Ein terroristischer Anschlag, ein Nervengift und kein Gegenmittel
Terroristische Anschläge mit dem Nervengift London Black haben die Menschen in Angst versetzt. 90% der Bevölkerung hat zwar überlebt. Für die anderen 10%, die »Vulnerablen«, beginnt jedoch ein qualvolles Ringen mit dem Tod. Zwei Jahre später wird der Forscher Flinders Cox, der offenbar an einem Heilmittel gearbeitet hat, ermordet. DI Lucy Stone nimmt sich des Falles an. Sie selbst ist eine der Vulnerablen und von den Ereignissen stark traumatisiert. Könnte ein Mitglied der dubiosen Sekte Hand Gottes Cox ermordet haben, um die Fertigstellung des Gegenmittels zu verhindern? Und was führt Cox' CEO Geoffrey Hurst im Schilde? Lucy und ihrem neuen Kollegen King rennt die Zeit davon: Sie muss sich beeilen, nicht nur ihr eigenes Leben zu retten, sondern das unzähliger Menschen ...
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Ein Buch wie ein Actionfilm - Verschwörung, rasante Verfolgungsjagden, eine kaputte Ermittlerin die echt gut kämpfen kann!
Bewertung
aus Wilhelmshaven
5/5
19.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Super!
Hochspannend! Konnte ich nicht aus der Hand legen! Schräge Charaktere, mitreißende Handlung, ausführlichst vorher in den anderen Bewertungen beschrieben. Von mir eine unbedingte Leseempfehlung .
Bewertung
4/5
21.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein etwas anderer, aber durchaus sehr lesenswerter Thriller
London Black ist das Romandebüt von Jack Lutz, der selbst in London lebt.
Zum Inhalt
London, 2027. Bei terroristischen Anschlägen wird ein neuartiges Nervengift eingesetzt, dass für 10% der Bevölkerung – die Vulnerablen – unter langen Qualen zum Tod führt. Nur wenige von den Betroffenen überleben – die Survivor. Dem Wissenschaftler Flinders Cox ist es gelungen, das einzige Mittel zum Schutz gegen das Nervengift zu entwickeln.
Nun wird er unter mysteriösen Umständen tot in seiner Villa aufgefunden. DI Lucy Stone ermittelt…doch plötzlich geht es für sie selbst um Leben oder Tod.
Meine Eindrücke
London Black ist das Romandebüt von Jack Lutz, der selbst in London lebt.
Mich als Biologin reizen Thriller mit wissenschaftlichem Setting immer sehr, daher hat es auch dieses Buch in meine Hände geschafft.
Ich war von vornherein positiv überrascht von dem erfrischend anderen Erzählstil. Obwohl die Geschichte aus der dritten Person erzählt wird, werden fortlaufend Gedanken der Protagonistin, DI Lucy Stone eingewoben, die die Erzählung deutlich persönlicher werden lassen. Mich hat diese Kombination dazu veranlasst sehr schnell in die Geschichte einzutauchen und sie geradezu zu verschlingen. Andere mag es vielleicht im Lesefluss stören, daher meine Empfehlung: ein Reinlesen lohnt sich, denn diese Erzählweise wird über den gesamten Roman aufrechterhalten!
Der Spannungsaufbau gefiel mir auch sehr gut. Man wird gleich zu Beginn mitten in die Handlung geworfen – was ich persönlich sehr mag, bekommt allerdings nur häppchenweise Infos zum Setting der London Black Anschläge zwei Jahre zuvor. Vereinzelt geben dabei Rückblenden direkten Einblick in die Geschehnisse von 2027. Einblicke, die es in sich haben, denn die Wirkung von London Black ist überaus qualvoll und wird sehr bildlich beschrieben!
Gleichzeitig wird durch den Mord an Flinders Cox ein Kriminalfall geschaffen, der geschickt mit dem Setting verbunden ist. Die Ermittlungen schildern neue und spannende Aspekte in der Gegenwart von 2029, dienen jedoch ebenfalls dazu, die Hintergründe von 2027 weiter zu zeichnen.
