SoMa heißt das künstlich geschaffene Superfood, das die Menschheit vor Hungersnöten und Seuchen gerettet hat, jedoch nicht ihre Menschlichkeit. Denn das helle Blut derer, die sich davon ernähren, sorgt nicht nur für allumfassenden Schutz. Es tötet auch jede tiefe Emotion.
Das sechzehnjährige Dunkelblut Vivien zählt zu der kleinen Gruppe von Menschen, die sich weigert, diesen Preis zu zahlen. Eines Nachts muss sie mitansehen, wie ihre Familie und ihre große Liebe ermordet werden. Vivien schwört bittere Rache. Doch auf der Suche nach den Schuldigen wird sie gezwungen, erschreckenden Wahrheiten und unvorhergesehenen, übermenschlichen Kräften entgegenzutreten, mit denen sie nicht gerechnet hat.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Franci
aus Ilmenau
5/5
28.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Spannend und einfallsreich.
„Dunkelblut“ erzählt von einer neuen Möglichkeit, die Welt zu retten, nachdem die Menschheit diese zerstört hat. »SoMa«:
Ein innovatives Superfood, das augenscheinlich nur gesundheitliche Vorteile bringt, die Umwelt nicht belastet und Hungersnöten entgegenwirkt ( … ) — doch alles Gute hat seinen Preis.
Bist Du bereit diesen zu zahlen?
Kathryna Kaa erschuf eine düstere, dreckige und graue Stadt, die zum größten Teil von Hellblütern bewohnt wird, den Menschen, die das neue Nahrungsmittel bedingungslos und einfältig konsumieren, regelrecht anbeten. Doch unter ihnen leben, in minimaler Anzahl, gemieden, hunger leidend und eingeschränkt, die, die sich weigern: Dunkelblüter. Mit der Hoffnung, dass sich der „Untergrund“ endlich erhebt …
Bereits im ersten Kapitel erfährt der Leser eine Vielzahl relevanter Informationen über Hintergründe und die herrschenden Gegebenheiten, dieses Wissen macht es leicht, dem Verlauf zu folgen. Zudem schreibt die Autorin angenehm, vorstellbar, wird in ihrer Ausdrucksweise sowohl dem Alter der Protagonistin wie auch dem düsteren Setting gerecht.
Wir begleiteten die 16-jährige Vivien, ertragen mit ihr zahlreiche, bewegende Verluste, werden von der Fülle an Überraschungen überrollt und mitgerissen, kämpfen und verstehen. Es fällt leicht, sich in das Geschehen fallen zu lassen, herausfinden zu wollen, was hinter SoMa, den Sicherheitsbedingungen und auch dem Widerstand steckt. Denn die Hellblüter, ihre Führung und die Staatsgewalt sind radikal.
„Dunkelblut“ war eine Achterbahn, ein stetes Schwanken zwischen Spannung und Erkenntnis. Die Ruhepausen, die Viv ersehnt, bringen keine Erholung, denn die Luft ist erfüllt von Angst … Doch nachdem der eigentlich taffe Teenie alles verloren hat, auf sich gestellt ums Überleben kämpft, ist der Wunsch nach Rache stärker. Auf ihrer gefährlichen Suche nach Verbündeten muss Vivien über Grenzen gehen … und danach? Bis zum Ende.
Der gesamte Verlauf ist von einer dunklen Atmosphäre durchzogen, die Untergangsstimmung ist präsent, genau wie die Gefahr. Die Autorin spielt gekonnt mit der Unachtsamkeit der Leser, wirft plötzliche Wendungen samt Horrorszenarien ins Geschehen und fesselt, denn niemand weiß, was kommt. Die Charaktere und Dialoge waren authentisch, der Sarkasmus ist unüberhörbar und ein gewisser Witz, inkl. der Horror-No-Go-Liste, lockert die Dystopie auf. Gefühle und einen Hauch Young Adult Feeling gibt’s auch.
Vivien ist ein Mädchen, dass mir sehr sympathisch, echt erschien, genau wie die „Nordschatten“. Gemeinsam mit diesen dringt sie zum Ursprung von SoMa durch, zerrt Täuschungen und Manipulation ans Licht, Wahn und Gier.
Doch hat eine Gruppe Jugendlicher eine Chance gegen ein System, dem zahlreiche Menschen blind folgen?
Was sich hinter dem Nährstoffbrei verbirgt, ist komplexer und abscheulicher, als sich vermuten lässt. Na, immer noch Lust auf Superfoods?
TaljaTalina
aus Esthal
5/5
03.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Dunkelblut hat mich überrascht!
Ich habe schon mit einer spannenden Postapokalyptischen Dystopie gerechnet, aber nicht so einer.
