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Einsteins Hirn Roman

12

28,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.01.2023

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

20,6/13,2/3,9 cm

Gewicht

644 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07334-0

Beschreibung

Rezension

"Munteres Fabulieren voll Ironie, das Assoziieren in groteske Höhen, ohne dass der Tiefgang und die Empathie für die Figuren verloren gehen – das nennt man franzobeln.“ Felix Münger, srf Literaturclub, 07.04.23
"Ein brüllend komisches Buch und wahrlich pikareskes Abenteuer." Katharina Teutsch, Deutschlandfunk Büchermarkt, 31.03.23
"Einmal mehr beweist Franzobel seine großartige Fabulierkunst, humoristisch durchtränkt, von originellen Einfällen wimmelnd und inhaltlich perfekt durchkomponiert.“ Gérard Otremba, Sounds and Books, 31.03.23
"Was Franzobel hier zuwege bringt, ist kaum zu überschätzen: Er lässt als literarischer Teilchenbeschleuniger die Welt eines Gläubigen auf das Universum der modernen Physik prallen." Andreas Puff-Trojan, Ö1, 19.03.23
"Eine witzige Weltgeschichte mit Weltgeist." Sebastian Fuchs, Welt, 04.03.23
"Franzobel inszeniert hier ein veritables Roadmovie mit schönen, atmosphärischen Einblicken in die amerikanische Provinz und in die wunde Seele eines Normalbürgers, der aus dem Träumen von einer großen Zukunft, von Berühmtheit, die ihm das Hirn verschaffen könnte, nicht mehr herausfindet.“ Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten, 23.02.23
"Literarischer Hochgenuss!" Wolfgang A. Niemann, Wilhelmshavener Zeitung, 17.02.23
"Ein Schelmenroman des 20. Jahrhunderts, bei dem man viel lacht, aber auch viel über Einsteins dokumentierte und fiktive Gedanken erfährt und letztlich mit Harvey durch die zweite Hälfte des Jahrhunderts rauscht und so eine schöne Chronik der Zeit mitnimmt." Thomas Kliemann, General-Anzeiger Bonn, 16.02.23
"Solche drastisch-grotesken Szenen können wenige Schriftsteller schreiben. Franzobel kann es. […] Im Roman 'Per Anhalter durch die Galaxis' ist die Zahl 42 die Antwort eines Supercomputers auf die Frage ‚nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest‘. Darunter macht es Franzobel nicht. In seinem verkappten Schelmenroman geht es um philosophische Fragen, um das Nebeneinander von Glauben und Wissen, Wahrheit und Irrtum und die zerstörerische Gier nach Erkenntnis." Karin Grossmann, Sächsische Nachrichten, 09.02.23
"Ein hinreißender literarischer Einfall!" Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten, 03.02.23
"Eine genial-verschrobene Zeitreise." Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 29.01.23
"Franzobel hat es spürbar große Freude bereitet, diesen Roman zu schreiben. Er sprüht über vor Absurditäten, ist voll mit witzigen sprachlichen Einfällen und zeigt zugleich die tragisch-traurige Seite seiner Protagonisten." Joachim Dicks, NDR Kultur, 27.01.23
"Franzobel ist ein Phänomen.“ Alexander Košenina, FAZ, 26.01.23
"Eine herrlich abgedrehte Geschichte mit viel Herz – und noch mehr Hirn.“ Theresa Hübner, WDR5 Bücher, 21.01.23
"Sanfte Ironie, Franzobels Lust am mäandernden Erzählen und sein Einfallsreichtum machen den Text zu einem Leseabenteuer, bei dem man gerne über sein eigenes kleines Universum hinausdenkt.“ Andreas Puff-Trojan, Münchner Merkur, 23.01.23
"Der Roman hat etwas Faustisches in seiner rastlosen, zerstörerischen Begierde nach Erkenntnis." Volker Blech, Berliner Morgenpost, 23.01.23
"Eine heiter-böse Wissenschaftsparabel, die auch einen brandaktuell gewordenen Aspekt von Einsteins Denken aufgreift: seine Warnung vor einem nuklearen Inferno im 21. Jahrhundert." Georg Leisten, Südwest Presse, 23.01.23
"Franzobels Erzählen ist Barock statt Bauhaus. Ein furioses Vergnügen wie einst Forrest Gump.“ Wolfgang Popp, Ö1 Mittagsjournal, 23.01.23

