„Madam, sind Sie bereit?“ War ich es? Ich wusste es nicht und schaute mich um. All die Blumen, das weiße Kleid, welches ich trug. Zuvor wurde ich frisiert und geschminkt. War es Realität oder ein Traum?
Mit dem Leben unzufrieden, beschließt Melissa ins südamerikanische Glenshire auszuwandern, wo sie ihre große Liebe, Dauphin Philippe, findet. Nach einem Anschlag auf dessen Leben retten Chris und Colm den Thronfolger, worauf eine Freundschaft entsteht. Was niemand wissen darf, Chris und Colm sind queer, was im Königreich als Krankheit gilt.
Philippe macht Melissa einen Heiratsantrag und erfährt, dass sie Europäerin ist, was eine Ehe zunächst unmöglich macht. Zudem leidet er an Depressionen und hat mehrere Suizidversuche hinter sich. Ist Melissa der Aufgabe am Hof gewachsen?
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Franziska Wickihalder schafft es mit ihrem Debütroman "Schmetterlinge in Glenshire" den Leser in eine unbekannte Welt zu entführen. Eine Welt, die bis zur letzten Seite effektiv keinen Sinn ergibt, respektive den Leser auch nur annähernd Teil daran haben lässt. Die Hauptfigur, Melissa Taubert, flieht regelrecht vor ihrem langweiligen Leben aus Deutschland in das kleine südamerikanische Land Glenshire. Auf ihrer Reise von ihrem neuen Leben als unbedeutende Bücherladen Maus zur Ehefrau des "Thronerben", begegnen ihr allerlei Situationen, die sie herausfordern könnten, welche sie aber ohne weitere Mühen und Anstrengungen auf wundersame Weise überwindet oder meistert. Hinter verschlossenen Bibliotheks Türen werden weiterhin Regeln des Hofes befolgt, eine zeitliche Struktur der Handlung bleibt unbegreiflich (ständig finden Zeitsprünge statt, die keinen Sinn ergeben), weder mit der Protagonistin, noch mit ihrem Traumprinzen kann der Leser annähernd eine Verbindung aufbauen. Dies liegt vermutlich daran, dass kein einziger Charakter in diesem Buch an Herausforderungen wächst, geschweige denn sich weiter entwickelt. Melissa Taubert beschwert sich über die gesamte Geschichte hinweg über ihr weiterhin langweiliges Leben, nun am Hofe des Königshauses Glenshires, ihr unbeholfener Gefährte bleibt weiterhin der unsympathische, alkoholkranke Thronerbe, der sich, in seiner Verzweiflung eine Partnerin zu finden, in die erstbeste Frau im Park "verliebt". Warum, das erfährt der Leser nie, denn selbst er lernt seine Partnerin nicht wirklich kennen und scheint sich generell mit der Welt innerhalb und außerhalb des Palastes nicht auszukennen.
Hier ein Beispiel: der Thronerbe, auch Dauphin genannt, steht morgens um 04:00 h auf und verbringt erstmal einige Zeit im hauseigenen Gym. Soweit so gut.
Dann folgt ein Frühstück und der junge Mann begibt sich ins Parlament, wo er stundenlang einer Tätigkeit nachgeht, wobei der Leser keine weiteren wesentlichen Details erfährt. Obwohl er dies scheinbar bereits eine Weile macht, wie lange bleibt verborgen, weiß der zukünftige Herrscher des Landes nicht was Homosexualität ist und warum es in seinem Land, in welchem er in naher Zukunft herrschen wird, verboten ist.
Da fühlt man sich als Leser milde gesagt ziemlich verarscht, wenn selbst die einfachsten Fragen oder Situationen keinen logischen Hintergrund aufweisen, geschweige denn im gesamten Konzept nachvollziehbar sind.
Nunja, all dies wäre vielleicht einigermaßen erträglich gewesen, wenn doch nur das Layout, die Sätze in ihrer Gesamtheit, die Rechtschreibung, die Grammatik usw. stimmig wären. Es ist optisch und leserlich eine Qual gewesen, sich in dem Buch zurechtzufinden.
300+ Seiten endloses Blabla, keine Charakterentwicklung, keine Konflikte, keine Antagonisten, keinen Sinn.
Bewertung
5/5
07.08.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Weckt den Wunsch auf mehr
Spannender und flüssiger Roman. Es werden viele aktuelle Themen wie Depressionen, Alkoholsucht und Homosexualität angesprochen.
Obwohl es ein happy End gibt, weckt er den Wunsch auf eine Fortsetzung.
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