München, 1963. Für die junge Leni wird ein Traum wahr: Sie wurde für einen der begehrten Praktikumsplätze bei Starfriseur Vidal Sassoon in London ausgewählt. Das erste Mal in ihrem Leben verlässt sie ihre Heimat und entdeckt in der pulsierenden Metropole das Lebensgefühl der Swinging Sixties - bis ein Versprechen, das Leni ihrer Mutter gab, ihre neu gewonnene Freiheit überschattet. Ihre Schwägerin Charlotte tritt unterdessen eine Stelle im Münchner Modehaus Bogner an, wo sie den charismatischen Fotografen Walter kennenlernt. Sein leidenschaftliches Temperament fasziniert sie, doch ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit führt schon bald zu Konflikten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
aus Wertingen
5/5
31.05.2026
eBook (ePUB)
Der Salon
Ein Buch, das zwischen 1963 und 1965 spielt und ohne Social Media auskommt. Leni arbeitet inzwischen in einem renommierten Frisiersalon als sie die Gelegenheit bekommt, in London im Vidal Sassoon ein Praktikum zu machen. Hier in dem Swinging London gefällt es ihr gut und sie kommt mit neuen Ideen nachhause. Ihre Mutter möchte aber, dass sie deren Frisiersalon auf dem Land übernimmt, Charlotte hat inzwischen eine Anstellung bei Bogner in München bekommen und der smarte Fotograf Walter wirbt um sie. Der kleine Peter wird von allem Familienmitglieder umsorgt, vor allem Onkel Schorsch und er sind ein Herz und ein Seele. Aber auch Leni lehnt den Antrag von Schorsch ab, möchte sie doch Karriere machen und nicht nur für Kinder und Küche zuständig sein. Und dann trifft ein weiterer Schicksalsschlag die kleine Familie, die alles zu veränmdern scheint. In diesem zweiten Teil läßt uns die Autorin n die Nachkriegszeit schauen und das Wirtschaftswunder nimmt langsam Form an, man kann sich immer mehr leisten. Auto; Fernseher, Telefon, Waschmaschine. Aber hier werden auch geschichtliche Ereignisse in den Roman eingeflochten und es wird auf reelle Personen aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung hingwiesen. Ganz besonders lebt die junge Generation ein anderes Leben mit Musik von den Beatles, dem Minirock, deM Haarschnitt und es gibt auch schon die Pille, die aber nur verheiratete Frauen bekommen. Kriegsdramen werden nicht verheimlicht, was hier in der Person von Anna gezeigt wird. Ein Roman, der den Leser sehr gut unterhält. Die Ausdrucksweise der Autorin ist gut verständlich, sie versteht das Leben in dem Buch so darzustellen, dass man gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann. Eine Familiensaga, die der Wirklichkeit entsprungen sein könnte.
sommerlese
5/5
06.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Wunderbar erzählter Charme der Sixties mit Lebensgefühl und Einblicken ins Friseurhandwerk
"Der Salon - Ein hoffnungsvoller Aufbruch" von Julia Fischer erscheint im Lübbe Verlag, es ist der zweite Band der Salon-Dilogie.
München 1963: Leni, Mutter Käthe und Schwägerin Charlotte haben schwierige Zeiten hinter sich, nun eröffnen sich ihnen neue Möglichkeiten. Leni bekommt einen der begehrten Praktikumsplätze bei Starfriseur Vidal Sassoon in London, dort bekommt sie neue und moderne Einblicke in den Friseurberuf. Für Charlotte bietet sich die Chance als Assistentin bei der Modefirma Bogner, Käthe führt weiterhin ihren kleinen Friseursalon und alle drei Frauen kümmern sich liebevoll um Charlottes Sohn Peter. Charlotte lernt den Fotografen Walter kennen, Leni trifft Karl wieder, beiden Frauen fällt die Entscheidung für einen Mann schwer, denn die Verantwortung für die Familie ist ihr Hauptaugenmerk.
