass in dem Dorf bei Reutlingen, am Fuße der Schwäbischen Alb, strenge Regeln und Pflichten gelten, besonders für Frauen, die sich den Männern unterordnen sollen. Dabei interessiert sich Helene brennend für Literatur und Politik! Wie gerne würde sie mehr darüber lernen und sich mit den Männern austauschen! Doch Frauen haben bei den Gesprächsrunden mit den Gästen im Pfarrhaus zu schweigen. „Sie sollten abhängig bleiben, nicht zu viel fragen, nicht zu viel wissen.“ „,Du darfst nichts sagen!‘, zischte sie ihr zu. ,Frauen sprechen nicht, wenn Männer reden, Vater wird sonst ungehalten.‘ Helene blieb stehen und sah sie verblüfft an. ,Warum nicht?‘ Nun war es an Marie, verblüfft zu sein. ,Die Frau schweige in der Gemeinde, sagt Paulus.‘“ Die Bildungsmöglichkeiten sind für Frauen noch nicht weit vorangeschritten. Und spätestens, wenn sie heiraten, haben sie ihren Platz am Herd. Helene möchte das so nicht hinnehmen. Und auch Marie fühlt sich gefangen in ihrer Position: Sie soll bei den Eltern bleiben und für diese sorgen. „Du sollst deinen Mitmenschen dort dienen, wohin dich der Herr gestellt hat. Du wirst uns doch nicht damit enttäuschen, dass du zuerst an dich selbst denkst,“ entgegnet ihr der Vater. Marie muss erkennen, dass für sie kein eigenständiges Leben vorgesehen ist, nach dem sie sich so sehr sehnt … „,Vater hat es ja gesagt: Ich bin hier, um Mutter zu helfen. Wie es mir dabei geht, interessiert ihn gar nicht. Man fragt eine Kuh ja auch nicht, ob sie gerne Milch gibt. Ich bin nicht dazu ausersehen, eine eigene Meinung und eigene Wünsche zu haben. Ich habe aber Wünsche! Das ist mir klar geworden.‘“ Denn plötzlich ist da noch Ludwig, der Studienkollege ihres Bruders Max aus Tübingen, der Marie den Kopf verdreht. Gemeinsam verbringen die jungen Leute viel Zeit an den Wochenenden, bis zu einem unschönen Vorfall, welcher das Leben der vier schlagartig für immer auf den Kopf stellen wird … MEINUNG: Helene Lange war mir bisher nur daher ein Begriff, da einige Schulen nach der Frauenrechtlerin benannt wurden. Da ich gerne Romane mit starken Frauenfiguren lese und ich die Gegend kenne, in der das Buch überwiegend spielt, war für mich klar, dass ich das Buch lesen muss! Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, wobei Helenes Pensionatsjahr in Eningen klar im Mittelpunkt der Geschichte steht. Auf einer späteren zeitlichen Ebene, bekommen Lesende einen groben Einblick, was sich anschließend im Leben von Helene und Marie ereignet hat. Diese Herangehensweise hat mir gut gefallen, auch wenn es für mich gerne ein paar Zeitenwechsel weniger hätten sein können. Sehr bewegend geschildert fand ich die damaligen beengten Verhältnisse, denen Frauen überwiegend ausgesetzt waren. Sie konnten kaum eigene Entscheidungen fällen, mussten sich den Männern unterordnen, hatten sich zurückzuhalten, konnten sich kaum Bildung aneignen und hatten ihre Aufgaben als Hausfrau, Ehefrau und Mutter zu erfüllen. Da kann einem beim Lesen schon mal der Kragen platzen, da warne ich euch besser vor! Ich konnte sehr mit Helene und Marie mitfühlen. Man spürt beim Lesen die Enge, die sich wie eine Schlinge um den Hals immer weiter zuzieht und Marie die Luft zum Atmen raubt. Sie soll sich um die Eltern kümmern und ja nicht an sich selbst und ihre Zukunft denken. Bis sie keine Perspektive mehr sieht … Das Buch ist dadurch immer wieder sehr bedrückend, gleichzeitig aber auch sehr eindrücklich. Es zeigt, wie wichtig es damals war, dass etwas in Sachen Frauenrechte und Bildungsmöglichkeiten bei Frauen in Bewegung gebracht wurde von Menschen, wie Helene Lange! Einen dicken, persönlichen Bonus bekommt das Buch von mir für die Ortsbezogenheit. Ich mag Romane, die in Gegenden spielen, die ich kenne, und die lebendig in die Geschichte einbezogen werden. Das macht die Geschichte noch authentischer. Nicht-Schwaben könnten bei einzelnen schwäbischen Sätzen Verständnisprobleme haben – ich persönlich fand sie sehr charmant! Etwas schade ist, dass das meiste von der Handlung in Eningen, der Fantasie der Autorin entspringt. Gleichzeitig habe ich dafür aber auch Verständnis, da die Quellen aus dieser Zeit begrenzt sind. Fest steht jedoch, dass Helene besagte Zeit scheinbar als mögliche „Geburtsstunde der ,Frauenrechtlerin‘“ in ihr bezeichnet hat. Daher war die Geschichte durchaus vorstellbar. Insgesamt bin ich aber sehr begeistert von diesem Buch, ich habe es recht zügig gelesen und mir viele Zeilen daraus notiert. FAZIT: Ein eindrücklicher Roman über die spätere Frauenrechtlerin Helene Lange und ihre möglichen Erlebnisse im Pensionatsjahr in Eningen bei einer Pfarrersfamilie. Helene Lange war eine bewundernswerte Frau, die sich für Gleichberechtigung und bessere Bildungs- und Berufschancen für Frauen einsetzte und das Bildungswesen für Frauen reformierte. Ein eindrucksvolles Buch, welches ich sehr gerne gelesen habe. Es klingt noch immer in mir nach … 4,5/5 Sterne und eine Empfehlung von mir! (CN: Depressionen, Sexuelle Gewalt, Unterdrückung von Frauen)

