Produktbild: Meine langen Nächte

Meine langen Nächte

18

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.07.2023

Herausgeber

Birgit Ulmer

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,2/13,2/2,8 cm

Gewicht

420 g

Farbe

Camel

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Birgit Ulmer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96999-198-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.07.2023

Herausgeber

Birgit Ulmer

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,2/13,2/2,8 cm

Gewicht

420 g

Farbe

Camel

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Birgit Ulmer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96999-198-5

Herstelleradresse

Steidl GmbH & Co.OHG
Düstere Straße 4
37073 Göttingen
DE

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  • Daniela Heinen

    aus Sankt Augustin

    5/5

    09.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein beeindruckendes Buch

    Von diesem Buch war ich nachhaltig beeindruckt! Die Geschichte wird erzählt von einem Geist, nämlich dem der jungen Frau Anna, die schon mit nicht mal 30 Jahren im Dezember 1935 starb. Diese Erzählweise ist ungewöhnlich, passte aber unglaublich gut zu dieser Geschichte. Denn Annas Geist erzählt mit dem Wissen von heute von ihrem Leben, in dem sie eine Befürworterin des Nationalsozialismus war und als "braune Schwester" an der Zwangssterilisation von Frauen beteiligt war, um "unwertes Leben" zu verhindern. Ich mochte die Protagonistin Anna nicht. Mit dem Wissen, dass ich habe, konnte ich ihr Denken und ihr Verhalten einfach nur furchtbar finden. Doch im Laufe des Lesens kam immer mehr Mitgefühl für diese junge Frau. Dass es der Autorin gelungen ist, so widersprüchliche Gefühle in mir hervorzurufen, hat mich beeindruckt. Und das Buch hat noch sehr lange in mir nachgeklungen. Ich finde, es ist ein ganz wertvolles und wichtiges Buch gegen das Vergessen.

  • Bewertung

    aus Modautal

    5/5

    06.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr aktuelles Buch

    Sprachlos, bedrückt und wütend hinterlässt mich dieser Roman. @ilvafabiani hat hier einen wichtigen Roman geschrieben, den ich grade aktuell vielen Menschen in die Hand drücken möchte. Es ist eine fiktive Geschichte, die allerdings sehr realistisch eine ideologische Verirrung zeigt, gleichzeitig aber auch eine Geschichte des Mitgefühls und eine sehr späte Einsicht. Es geht hier um Anna Alrutz, ein beliebiges blondes Mädchen, welches sich von den Nationalsozialisten begeistern lässt, trotz liberaler Eltern, die nicht verhindern können dass diese nach einem gescheiterten Medizinstudium eine braune Krankenschwester wird. Hitler ordnet per Gesetz Zwangssterilisationen " erbkranker" Frauen und Männer an. Anna ist von ihrem Tun überzeugt und der Ideologie völlig verschrieben. Doch sie verliebt sich in den französischen Medizinstudenten Thierry und ihre enge Freundin wird in die Klinik eingeliefert. Wird Anna damit umgehen können? Ich habe schon viel über die NS Zeit gelesen und immer wieder bin sehr erschüttert. Furchtbar zu lesen wie aus einem " normalen" Mädchen eine Täterin wurde. Dieser Roman ähnelt einer Beichte, gleich zu Beginn erfahren wir, dass Anna 1935 stirbt. Ihr toter Geist blickt zurück und erzählt. Due Autorin schafft eine sehr interessante Perspektive, gleichzeitig haben wir die Sicht verschiedener Charaktere und ich habe mir viele Stellen mit Post IT markiert. " Betrachte die Sterilisation nicht als Strafe oder gegen die Ehre deiner Sippe gerichtet. " Erbkrank zu sein, sei nur ein bedauernswertes Unglück, habe der Führer in Mein Kampf geschrieben. Es sei jedoch, so ging es weiter, ein Verbrechen, aber auch zugleich Schande, dieses Unglück einem unschuldigen Wesen wieder aufzubürden. Ein Akt des puren Egoismus. Der Leibesfrucht dieses Unglück jedoch zu ersparen, sei ein Gebot wahrer Menschlichkeit, niemals Strafe." ( Zitat Seite 197) Ich könnte noch viele Zitate hier erwähnen. Sie verdeutlichen wie unaussprechlich diese furchtbare Ideologie war. Ich dachte der Teil zu ihrer Arbeit als braune Schwester macht einen größeren Anteil des Romans aus. Erst auf Seite 194 ca. fängt dieses an. Es geht vorher inhaltlich viel über die Kindheit und Jugend. So erfährt der Leser/in jedoch gut wie Annas Persönlichkeitsentwicklung und wie sich ihr Charakter gebildet hat. Sehr gut dargestellt. Ich kann diesen sehr wichtigen Roman sehr empfehlen, es ist jedoch keine leichte Kost und wünsche mir dennoch, dass diesen Roman viele lesen. Sowas darf nie wieder passieren. Es muss Warnung sein!!!

