Ambivalenzen des Totentanzes des Niklaus Manuel Deutsch (1516-20)
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
29.11.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
36 (Printausgabe)
Dateigröße
6513 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346770332
Im Zuge dieser Arbeit wird unter dem Parameter der zeitgenössischen Wirkung eine Selektion an Szenen aus besagtem Werk analysiert, aber auch ihre Symbolwirkung als Inbegriff ihrer Entstehungszeit - unter Beachtung der besonderen Traditions- und Überlieferungsumstände. An eine Einführung in die Biographie des Meisters selbst schließt sich die Darstellung der Todestanzthematik per se an, bevor die Arbeit in medias res, zum Berner Totentanz, schreitet und die gewonnenen Ergebnisse im Fazit resümiert werden.
Die Notwendigkeit der Sterbekunst begründete sich für den spätmittelalterlichen Menschen schlichtweg in einer steten Präsenz des Todes im Alltag. So war die 'ars moriendi' eine spirituelle Vorbereitung der eigenen Seele im Diesseits für ihr Bestehen am Jüngsten Tag.
Das außerhalb von Kirch- oder Klostermauern gepredigte Wort ging rasch einher mit einem Aufstreben neuer bildlicher Darstellungen, die ihren stärksten Ausdruck zunächst im Medium des Holzschnitts fanden, welcher mithilfe von Druckwerkstätten (Einblattdruck) schnelle Verbreitung und Beliebtheit erfuhr. In Predigen und Einblattdrucken wurden die Topoi Tod und Sterben zumeist sehr reißerisch und trivial den Massen präsentiert. Ein weiteres, wenn nicht sogar bedeutenderes und nachhaltigeres Medium, um die Unerbittlichkeit des Todes erlebbar zu machen, stellen die Todestanzwerke coram publico dar, beispielsweise Fresken an Klostermauern, die für jeden sicht- und begehbar waren, wie der Berner Totentanz des Niklaus Manuel Deutsch von 1516 bis 1519.
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