"Systemsprenger" von Nora Fingscheidt. Welche Umstände und Ereignisse haben zum Verhalten von Benni geführt und wie hätte der Hilfeprozess optimaler g
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
31.10.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
647 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346754141
Der Film "Systemsprenger" von Nora Fingescheidt, welcher im September 2019 von der Port au Prince Picture GmbH herausgebracht wurde, thematisiert und kritisiert das aktuelle gesellschaftliche System und dessen Strukturen in Bezug auf verhaltensauffällige Kinder im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe.
Im Mittelpunkt steht die 9-jährige Bernadette, die jedoch nur Benni genannt werden möchte. Ihr Auftreten ist eher burschikos. Pflegefamilien, Wohngruppen und Schulen musste sie aufgrund ihres aggressiven, extrovertierten und unvorhersehbaren Verhaltens verlassen. Auch mehrere Psychiatriebesuche hat sie bereits hinter sich gebracht. Bei ihrer Mutter, Bianca, kann Benni nicht wohnen, da diese sichtlich mit ihr überfordert ist und Angst vor ihrem Kind hat. Immer wieder wird Benni von ihr versetzt und vertröstet. Jedoch ist der "Rückzug" zur Mutter Benni's größter Wunsch. Benni hat kein Zuhause und das System scheint mit ihr überfordert. Anhand mehrerer Situationen wird deutlich, dass Benni unter einem traumatischen Erlebnis aus der frühen Kindheit leidet, aufgrund dessen niemand ihr Gesicht berühren darf. Auch die zuständige Frau vom Jugendamt scheint an ihre Grenzen zu stoßen, da nach zahlreichen gescheiterten Versuchen niemand mehr Benni aufnehmen möchte. Als letzte Idee beantragt sie einen Anti-Gewalt-Trainer namens Micha. Dieser arbeitet normalerweise mit Jugendlichen und nicht mit Kindern in Benni's Alter. Zu Beginn gibt Benni Micha keine Chance. Doch mit der Zeit gewinnt er ihr Vertrauen. Micha hat die Idee, gemeinsam mit Benni in die Natur in eine abgelegene Waldhütte zu fahren und dort ein paar Wochen ohne Strom und fließendes Wasser, abgelegen vom Alltag und der Zivilisation, zu leben und mit Benni intensiv pädagogisch in Eins-zu-Eins-Betreuung zu arbeiten. Benni baut eine Bindung zu Micha auf und möchte nach ihrer Rückkehr bei ihm bleiben, sodass sie plötzlich vor Michas Tür steht und in sein Privatleben eindringt. Dieser macht Benni jedoch schlussendlich deutlich, dass er sie nicht aufnehmen und nicht in sein Privatleben lassen kann.
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