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    21.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ohne Makel

    Anna kommt aus gutem Hause, wächst behütet und privilegiert auf, und lässt sich, sehr zum Leidwesen ihrer Familie, von der nationalsozialistischen Ideologie blenden. Sie wird eine NS-Schwester und führt in der Universitätsklinik Göttingen aus, was Hitler angeordnet hat, nämlich die Zwangssterilisation von sogenannten erbkranken Frauen und Männern. Ihren Dienst verrichtet sie pflichtbewusst und dient treu dem Vaterland. Als sie dem französischen Medizinstudenten Thierry begegnet und sich verliebt, wird ihre Überzeugung auf den Prüfstand gestellt. „Ich war noch keine dreißig Jahre alt, als ich starb, in einer Dezembernacht. Graupel fiel aus bleiernen Wolken in den Schneematsch am Boden. Und wenn ich mich jetzt, nach all den Jahren, umschaue, erkenne ich die Klinik, in der ich gearbeitet habe, kaum noch wieder.“ (Seite 8) Die Autorin hat eine ungewöhnliche Weise gewählt, um die Geschichte von Anna, die stellvertretend für so viele andere Frauen der damaligen Zeit steht, zu erzählen, denn Anna ist tot, sie starb in einer kalten Dezembernacht des Jahres 1935, was sie uns Lesenden bereits am Anfang verrät. Körperlos schwebt sie über der Erde, besucht Stationen ihres kurzen Lebens und teilt diese Eindrücke mit uns. Anfangs tat ich mich schwer mit dem eher nüchternen Schreibstil, lernte diesen aber im Laufe der Geschichte mehr und mehr zu schätzen. Anna war mir nicht sympathisch, aber sie war unglaublich authentisch. Besonders ihre Launen und ihre Wut als siebzehnjähriges Mädchen konnte ich fühlen und meistens nachvollziehen. Der Beginn ihres Lebens als junge Frau gestaltete sich holprig, was zum einen den Hormonen, zum anderen aber natürlich der schwierigen und turbulenten Zeit geschuldet war. Die äußeren Eindrücke drängten sie in eine Richtung, die sie als junger Mensch noch überhaupt nicht hätte einordnen, geschweige denn, die Konsequenzen auch nur annähernd einschätzen können. Manchmal war ich versucht, ihr zuzurufen, dieses oder jenes zu unterlassen, oder aber etwas unbedingt zu tun. „Erwartung, Wut und Hoffnung liegen in der Luft: Haben wir wirklich geglaubt, dass dieser Mann uns würde retten können? Ja, das haben wir geglaubt. Ich wollte ihn sprechen hören, ihn mit eigenen Augen sehen.“ (Seite 104) Langsam und schleichend kam der Nationalsozialismus in Annas leben, fast unmerklich schlich sich das Grauen in die Geschichte ein. Mit dem Wissen von heute schilderte Anna ihren Lebensweg, kommentierte und resümierte, verglich und suchte nach Gründen, die ihr Verhalten von damals erklären würden. Wenn es doch nur so einfach wäre! „Muss man denn erst sterben, um den Strudel zu erkennen, der uns verschlang?“ (Seite 159) Je mehr ich erfuhr, desto größer wurde mein Unbehagen, auch meine Sympathie schwand mehr und mehr, machte einer Abneigung Platz, die von Mitleid unterbrochen wurde. Mitgefühl aber war keines da, dieses war aufgebraucht. Aus Gründen. Je weiter die Erzählung voranschritt, desto mehr wühlte sie mich auf. Das letzte Drittel fand ich stellenweise unerträglich, meine Nerven wurden strapaziert und nun war doch großes Mitgefühl da. Keinen Ausweg zu haben ist schlimm, aber zu realisieren, dass man sich selbst in eine Situation gebracht hat, die katastrophale Folgen auch für andere hat, ist hart und entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn man bedenkt, dass dies alles auf freiwilliger Basis geschah. Das Ende traf mich mitten ins Herz, obwohl ich eigentlich wusste, was später geschah. Mir gefiel es, dass die Autorin alle offenen Fragen beantwortet hat, wodurch die letzten Seiten aufwühlend und sehr emotional für mich waren. Ich hätte zu Beginn nicht gedacht, wie erschüttert ich nach dem Zuklappen des Buches sein würde. Zuletzt war mir die verhasste Anna unglaublich nah. Ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte, ein Zeugnis der bestialischen Ereignisse der damaligen Zeit. Gegen das Vergessen und besonders wichtig, das ist hoffentlich jedem klar. Volle Punktzahl mit extra Sternchen und eine Leseempfehlung gibt es von mir.

