Aristotelisches und episches Theater. Das Verhältnis beider Theaterformen in Brechts "Der gute Mensch von Sezuan"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.10.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
26 (Printausgabe)
Dateigröße
554 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346752932
Sei es im Bewusstsein der Theaterbesucher*innen des 20. Jahrhunderts oder dem der Schüler*innen der vergangenen Jahrzehnte, das epische Theater ist untrennbar mit dem Namen Bertolt Brecht verbunden. Dieser Status sorgt dann auch für eine massenhafte Rezeption von Brechts Theatermodell, das ebenfalls unter der Bezeichnung nicht-aristotelisches Theater bekannt ist. Der Name legt es schon nahe: In der Mehrheit der Texte von gängigen Lehrmaterialien und -plattformen bis hin in einige Fachveröffentlichungen wird Brechts Theater als direkter Gegensatz zum klassischen, von Aristoteles geprägten Theater verstanden. "Im Gegensatz zur klassischen Form [dem aristotelischen Theater] wurde 1926 von Bertolt Brecht das epische Theater entwickelt." In Zusammenfassungen dieser Art schwingt auch immer die Ansicht eines spontanen kreationistischen Aktes mit, Brecht hätte sich in einem radikalen Gesinnungswandel vom traditionellen Theater losgelöst und eine eigene Form geschaffen, um die gesamtgesellschaftlichen Tendenzen und Veränderungen auszudrücken, aber zugleich auch auf sie einzuwirken. Aus diesem Grund sind Brechts Reflexionen über seine Theaterarbeit und Kunst allgemein immer durch den soziologischen Aspekt bestimmt, denn er schafft Kunst gezielt für das Publikum, um es auf eine bestimmte Weise konkret politisch und kritisch zu bewegen.
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