Der zweite Band beginnt im Jahr 1963 und Julia Fischer lässt auf anschauliche Weise den Charme der Zeit bildhaft werden. Mit dem Wirtschaftswunder haben die Menschen wieder neuen Lebensmut und wollen die Mode und Frisuren der Zeit mitmachen.
Leni ist eine starke junge Frau, die sich von den Unwegbarkeiten des Lebens nicht von ihrem großen Ziel, einem eigenen Friseursalon abhalten lässt. Das Wohl ihrer Familie steht aber über diesem Ziel. Gemeinsam mit Charlotte stellt sie sich den Herausforderungen und lässt sich von den gesellschaftlichen Veränderungen mitreißen. Ihre Mutter Käthe ist von den modischen Neuerungen der kurzen Rocklänge nicht überzeugt, doch durchsetzen kann sie sich nicht.
Die lebendig angelegten Charaktere hat Julia Fischer facettenreich mit eigenen Wünschen und Träumen ausgestattet und lässt ihr Leben vor dem Hintergrund des Zeitgeschehens ablaufen. Dabei lässt sie die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen der Zeit einfühlsam in die Geschichte einfließen und behält trotzdem die persönlichen Ziele von Leni und Charlotte im Vordergrund.
Die Lebenswege junger Frauen waren in den 60er Jahren nicht auf Karriere und beruflichen Erfolg ausgerichtet, doch Leni und Charlotte bekamen Schützenhilfe ihrer Mutter und haben die sich ihnen bietenden Chancen ergriffen. Ich fand es sehr interessant, wie Leni erfolgreich ihr Praktikum bei Vidal Sassoon absolviert und sich dadurch zu einer selbstbewussten Frau weiter entwickelt. Und auch den Lebensweg der sympathischen Charlotte habe ich gerne begleitet und miterlebt, welche Schwierigkeiten sie als allein erziehende Mutter zu bewältigen hat. Als junge Frauen erleben sie auch einige romantische Erlebnisse, die ihr Leben aufmischen, wie sie sich am Ende entscheiden, sorgt für den interessanten Ausgang der Geschichte.
Julia Fischers authentisch und einfühlsam erzählter Roman bietet eine wunderbar stimmige Zeitreise, die die Sixties authentisch miterleben lässt und insbesondere die Frisuren und Mode der Zeit bildhaft darstellt. Ein Roman für schöne Lesestunden über eine Aufbruchstimmung mit Emotionen, wirtschaftlichen Veränderungen und persönlichen Zielen.
Toller Roman mit einem Mix aus Lebensart, Zeitgeist und Klatsch, bei der die gesellschaftlichen Veränderungen, sowie Frisuren und Mode besonders im Fokus stehen. Gut geschrieben!
Monika Schulte
aus Hagen
5/5
26.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein wunderbarer zweiter Teil!
Leni träumt davon, einmal einen eigenen Salon in München zu eröffnen. Zuvor hat sie jedoch die Chance, ein Praktikum bei Vidal Sassoon in London zu absolvieren. Ein Praktikum, das ihr weiteres Leben verändern wird, doch was ist mit dem Versprechen, das sie einst ihrer Mutter gegeben hat? Auch Lenis Schwägerin Charlotte macht ihren Weg. Sie startet im Modehaus Bogner durch.
Die Geschichte spielt in einer Zeit, als Frauen noch nicht viele Karriere-Optionen hatten, aber Leni und Charlotte sind entschlossen, ihre Träume zu verwirklichen.
Julia Fischer beschreibt sehr lebendig, wie Leni sich in London zurechtfindet, ihr Praktikum dort meistert und ihre Persönlichkeit weiterentwickelt. Leni, wie auch Charlotte, sind sympathische Figuren, die der Leser gerne zur Freundin haben würde.
