Organisationsformen und Zielsetzungen der Protestbewegungen in Hongkong und Thailand. Ein Vergleich
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
16.11.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
43 (Printausgabe)
Dateigröße
508 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346763747
Jugendliche werden oft als politisch apathisch beschrieben, besonders bezüglich konventioneller Formen der politischen Beteiligung. Doch die Bereitschaft, latente Beteiligung in konkrete politische Partizipation umzuwandeln, war zuletzt bei jungen Menschen, die unzufrieden mit dem Regierungshandeln waren, hoch. Um gegen die als ungerecht empfundenen Handlungen vorzugehen, entstanden neue Protestbewegungen. Der Aufstieg des Internets und der sozialen Medien schuf dabei neue Formen der Beteiligung und Möglichkeiten der politischen Mobilisierung. Ob in Südafrika, USA, Hongkong, Thailand oder Myanmar - weltweit führten junge Menschen Protestbewegungen an und forderten ihre Regierungen heraus.
Länderübergreifend vernetzen sich Demonstranten/-innen, um voneinander zu lernen und sich zu solidarisieren. Bewegungen, wie die Anti-Militärputsch-Bewegung in Myanmar, kopierten dabei Taktiken der Protestierenden aus Hongkong und Thailand. Die Proteste in Hongkong begannen im März 2019 und richteten sich zunächst gegen ein geplantes Auslieferungsgesetz. Die Protestbewegung in Thailand, welche im Februar 2020 inmitten der Corona-Pandemie entstand, richtete sich gegen die Militärregierung und die Monarchie. Beide Bewegungen erregten internationale Aufmerksamkeit. Seien es Bilder, die zeigten, wie die Hongkonger ganze Distrikte lahmlegten oder Nachrichten darüber, wie die Jugend erstmals die thailändische Monarchie hinterfragte. Die neuen Organisationsformen der Demonstranten beider Bewegungen stellten die Machthaber vor die Herausforderung, ihre Strategien an die Bewegungen anzupassen. Myanmarische Demonstranten versuchten vieles davon zu übernehmen. Sie zeigten den in Thailand verwendeten Drei-Finger-Gruß während Kundgebungen als Zeichen des Widerstands. Nach dem Hongkonger Beispiel wurden Flashmobs geplant, Hashtags verwendet und Fassaden mit Post-its beklebt, die den Lennon Mauern in Hongkong nachempfunden waren.
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