Es war gleichzeitig super locker, humorvoll und doch brutal.
Man wird direkt vom ersten Satz in die Geschichte geschmissen und sie reißt einen unwillkürlich mit.
Es greift aber auch tiefgründige Themen auf, die gerade in den letzten 2 Jahren auch in unserer realen Welt zu spüren waren.
Die Spaltung der Gesellschaft und was das mit einem machen kann.
Plötzlich hast du es mit Zombie ähnlichen Marionetten zu tun. Was würdest du machen?
Vivien weiß auf jeden Fall was sie will und sie ist nicht aufzuhalten. Sie ist super stark und lernt auf ihrem Weg viele neue Leute kennen die kommen und gehen und vielleicht gibt es auch ganz besondere, die länger bleiben.
Toller Weltenaufbau mit einem tollen Schreibstil, der dich vergessen lässt, das du „nur“ ein Buch liest.
AMJ BookWorld
aus Hockenheim
4/5
04.10.2022
Buch (Taschenbuch)
Interessantes Setting
Cover
Das Cover ist in Rot und Schwarz gehalten und als Scherenschnitt gestaltet. In weiß ist im oberen Drittel der Titel zu lesen, welcher wie davon laufendes Blut dargestellt ist. Unterlegt ist es mit der Skyline der Stadt, welche gespiegelt zum Friedhof wird.
Im unteren Drittel sieht man drei Figuren, ein Mädchen mit einem Stock auf dem Rücken – welches die Hauptprota Vivien darstellen soll, einen Hund und einen Jungen, welche beide eine Rolle in der Handlung spielen werden.
An sich macht es einen sehr düsteren Eindruck und passt daher gut zur Handlung an sich.
Rezension
Eine Jugenddystopie über Liebe, Verlust, Erwachsen werden in einer sehr kaputten Welt. Kurz gesagt. Vivien ist 16 Jahre alt, daher in vieler Hinsicht sehr leicht gläubig und verliert von jetzt auf nach hin alles – ihre Familie, ihre große Liebe und ihre Identität. Was an sich ein interessantes Setting bietet. Anfangs ist es auch sehr mitreißend. Bis sie anfängt Rachegedanken zu entwickeln und alles und jeden mit „The Walking Dead“ zu vergleichen. Was ab einem gewissen Punkt sehr anstrengend zu lesen wird.
Der Schreibstil an sich ist gut lesbar, da sich die Handlung zwischen durch etwas zieht – vielleicht bin ich auch nicht mehr ganz in der Zielgruppe – etwas langatmig. Dann aber wieder massiv das Tempo der Handlung anzieht, das man gar nicht mehr aufhören möchte.
Mein Fazit
An sich ein interessantes Setting mit einigen tollen Wendungen, was aber noch einiges an Luft nach oben lässt.
black_cat595
4/5
20.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Dystrophie, ein wenig Fantasy und Romantik
Story:
Der Hauptcharakter ist ein junges Mädchen, die in der vorgestellten Welt einer Minderheit angehört. Sie ist ein Dunkelblut. Das bedeutet, dass sie sich nicht von einem wundersamen Lebensmittel ernährt wie der Großteil der Bevölkerung, dass das Blut heller färbt. Sie lebt klassisch so wie wir heute von dem was die Erde hergibt. Das ist nicht mehr sehr viel, da die Erde ausgebeutet wurde und ihre Schätze nicht mehr mit den Menschen teilen kann. Die Geschichte startet, als eine mächtige Frau eine Intrige startet und so zu einem gewaltvollen Aufstand gegen alle Dunkelblüter ruft. Sie werden verfolgt und und müssen sich ihren gnadenlosen Widersachern gegenüber widerfinden.
Die Geschichte ist interessant und bietet einige überraschende Wendungen. Richtige Spannung ist bei mir aber leider nicht aufgekommen. Dafür hat mir die emotionale Nachvollziehbarkeit der Charaktere, sowie manchmal eine ausführlichere Beschreibung der Szenen gefehlt.
Charaktere:
Die Charaktere wurden gut vorstellbar dargestellt. Sie sind facettenreich und haben alle ihren ganz eigenen Charakter. Die Charaktere und ihre Handlungsweisen und Gefühle fand ich nicht immer nachvollziehbar, aber sie haben sich auch nicht ihrem Charakter entgegen verhalten. Es hat sich für mich einfach kein stimmiges BIld abgezeichnet.
Schreibstil:
Der Schreibstil ist angenehm und führt gut durch die Geschichte. Manche Szenen hätten besser ausgeschrieben werden können, um ein genaueres Bild von der Situation zu erhalten.
Eine gelunge dystrophische Geschichte.
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