Die beiden Frauen erleben Höhen und Tiefen und lernen viel über das Leben. Natürlich kommen dabei auch romantische Verwicklungen ins Spiel.
Julia Fischer hat mit "Der Salon - Ein hoffnungsvoller Aufbruch" einen wunderschönen zweiten Teil geschaffen, die den Geist und Charme der 1960er Jahre einfängt und den Leser auf eine unvergessliche Reise dorthin mitnimmt.
Sabrina Schneider
5/5
05.01.2023
eBook (ePUB)
Sehr gute Geschichte mit viel Friseurhandwerk, mutigen Schritten, Modebewusstsein, Aufbruchstimmung a la 60er und sympathischen Charakteren
Das wunderschöne Buchcover, der vielversprechende Klappentext und auch das positive Leseerlebnis mit dem Auftaktband vom Salon haben mich neugierig auf diesen 2. Band gemacht.
Das Buch ist in einem angenehmen, gut verständlichen, unaufgeregten Schreibstil und der farbige nachvollziehbare Erzählstil schafft es das man mitfiebert.
Die Charaktere die schon aus dem 1. Teil bekannt sind bekommen weitere Tiefe und die neuen Personen die neu dazugekommen sind passen sich gut in die Handlung ein.
Das Wiedersehen mit Marlene, Karl, Schorsch, Frieda, oder Charlotte der ehemaligen Mannequin und Mutti Käthe fühlt sich wie nach Hause kommen an.
Auch Walter mit seiner dunklen Vergangenheit hat mein Herz erobern können.
Die kleinen Anekdoten wie es mit den Protagonisten nach Beendigung des 1. Teils weitergegangen ist und wo sie jetzt im Leben stehen ist interessant entwickelt.
Was mir weiterhin sehr gut gefallen hat ist die 60er Jahre Stimmung die mit zeitrelevanten Gegenständen glaubwürdig untermalt ist.
Auch der Tatendrang und Mut zur Veränderung ist deutlich spürbar transportiert, das Leben im liberalen London hebt sich klar vom "verstaubten" Münchner Vorort ab.
Erwähnt werden auch bekannte Markennamen im Friseurwesen, aus der Modewelt und verschiedenste berühmte Persönlichkeiten aus dieser Zeit die man so nicht erwartet aber dabei authentisch in die Handlung eingewoben sind.
Die nötige Spannung wird durch Zwistigkeiten, Probleme oder sogar Intrigen erzeugt und die Charaktere kämpfen sich mit mutigen Schritten, Zusammenhalt und Biss durch Schicksalsschläge oder Geheimnisse was alles in gut dosierten Verhältnissen transportiert wird.
Ich möchte weiterhin Bücher von dieser Autorin lesen und würde auch die Salonsaga weiterverfolgen sollte es weitere Teile davon geben.
Ich vergebe 5 gut gestylte Sterne für Der Salon und werde dieses Buch guten Gewissens sehr gern weiterempfehlen.
Lesefuchs - Bücher mit Herz
aus Bargteheide
5/5
03.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Einige große Veränderungen
Im April 2022 habe ich Ihnen den 1. Band eines neuen Zweiteilers einer meiner Lieblingsautorinnen vorgestellt – „Der Salon 01 – Wunder einer neuen Zeit“. Darin entführte sie uns ins München der 50er Jahre. Ein großartiger Roman über die Träume der jungen Menschen, die aber noch sehr in den Konventionen und Moralvorstellungen der Elterngeneration gefangen waren. Außerdem lastet auf ihnen das Gefühl, die Träume der Eltern erfüllen zu müssen, was diese selbst durch den 2. Weltkrieg nicht konnten. Und ein Roman über den Wunsch einer jungen Frau, einmal einen eigenen Friseursalon besitzen zu können.
Ende November ist dann der von mir sehnsüchtig erwartete 2. Band erschienen, den ich Ihnen jetzt vorstellen möchte.