Klar sagen muss man allerdings, dass die Ermittlungen zum Mordfall deutlich weniger im Fokus dieses Romans stehen als die Umstände um London Black. Dies hat mich allerdings nicht gestört.
Das dritte große Spannungselement ist die Protagonistin: Lucy ist selbst eine der Vulnerablen und abhängig von der zuverlässigen Wirkung der Booster, die vor London Back schützen. Gleichzeitig ist sie von den Vorfällen in 2027 stark traumatisiert, leidet an Schlafstörungen, Flashbacks, Panikattacken und wird von einer ausgeprägten „Schuld“ getrieben. Letztere wird im Verlauf der Handlung sehr stark aufgebauscht – zu stark, für mein Empfinden, denn die letztendliche Aufklärung war für mich nicht zufriedenstellend.
Lucy ist eine sehr unruhige Person, durch ihr Trauma sehr unberechenbar, rücksichtslos, gleichzeitig aber auch brillant. Eine interessante Mischung, die ich mochte. Das Wichtigste aber war: Sie war ein von vorn bis hinten konsequent handelnder Charakter.
Die übrigen Charaktere im Buch sind sehr markant, teils sympathisch, teils unsympathisch.
Alles in allem war die Handlung für mich recht rund, auch wenn mich ein paar Stellen nicht zu hundert Prozent überzeugen konnten und ich den „Epilog“ etwas überzogen fand. Einige Fragen blieben offen, deren Klärung ich gerne gelesen hätte.
Mein Fazit
Das Buch hat mich in jedem Fall sehr gut unterhalten. Der Erzählstil war für mich erfrischend anders, ist allerdings vielleicht nicht jedermanns Sache.
Das Setting ist originell und die Handlung spannend, allerdings wurde das große Potenzial von beidem nicht zu 100% ausgeschöpft.
Ein etwas anderer, aber durchaus sehr lesenswerter Thriller, der durch viel Spannung punkten kann. Wem die Ermittlung in einem Kriminalfall sehr wichtig ist, greift aber vielleicht besser zu einem „klassischen“ Krimi.
Tara
aus Ratingen
4/5
12.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannende Dystopie „London…
Spannende Dystopie „London Black“ ist das Debüt des in London lebenden Autors Jack Lutz. Die Handlung spielt in der nahen Zukunft und beginnt im Jahr 2029 in London. Zwei Jahre zuvor gab es dort einen terroristischen Anschlag, in dem das Nervengift London Black freigesetzt wurde. 90 Prozent der Bevölkerung haben diesen Angriff unbeschadet überstanden, aber für 10 Prozent beginnt ein qualvoller Kampf mit dem Tod und nur 62 von Ihnen können Dank starker Medikamente, die sie permanent einnehmen müssen, weiterleben. Einer von ihnen ist DI Lucy Stone. Das Medikament wurde von dem Forscher Flinders Cox hergestellt, der nun ermordet wurde. Dieser war gerade dabei ein Antidot zu entwickeln, was umso mehr an Bedeutung gewinnt, da die bisherigen Medikamente in ihrer Wirkung nachlassen. Lucy weiß, dass sie nur wegen Cox lebt und will den Fall unbedingt übernehmen. Gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen DI Ed King beginnt sie mit den Ermittlungen. Lucy ist ein schwieriger Charakter. Sie ist durch die zurückliegenden Vorfälle stark traumatisiert, bekommt Panikattacken und kommt kaum zur Ruhe. Ihr Verhalten ist durchgehend hektisch und manchmal ein wenig wirr. Von einer - für den Leser lange Zeit nicht näher erklärten - Schuld getrieben, stürzt sie sich kopfüber in die Nachforschungen und das ohne Rücksicht auf sich selbst. Ganz legal ist ihre Vorgehensweise nicht immer, aber mit Ed King hat sie einen zuverlässigen Partner an der