Während sich Kommissar Wim Schneider im Harz auf Kur erholt, untersucht Kommissarin Rosalie Helmer einen zweifelhaften Selbstmord in Braunschweig. Vor allem die frischen Bisswunden an der Leiche geben Rätsel auf. Als sich im Umfeld der Kurklinik ein mysteriöser Unfall ereignet, forscht Wim heimlich nach. Obwohl beide Fälle unterschiedlicher nicht sein könnten, überschneiden sich plötzlich die Spuren, und die Ermittler stoßen bei ihrer Suche nach den Hintergründen auf tragische Frauenschicksale.
Wim Schneider ist zurück. Eigentlich soll er sich ja noch bei seiner Kur im Harz erholen. Doch plötzlich gibt es einen Todesfall im Umkreis der Kurklinik und sein Bauch sagt … da stimmt was nicht. Er stellt Nachforschungen an und zieht Kommissarin Rosalie Helmer aus Braunschweig mit rein. Diese hat zusammen mit ihrem Praktikanten Mats mit einem angeblichen Selbstmord im Grunde genug zu tun. Doch sie denkt noch an den letzten Fall zurück, wo sie mit Wim zusammen ermittelt hat und hilft ihm gern weiter. Immer wieder tauchen in beiden Fällen neue Spuren auf … überschneiden sich … hängt alles zusammen und wie?
Ich war gespannt auf den zweiten Fall um das Ermittlerteam und wurde nicht enttäuscht. Mario Bekeschus hat mich mit seinem lockeren, flüssigen Schreibstil gespickt mit einer Prise Humor wieder in seinen Bann gezogen. Die Spannung wurde langsam aufgebaut und hielt bis zum Ende und das war überraschend. Die Kapitel sind kurz und aus verschiedenen Sichten geschrieben. Die Protagonisten sind überzeugend und es hat Spaß gemacht, mit ihnen zu ermitteln. Gefallen hat mir auch, dass kritische Themen aufgegriffen und gut verarbeitet wurden. Aus meiner Sicht ist das Buch ohne den Vorgängerband durch Rückblenden separat lesbar. Gern gebe ich eine Leseempfehlung.
Rezitante
aus St. Pölten
5/5
06.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Krimi mit Tiefgang, Herz und Verstand
Mit „Hinter Liebfrauen“ liefert Mario Bekeschus erneut einen Regionalkrimi, der nicht nur fesselt, sondern auch emotional tief berührt. Wer den ersten Band „Gaußberg“ mochte, wird auch dieses Mal begeistert sein, denn der Autor schafft es, die Entwicklung seiner Figuren und die Intensität der Handlung noch weiter auszubauen.
Kommissar Wim Schneider, der sich eigentlich im Harz von seiner Operation erholen soll, stolpert direkt in einen mysteriösen Unfall in der Nähe seiner Kurklinik. Klar, dass er nicht lange tatenlos bleiben kann. Sein etwas ungewöhnlicher Kurschatten Ludger Pohl sorgt dabei für jede Menge seltsame und amüsante Momente, die das ernste Thema auflockern und Wim von einer sehr menschlichen Seite zeigen. Fans von Wim kommen hier voll auf ihre Kosten!
Währenddessen ermittelt Kollegin Rosalie Helmer zusammen mit Polizeikommissaranwärter Mads Johannsen in Braunschweig in einem rätselhaften Selbstmordfall. Ein Fall inklusive frischer Bisswunden an der Leiche. Klingt schaurig? Ist es auch! Doch was zunächst wie zwei getrennte Fälle wirkt, verwebt sich bald zu einem komplexen Puzzle voller Überraschungen und Wendungen.
Mario Bekeschus versteht es, Spannung aufzubauen und seine Leser mitfiebern zu lassen.
Was diesen Krimi besonders macht? Neben der spannenden Handlung sind es die tiefgründigen Themen, die Mario Bekeschus mit viel Fingerspitzengefühl behandelt: Alltagssexismus, Gewalt im persönlichen Nahbereich und andere dunkle Facetten des menschlichen Daseins. Dabei gelingt ihm der Balanceakt zwischen ernster Gesellschaftskritik und humorvollen Szenen, die für das notwendige emotionale Gleichgewicht sorgen.
Dieses Buch ist kein 08/15-Krimi. Es ist ein intensives Leseerlebnis, das nachdenklich macht, ohne dabei auf Spannung und Unterhaltung zu verzichten. Die Charaktere wachsen einem noch mehr ans Herz, die Ermittlungen sind packend, und die gesellschaftlichen Themen regen zum Nachdenken an.
Der Autor beweist erneut, dass er nicht nur spannende Geschichten erzählen kann, sondern auch den Mut hat, unbequeme Themen anzusprechen.
Dieser Band ist durchaus unabhängig vom Vorgänger zu lesen. ABER!!! Ich würde euch empfehlen, vorher „Gausberg“ zu lesen. Denn es ist einfach wunderschön, die einzelnen Charaktere von Beginn an kennenzulernen und sie zu begleiten.
Absolut lesenswert für alle, die mehr wollen als nur einen klassischen Mordfall.
M.
aus Hildesheim
5/5
31.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Gelungen Fortsetzung, absolut empfehlenswert
Ich muss sagen, dass mir auch der zweite Teil des Niedersachsen-Krimis unheimlich gut gefallen hat. Mich hat der Teil von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Er ist wieder schön spannend ohne dabei blutrünstig zu sein. Der Schreibstil ist so schön zu lesen und der Fall wieder genial durchdacht. Wie die Geschenisse zusammen hängen, hat mich immer wieder aufs neue rätseln lassen. Besonders sympathisch waren mir die Ermittler Rosalie und Mads. Die beiden sind ein tolles Team.
Ich kann diesen Krimi absolut empfehlen.
Bücherwurm1910
5/5
21.09.2024
eBook (PDF)
Toller zweiter Band!
Im zweiten Teil der Wim Schneider-Reihe begleiten wir den Kommissar und Rosalie Helmer wieder durch einen spannenden Fall, eigentlich zwei Fälle, die sich zu einem verbinden. Themen wie Migration, Prostitution und sexueller Missbrauch werden aufgegriffen, aber auch das Privatleben unserer Ermittler kommt nicht zu kurz. Auch der neue Polizeianwärter Mads Johannsen erweist sich als interessanter Charakter, in dem noch viel Potenzial steckt.
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