Vier Jahre sind vergangen, seit der Buchhändler Jean Perdu sein Bücherschiff, die »Pharmacie Littéraire« verließ, und den Aufbruch in eine neue Liebe mit der Bildhauerin Catherine in der Provence wagte. Doch die in einer Zeitkapsel aufbewahrte letzte Bitte des Schriftstellers José Saramago an Monsieur Perdu lockt ihn zurück in das Herz seiner Leidenschaft: Bücher und Menschen zusammen zu bringen, und für jede Seelen-Maladie die wirksamste Lektüre zu empfehlen.
Auf der Reise über die Kanäle Frankreichs nach Paris wird das Bücherschiff des Monsieur Perdu bald zu einer Arche, auf der sich Menschen, Kinder, Tiere – und Bücher! – begegnen, die einander für immer verändern. Und das große Abenteuer Leben hält für jeden von ihnen einen zweiten Anfang bereit – auch für Monsieur Perdu …
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Monsieur Perdu verwschreibt Bücher als Balsam für die Seele
Kerstin Kartenwerkstatt Kreativ- und Buchblog aus Damme am 24.12.2023
Bewertungsnummer: 2093768
Bewertet: Hörbuch (Audio)
Das Cover zeigt eine gezeichnete Brücke über einen Fluss, auf dem ein hell erleuchtetes Schiff die Brücke ansteuert. Dem entsprechend wurde hier die Geschichte des Romans sehr gut aufgegriffen. Das Bild in Verbindung mit dem Titel des Hörbuchs macht Lust auf den Inhalt.
Das Bücherschiff des Monsieur Perdu von Nina George erschien im Argon Verlag. Das Hörbuch wurde von Philipp Schepmann eingelesen. Es ist der zweite Teil der Jean Perdu Buchreihe. Der erste Band: Das Lavendelzimmer erschien bereits im Jahr 2013. Ich kenne nur das aktuelle Hörbuch und finde, man benötigt nicht unbedingt das Vorwissen aus dem ersten Buch. Allerdings kann ich nicht sagen, ob mir dadurch einige Hintergründe zum Verständnis fehlen. Für meinen Hörgenuss tat diese vermeintliche Unwissenheit aber keinen Abbruch. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an den Argon Verlag für das Hörbuch, das ich bei meinem Besuch im Argon Verlag in der Tasche fand.
Das Bücherschiff des Monsieur Perdu ist, wie es im Titel so schön heißt ein Hausboot mit einer etwas anderen Buchhandlung. Jean Perdu bezeichnet sich selbst als literarischen Apotheker, was mich beim Hören schmunzeln ließ, da ich selbst als pharmazeutisch technische Assistentin in einer öffentlichen Apotheke arbeite. Perdus Bücherschiff, die „Pharmacie Littéraire“ ist auf dem Weg nach Paris und nimmt auf den Kanälen Frankreichs so manchen Besucher auf. Im Hintergrund immer die heilende Wirkung der dargebotenen Bücher. Für Jean Perdu ist lesen Balsam für erkrankte Seelen und so sucht er für jeden die passende Geschichte aus. Dies finde ich eine ganz schöne Idee, ist doch das Lesen für mich auch eine kleine Flucht aus dem Alltag und je nach Stresslevel darf es ein wohlfühl Buch von Julia Rogasch sein oder aber auch ein spannender Thriller aus der Feder von Thea Wilk. Bücher sind für mich einfach etwas besonderes und genau diese Hingabe zum geschriebenen Wort hat mich im Roman einfach fasziniert.
So war es für mich eine einzigartige Reise mit dem Bücherschiff bis nach Paris. Es gab tiefgreifende Gespräche zu Büchern, die als psychologische Begleiter empfohlen wurden. So hat ein jeder auf der Reise etwas für sich mitnehmen können. Auf dem Weg nach Paris wurde die Geschichte durch kleine Auszüge aus der Enzyklopädie der kleinen Gefühle unterbrochen. So heißt es im Kapitel K: Küchentrost „Aus Büchern wollte er alles aus der Welt trinken.“ Diese Enzyklopädie hätte ich mir auch gut alleine anhören können, da ich den Inhalt so zwischen der Geschichte gar nicht vollends aufnehmen konnte.
Neben den Büchern, die Perdu empfiehlt war für mich auch der Sprecher Balsam für die Seele. Philipp Schepmann hat eine sehr schöne bedächtige Erzählstimme und passt damit perfekt zu Monieur Perdu und seinem Bücherschiff. Ich konnte ihm stundenlang zu hören und er machte das Hörbuch für mich einfach noch etwas interessanter.
Bist du ein Bücherwurm, wie ich und hast Lust mit dem Bücherschiff zu reisen? Dann geh an Bord der „Pharmacie Littéraire“ und lass dich auf die Auswahl von Jean Perdu ein. Lausche seinen Erzählungen und genieße das ganz besondere Flair an Bord. Für mich war es quasi eine Ode an die Heilsamkeit und Weisheit von Geschichten. Das Setting hat mich total angesprochen und ich finde Bücher haben durchaus Wirkung auf unser Wohlbefinden. Ich empfehle das Buch gerne weiter.
