Produktbild: Inniger Schiffbruch

Inniger Schiffbruch Roman

5

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.06.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,4/12,2/2,5 cm

Gewicht

297 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77135-6

Beschreibung

Rezension

»Es ist sprunghaft und episodisch angelegt, doch gerade so entsteht ein Bild – im Sinne eines dokumentarischen Realismus (...).« ("Stefan Michalzik, Frankfurter Neue Presse")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.06.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,4/12,2/2,5 cm

Gewicht

297 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77135-6

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • bolie

    aus Langscheid

    5/5

    26.09.2020

    eBook (ePUB 3)

    Nach dem Tod der Eltern…

    Nach dem Tod der Eltern sichtet der Autor deren Nachlass und ihm kommen viele Erinnerungen an die Kindheit. Aber auch Träume bringen ihn zum Nachdenken und in einem spielte ein Nashorn eine große Rolle. Daher auch das Cover. Er denkt an viele Verbote, die er wegen „Verfehlungen“ hinnehmen musste. Aber auch Erinnerungen an die Kittelschürze der Mutter, die Kirchgänge am Sonntag und immer gleiche Rituale, wie das Bad am Samstag, erinnert er. Fotoalben und Dias gibt es ebenfalls noch und im Album sind keineswegs Schnappschüsse zu sehen. Die wurden ausgesondert. Es musste alles perfekt sein. „Unser Kind“ zum Vorzeigen und verewigt in einem hellblauen Album. Viele Parallelen zu meiner Kindheit las ich und denke, dass es den meisten Nachkriegskindern so geht. Man war wieder wer und wollte nur noch in die Zukunft schauen. Sich etwas leisten und die Gräuel des Krieges schlicht und einfach vergessen. Die Kittelschürze meiner Mutter gehörte zu ihrem Outfit wie die Dauerwelle und der Kirchenbesuch am Sonntag. Ausdrücke wie : „vom anderen Ufer“ oder „der Jud“, hörte ich ebenfalls. Ist es ein Wunder, dass viele Kinder auch mit der emotionslosen und teilweise sogar kalten Kindheit nicht zurecht kamen und bis heute darunter leiden. Auch der Autor erlebt seit 30 Jahren Selbstzweifel und beschreibt seine Besuche bei der Therapeutin. Zu den erwähnten Filmen in „Inniger Schiffbruch“ „dbp20“ kann ich nichts sagen, wir hatten kein Fernsehen. Interessant, dass dieses Gerät bei den Wenzels in einen Raum unters Dach verbannt wurde. Ja, und dann die Erziehungsbücher der „uneinsichtigen Nazitante“ Johanna Haarer. Sie starb 1988 und ihre schriftlichen Ausschweifungen gibt es zum Glück nicht mehr. Von wegen, das Baby muss schreien, da es sonst Macht über die Mutter bekommt. Ja, es gab etliche Eltern, die sich daran hielten. Wie gut, dass das Erziehungsprogramm heute keine Anwendung mehr findet. Das Buch wurde nicht ohne Grund für die Longlist des „dbp20“ ausgewählt. Mir war aber das Hin und Her bei den kurzen Stippvisiten in Kindheit und Jugend des Autor zu wenig. Ich empfehle es aber trotzdem und ich denke, dass drei Sterne immer noch für ein gutes Buch stehen.

  • yellowdog

    4/5

    19.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das abgemagerte Rhinozeros

    Ausgehend von einem Traum über das Haus seiner vor 2 Jahren verstorbenen Eltern durchdenkt der Autor Frank Witzel verschiedene Erinnerungen und Reflexionen über die Familie. In den Kindheitserinnerungen entsteht ein Bild der vergangenen Zeit mit all seinen Merkmalen. Dabei gibt es einige wirklich gute Formulierungen, auch originelle literarische und philosophische Bezüge, z.B. Proust, Barthes, Thomas Bernhard, Walter Benjamin, Imre Kertész, Adorno. Hinzu kommen psychotherapeutische Einsprengsel. Ich habe das mit Interesse gelesen.

  • Bewertung

    2/5

    08.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Autobiographisches Schreiben eines...

    Autobiographisches Schreiben eines Alltagsmenschen mit Reflektionen über das autobiographisches Schreiben. Es liest sich, alsob man einer alten Person beim Erzählen über sein/ihr Leben zuhört.

  • Juti

    aus HD

    1/5

    21.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    enttäuschendes Missverständnis…

    enttäuschendes Missverständnis Vorweg empfehle ich der Leserin sich vor dem Kauf im Buchladen die ersten beiden Textseiten mit dem Rhinozerostraum zu lesen. Wem dies gefällt, der möge das Buch auch kaufen. Ich kann damit wenig anfangen. So fehlt mir in diesem Buch, das nicht gerade von einer durchgehenden Handlung strotzt, auch noch der Bezugspunkt. Ich wollte dieses Buch lesen, weil der Autor bei den Heidelberger Literaturtagen zu Gast war, doch dann habe ich die Lesung doch nicht besucht. Dann hoffte ich, dass ich ähnliche Geschichten wie von Annie Ernaux lese, doch waren Witzels Anekdoten für mich langweilig. Ich hoffte noch auf das zweite Kapitel, doch die Angst vor Kugelblitze auf S.49 (die man sicher auch metaphorisch sehen kann, doch wenn die erste Ebene nicht stimmt, nutzt auch die zweite Ebene nicht) und die seitenlange Analyse von Peterchens Mondfahrt, kurz unterbrochen von den Eulenspiegel der Mainzer Fasnacht überzeugten mich nicht. Als Schachspieler freut mich aber, dass ich nach genau 64 Seiten dieses Werk zur Seite legen konnte. Und so endet meine Schiffbruchsepisode mit Blumenberg und Witzel enttäuschend. 1 Stern

