„Hast schon gehört?“ „Was meinst?“ „Na die Sache mit dem jungen Grafen.“ „Was ist mit dem? Jetzt sag schon.“ „Er heiratet ein Mädchen von hier. Isabella Kirnbauer.“ „Oh … das ist ja …“
Jeder im Bezirk wusste, wer der Isabella ihr Vater war. Der alte Säufer. Und ihre Großmutter – über die sprach man besser gar nicht. Das ist ja wie in der „Neuen Post“. Nur besser, weil man im Südburgenland ist und die Leute persönlich kennt. Und dass dann die Gegenbraut auf der Hochzeit Blut spuckend zusammenbricht, ist erst der Anfang der Katastrophe …
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
kleinschorschi
Thalia Book Circle Community
5/5
06.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannender und amüsanter Gartenkrimi
Aufblattelt ist bereits der dritte Band der Reihe rund um den Klub der Grünen Daumen. Es ist ein unterhaltsamer Mix aus Regionalkrimi, Humor und Dorfleben. Auf 458 Seiten entfaltet sich ein Kriminalroman, der weit mehr bietet als einen klassischen Mordfall. Schauplatz ist das Südburgenland, wo Klatsch, Geheimnisse und ein rätselhafter Mord für reichlich Spannung sorgen. Die Geschichte beginnt mit einer ungewöhnlichen Hochzeit zwischen einem jungen Grafen Ferdinand von Hohenfelsen und Isabella Kirnbauer, einer Frau aus einfachen Verhältnissen. Als während der Feier eine Brautjungfer blutspuckend zusammenbricht und stirbt, wird aus dem gesellschaftlichen Ereignis ein Kriminalfall. Weitere rätselhafte Vorfälle, Geheimnisse innerhalb der Adelsfamilie und ein mysteriöser Wilderer sorgen dafür, dass Vera Horvath und die Frauen des Gartenclubs erneut ihre Spürnasen einsetzen.
Besonders gelungen sind die lebendigen Figuren, die mit viel Charme, Witz und Ecken und Kanten gezeichnet sind. Die Mitglieder des Gartenklubs wachsen einem schnell ans Herz und sorgen mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten immer wieder für humorvolle Momente. Gleichzeitig vermittelt die Autorin viel regionales Flair und lässt ihre Liebe zum Südburgenland in die Handlung einfließen. Auch das eingestreute Wissen über Pflanzen und Gartenarbeit macht den Roman zu etwas Besonderem.
Der Kriminalfall entwickelt sich in einem angenehmen Tempo. Zahlreiche Verdächtige, überraschende Wendungen und gut platzierte Hinweise halten die Spannung bis zum Schluss aufrecht, ohne dass die humorvollen Szenen zu kurz kommen.
Der Schreibstil ist locker, bildhaft und mit österreichischem Sprachwitz versehen. Gerade die Dialoge verleihen dem Roman Authentizität und machen das Lesen sehr unterhaltsam. Wer regionale Ausdrücke mag, wird daran besonders viel Freude haben.
Auch wenn man die Vorgängerbänden, so wie ich, nicht kennt, kann dieses hier auch sehr gut ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Fazit:
Aufblattelt ist ein gelungener Wohlfühlkrimi mit sympathischen Figuren, viel Lokalkolorit, einer spannenden Kriminalhandlung und einer guten Portion Humor. Die Mischung aus Gartenleidenschaft, Dorftratsch und Krimi macht das Buch zu einer kurzweiligen Lektüre für Fans von Regionalkrimis. Trotz kleiner Längen überzeugt der Roman mit Atmosphäre, originellen Charakteren und einem stimmigen Ende.
Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!
Jep, ich hab noch nie einen Gartenkrimi gehört. Meine Freundin hat ihn mir empfohlen, habe aber direkt zum Hörbuch gegriffen. Gute Entscheidung! Die Sprecherin ist zwar für meinen Geschmack einen Tick zu schnell, aber daran gewöhnt man sich. Und dann genießt man die coole Story. Da schau her, so lebt es sich also im Burgenland! *lach*
jam
5/5
26.02.2023
eBook (ePUB)
Eigenständiger dritter Teil einer gelungenen Reihe von Gartenkrimi mit Lokalkolorit und Herz!
„Ich sag immer, der Totengräber ist der letzte Mann, der mich einmal nackt sehen wird“, stellte Hilda fest.
Kapitel 5
Aber noch ist es nicht soweit, im Moment erfreut sich Veras Mutter Hilda bester Gesundheit und hat auf dem Oberwarter Markt auch noch den sympathischen Graf Bertl von Hohenfelsen kennengelernt. Sein Stiefsohn Ferdinand hat sich gerade mit Veras Gartenfreundin Isabella verlobt, was seine Mutter Katha nicht grad erfreut. Zu fragwürdig ist Isabellas Herkunft. Und außerdem hat Katha auch andere Sorgen – in ihrem Wald wird gewildert und Ehemann Bertl ist ihr seit seiner Rückkehr aus Brasilien nur noch lästig.