Der 1. Band hatte für mich völlig überraschend geendet. Da aber der Verlag zum Glück hier bei der Inhaltsangabe nicht verraten hat, was im 1. Band passiert ist, möchte ich es natürlich auch nicht tun. Denn es könnte ja sein, dass Sie diese Besprechung von mir schon lesen, obwohl sie den 1. Band gar nicht gelesen haben. Und da die Inhaltsangabe stimmig ist, möchte ich der auch nichts weiter hinzufügen.
Inzwischen sind einige Jahre ins Land gezogen, aber Leni arbeitet immer noch im Salon Keller in München. Doch ihren Traum von einem eigenen Friseursalon hat sie noch nicht aufgegeben, aber auch noch nichts aktiv unternommen, um ihn in die Realität umzusetzen. Da bekommt sie zwei ganz unterschiedliche Angebote und muss sich entscheiden. Und auch ihre beste Freundin Charlotte wird plötzlich vor eine schwierige Wahl gestellt.
Das, was auch den 2. Band wieder ausmacht, ist das Gespür, was die Autorin Julia Fischer für diese Zeit entwickelt hat. Anfang der 60er Jahre hat sich ganz viel in der Welt geändert. Nicht nur politisch, sondern auch im kleinen, privaten Bereich. Die Frauen wurden selbständiger. Ein wunderschönes Bild dafür sind die „neumodischen“ Frisuren Vidal Sassoons und die immer kürzer werdenden Röcke der Mary Quant. Beides Dinge, die Leni bei ihrem Praktikum in London kennenlernen durfte. Sie ist begeistert und möchte davon ganz viel in München umsetzen. Aber sind München und das Münchner Umland dafür schon bereit?
Aber es geht in diesem Band nicht nur um Mode und Frisuren. Ein sehr interessantes Kapitel wird in diesem Teil durch die Geschichte von Lenis Chef, Alexander Keller, erzählt. Er möchte seinen Salon verkaufen. Doch diese gestaltet sich deutlich schwieriger als erwartet. Und letztendlich wird eine ganze Menge Schmutz aufgewirbelt und ein Thema angesprochen, was damals noch ein absolutes No-Go war.
Und auch die Liebesgeschichte von Charlotte betrifft ein brisantes Thema, was für die Zeit der 50er und 60er sehr schwierig war und sehr gerne unter den Teppich gekehrt wurde.
Es geht in diesem Roman also einmal mehr auch um die gesellschaftspolitische Entwicklung dieser Jahre. Aber natürlich ist er hauptsächlich ein wirklich schöner Freundschafts- und Liebesroman. Wir treffen fast alle Beteiligten aus dem 1. Band wieder, und es bleiben uns auch fast alle bis zum Ende des Buches erhalten. Aber der Tod gehört zum Leben leider dazu. Deshalb kann er auch hier nicht ausgespart werden. Ich bin schon ein wenig traurig, dass ich jetzt von Leni und Charlotte und all den anderen liebgewonnenen Personen aus dem Roman Abschied nehmen musste. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, obwohl das wahrscheinlich sehr blauäugig von mir ist, und hoffe, dass es vielleicht doch irgendwann noch eine Fortsetzung geben wird. Man soll niemals nie sagen!
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4/5
03.12.2022
Buch (Taschenbuch)
Nach "Wunder einer neuen Zeit"...
Nach "Wunder einer neuen Zeit" Salon-Saga Band 1, nun mit "Ein hoffnungsvoller Aufbruch" der zweite Band. Julia Fischer hat einen sehr empathischen Schreibstil und damit gelingt es ihr immer wieder eine Geschichte so zu erzählen dass ich das Gefühl habe dabei zu sein. Bitte lesen
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4/5
27.11.2022
Buch (Taschenbuch)
Die Fortsetzung von Lenis Schicksal...
Die Fortsetzung von Lenis Schicksal als selbstständige Frau. Diesmal unter anderem in London und natürlich nicht ohne Verwirrung und Probleme....
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