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Gewalt

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20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

Edition Atelier

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

19/12,4/2 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99065-093-6

Beschreibung

Rezension

»Jo Frank hat in seinem zweiten Buch mit einer Sprache, die fast körperlich aus den Seiten greift, über das Thema der Gewalt geschrieben. Eine poetische Sprache, zum Teil atemlos …« (Maria-Christina Piwowarski, blauschwarzberlin)
»Wie lässt sich in festen Strukturen der Sprache über traumatische Erfahrungen, über Gewalterfahrungen sprechen, wie lässt sich sagen, was doch gerade als Ende aller geregelten Kommunikation erfahren wird? Oder anders: Lassen sich Schläge in Wort und Satz nachzeichnen? Jo Frank, und das ist die große Leistung seines Buches, kann dieses Problem bewältigen, indem er seinen Text immer wieder neu aufbricht und umgräbt, seine eigene Autorität als Erzähler sozusagen beschädigt.« (Jörg Schieke, MDR Kultur)
»Der Schriftsteller und Verleger Jo Frank legt in diesem Frühjahr eine Untersuchung zu diesem Thema vor – einen überaus lesenswerten, in seiner Fragestellung immer wieder neu ansetzenden Text eben zu diesem Thema – Gewalt in unserer Gesellschaft.« (Katrin Schumacher, MDR Kultur)

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

Edition Atelier

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

19/12,4/2 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99065-093-6

Herstelleradresse

Literaturverlag Poll GmbH
Nußdorfer Straße 62/2|1090|Wien|AT
office@editionatelier.at

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  • Bewertung

    5/5

    02.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Suche nach Worten für Gewalt

    »Es gibt eine Gewalt, die sich in ihrem Schweigen erhält.« | |87 Wow, was ist das? Jo Frank hat mit »Gewalt« ein essayistisches Langgedicht geschrieben, einen lyrisch-prosaischen Essay, eine essaistisch-lyrische Prosa über das Suchen und Finden einer Sprache von Gewalt. »Gewalt« zieht hinein in persönlichste, konkrete, sich verkörpende Gewalt, die vergangen war und immer Jetzt bleibt, die Ich ist, die Du ist, aber niemals Wir. Gewalt, die von A in Richtung B, in Richtung C, D, E, F wirkt und wahrscheinlich weiter. C ist kein Kind und redet nicht über Gewalt, pschhht! D hat besonderes Denken, versteht Gewalt vielleicht nicht, versteht Angst. Doch mehr ist nicht zu sagen über Andere als B, für A, C, D, E und F kann und mag B keine Sprache finden. »Gewalt« wiegt jede Formulierung auf. Wenn ein Wort oder ein Satz andere Formulierungen auslöst, finden sich Fußnoten, lange suchende Fußnoten, auch Fußnoten der Fußnoten. Im Grunde fürchterlich, diese Fußnoterei, die ich sonst nur in wissenschaftlichen Texten erdulde. Doch hier fügen sie sich stilistisch ein, finden eine neue Form, die das Lesen zu einem wiederkehrenden Vor- und Zurückblättern macht, die einen fließenden, rhythmischen Sound erzeugt, der unterstützt wird durch die sich durch »Gewalt« ziehenden Wiederholungen von Worten, Sätzen und Passagen. Die Form prägt den Sound von »Gewalt« und führt hin zu einer immer präzisieren und mit sich selbst ehrlicheren Sprachfindung, die ihre Unzulänglichkeiten zu akzeptieren versucht. Dass sich Frank mit Sprache, Theorien und Diskursen intensiv auseinandersetzt, fließt fast beilaufig in den Text. Er widersteht der Versuchung, darin ein Schutzschild zu finden, es zu benutzen zur Vereineindeutigung seiner Worte und Wahrnehmung. Klingt abstrakt? Das ist es. Klingt schwer greifbar? Das ist es gar nicht. »Gewalt« ist direkt und pur. Selten habe ich einen so nahen, intimen, um Offenheit ringenden Text gelesen. »Gewalt« hat mich berührt, auch belastet, beim Lesen eine Öffnung in eigene nicht zur Sprache gefundene Anteile provoziert und gestärkt. Ich bin begeistert und mitgenommen.

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