"Den durchaus ernsten Hintergrund der Romanhandlung lockert Franzobel mit seinem Einfallsreichtum, seinem Witz und seiner Hochbegabung für Absurdes auf." Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 23.01.23
"Zum veritablen Erzähler mutiert, ist Franzobel stets bemüht kleine, mit kühnen Wortfindungen gefüllte Sprengkapseln unterzubringen." Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten, 23.01.23
"Eine unglaublich komische und gleichzeitig geistreiche Reise durch vier Jahrzehnte, in der Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen." Simone Hoepke, Kurier, 21.01.23

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.01.2023

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

20,6/13,2/3,9 cm

Gewicht

644 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07334-0

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    19.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman, der auf Tatsachen beruht....

    Ein Roman, der auf Tatsachen beruht. Als Einstein 1955 starb, wurde ihm das Gehirn zu Forschungszwecken entnommen. Für Harvey wird es zur Obsession, er flüchtet durch die Staaten, aus Angst jemand könnte es stehlen. Sein eigenes Leben bleibt dabei auf der Strecke.

  • Bewertung

    5/5

    06.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für Fans skurriler Charaktere

    Eine „erfundene wahre Geschichte“, so bezeichnet Hanser den Roman Franzobels rund um den Pathologen und Durchschnittsbürger Thomas Harvey, der 1955 in Princeton den Leichnam Albert Einsteins obduziert und dessen Gehirn entwendet. Was für ihn mit der Suche nach dem Ursprung von Einsteins Genialität beginnt, entwickelt sich zu einem wendungsreichen Lebensprojekt. Das Hirn (es spricht Schwyzerdütsch!) begleitet Harvey auf einer oft bizarren Tour durch Jahrzehnte amerikanischer Zeitgeschichte. Ein intelligenter und an vielen Stellen skurriler Roman, bei dem der reale Hintergrund und die Phantasie des Autors eine wilde Mischung aus Religion, Philosophie und Geschichte ergeben. Einfach genial!

  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    07.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr großes Lesevergnügen

    „Thomas Harvey ist an keiner Steilküste zerschellt, sondern an einer weichen grauen Masse, einem Hirn“….Thomas Harvey ist Pathologe am Princeton Hospital New Jersey. Albert Einstein wird in diesem Spital behandelt. Die Aussichten sind schlecht. Es ist der 18. April 1955. Thomas Harveys Plan für den Tag - kurz in der Klinik vorbeischauen und danach einen Blumenstrauß für seine Frau Elouise zum Hochzeitstag kaufen. Und dann stirbt Einstein, ausgerechnet heute. Der Klinikdirektor beschwört ihn, als Chef der Pathologie die Obduktion vorzunehmen. Und dann geht der Wissenschaftler mit ihm durch. Hätte er nur seinen kurzen Gedanken diese Aufgabe abzulehnen durchgezogen.

  • Eskalina

    aus Hannover

    5/5

    01.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außergewöhnlich...gut!

    Gibt man „Einsteins Gehirn“ in die Suchmaschinen ein, so erhält man die historischen Tatsachen zu dieser Geschichte. Als Albert Einstein im April 1955 starb, entnahm der Pathologe Thomas Harvey eigenmächtig das Gehirn, um des Sitz der Genialität zu erforschen. Als das bekannt wurde, musste er sich mit der erbosten Familie auseinandersetzen, doch es gelang ihm, die Erlaubnis von Einsteins Sohn zu bekommen. Harvey musste recht bald erkennen, dass er, ein mittelmäßiger Pathologe, auf Hilfe für diese Forschung angewiesen war. Er schickte Gewebestücke an verschiedenen Hirnspezialisten in den USA, die aber keine Auffälligkeiten finden konnten. Für Harvey wird das Gehirn zu einer Obsession; seine Gedanken drehen sich nur noch um das Gehirn und irgendwann beginnt das Gehirn auf schweizerdeutsch mit ihm zu sprechen. Die erste Ehe geht daran kaputt, er verliert seine Stelle und zieht mit dem Hirn im Einwegglas durch verschiedene Bundesstaaten, immer in der Angst, dass ihm jemand das Denkorgan stehlen könnte. Franzobel erzählt in seinem neuen Roman erneut eine wahre Geschichte, die sich so oder so ähnlich abgespielt haben könnte. Er nimmt die bekannten Fakten, erfindet den Rest dazu und das so gut, dass man, wie schon bei seinen anderen Büchern, fast süchtig danach wird. Auch bei Einsteins Hirn konnte ich nicht genug von der Erzählweise bekommen. Der Autor schildert mit teilweise schwarzem Humor diese tragikomische Lebensgeschichte. Es ist die Geschichte eines Versagens auf ganzer Linie. Die einzelnen Lebensstationen des Protagonisten zu verfolgen, seine widersprüchliche Persönlichkeit zu erleben und den zeitgeschichtlichen Kontext zu erfahren, war ein außergewöhnliches Leseerlebnis. Ich bin immer noch schwer begeistert von diesem Roman und hoffe, Franzobel arbeitet schon an seinem nächsten Meisterwerk.