  • Lesendes Federvieh

    aus München

    5/5

    03.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Starker Roman über eine Pionierin der Emanzipation

    Sanne Jellings schildert in diesem hochemotionalen Roman über eine der Mütter der deutschen Emanzipation und Reformerin des Bildungswesens den Alltag im Pfarrhaushalt in authentischen Bildern und sprachlich genau in diese Zeit passend, so detailliert, dass der Tagesablauf, die gesellschaftlichen Konventionen allgemein und insbesondere die der Frauen in jeder Zeile erfahrbar werden. Das Zusammenspiel der einzelnen Figuren ergibt ein ernüchterndes Bild über die Rolle der Frau im 19. Jahrhundert. Gerade durch die tatkräftige und kämpferische Helene auf der einen und die feinfühlige, scheue Marie auf der anderen Seite, deren fiktives Schicksal auf erschütternde Weise die untergeordnete Rolle der Frauen widerspiegelt, ihre Geringschätzung von Seiten der Männer beleuchtet und sichtbar macht, dass die weibliche Meinung überhaupt nichts gilt. All das ergibt ein beeindruckendes, erschreckendes, wütend und sprachlos machendes Bild der Frau in der Gesellschaft und hier im Besonderen in einem dörflichen Umfeld. Mit jedem Wort, jedem Satz ist mein Zorn über das Patriarchat, die überhebliche Selbstverständlichkeit intelligenter und schlichtweg besser zu sein als Frauen, gestiegen. Sanne Jellings hat das Korsett der gesellschaftlichen Konventionen so trefflich seziert und dargestellt, ich konnte an manchen Stellen über den Umgang mit Frauen nur den Kopf schütteln, verstand aber dadurch viel besser, warum Helene so vehement für Bildung eintrat und ihr Leben lang dafür kämpfte.

  • Bewertung

    5/5

    01.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein bewegender Roman über die...

    Ein bewegender Roman über die junge Waise Helene am Fuße der Schwäbischen Alb. Ein Roman über frühe Emanzipation und Bildungswesen im 19. Jahrhundert. Lesetipp!