Der Buchhändler Jean Perdu…
Gela aus Niedersachsen am 25.06.2023
Bewertungsnummer: 2806283
Bewertet: Hörbuch (Audio)
Der Buchhändler Jean Perdu ist in der Provence glücklich an der Seite von Catherine. Doch als er kurz vor seinem 55. Geburtstag Post vom längst dahingeschiedenen Schriftsteller José Saramago in Form einer Zeitkapsel erhält, wird er unruhig. Die Bitte des Schriftstellers lässt ihn zurückkehren auf sein Bücherschiff, die »Pharmacie Littéraire«. Menschen und Bücher finden auf diesem besonderen Schiff Zuflucht und auch Perdu schlägt ein neues Kapitel in seinem Leben auf. Nina George hat mit dem Buch "Das Lavendelzimmer" ein unbeschreiblich schönes und emotional fühlbares Buch geschrieben, das förmlich danach rief, fortgesetzt zu werden. Mit dem "Bücherschiff des Monsieur Perdu" liegt nun die erhoffte Fortsetzung vor. Als Hörbuch wird es vom Sprecher Philipp Schepmann mit Leben gefüllt. Er zaubert mit seiner Stimme noch ein Quäntchen "Mehr" in dieses Buch hinein. Seine Wärme verleiht den Charakteren eine besondere Lebendigkeit. So sehr ich mich auf die Fortsetzung gefreut habe, so sehr musste ich beim Einstieg kämpfen. Vor neun Jahren hatte ich "das Lavendelzimmer" gelesen und jetzt tauchten so viele Namen im Hörbuch auf, dass es mir schwerfiel, die Orientierung zu finden. Ohne Vorkenntnisse wäre es noch schwieriger gewesen. Die Provence-Szenen wirkten deshalb etwas kühl, da mir die Nähe zu den Personen fehlte. Erst als die geheimnisvolle Zeitkapsel von José Saramago auftaucht, begann ich mich wieder an die Ereignisse zu erinnern. Dieser geheimnisvolle Schriftsteller hat für Jean Perdu eine besondere Bedeutung, denn dank ihm hat sich Perdu einem ganz besonderen Auftrag gestellt. "Wegen José Saramago hatte Perdu damals begonnen, die ersten Stichworte seiner Großen Enzyklopädie der Kleinen Gefühle in Schulhefte zu notieren. Es wieder gelassen, beschämt über sich selbst, Bedeutung erlangen zu wollen, gar Unsterblichkeit; es alle paar Jahre fortgesetzt." Man liest/hört also nicht nur den Roman über den wundervollen Buchhändler, sondern auch das Buch im Buch. Perdus Lebensweisheiten und Ratschläge lassen allen Buchfreunden das Herz höher hüpfen. Es gibt Leseempfehlungen, die weit über reine Buchvorschläge hinausgehen. Wer in der Enzyklopädie blättert, wird eine Bücherarznei finden, die zu jeder Lesestimmung und Lebenssituation passt. Als Jean Perdu sein eigentlich verschenktes Schiff wieder sein Eigen nennt, beginnt das eigentliche Abenteuer. Jean Perdu scheint große und kleine Menschen gleichermaßen anzuziehen. Als wenn sie spüren würden, dass dieser warmherzige Mensch für jeden ein offenes Ohr und einen Platz auf seinem Bücherschiff bereithält. Die Unterschiedlichkeit der Charaktere könnte nicht größer sein und dennoch eint sie alle etwas. Über kurz oder lang blicken sie in ein Buch und eine Verwandlung, die leise und kaum merklich vonstattengeht, geschieht mit ihnen. Selbst der hart gesottene Brigadier Le Roy wird durch Rilkes Gedichte ein anderer Mensch. Trotz all der Begeisterung für diesen wohltuenden Roman gibt es aber auch leichte Kritik. Wohlwissend, dass die Erwartungshaltung bei so einer tollen Autorin hoch liegt, haben mir einige Details nicht ganz so gut gefallen. Es wurden zu viele verschiedene Charaktere in den Vordergrund gesetzt. Fast jeder Protagonist bekommt die gleiche Aufmerksamkeit für all seine Probleme, Träume und Verletzlichkeiten. Ob es ein 16-jähriges Mädchen mit Liebeskummer ist, ein verstummter Waisenjunge, ein trauriger Hund, eine alternde Literaturkritikerin, ein werdender Vater, der seiner Rolle nicht gerecht werden kann oder ein hoch dotierter Politiker, der seiner Leseleidenschaft heimlich frönt, sie alle sind wichtig und allen wird geholfen. Poetische, romantische, traurige und und sehr emotionale Momente können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es doch etwas inszeniert und unglaubwürdig wirkt. Vor allem das junge Mädchen wirkt so erwachsen und abgeklärt, dass man ihr das eigentliche Alter nicht abnehmen kann. Ihre weisen Sprüche erinnern sehr an den von ihr verehrten Jean Perdu, nur dass ihr die dazugehörige Lebenserfahrung fehlt. Für Bücherfreunde, die sich verzaubern lassen wollen, ist dieser Roman voller wundervoller Zitate, die man am liebsten überall an die Wände hängen möchte, aber dennoch ein Wohlfühlroman, den man auch gern mehrere Male lesen sollte. Ich wäre auf jeden Fall dabei, wenn Perdu sein Bücherschiff wieder auf eine Reise schickt.
Meinung aus der Buchhandlung
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"Handbuch für Buchhändlerinnen, Buchhändler und andere literarische Pharmazeuten"
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Was ich eher zufällig in die Hände bekommen und ohne große Erwartungen angefangen habe zu lesen, ist meine Entdeckung des Jahres! Dieser Roman ist eine Ode an die Literatur, ein Buch für uns Buchhändler und für alle anderen, die das Lesen lieben. Nina George schreibt philosophisch anspruchsvoll und trotzdem voller Emotion, Weisheit und Herzenswärme. "Das Bücherschiff des Monsieur Perdu" ist genau genommen schon der Folgeband von "Das Lavendelzimmer", kann aber ohne Probleme eigenständig gelesen werden. Ich werde die Vorgeschichte auf jeden Fall nachholen ;)
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Zauberhafter Roman um die Liebe zum Buch und die heilsame Wirkung die von einem ausgehen kann.Lauter liebenswerte und schrullige Charaktere, eingebettet in französische Landschaft und Lebensart.
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