  • Bories vom Berg

    aus München

    1/5

    21.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grandios gescheitert Als ein…

    Grandios gescheitert Als ein Erzählexperiment der besonderen Art erweist sich Frank Witzels neuer Roman «Inniger Schiffbruch», wirkt darin doch die psycho-therapeutische Aufarbeitung seiner eigenen Kindheit direkt auf den eigentlichen Schreibprozess zurück, er kommentiert sich permanent selbst. In ständigen Selbstzweifeln wird in dieser kaum fiktionalisierten Autobiografie immer wieder auch die Frage nach der Erzählbarkeit dessen aufgeworfen, wovon der Autor in Form einer breit angelegten Vergangenheits-Bewältigung berichtet. Die Figur des von Selbstzweifeln geplagten Ich-Erzählers in dieser literarischen Psychoanalyse vereint also Therapeut und Patient in einer Person. Ein schwieriges Unterfangen, das zum Scheitern verurteilt ist, und prompt erleidet der Autor denn auch literarisch «innigen Schiffbruch» mit seiner seelischen Tiefenlotung. Statt ‹Roman› nämlich, der als Narrativ ohne jede Handlung nur falsche Erwartungen weckt, wäre ‹Sachbuch› die angemessene literarische Form gewesen für diesen intellektuell recht anspruchsvollen und zudem auch interessanten Stoff. Nach dem Tod des Vaters ist der Sohn mit dessen Nachlass beschäftigt, die Mutter war schon zwei Jahre zuvor verstorben. Er sichtet einen Riesenbestand an Fotoalben, Diakästen, Super8-Filmspulen, Briefen, Tagebüchern und anderem mehr, wozu auch bis zu vier, jahrzehntelang parallel geführte, Kalender des pedantischen Vaters gehören. Bei dieser Recherche wird eine Unzahl an Erinnerungen geweckt, die nicht nur auf den materiellen Nachlass gestützt sind, sondern ergänzend auch auf Erzählungen der Eltern und Großeltern. Beide Eltern waren vom Krieg traumatisiert, die aus wohlhabendem Hause stammende Mutter wurde als 16Jährige aus Schlesien vertrieben, der Vater machte nach dem Krieg notgedrungen eine Lehre als Kaufmann. Er wandte sich dann jedoch der Musik zu, musste aber seine Hoffnungen auf eine Karriere als Pianist und Komponist schon bald aufgeben, wurde Musiklehrer und fungierte außerdem auch als Organist und Chorleiter seiner Kirche. Das Elternpaar ist auf seine Weise also nazigeschädigt und verdrängt in den Jahren des Wirtschaftswunders, wie so viele andere auch, die unrühmliche Vergangenheit. Fast alle Erinnerungen des Autors beziehen sich auf den ebenso bigotten wie strengen Vater mit seinem brutalen Erziehungsterror, die Mutter hat kaum verwertbare Spuren für seine Erinnerungsarbeit hinterlassen, und auch sein Bruder kommt so gut wie gar nicht vor. Auffällig ist zudem die scheinbare Bindungslosigkeit des Autors, Frauen werden allenfalls mal in einem Halbsatz erwähnt. Äußerst befremdlich, aber zudem auch symptomatisch erscheint seine Feststellung, dass er einfach nicht trauern könne um seine Eltern, er kommt ihnen auch posthum nicht nahe. Eine Stärke dieses zutiefst meditativen Buches ist die anschauliche Beschreibung der Lebenswirklichkeit in der BRD, die materiell mit dem Stichwort ‹Nierentisch› und kulturell mit ‹Beatclub› umschrieben werden kann. Ergänzend zu seinen zahlreichen Träumen und endlosen Grübeleien zieht der Autor auch jede Menge Sekundärliteratur heran, seine Zitierliste umfasst 22 Bücher von Adorno bis Vittorini, und auch der Buchtitel ist ein Zitat aus Rilkes Übersetzung von Leopardis berühmtem Gedicht «L’infinito». Auf seiner rastlosen Suche nach dem Unausgesprochenen, dem schamhaft Verdrängten im Labyrinth der Vergangenheit, verwendet der Autor eine Technik, bei der er eigene Erinnerungssplitter assoziativ mit materiell gespeicherten Memorabilien vermischt. Dabei werden allerlei Diskrepanzen zu Tage gefördert, Erinnerungen lassen sich nun mal nicht objektivieren. Durch das ständig wiederholte Hinterfragen, das letztendlich ja zu nichts hinführt, wird die Lektüre nicht nur beschwerlich, sondern allmählich auch immer langweiliger. Und viele der Details und Assoziationen, in die er sich verliert, mögen für Frank Witzel wichtig sein, nicht aber für den geplagten Leser. Dieser Roman ist als solcher grandios gescheitert!

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