Seite, der sie unterstützt. Ihre Ermittlungen laufen allerdings immer wieder ins Leere und die Auflösung des Falls ist schwierig. Der größte Teil der Handlung liegt im Jahr 2029. Zwischenzeitlich gibt es Rückblicke in Lucys Vergangenheit in das Jahr 2027. Mich haben diese Rückblenden besonders gefesselt, da sie vieles verdeutlichen und auch zur Erklärung von Lucys Charakter beitragen. Die Grundstimmung ist düster. Die Atmosphäre in London wird dabei gelungen eingefangen und die Bedrohung, die Angst in der Bevölkerung , das permanente Misstrauen der Menschen untereinander wird spürbar. Auch wenn ich Lucys Charakter zeitweise als ein wenig anstrengend empfunden habe, muss ich sagen, dass mich das Buch gefesselt hat. Durch viele falsche Fährten wird die Spannung durchgehend hoch gehalten. Die Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit sind geschickt gesetzt, so dass ich einfach immer mehr erfahren wollte. Die Grundidee hinter der Story fand ich richtig gut und Lucy ist ein gut ausgearbeiteter Charakter. Auch der Schreibstil gefiel mir, da ich wirklich gefesselt war, dennoch bleibt ein wenig Luft nach oben, da ich mir abschließend noch ein paar Hintergrundinformationen mehr gewünscht hätte.
Bewertung
aus Berlin
4/5
08.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Die Inhaltsangabe catcht definitv zuerst, das Cover leider nicht. Wenn ich keine Empfehlung bekommen hätte, dann wäre mir das Buch wahrscheinlich nicht aufgefallen. Es wirkt düster, beobachtend. Es passt zur Inhaltsangabe, doch angesprochen hat es mich leider nicht. Aber der Inhalt selbst konnte sich defintiv sehen lassen.
Die Geschichte ist wirklich nichts für schwache Nerven und Nerven sind gut. Denn ein Nervengift, London Black, war darauf ausgelegt die Menschen zu töten. Die Auswirkungen sind noch immer verherrend. Zwar konnte die Katastrophe abgewendet werden, jedoch sind nach wie vor einige Menschen geschädigt. Sei es körperlich zu sehbar oder eben zerfrisst es nur von innen heraus. So gehts auch Lucy, sie gehört zur sogenannten vulnerablen Gruppe. Sie muss einen Booster nehmen, der es ihr erlaubt weiterzuleben, andernfalls würde sie am Gift in ihrem Körper sterben. Luca selbst hat es als Charakter auch nicht leicht. Sie ist gebrochen und muss das erlebte Trauma noch überwinden. Sie hat auch ein persönliches Interesse daran den Fall des ermordeten Wissenschaftlers zu lösen, da sie dunkle Geheimnisse aus Vergangenheit verbirgt. Sie ist definitiv kein einfacher Charakter, da sie mit den bereits erwähnten Traumata zu kämpfen hat. Auch läuft ihr die Zeit davon, denn die Medikamente wirken kaum noch bei ihr, der Körper hat Resistenzen entwickelt. Sie versucht den Fall, nicht immer auf grünen Wegen, zu lösen. Unterstützt wird sie, zum Glück, von ihrem Partner.
Es beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit. Es gibt ruhigere Stellen innerhalb des Buches, in denen wir nach und nach von Lucys Vergangenheit erfahren und es gibt richtig spannende Eyecatcher, die mich haben schlottern lassen. Zum Ende hin noch ein gut platzierter Showdown, perfekt. Hin und wieder hat es sich gezogen und vielen hätte man nicht unbedingt so detailliert erwähnen müssen, aber dennoch stimmte das Gesamtkonzept für mich. Daher empfehle ich das Buch auch sehr gerne an Krimi-/Thrillerfans weiter.
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