  • dracoma

    aus LANDAU

    4/5

    18.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für eine bizarre Geschicht…

    Was für eine bizarre Geschichte! Franzobel hat sich einen historischen Stoff ausgesucht: die Geschichte des Thomas Stoltz Harvey (1912 – 2007), Chefpathologe des Krankenhauses in Princeton, in dem am 18.4. 1955 Albert Einstein infolge eines Aneurysmas gestorben war. Zu Einstein muss man nicht viel sagen: Nobelpreisträger und zu Lebzeiten schon einer der weltweit bekanntesten Wissenschaftler. Seine Relativitätstheorie revolutionierte die Physik, und die Menschen erfuhren staunend, dass Zeit und Raum keine Konstanten sind, dass der Kosmos sich seit einem Urknall ständig ausdehnt und andere Kosmen neben unserem denkbar sind. Einstein war nicht nur ein genialer Wissenschaftler, sondern wurde wegen seiner pazifistischen Einstellung auch zu einer Pop-Ikone seiner Zeit. Harvey ist ein freundlicher und gutartiger Mensch, ein frommer Quäker. Er obduziert Einsteins Leiche und entnimmt dabei eigenmächtig Einsteins Hirn, um Forschungen zur Anatomie der Genialität in Gang zu bringen. Dazu fehlen ihm jedoch die Arbeitsmittel und auch die fachliche Kompetenz. Daher zerschneidet er es in zentimetergroße Kuben, die er in Einmachgläsern bei sich zuhause lagert und wiederholt Hirnforschern zur Untersuchung anbietet – vergeblich. Franzobel ist ein Autor, der penibel recherchiert und für den historische Redlichkeit ein Muss ist. So suchte er alle Orte auf, an denen Harvey lebte und wirkte, und ließ sich von den letzten Zeitzeugen ihre Eindrücke schildern. Daher kann er weit ausholen. Wir lernen Harveys Elternhaus kennen, vor allem seinen frommen Vater und dessen Prügelexzesse, und verfolgen Harveys eher unruhiges Leben. Seine Ehen scheitern, zu seinen Kindern hat er kaum Kontakt, seine beruflichen Tätigkeiten variieren, er verliert seine Approbation und schlägt sich als Nachtwächter und Hilfsarbeiter durch, die politischen Verhältnisse wechseln (und hier kann sich der Autor seine bissige Kritik nicht verkneifen), panta rhei – die einzige Konstante in seinem Leben ist das Zusammensein mit Einsteins Hirn, das er in Einmachgläsern „eingeweckt“ immer mit sich führt. Und hier warten Überraschungen auf den Leser, die ihm Einsteins widersprüchlichen Charakter, seine Gedanken buchstäblich zu Gott und der Welt nahebringen. Franzobel vermischt originell die historische Realität mit einer Fiktion, wie sie hätte sein können. Seine Sprache ist wie gewohnt bildgewaltig, gelegentlich derb, aber immer wieder blitzt sein Humor durch; „Lungenfachärzte rauchten, und der Proktologe bohrte in der Nase“ (S. 118). Aber ich habe auch sehr anrührende Szenen gelesen, als er z. B. schildert, wie der über 80jährige Harvey, einsam, krank und verarmt, sich ein Zusammensein mit seiner ersten Frau erhofft.

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