  • Kristall86

    aus an der Nordseeküste

    5/5

    29.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolute Leseempfehlung!

    Klappentext: „Anna Alrutz ist ein beliebiges blondes Mädchen, wie sie selbst findet. Als älteste Tochter einer wohlhabenden Familie verbringt sie glückliche Sommer im kleinen Kurort Salzgitter. Hier zankt sie sich mit ihrem Bruder Willi, streift mit ihrer besten Freundin Helene durch die Wälder, trifft ihre erste große Liebe. Dass Anna sich schon früh für den Nationalsozialismus begeistert, können die liberalen Eltern nicht verhindern. Auch nicht, dass sie ihr Medizinstudium abbricht und eine »NS-Schwester« wird. An der Universitätsklinik Göttingen praktiziert sie, was Hitler per Gesetz angeordnet hat: die Zwangssterilisation »erbkranker« Frauen und Männer. Anna meint, das Richtige zu tun. Doch als sie sich in den französischen Medizinstudenten Thierry verliebt, und Helene in die Klinik eingeliefert wird, gerät ihre Überzeugung ins Wanken. Sie schließt sich einer Gruppe an, die Patientinnen zur Flucht verhilft, und muss bald eine folgenschwere Entscheidung treffen. „Meine langen Nächte“ ist die Geschichte einer ideologischen Verirrung, aber auch eine Geschichte des Mitgefühls und der späten Einsicht: die anrührende literarische Lebensbeichte einer jungen Frau.“ Autorin Iilva Fabiani greift mit “Meine langen Nächte“ ein Thema auf, welches wohl bei vielen älteren Menschen die die verschiedensten Kriege erlebt haben wohl ein Tabu-Thema darstellt. Was ist wenn man merkt sich mit seiner politischen Meinung und Einstellung auf der falschen Seite wiedergefunden zu haben? Zu sehen was für ein Unheil die vermeintliche „eigene“ Partei anrichtet? Wie entscheiden bevor man sich selbst verrät? In Fabianis Buch lernen wir Anna Alrutz kennen. Ihre politische Einstellung ist recht schnell erkannt und nicht nur für ihre Eltern unerklärlich. Der Nationalsozialismus soll es bei Anna sein. Man möchte sie gern als Leser warnen aber nicht nur das es nicht möglich ist, Anna muss ihre eigenen Erfahrungen machen. Ohne diese geht es nicht im Leben. Fabianis Protagonistin darf sich dann aber verlieben und wir Leser beobachten eine wahrliche Liebesgeschichte zwischen Anna und dem Franzosen Thierry. Gott sei Dank ist die Liebe stärker als die politische Ideologie - Anna entdeckt hier und da und dann immer tiefer was das NS-Regime eigentlich wirklich mit den Menschen in ihrem Krankenhaus macht. Alleine diese ganzen Beschreibungen und bewegenden Szenen sind Fabiani mehr als vortrefflich gelungen. Es lässt einen das Blut in den Adern beim lesen gefrieren und man mag Anna da am liebsten nur rausholen. Kann man Anna ihren „Fehler“ irgendwie verzeihen? Kann man sie irgendwie verstehen? Dazu wird jeder Leser eine andere Meinung entwickeln und genau das macht das Buch so interessant und spannend! Die Einen werden Mitleid und Mitgefühl für ihr Tun und Handeln haben, die Anderen werden sie genau dafür verachten und würden sie am liebsten teeren und federn. Aber wer sagt einem was richtig und falsch ist? Vor allem: Was tun wenn man seine Erkenntnis dann gewonnen hat? Anna gewinnt diese und es ist ein Kampf mit ihrer Seele selbst. Man hat das Gefühl, Anna sitzt in diesem Buch auf der Büßerbank und erzählt uns ihre Geschichte mit all dem Leid, der Pein und Not. Aber auch die schönen Momente sind dabei und erhellen immer wieder die Geschichte. Ebenso wichtig ist die Frage: Kann sich Anna selbst verzeihen? Kann sie sich ihre Fehler eingestehen und wieder selber glücklich werden trotz dieses „Fehltritts“? Lesen Sie diese bewegende Geschichte die so viel zwischen den Zeilen bietet und scheinbar nie an Aktualität verlieren wird. 5 Sterne hierfür!