Just bei der Hochzeit von Isabella und Ferdl kommt es dann auch noch zu einem Todesfall – Mord?!
Journalistin Vera kann es nicht lassen und recherchiert auf eigene Faust!
Dies ist der dritte Gartenkrimi von Martina Parker und ich finde, wieder ein gelungener Mix aus Spannung, Gartenkunde und Lokalkolorit! Wir erfahren viel über die Sitten und Gebräuche im ländlichen Südburgenland, bekommen Tipps für die richtige Verwendung von Kräutern samt Rezepte - und ganz nebenbei flicht sie aktuelle Themen wie zum Beispiel die Abholzung des Waldes ein.
Auch wenn dies der dritte Teil einer Reihe ist, kann er unabhängig von den ersten beiden gelesen werden, ohne dass man große Verständnisprobleme hat.
Der Fall ist spannend und überraschend bis zuletzt. Was haben die Wilderer mit den Anschlägen auf die von Hohenfelsen zu tun? Wer hat es auf die gräfliche Familie abgesehen und warum?
Zu allem Überfluss hat Töchterchen Letta eine neue Freundin, die sie auf dumme Gedanken bringt und Ex Tom taucht auch immer wieder auf – samt Bestatterfreundin Betty.
Mittendrin Vera, die für den „Burgenländischen Boten“ schreibt, versucht, das Haus der Urlioma, in dem sie wohnt, umzubauen, obwohl sie als Frau von den Handwerkern nicht für voll genommen wird. Eine bodenständige Frau, die sich durchzusetzen versucht, auch gegen Mama Hilda, die genau weiß, was gut für sie ist. Absolut authentisch und liebenswürdig ist sie das Herz dieses Krimis.
Der Erzählstil ist locker und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin und ich fand alle Aspekte sehr interessant. Die privaten Verstrickungen, den Kampf um den Wald, die Versuche, ihn und seine Bewohner zu schützen ebenso wie die sehr unterschiedlichen Mitglieder der Familie von Hohenfelsen.
Fazit: Eigenständiger dritter Teil einer gelungenen Reihe von Gartenkrimi mit Lokalkolorit und Herz!
jam
5/5
26.02.2023
Buch (Taschenbuch)
„Ich sag immer, der Totengräbe…
„Ich sag immer, der Totengräber ist der letzte Mann, der mich einmal nackt sehen wird“, stellte Hilda fest. Kapitel 5 Aber noch ist es nicht soweit, im Moment erfreut sich Veras Mutter Hilda bester Gesundheit und hat auf dem Oberwarter Markt auch noch den sympathischen Graf Bertl von Hohenfelsen kennengelernt. Sein Stiefsohn Ferdinand hat sich gerade mit Veras Gartenfreundin Isabella verlobt, was seine Mutter Katha nicht grad erfreut. Zu fragwürdig ist Isabellas Herkunft. Und außerdem hat Katha auch andere Sorgen – in ihrem Wald wird gewildert und Ehemann Bertl ist ihr seit seiner Rückkehr aus Brasilien nur noch lästig. Just bei der Hochzeit von Isabella und Ferdl kommt es dann auch noch zu einem Todesfall – Mord?! Journalistin Vera kann es nicht lassen und recherchiert auf eigene Faust! Dies ist der dritte Gartenkrimi von Martina Parker und ich finde, wieder ein gelungener Mix aus Spannung, Gartenkunde und Lokalkolorit! Wir erfahren viel über die Sitten und Gebräuche im ländlichen Südburgenland, bekommen Tipps für die richtige Verwendung von Kräutern samt Rezepte - und ganz nebenbei flicht sie aktuelle Themen wie zum Beispiel die Abholzung des Waldes ein. Auch wenn dies der dritte Teil einer Reihe ist, kann er unabhängig von den ersten beiden gelesen werden, ohne dass man große Verständnisprobleme hat. Der Fall ist spannend und überraschend bis zuletzt. Was haben die Wilderer mit den Anschlägen auf die von Hohenfelsen zu tun? Wer hat es auf die gräfliche Familie abgesehen und warum? Zu allem Überfluss hat Töchterchen Letta eine neue Freundin, die sie auf dumme Gedanken bringt und Ex Tom taucht auch immer wieder auf – samt Bestatterfreundin Betty. Mittendrin Vera, die für den „Burgenländischen Boten“ schreibt, versucht, das Haus der Urlioma, in dem sie wohnt, umzubauen, obwohl sie als Frau von den Handwerkern nicht für voll genommen wird. Eine bodenständige Frau, die sich durchzusetzen versucht, auch gegen Mama Hilda, die genau weiß, was gut für sie ist. Absolut authentisch und liebenswürdig ist sie das Herz dieses Krimis. Der Erzählstil ist locker und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin und ich fand alle Aspekte sehr interessant. Die privaten Verstrickungen, den Kampf um den Wald, die Versuche, ihn und seine Bewohner zu schützen ebenso wie die sehr unterschiedlichen Mitglieder der Familie von Hohenfelsen. Fazit: Eigenständiger dritter Teil einer gelungenen Reihe von Gartenkrimi mit Lokalkolorit und Herz!
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