  • sommerlese

    5/5

    14.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein bewegender und einnehmende…

    Ein bewegender und einnehmender Roman über Helene Lange Eningen, Schwäbische Alb, Sommer 1864: Im Pfarrhaus der Familie Eifert verbringt die 16-jährige Waise Helene Lange mit zwei weiteren jungen Frauen ein Pensionatsjahr. Dort geht es weltoffen zu, es wird mit Gästen über Politik, Literatur und Philosophie diskutiert, Frauen haben jedoch in diesen Runden kein Mitspracherecht, das empört Helene, denn sie hat einen wachen Geist und möchte mitreden. Sie freundet sich mit der sensiblen Pfarrerstochter Marie an, die sich als Frau bisher nur ein Leben in der Familie und im Haushalt vorstellen kann. Aber Helene will mehr und weckt auch in Marie den Wunsch nach einem selbstbestimmteren Leben. Gemeinsam mit Maries Bruder Max und dessen Studienfreund Ludwig unternehmen Marie und Helene etwas an den Wochenenden. Ludwig und Marie verstehen sich gut, Ludwig ermuntert Marie, Geschichten zu schreiben. Doch dann verändert ein Verrat das Leben der vier Freunde jäh. Als Helene in die Pfarrfamilie kommt, freundet sie sich mit Marie an, der Helenes Art imponiert. Denn Helene ist ganz anders als die bisherigen jungen Frauen, die hier als Pensionsgäste auf ihre Ehe vorbereitet werden. Sie ist intelligent, hat eine eigene Meinung, liebt es zu diskutieren und findet es ungerecht, dass Mädchen häufig die Schulbildung verwehrt wird, sie selbst träumt von einem Zugang von Frauen an den Universitäten und möchten diesen ungleichen Zustand verändern. Die sprachliche Umsetzung ist Sanne Jellings besonders authentisch gelungen, sie verfasst die Dialoge im der Zeit angepassten Sprachgebrauch und stellt auch die Umgangsformen und die Unterwürfigkeit der Frauen deutlich dar. Man erlebt in der Handlung sehr anschaulich wie die gängigen Konventionen in Bezug auf Alltagsgeschäfte, Religion und die Rolle der Frau in der Zeit gelebt wurden. Bei dieser Romanidee verschmelzen reale Gegebenheiten und Personen mit dem fiktiven Part rund um Maries berührende Geschichte und die schwäbischen Sagengeschichten zu einem runden Ganzen. Gebannt habe ich die Handlung von Anfang an verfolgt und es ist gut möglich, dass die Vorgänge im Pensionatsjahr in Eningen Helenes Entschluss reifen ließen, um Lehrerin zu werden und sich für Frauenrechte und Bildungschancen für Mädchen stark zu machen. Es ist gut vorstellbar, dass das ergreifend geschilderte Schicksal Maries, die sich aus den engen Vorstellungen ihrer Familie befreien will, von Helenes Bildungswillen ermutigt und dabei zum Spielball männlicher Macht das "schuldige" Opfer wird. Die Männer sind in ihrem Verhalten immer frei von Schuld. Sanne Jellings beschreibt in ihrem Roman sehr klar die Unterwürfigkeit und Abhängigkeit von Frauen und macht deutlich, dass Helene anders ist und den Frauen den Weg zur Unabhängigkeit freimachen möchte. Das ist ihr später auch gelungen! Ein bewegender Roman über die junge Helene Lange, eine treibende Kraft der deutschen Emanzipation, die das Bildungswesen für Mädchen reformierte.

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  • Zum Bewerterprofil von Lou

    Lou

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    5/5

    16.04.2025

    eBook (ePUB 3)

    Eine Hommage an den Gedanken "Freiheit durch Bildung"

    Sanne Jellings leitet mit einer Spannung durch die Erzählung, die durch ihre Zeitsprünge und Perspektivwechsel immer mal wieder auch Momente der Besänftigung und Ruhe hat. Die Geschichte ist packend, schmerzhaft und unglaublich wichtig. Es ist immer wieder eine Freude weibliche Heldinnen kennenzulernen, denen wir so viel zu verdanken haben. Ich möchte aber auch eine Triggerwarnung für Seite 155 mitgeben (sexualisierte Gewalt).

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