  • Kristall86

    aus an der Nordsee

    5/5

    29.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Autorin Iilva Fabiani greift…

    Autorin Iilva Fabiani greift mit “Meine langen Nächte“ ein Thema auf, welches wohl bei vielen älteren Menschen die die verschiedensten Kriege erlebt haben wohl ein Tabu-Thema darstellt. Was ist wenn man merkt sich mit seiner politischen Meinung und Einstellung auf der falschen Seite wiedergefunden zu haben? Zu sehen was für ein Unheil die vermeintliche „eigene“ Partei anrichtet? Wie entscheiden bevor man sich selbst verrät? In Fabianis Buch lernen wir Anna Alrutz kennen. Ihre politische Einstellung ist recht schnell erkannt und nicht nur für ihre Eltern unerklärlich. Der Nationalsozialismus soll es bei Anna sein. Man möchte sie gern als Leser warnen aber nicht nur das es nicht möglich ist, Anna muss ihre eigenen Erfahrungen machen. Ohne diese geht es nicht im Leben. Fabianis Protagonistin darf sich dann aber verlieben und wir Leser beobachten eine wahrliche Liebesgeschichte zwischen Anna und dem Franzosen Thierry. Gott sei Dank ist die Liebe stärker als die politische Ideologie - Anna entdeckt hier und da und dann immer tiefer was das NS-Regime eigentlich wirklich mit den Menschen in ihrem Krankenhaus macht. Alleine diese ganzen Beschreibungen und bewegenden Szenen sind Fabiani mehr als vortrefflich gelungen. Es lässt einen das Blut in den Adern beim lesen gefrieren und man mag Anna da am liebsten nur rausholen. Kann man Anna ihren „Fehler“ irgendwie verzeihen? Kann man sie irgendwie verstehen? Dazu wird jeder Leser eine andere Meinung entwickeln und genau das macht das Buch so interessant und spannend! Die Einen werden Mitleid und Mitgefühl für ihr Tun und Handeln haben, die Anderen werden sie genau dafür verachten und würden sie am liebsten teeren und federn. Aber wer sagt einem was richtig und falsch ist? Vor allem: Was tun wenn man seine Erkenntnis dann gewonnen hat? Anna gewinnt diese und es ist ein Kampf mit ihrer Seele selbst. Man hat das Gefühl, Anna sitzt in diesem Buch auf der Büßerbank und erzählt uns ihre Geschichte mit all dem Leid, der Pein und Not. Aber auch die schönen Momente sind dabei und erhellen immer wieder die Geschichte. Ebenso wichtig ist die Frage: Kann sich Anna selbst verzeihen? Kann sie sich ihre Fehler eingestehen und wieder selber glücklich werden trotz dieses „Fehltritts“? Lesen Sie diese bewegende Geschichte die so viel zwischen den Zeilen bietet und scheinbar nie an Aktualität verlieren wird. 5 Sterne hierfür!

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    Leslie Samland-Voigt

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    5/5

    28.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    I. Fabiani präsentiert uns in...

    I. Fabiani präsentiert uns in ihrem Debüt eine erschütternde Selbstanklage. Hineingeboren in eine Zeit nach dem 1. Weltkrieg gerät Annas Welt schleichend aus den Fugen des Normalismus. Besticht mit einer originelle Erzählperspektive. Poetisch und bewegend.

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