Produktbild: Die Sportpalast-Rede 1943

Die Sportpalast-Rede 1943 Goebbels und der »totale Krieg«

1

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2023

Verlag

Siedler

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/3 cm

Gewicht

378 g

Farbe

Anthrazit / Graugrün

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8275-0171-4

Beschreibung

Rezension

»Ein beeindruckendes Buch. [...] Meisterhaft klärt Longerich über Hintergründe und Folgen einer Rede auf, die einen noch heute erschüttern muss.« ("Frankfurter Rundschau")
»Der Historiker Peter Longerich liefert eine schlüssige Entmystifizierung eines diabolischen Stücks der NS-Propaganda. Ein gut lesbares, kompaktes Buch – nicht nur für die politische Bildung.« ("Deutschlandfunk "Andruck"")
»Peter Longerich lässt die Luft aus dem Minister und weist nach: ›Vieles von dem, was Goebbels propagandistisch gemacht hat, hat gar nicht funktioniert.‹« ("Stern")
»Für den Historiker Peter Longerich ist die Sportpalast-Rede Beispiel dafür, wie Propaganda stets den eigenen Machthunger als Volkswillen verkauft. Sein neues Buch legt zentrale Motive dieser Propaganda offen. Die Selbststilisierung als Opfer mächtiger Feinde, denen man in historischer Mission entgegentritt – darum geht es.« ("3sat "Kulturzeit"")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2023

Verlag

Siedler

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/3 cm

Gewicht

378 g

Farbe

Anthrazit / Graugrün

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8275-0171-4

Herstelleradresse

Siedler Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Bewertung

    5/5

    28.03.2025

    eBook (ePUB)

    Die Macht der Worte: Peter Longerich über Goebbels’ Sportpalast-Rede

    "Wollt ihr den totalen Krieg?" – kaum ein Satz steht so sinnbildlich für die propagandistische Entgrenzung des NS-Regimes wie dieser. In seiner prägnanten Studie Die Sportpalast-Rede 1943 zerlegt der Historiker Peter Longerich das Ereignis hinter der Formel: Goebbels’ Rede vom 18. Februar 1943 war keine spontane Reaktion auf die Niederlage von Stalingrad, sondern eine minutiös inszenierte Machtdemonstration – rhetorisch kalkuliert, medial orchestriert, emotional aufgeladen. Longerich gelingt es, das Zusammenspiel von Sprache, Ideologie und Massenmobilisierung aufzuzeigen, ohne ins Pathos zu verfallen. Die Rede wird nicht als isoliertes Ereignis betrachtet, sondern als Knotenpunkt ideologischer Radikalisierung und praktischer Kriegführung. Die Choreografie der „Volksgemeinschaft“, das gezielte Einfordern von Opferbereitschaft, der Hass auf innere und äußere Feinde – all das war Bestandteil einer gezielten Mobilisierung für den totalen Krieg. Und: einer Sprache, die Gewalt nicht nur ankündigte, sondern vorbereitete. Gerade hier liegt die Aktualität des Buches. In einer Gegenwart, in der autoritäre Stimmen erneut mit emotional aufgeladener Rhetorik operieren und das Bild einer homogenen „Gemeinschaft“ gegen vermeintliche Feinde beschwören, wirkt Longerichs Analyse wie ein scharfes Licht: Sie zeigt, wie politische Sprache wirkt – und wie gefährlich sie wird, wenn sie zur Waffe wird. Longerich schreibt präzise, sachlich, klar – und schafft es dennoch, die beklemmende Wucht dieser Inszenierung erfahrbar zu machen. Ein Buch, das historische Aufklärung leistet und zur Aufmerksamkeit gegenüber gegenwärtiger Sprache mahnt. Fazit: Die Sportpalast-Rede 1943 ist mehr als eine historische Fallstudie. Es ist eine kluge, beklemmende Reflexion über Sprache als Instrument politischer Macht – damals wie heute.

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